07.12.2016 / 23:09 | Aktuelle Mondphase: zunehmender Mond

Das Carolina Rig: Ursprünge und Praxis-Tipps

Nachdem wir gelernt haben, dass das Texas-Rig „Texas-Rig“ heißt, weil sich die Montage an einem zugewucherten See in Texas etabliert hat, liegt es nahe, dass das Carolina-Rig „Carolina-Rig“ heißt, weil die Montage in Carolina entwickelt wurde. Bingo! Tatsächlich hat ein Angler aus dem Bundesstatt North Carolina als erster Angler erfolgreich mit dem System aus wurmbeköderten Haken, Vorfach, Wirbel und Blei gefischt. Zumindest war Lloyd Deaver so erfolgreich damit, dass man die Spur, die das Rig durch die US-Gewässer gezogen hat, bis zu ihm zurückverfolgen konnte, um dem Rig in bester Texas-Rig-Tradition den Namen „Carolina-Rig“, kurz „C-Rig“, zu verpassen.

 

Der Ursprung des Carolina-Rigs liegt in den USA. Stichwort: Schwarzbarsch. Der hier ist aus Italien.
Der Ursprung des Carolina-Rigs liegt in den USA. Stichwort: Schwarzbarsch. Der hier ist aus Italien.

 

Es gibt allerdings Leute, die der Meinung sind, dass das „C“ vorm „-Rig“ als Abkürzung von „Chancellor“ stehen müsste, da Jack Chancellor die Montage während seines Triumphes bei den Bassmaster Classics 1985 bekannt gemacht hat. Es war ein Triumph eines Systems, das bis zu dem Zeitpunkt noch niemand auf der Pfanne hatte, das aber auch bei späteren Rekorden eine erhebliche Rolle gespielt hat. So hat z.B. Paul Elias bei seinem wohl unschlagbaren Gesamtgewichtsrekord (132,8 Pfund) bei einem Elite Series Event auf dem Lake Falcon einen nicht unerheblichen Teil seiner Fische mit dem C-Rig und langen Würmern gefangen.

 

 

Wo wir wieder bei den Würmern wären und den Bogen zurück zu Chancellor spannen können: Zu jenem Zeitpunkt wurden die Wettangeln mit Crankbaits, Spinnerbaits, Buzzbaits oder Jigs gewonnen. Insofern war es eine Sensation für die Fachpresse, dass Chancellor das komplette Teilnehmerfeld ausstach, wo die anderen Angler mit ihren Ködern doch deutlich schneller mehre Fläche nach Schwarzbarschen abscannten. Insofern darf man dieses Bassmaster Classic auch als einen Meilenstein im Verständnis fängiger Präsentationen sehen. Schnell ist nicht unbedingt besser. Oder: Mehr Bewegung und mehr Druck bedeutet nicht unbedingt auch mehr Fisch. Diese Erkenntnis versinnbildlichte auch Chancellor’s Köder. Der „Do-Nothing“-Wurm war ein recht steifer Stick, der mit zwei kleinen Haken vorgeriggt war.

 

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Der Do-Nothing-Worm – subtiler ging’s dann wirklich nicht mehr.

 

Dass dieser Köder nicht den Sprung zum Top-Seller geschafft hat, lag daran, dass er sich schon nach kurzer Zeit den Ruf als Kleinfisch-Verführer erarbeitet hatte. Schnell kamen andere C-Rig-Köder auf den Markt und der „Do-Nothing“ ward alsbald vergessen. Das Rig aber ist bis heute eine der beliebtesten Montagen geblieben. Und das aus gutem Grund. Denn viel einfacher kann man keine Fische fangen, als mit einem über den Grund gezerrten C-Rig.

 

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Ein richtig dicker Barsch hat sich einen Finesse-Wurm am Carolina-Rig gegriffen.

 

Carolina-Rig-Aufbau

Die Originalmontage von Hauptschnur zum Haken: Blei, Perle, Wirbel, Vorfach, Haken und Köder.

carolinarig

Ein einfaches System, das in allererster Linie den Vorteil mit sich bringt, dass der Köder unabhängig vom Bleigewicht schwerelos operiert. Deshalb kann man mit verhältnismäßig viel Gewicht arbeiten und so große Wurfweiten erzielen und viel über die Bodenbeschaffenheit lernen. (Harte Tungsten-Bullets erzählen noch mehr über die Strukturen und vor allem über die Bodenhärte als Blei-Bullets.) Selbst für einen Gummi-Einsteiger ist so der oft so wichtige Grundkontakt einfach zu realisieren. Mit den schweren Gewichten kommt man außerdem schnell tief hinunter und muss – anders als beim Fischen mit schweren Jigs – trotzdem keine Fehlbissarien befürchten. Sehr gut macht sich der schwerelos hinter dem Blei hertaumelnde Köder auch im Flachwasser.

 

Die Carolina-Rig-Vorteile auf einen Blick:

  • Am C-Rig trudelt der Köder schwerelos zum Grund
  • Man kann mit viel Gewicht arbeiten, ohne dass die Fische den Widerstand des Gewichts überwinden müssen
  • wenig Fehlbisse
  • Das Carolina-Rig übermittelt perfekt die Bodenbeschaffenheit
  • Grundkontakt auch für Einsteiger problemlos realisierbar
  • leicht zu führen

 

Hier hat das Carolina-Rig im Flachwasser gezündet: Der Zander hat sich den schwerelosen Köder voll reingepfiffen.
Hier hat das Carolina-Rig im Flachwasser gezündet: Der Zander hat sich den schwerelosen Köder voll reingepfiffen.

 

Vergleich Carolina-Rig und Texas-Rig

Das T-Rig und das C-Rig werden oft in einen Topf geworfen. Dabei sind eigentlich nur die Komponeten identisch: Bullet, Perle, Haken und Köder. Hier eine Übersicht der Vor- und Nachteile in einer Tabelle.

Carolina-Rig Texas-Rig
Vorteile –          Köder spielt schwerelos

–          Bleigewicht total losgelöst vom Köder

–          Extrem weite Würfe möglich

–          Ideal zum absuchen

–          Perfekt auch für schnelle Führung

–          Köder spielt nach

–          Perfekte Köderkontrolle

–          Super Bisserkennung

–          Knalleffekt direkt vorm Köder

–          Perfekt zum Ausfischen konkreter Plätze

Nachteile –          Bisserkennung oft nicht so toll (Köder überholt Bullet)

–          Viele Bisse aufs Blei

–          Knalleffekt weit vorm Köder

–          Nicht so gut zum Suchen der Fische

 

Eine Modifikation ist das Carolina Float-Rig

 

 

Carolina-Rig-Modifikation zur Hauptschnurschonung

Das auf der Hauptschnur laufende Blei kann diese beschädigen. Um Schnurbrüche zu vermeiden, binde ich einen Meter starkes FC an die geflochtene Hauptschnur (dazu säter mehr). Jetzt wird das Blei aufgefädelt. Wer den Knoten schützen will, nimmt eine Gummiperle anstelle einer Glasperle. Dann folgen Wirbel und Vorfach.

Carolina-Zander-Rig: 15er Hauptschnur (geflochten), 0,7 m FC (0,34 – 0,38 mm), Bullet , Perle (auch gern aus Gummi, um den Knoten zu schonen), Wirbel, 0,5 m FC (0,30 – 0,34 mm) – bei großem Hechtaufkommen 0,36er Flexonit.

Carolina-Barsch-Rig: 13er Hauptschnur (geflochten), 0,7 m FC (0,30 – 0,34 mm), Bullet , Perle, Wirbel, 0,5 m FC (0,24 – 0,27 mm, an Zandergewässern auch 0,30 mm).

Carolina-Finesse-Rig: 8er – 10er Hauptschnur (geflochten), 0,7 m FC (0,21 – 0,24 mm), Bullet, Gummiperle, Wirbel, 0,5 m FC (0,17 – 0,21 mm)

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Mit 20 Gramm in 1 m Wassertiefe? Das geht nur mit dem Carolina-Rig!


Carolina-Rig-Vorfach: Die optimale Leaderlänge

Soll das Vorfach nur 1 m lang sein oder doch nur ein paar Zentimeter? Für einen langen Leader spricht das völlig freie Köderspiel und dass die Fische den Köder absolut widerstandslos einsaugen können. Ein kurzer Leader bedeutet mehr Köderkontrolle und weniger Risiko, dass sich das Vorfach um Wasserpflanzen oder Äste wickelt. 50 cm sind sicher eine gute Ausganglänge, mit der man dann ein bisschen experimentieren kann.

Wie lange soll das Carolina-Vorfach denn nun sein?
Rechts oben sieht man den Verbindungsknoten zwischen Hauptschnur und FC-Vor-Vorfach.

 

Geschliffenes Carolina-Rig als Search-Rig

Durch die Trennung von Gewicht und Köder kann man unabhängig von der Wassertiefe immer mit schweren Gewichten angeln. So lassen sich große Flächen absuchen. Nicht unbedingt superschnell. Das Rig muss ja über den Boden laufen. Dafür kann man aber davon ausgehen, dass bodennah stehende Fische den Köder attackieren, wenn er an ihrem Maul vorbeizuckelt. Unebenheiten im Boden übertragen sich auf den Köder. Das Bullet Weight tockert gegen Steine, zieht Spuren in den Sand, wirbelt Sediment auf und sorgt so für Aufsehen. Der Köder tanzt verführerisch hinter dem Blei. Auftreibende Gummis schweben sogar ein Stückchen über dem Grund und werden deshalb sofort wahrgenommen. Es mag sich zwar langweilig anhören. Aber eine der effektivsten Carolina-Köderführungen ist es deshalb, das C-Rig einfach über den Grund zu schleifen. Je schwerer das Bleigewicht, desto zügiger kann man das tun, ohne den Grundkontakt zu verlieren. In den USA verwenden viele Angler eine ¾ Oz. als Standard-Carolina-Rig-Bullet.

 

Carolina-Krebs
Mit dem über den Grund geschliffenen Carolina-Rig macht man sich die Barschsuche einfach.

 

Alternative Carolina-Rig-Köderführungsoptionen: Zupfen und zuppeln

Das C-Rig fängt auch gut, wenn man es zupft. Manchmal brauchen Barsch und Zander einen kleinen Kick in Form einer Fluchtbewegung, um einen Carolina-Rig-Krebs oder Wurm zu nehmen. Kleine oder große Sprünge – alles sieht gut aus und dementsprechend hat auch jede Sprunglänge Fans unter den Räubern. Je aktiver die Fische sind, desto weiter dürfen die Sätze ausfallen. Nach jedem Hüpfer sollte man noch kurz warten, bis auch der schwerelose Köder auf dem Boden aufsetzt. Beim Zuppeln vibriert man mit der Rutenspitze das Blei an, um die feinen Bewegungen auf den Köder zu übertragen. Allzu fein dürfen die Ausschläge aber nicht ausfallen, wenn da was an am Köder ankommen soll. Schließlich puffert das Vorfach viel von dem ab, was wir da über Wasser veranstalten.

Erschwerte Bisserkennung am Carolina-Rig

Wenn man das Rig zupft, statt es über den Grund zu ziehen, überholt das Blei einen Teil vom Leader. Dadurch dass das Carolina-Rig dann nicht mehr linear am Boden liegt, wird’s mit der Bisserkennung schwieriger. Wenn die Fische als vorsichtig beißen und man ein langes Vorfach fischt, ist es zumindest bisserkennungstechnisch besser, wenn man das Rig schleift.

Texas-Rig-Köder = Carolina-Rig-Köder

Die Amis fischen am T-Rig gerne Würmer, Krebese oder Creatures. Mein aktueller C-Rig-Liebling ist die reins Ring Claw mit ihrern auftreibenden Scheren.

 

Der hat so weit vorm Boot gebissen, dass die junge Schwimmerin nicht gestört hat - im Gegenteil... :-)
Der hat so weit vorm Boot gebissen, dass die junge Schwimmerin
nicht gestört hat – im Gegenteil… :-)

 

Aber man kann eigentlich jeden Köder am C-Rig fischen, der auch am T-Rig funktioniert.Es fangen:

a. Creatures
b. Krebse
c. No-Action-Shads
d. Curly-Tail-Würmer
e. Action-Shads

 

Hier nochmal eine kleine Carolina-Köder-Auflistung aus dem CAMO-Gummi-Universum:

 

a. Creatures

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Der Lunker City Hellgie – eine Waffe am Carolina-Rig.

Mehr Top-Carolina-Creatures:

  • Keitech Hog Impact
  • reins Tiny Hog
  • Ecogear Bug Ant
  • Tiemco PDL Punching Paddle

 

b. Krebse

ring_claw
reins Ring Claw: Die Scheren treiben auf. Das macht sich am Carolina-Rig besonders gut.

Mehr Top-Carolina-Krebse:

  • reins Ring Shrimp
  • reins AX Claw
  • reins Delta Shrimp
  • Tiemco PDL BF Claw
  • Ecogear Rock Claw
  • Nories Composite Twin
  • Relax Crwafish

 

c. No Action-Würmer und -Shads

Der Shad Impact kann fast an jedem Rig gefischt werden - natürlich auch am Carolina-Rig.
Der Shad Impact kann fast an jedem Rig gefischt werden – natürlich auch am Carolina-Rig.

Mehr Top-Carolina-No-Action-Shads:

  • Keitech Live Impact
  • Keitech Sexy Impact
  • Lunker City Fin-S
  • Tiemco PDL Super Liviung Fish
  • Nories Shrilpin
  • Tiemco PDL Multi Stick

 

d. Curly Tail Würmer

Der Powerworm von Berkley muss in jedes Carolina-Rig-Köder-Arsenal. Unverzichtbar.
Der Powerworm von Berkley muss in jedes Carolina-Rig-Köder-Arsenal. Unverzichtbar.

natürlich auch am Carolina-Rig.

Mehr Top-Carolina-Curly-Tail-Würmer:

  • Tiemco PDL Multi Curly
  • reins G Tail Saturn
  • reins Rockvibe Saturn
  • reins Curly Curly
  • reins Get Ringer
  • reins Big Get Ringer


e. Action-Shads und -Würmer

Mit dem Swing Impact kann man nichts falsch machen - erst recht nicht am Carolina-Rig.
Mit dem Swing Impact kann man nichts falsch machen – erst recht nicht am Carolina-Rig.

natürlich auch am Carolina-Rig.

Mehr Top-Carolina-Action-Shads:

  • Keitech Easy Shiner
  • Keitech Swing Impact
  • reins Bubbling Shad
  • reins Rockvibe Shad
  • Tiemco PDL Dummy Shad

Detaillierte Köderbeschreibungen der hier aufgeführten Finesse-Köder findet ihr im Beitrag übers Dropshot-Rig!

 

Carolina-Rig-Köder-Befestigung

Damit euch die Fische den Köder nicht ständig vom Haken ziehen bzw. ihr das sleber macht, indem ihr weiterkurbelt und die Fische eine Schere bzw. ein anders Köderteil festhalten, empfehle ich dringend, die Gummis am Haken zu fixieren. Ich mache das gern mit einem Hithcing Post. Die kleinen Spiralen sind einigermaßen günstig und halten die Köder souverän.

 

Schraube reindrehen bis nix mehr rausschaut, Haken durch die Öse, Öse in der Biege platzieren, Haken drehen, einmal durch den Köder. Fertig.
Schraube reindrehen bis nix mehr rausschaut, Haken durch die Öse,
Öse in der Biege platzieren, Haken drehen, einmal durch den Köder. Fertig.

 


Carolina-Rig Hardware

Schnur: Wenn der Köderkontakt schon durch das Vorfach unterbrochen wird, muss die Hauptschnur ein bisschen was über das erzählen, was da unten passiert. Mit einer Geflochtenen bekommt man nicht nur jeden Zupfer mit – man erfährt auch alles über die Bodenbeschaffenheit. FC-Fans werden nun sagen, dass sie das mit Fluorocarbon-Schnur als Hauptschnur auch alles wahrnehmen. Vielleicht ist das auch ein bisschen Geschmackssache. Ich bleibe bis auf weiteres aber bei Geflochtener. Wenn man den Auftrieb eines schwimmenden Köders unterstützen will, kann man es mal mit Mono als Carolina-Leadermaterial versuchen. Ich verzichte auf solche Spielereien und nehme immer Fluorocarbon.

Rute/Rolle: BC oder Spin? Je länger der Leader, desto komfortabler fischt sich das Carolina-Rig mit der Spinnrute. Je leichter das C-Rig und je länger der Leader, desto unkomfortabler wird’s mit der BC-Ausrüstung. Zumal eine lange Rute oft von Vorteil ist, um die Anhiebe auch auf lange Distanzen durchzubekommen. Mit den kurzen T-Rig-BC-Kombos wird das schwer. Die Rute muss mindestens 7 Fuß lang sein. 8 Füße können beim Distanzangeln bzw. beim Fischesuchen aber auch nix schaden.

Im Forum gibt’s auch Themen zur Hardware:

Die beste Rute für Carolina-Rig und Zander

Texas-Craolina-Ruten vs. Jighead-Ruten


Du findest viele kleine Tipps zum Thema Carolina-Rig auch in folgenden Berichten aus dem Artikel-Archiv:

Wurm-Finessen: Rigging-Tipps für Gummiwürmer

Klassische UL-Disziplinen

(Einfach mal „Carolina-Rig oder C-Rig in die Suchmaske auf der Startseite oder natürlich auch im Forum eingeben. Dann wirst Du ganz sicher finden, was Du wissen willst.)

Viel Spaß dabei und natürich Erfolg beim Angeln mit dem Carolina-Rig!

Johannes

22 Kommentare zu Das Carolina Rig: Ursprünge und Praxis-Tipps

  1. Ich bin in diesem Fall auch klar bei PE geblieben , diese ohnehin sehr mit Pufferung versehene Montage wird mit FC oder Mono ziemlich taub . Ebenfalls sehe ich hier eine Statio Combo im Vorteil , schon deshalb , weil eine Animation eher horizontal als vertikal erfolgt. Bei den Tempi kann ich nur raten auch mal richtig Speed drauf zu geben , man wird staunen wie brutal die Bisse dann sind. Ein kleiner Tip noch : Man kann getrost die Perle weglassen , das obere Stück FC sollte dann aber etwas strammer ausfallen . Egal ob C Rig oder T Rig , leise fangen sie auch super , wenn nicht besser , jedenfalls ist mir der angebliche Lockeffekt der Glas-oder Tungstenperle bisher verborgen geblieben . Ich habe beide Montagen seit 3 Jahren ohne Perlen im Wasser und behaupte sogar , damit gewisse Lerneffekte der Barsche&Zander zu verzögern oder gänzlich zu vermeiden. Bei der Rutenlänge steh ich etwas auf dem Schlauch oder ich angle das C Rig einfach zu leicht um da in Vergleiche gehen zu können . Ich habe die Fahrenheit UL 261 ca. 185cm und -7g WG plus Aspire 1000 FA + Stren Microfuse 8lbs und die Gewichte sind 5-10,5g Tungstenbullets. Kann sein das man am z.B Peenestrom oder eben größeren Ködern anders dimensionieren muss , aber sonst würde ich aus Gründen der doch sehr minimalistischen Animationsimpulse keine langen Ruten empfehlen , max. 190-195 und gut is.

    Grüße Morris

  2. [QUOTE=MorrisL;327590] Ich habe die Fahrenheit UL 261 ca. 185cm und -7g WG plus Aspire 1000 FA + Stren Microfuse 8lbs und die Gewichte sind 5-10,5g Tungstenbullets. Kann sein das man am z.B Peenestrom oder eben größeren Ködern anders dimensionieren muss , aber sonst würde ich aus Gründen der doch sehr minimalistischen Animationsimpulse keine langen Ruten empfehlen , max. 190-195 und gut is.[/QUOTE]

    Ich angel damit echt auf große Entfernungen und dann wirds mit so kurzen immer schwer, einen Anhieb zu versenken. Ich fische oft auch Bullets zwischen 10 und 21 Gramm. Dazu passt meine 50 Gramm Biomaster in 2,46m sehr gut. Das ist kein Original-US-Style, schon klar. Aber die angeln auch nicht auf Zander und fischen oft auch auf kürzere Distanz.

  3. [QUOTE=dietel;327593]Ich angel damit echt auf große Entfernungen und dann wirds mit so kurzen immer schwer, einen Anhieb zu versenken. Ich fische oft auch Bullets zwischen 10 und 21 Gramm. Dazu passt meine 50 Gramm Biomaster in 2,46m sehr gut. Das ist kein Original-US-Style, schon klar. Aber die angeln auch nicht auf Zander und fischen oft auch auf kürzere Distanz.[/QUOTE]
    Werde es auch auf Zander versuchen, kommt das Bullet bei dir auf das Geflecht oder knotest du noch FC davor?
    Unser Kanal ist relativ klar, deswegen die Frage.

    Gruß
    Marcel

  4. Hallo Marcel,

    ich fische ebenfalls auf Zander mit dem C-Rig und T-Rig. Das Bullet kommt dabei immer aufs FC. Wenn hechte im Spiel sind, dann läuft das Bullet auf FC, dann kommt ein kleiner Wirbel und ne Stahlspitze + Haken… anders gehts nicht.

  5. Richtig. Das hätte noch rein gemusst. Trage ich noch nach. Meine Zandermontage: 15er Hauptschnur (geflochten), 0,7 m FC (0,34 – 0,38 mm), Blei, Perle (auch gern aus Gummi, um den Knoten zu schonen) Wirbel, 0,5 m FC (0,30 – 0,34 mm). Und auch beim Barschangeln kommt noch eine Stück starkes FC an die Haupschnur, auf der das Bullet läuft.

    Kommt direkt als Ergänzung rein.

  6. Ein toller Artikel.
    Ich muss zugeben das ich kaum damit fische weil ich bei den paar mal die ich es probiert hab eher schlecht gefangen habe und ihr wisst ja wie das dann so ist 😉.
    Na ich werde den Artikel auf jeden Fall als Anreiz nehmen mich noch mal näher damit zu beschäftigen!

  7. Der Reins Ring Claw und der Reins Ring Shrimp sind echt Hammer am C und T-Rig:smile:aber der absolute Abräumer ist ein Rapala Original mit nem Vorfach von 70cm-100cm am C-Rig:idea:

  8. Servus,

    das Problem mit dem teils weniger Fangen mit den Rigs ist m.M damit begründet, dass egal ob T-Rig, C-Rig, Neco-Rig usw. es alles keine Montagen sind, die zum absuchen großer Wasserflächen taugen. Dafür führt man in der Regel die Rigs einfach zu langsam.

    Gezielt zum Spot absuchen sind die Rigs aber klasse!

  9. Geile Idee mal n Floater ranzuknüppern… . Bin ich nich drauf gekommen… . Das machst du auf Zander @ Bass Punk ?

  10. Hi MorrisL!Hauptsächlich auf Barsch!Zander und Hecht geht aber natürlich auch!Versuche es mal, das klappt auf jeden Fall auch bei dir!(top in der leichten Strömung):-D Die Original sind eben keine Wurfmaschinen,aber so kommst du auf Distanz!!8)

  11. @Fr33
    Wieso taugt das C-rig nicht zum Absuchen? Ich habe das diverse male auf der Schüttung unserer Buhnenköpfe sehr zügig gefischt und super gefangen ! Das kannst du auch zügig jiggen

  12. Sehe ich ähnlich, zum zügigen Absuchen verwende ich Trailer die Starke Verwirbelungen erzeugen und setzte 2 Perlen vors Bullet, an schwierigen Tagen bestücke ich den Trailer noch zusätzlich mit einer kleinen Rassel.Das bringt meist doch noch den einen oder anderen Agressionsbiss.
    Bei dieser Technik haben sich Trailer bewährt die mit Borsten bestückt sind wie sie Bait Breath im Programm hat.
    Die Führung wechselt zwischen kleinen Sprüngen und darauf folgenden kurzen Zupfern die das klackern erzeugen….dann wieder kurzes anjiggen usw

    Dazu verwende ich meist die 7,6ft Nautilus, bei kleineren Gewässern die Super Eiger.

  13. Hab es heute mal versucht. Allerdings hatte ich starke Probleme mit meiner BC. Sehr viele Perrücken. Hab dann auf -Rig gewechselt und keine Probleme mehr..

    Gruß
    Marcel

  14. Ich finde auch, dass man mit einem schweren C-Rig recht zügig unterwegs ist und so große Wasserfläche relativ rasch absuchen kann. Wer ganz fein fischt, kann das natürlich nicht machen, weil sich das Blei dann schnell vom Grund löst. Das Schöne ist, dass man beim schlichten Schleifen auch viel über den Untergrund erfährt. Muschelbänke und harter Grund sind so schnell aufgespürt und können dann intensiver beangelt werden.

    @BassCast: Aufgrund des Pendels und des hinter dem Blei her fliegenden Köders, der das System im Flug bremst, ist es jetzt nicht unbedingt die Top-Montage für die BC. Wobei die Amis das schon mit der Cast-Ausrüstung fischen. Versuchs halt mal mit der Spinne.

  15. ich muss schon sagen johannes deine bericht sind immer wider schön zu lesen , beschäftige mich erst kurz mit dem tehma „bass“ und seit ich in italien war zum „Bass“ fischen hat es mich auch infiziert.

    lg. arrow

  16. Moin zusammen Ich war bisher der Meinung, das das C-Rig eher eine Montage für die „kältere“ Jahreszeit ist; so z.B. im zeitigen Frühjahr oder Winter. Eben immer dann, wenn eine langsame Köderführung erforderlich ist. Die Bilder, die Hannes oben zeigt, sprechen aber eher für Hochsommer. Ich bin schon überrascht, das diese Montage auch jetzt funktioniert. Ich setzte eher auf actionreiche Gummis als auf Creatures im Sommer. Man lernt eben nie aus……

  17. Hi, toller Artikel und Kommentare. Ich hab mit dem C Rig auch ein wenig experimentiert. Ich hab nur gemerkt dass viele Köder ohne große Aktion zu Boden sinken. Fransenköder wie HairyMairy und Hell G sind besser aber ich such noch die Methode damit ggf. mit asymmetrischer Behakung und ggf. mini Vorbebleiung mit 0,5 g der Köder dann wie ein angeschlagener Fisch abtrudelt.
    Das Ganze test ich noch mit kleinen eingefrorenen Fischen da ist auch zu wenig Action – kann man ggf. auch einschneiden oder so.Habt Ihr hier schon ein wenig weiter „geforscht“? IM Herbst sind die Natruköder absolut unschlagbar – wie fischt Ihr den die Fischchen am C Rig oder DS – Wurm is klar

    Gruß
    Axel

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