Barsch-Angeln im Strelasund

Letztes Wochenende hatte ich einen ganz besonders schönen Arbeitseinsatz. Und zwar habe ich mit meinen Kollegen Veit und Steve das Vergnügen gehabt, unseren neuen Angelkumpel Patrick Sébile zwei Tage über den Sund zu navigieren. Nachdem er bereits ein paar Tage auf dem Rassower Strom zum Hechtangeln war, hatten wir die Aufgabe, ihn zum Barsch und Zander zu führen. Eine Aufgabe, die in anderen Monaten leichter ist. Zwar hatten wir im Vorfeld gehört, dass es richtig rundgehen soll im Sund und dass alle Räuber in Topform sind.

Erfahrungsgemäß muss man sich die Barsche zu dieser Jahreszeit aber fast einzeln zusammensuchen und zandertechnisch tue ich mir sowieso schwer am Sund – zumindest was die Großen angeht. Wir waren selber gespannt, wie die Fische, die wir traditionell mit Gummis beangeln, auf Hardbaits reagieren. Schließlich wollte uns Sven Halletz vom Esox begleiten, um eine Sébile-Story für sein Magazin zusammenzuknipsen. Bei Strömung und Wassertiefen von über 10 Metern wollten die optimalen Modelle aus der Sébile-Range erst einmal herausgefiltert werden. Wobei wir uns zum Suchen natürlich die Freiheit nahmen, mit unseren gewohnten Gummis loszulegen.

Das mit den Zandern hat sich genau so gestaltet, wie ich mir das vorgestellt hatte. Zu den dicken Sunddingern fehlt mir einfach noch der Draht. Dafür haben wir eine Menge kleinerer Fische gefangen.

Vornehmlich auf den 13 cm-Ripple Shad in der Farbe Purple Chartreuse – von und Teamanglern „Papagei“ genannt.

Dass man beim Zanderzupfen am Sund nie ohne Stahlvorfach angeln darf, versteht sich ja von selbst. Die Hechte sind zur Zeit wirklich in Topform. Und auch wenn’s nicht immer die allegrößten Exemplare sind, die auf die Köder brettern, macht das hechteln da oben gerade so richtig Spaß. Die Teile beißen echt an allen Ecken und Enden.

Barschtechnisch gab’s ein paar Zufallstreffer beim Zanderzupfen. Meistens ziemlich tief.

Sobald wir einen Anfasser registriert haben, haben wir umgestellt. Erst auf Gummi, dann auf Vibrato oder Flattshad – die beiden Sébile-Köder, die sich unserer Meinung neben dem gedropshotteten oder t-geriggten Magic Swimmer Soft am besten eignen fürs Angeln im Tiefen.

Das Gute an beiden Ködern ist, dass man sie absinken lassen kann, um sie dann entweder über den Grund zu zupfen oder aber diagonal einholen kann, um die Wassersäule nach Fisch abzusuchen. Dass man am Grund des Öfteren einen Barsch fängt, ist ja klar. Dass man aber relativ häufig Kontakt im Mittelwasser hat, nutzen die wenigsten Angler aus. Mit Gummis unterfischt man eine Menge Barsche, die sich tagsüber jenseits der Kanten im Freiwasser auf Stichlings- oder Weißfischjagd befinden. (Unseren Informationen nach sind aktuell auch Tobiasfische in den Sund gespült worden, denen die Barsche folgen.)

Wenn die Bisse dann im Freiwasser kamen, haben auch Cranks gefangen. Nicht wirklich oft. Aber immerhin ein paar Mal ist ein vereinzelter Barsch auf den Köder geknallt.

Zu den Spots: Traditionell gute Plätze wie die Steinschüttung vorm Hafen und die Hafenausfahrten haben diesmal kaum gezogen. Stattdessen waren Kanten gut, von denen aus man den Kantenfuß abzupfen konnte, aber auch Flachwasserbereiche sowie Tiefen um 8 m erreichen konnte.

Zusammen mit unseren Gummibarschen kam am Ende eine ganz ordentliche Strecke heraus.

Und was meine beiden Kollegen dann mit dem Patrick dann gefangen, erfahrt ihr im September-Esox.

4 Kommentare

  1. Ihr glücklichen konntet wenigstens mit dem Boot raus. Uns wurde das Samstag untersagt, weil die schlechtwetterfront von Süden kam! Wir fingen an einer Hafenausfahrt richtig gut, hatten 14 hechte bis 75 und 5 Zander bis 60cm. Mein Kollege hat abends noch einen richtigen dicken Zander an den Holzpfeilern verloren aber es war trotzdem echt geil! Sonntag das Wetter war dann doch zu gegensätzlich, das wir nur einen 45er Zander fingen und mächtig Sonnenbrand gabs auch dazu!

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