Mit dem Texas-Rig auf Plattfisch

Mit dem Texas-Rig auf Plattfisch

Das Thema habe ich hier schon mal in ein paar Beiträgen abgehandelt. Durch einen Artikel und ein Video in der aktuellen Fisch&Fang ist das T-Rig-Fischen auf Flundern, Klieschen und Schollen aber gerade wohl wieder ein bisschen aktuell – wahrscheinlich auch, weil viele Leute im Sommerurlaub auch mal Platten mit Kunstködern fangen wollen. Und so erreichen mich derzeit viele Anfragen:

Welche Perlenfarbe fischt Du am liebsten? Wie schwer müssen die Bleie sein? Was ist der beste Köder? Welche Köderfarbe? Wie führt man das T-Rig? Welche Haken nimmt man? Was für eine Rute eignet sich am besten?

Plattfisch am Finesse-Tackle? Geht voll ab. Die haben einen Rückwätsgang. Das merkt man nicht an der schweren Brandungsrute. Aber am 15-Gramm-Taftec-Stock geht’s voll zur Sache.

Hier sieht an den besten Platttfisch-Texas-Rig-Wurm sehr gut.

Ich fasse das jetzt mal knackig zusammen:

Perlenfarbe: Rot, Gelb, Perlmutt.
Perlenart: Plastik oder Glas. Keine Auftriebsperlen.
Blei- bzw. Tungstengewicht: Man muss den Köder hart am Grund führen können.
Bester Köder: G Tail Saturn in 4 Inch (kleiner geht auch – der größere sorgt aber für mehr Aufmerksamkeit und wird trotzdem voll inhaliert)
Beste Köderfarbe: Green Pumpkin /Chartreuse (ich mache die Schwanzlocke noch Orange mit Spike-It Garlic-Marker)
Bester Haken: Decoy Worm 22 mit Hitching Post in 2/0
Alternativhaken: 2/0er Worm Haken plus Spirale
Rute: Im Flachwasser gern eine UL-Rute mit Taftec-Spitze (Ich nehme die 10-Gramm Diaflash in 2,25 m oder die Dialuna bis 15 Gramm). Im Tiefen einfach eine 30-Gramm-Rute oder so ws wie die Zodias MH, mit der man auch mal 1 Oz. (28 Gramm) werfen kann.
Hauptschnur: 10er Geflochtene
Vorfach: 27er oder 30er FC
Köderführung: Platten liegen am Grund und werden neugierig, wenn Sand aufgewirbelt wird. Also am besten kurze und flache Sätze.
Biss/Anschlag: Die Bisse sind hart und wirklich vergleichbar mit Barschbissen. Man haut direkt an.

Eine schöne Texas-Rig-Flunder.

Klar ist: Man fängt so nicht ganz so viele Plattfische wie mit dem Wattwurm. Aber wer muss schon eimerweise Fisch abräumen. Das Ganze macht viel mehr Spaß. Die Fische geben ordentlich Gas im Drill. Kleine Fische werden nicht verangelt. In der Tendenz beißen eh eher größere Exemplare. Besser geht’s nicht. Muss man versuchen, finde ich. Als Barschangler wird man es lieben, das Plattfischangeln mit dem Texas-Rig.

Hier noch ein paar Links:

Spitzen Sache: Feiner fischen mit der Solid Tip

Worm 22: Der beste Haken für Texas-Rig & Wurm.

Plattfischangeln: Durchbruch mit Texas-Rig!

Kategorien: Meeresräuber

Kommentare

  1. Bassnatic
    Bassnatic 25 Juli, 2017, 13:47

    @dietel
    Hast du es auch mal an der heimischen Ostsee probiert?
    Ich fang leider meine Plattfische nur beim dorschangeln auf Gummi- da jedoch relativ regelmäßig. Versuche ich es gezielt an ner sandigen Stelle geht da meist relativ wenig, außer natürlich im zeitigen Frühjahr- aber da fängt eigtl auch alles.
    Wechsle ich dann auf Wurm an texas knallt das wiederum relativ zeitig.
    Würde mich mal interessieren, ob du auch an ner relativ normalen Stelle , also zB vom Ufer in Rostock was raus kurbelst.
    Würde mich an der feldstudie beteiligen ab Herbst 🙂

  2. Sonntagsangler
    Sonntagsangler 25 Juli, 2017, 15:09

    Schöner Artikel… ich wollte das schon mal im Frühjahr probieren, als es sehr zäh auf Mefo war. Aber irgendwie habe ich dann doch einfach weiter auf Mefo gefischt.

  3. Johannes Dietel
    Johannes Dietel Autor 25 Juli, 2017, 20:31

    Im Fisch&Fang-Video sieht man uns vor Rügen rumturnen. Das funktioniert hier genauso. Warum auch nicht. Muss man nur machen!

  4. aspiusfan
    aspiusfan 27 Juli, 2017, 15:47

    Korrekt! Ich wollte es in NL auch probieren aber der Wind und die Wolfis zwangen mich die Nicht-Strand-Seite zu befischen. Werde ich aber auf jeden Fall mal auschecken. Scheint ja mächtig Laune zu verbreiten 🙂 Danke für die detaillierten Tipps!

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