Erstes Barsch-Alarm-Club-Meeting ein voller Erfolg

Erstes Barsch-Alarm-Club-Meeting ein voller Erfolg

Wie nicht anders zu erwarten, hat das erste spontane Treffen massenhaft Angler an den Griebnitzsee gezogen. Und hätte es nicht geregnet – es wären wahrscheinlich noch mehr als die vier Hartgesottenen gekommen, um sich barschtechnisch mal so richtig auszutoben.


Vielleicht ist die vornehme Zurückhaltung ja auch als Fairplayaktion zu werten, denn der Wetterumschwung und der extreme Wind ließen den Barschen*gestern nun wirklich keine Chance. Und so kam es wie es kommen musste – ein wahres Barsch-Inferno spielte sich vor den Augen zahlreicher Passanten ab, die teilweise den Mund nicht mehr zu bekamen vor lauter Staunen.

Die Nachberichterstattung: Um 15 Uhr trafen Felix und ich am vereinbarten Treffpunkt am Griebnitzsee (Potsdam) ein. Oli war schon da und konnte auch schon den Fang eines schönen Barsches vermelden. Nach einem kurzen „Vorstellungsgespräch“ griffen dann auch Felix und ich zu den Ruten. Beim zweiten Wurf hatte ich auch gleich einen gar nicht so schlechten Kameraden dran. Und auch Felix hatte in der flachen und relativ windstillen Bucht, die wir zu Beginn befischten,  gleich ein paar Bisse.


Nachdem wir den Himmel betrachteten und uns sicher waren, dass unter diesen Bedingungen sicher niemand mehr kommen würde, beschlossen wir, den See zu erkunden. Mitten in der schönsten Angelei dann ein Anruf: Georg und Godfather waren eingetroffen. Also zurück zum Ausgangspunkt, erneutes Kennenlernen und weiter an eine Spundwand, an der Georg schon so manchen Zander verhaften konnte. Das wollten wir natürlich auch. Komischerweise blieben die Bisse jetzt aber aus.


Weil es am Griebnitzsee einfach zu gut lief und wir Mitleid mit den heißhungrigen Fischen bekamen, wechselten wir an einen etwas heikleren Hotspot Berlins, die Pfaueninsel.



Hier reizten uns vor allem die vorsichtigen Rapfen und kapitalen Barsche. Felix stellte nun von Gummi auf Naturköder um. Noch bevor der Rest der Crew die Montagen fertig hatte, klingelte es an Felix‘ Wincklepickerrute. Der erste Pfaueninsel-Barsch des Tages war auf den raffiniert unter dem Steg angebotenen Made-Wurm-Mix hereingefallen. (Um ihn dort zu präsentieren hatte der Kollege ganz geschickt die vom Fährboot erzeugte Strömung ausgenutzt.) Quasi als Beifang erwischte Felix auch noch eine Menge anderer Fische, hauptsächlich Plötzen und Rotferdern. Immer wieder verneigte sich seine feine Gerte vor der brachialen Kampfkraft guter Fische.


Inzwischen klingelte es auch bei dem Rest der Mannschaft ganz gehörig. Das könnt Ihr jetzt glauben oder nicht: Um Euch nicht neidisch zu machen, haben wir aber nur die kleinsten Fische fotografiert. (Außerdem würde die Pfaueninsel Eurem Ansturm wahrscheinlich nicht standhalten können, wenn wir Euch die Dickbarschstrecke zeigten). Jedenfalls kam nun Barsch auf Barsch ans Tageslicht.


Die Fische bissen wildentschlossen auf unsere kleinen Profi-Blinker Attractoren der Größe A, die wir am 5-Gramm-Kopf anboten. Doch dann wurde es Georg und mir zu bunt. Immer wieder sahen wir Rapfen im Flachwasser während ihrer Raubzüge die Oberfläche durchbrechen. Da wir die scheuen Fische weder mit Spinnern noch mit Gummis überlisten konnten, griffen wir zum Schluss noch einmal richtig in die Trickkiste und holten unsere Popper raus. Ein Fehler, denn gebissen hat nichts. Weil Georg seinen Köder extrem hart anriss, ich meinen aber nur mit kurzen Rucken übers Wasser zockte, entfachte sich eine lebhafte Diskussion über die beste Köderführung, an deren Ende eine Frage übrig blieb: „Kann man eigentlich zu hart poppern?“


Anstatt uns weiter mit solch angelphilosophischen Problemstellungen zu quälen, griffen wir zum Schluss zur öliggelben Gerstenkaltschale und stießen auf unser erstes und äußerst amüsantes Treffen an. Das schreit nach Wiederholung! Und eines verspreche ich Euch schon jetzt: das nächste Mal wird es einen etwas längeren Vorlauf geben, so dass Ihr mehr Zeit habt, Euch auf dieses Event einzustellen.


Der Preis für den größten Fisch wurde des großen Erfolgs und der Förderung des Gruppenerlebnisses halber im übrigen unter allen Teilnehmern aufgeteilt. Außerdem erhielt jeder Teilnehmer noch einen der unschlagbaren Barsch-Alarm-Mini-Zocker, auf die unser Kunstköderforum-Moderator chris85 derzeit so gut fängt. (Felix ordnet diesen kleinen Wunderköder auf dem Foto gerade in seine Barsch-Box ein.)



 


Also bis zum nächsten mal, Männer. War eine ganz starke Sache! Ich freu mich schon drauf, wenn sich die Gemeinde wieder trifft.


Johannes


 

Kategorien: BA-Treffen, Fangberichte

Kommentare

  1. gb
    gb 22 Juni, 2003, 12:13

    Wenn man’s so liest, könnte man’s fast glauben. Aber eins steht auf jeden Fall fest: Zu hart poppen ist absolut unmöglich.
    Freue mich schon aufs nächste Treffen. Dann mit Grillerei und noch mehr Fisch!
    Georg

  2. godfather
    godfather 22 Juni, 2003, 12:37

    war definitiv ne super sache! das mit dem zu harten poppen sollte mal im kunstköderforum diskutiert werden. interessant finde ich den vordergrund im gruppenbild!

  3. oli
    oli 23 Juni, 2003, 08:54

    Poppen hin popper her – hauptsache es ist fängig!!!
    War ein echt cooles Treffen und wir sollten es unbedingt in nächster Zeit wiederholen. Dann aber bei noch größerer Bissausbeute. Schade wegen des sehr wechselhaften Wetters, aber es kann nur besser werden.

    @godfather, also mich stört der Vordergrund nicht – hat eh allles jd geleert !!! …glaub ich!!

  4. dietel
    dietel 23 Juni, 2003, 08:57

    immer auf die kleinen – so ist’s recht. denkt euch auch mal eine location für das nächste treffen aus. von mir aus kann es gleich weitergehen. ich bin heiß.

  5. oli
    oli 23 Juni, 2003, 09:00

    kann mich dir da bloß anschließen. bin auf jeden fall unbedingt auch dabei. könnte von mir aus gleich losgehen. lass uns mal über eine geeignete location gemeinsam nachdenken. würde mir glatt ne zusätzliche karte zulegen.

  6. dietel
    dietel 23 Juni, 2003, 09:11

    ich glaub das mit der karte muss fast nicht sein. im dav-bereich gibt es ne menge guter gewässer. ich glaub z.b. dass die schleuse in klein machnow (machnower schleuse) ein gutes revier ist. hab ich zumindest gehört. ich werd die die tage mal antesten. nicht damit es dort für die ganzen leute, die zum nächsten treffen kommen, zu eng wird…
    aber da soll es gut für rapfen, barsch und zander sein.

  7. dietel
    dietel 25 Juni, 2003, 17:26

    mensch leute, ihr habt phantasien! da steht doch extra „poppern“ nicht „…pen“

Nur registrierte Benutzer können ein Kommentar verfassen.