Suche den Barsch, wo vorher noch NIE jemand war…

Suche den Barsch, wo vorher noch NIE jemand war…

Ich habe als Angler das Bestreben, Angelstellen zu finden, wo vorher noch kein Fisch einen Angelköder zu Gesicht bekommen hat. Mein Heimatgewässer ist die Saar und die meisten Plätze sind gut zugänglich… aber eben nicht alle. Das heisst aber nicht, dass man an solchen Stellen Ruhe und Erholung pur erwarten kann. Um Stellen zu finden, wo sich zuvor noch keiner hingetraut hat, muss man weite Strecken abfahren und das noch so unscheinbarste Plätzchen genau beobachten.


Am besten geschieht das mit dem Fahrrad, weil man sich auch mit dem Bike möglichst nah am Gewässer bewegen kann, was beim Auto nicht der Fall ist.  

Kommen wir, nachdem wir eine passende Stelle (oft werden Plätze hinter hohen Mauern und die Übergänge vom Ufer zur Mauer von anderen Anglern außer Acht gelassen!)  genau erkundet haben, zur Angeltechnik:

Eigentlich gehts am Anfang mit Kunstködern ganz flott, da die Fische noch keine Erfahrungen mit bunten Würmern und Spinnern gemacht haben. Doch auch an solch unberührten Orten lernen die Barsche schnell und man muss schon bald wohl oder übel zu Naturködern greifen. Natürlich müsst Ihr selbst an der unberührtesten Stelle sorgfältig ausloten, denn auch hier springen Euch die Fische nicht von selbst in den Kescher. Das gilt sowohl fürs Spinn- als auch fürs Posenfischen, denn wenn der Hot- Spot über 4 m tief ist und der Köder arbeitet in höchstens 1 m Tiefe, werden wir auch an den besten Top- Fangplätzen „Schneider“ bleiben. Das heißt jetzt jedoch nicht, dass man es über tiefem Wasser nicht an der Oberfläche versuchen sollte, denn Probieren geht über Studieren…


Schwer zugängliche Plätze bedeutet auch, das die Bewegungsfreiheit des Anglers eingeschränkt ist und das größte Problem bei mir an meinem Gewässer ist die Höhe der Mauern, die das Landen der Fische erheblich erschweren. Falls Ihr einen Platz gefunden haben solltet, der sich einwandfrei ohne Probleme fischen lässt und Ihr die Fische ohne Probleme sogar stranden könnt, seid Ihr echte Glückspilze! Bei der schon erwähnten eingeschränktenBewegungsfreiheit haben natürlich Spinnruten den Vorteil der geringeren Länge gegenüber den Posenruten.


Wie Ihr Eure Köder wählt, hängt eigentlich nur von der Tiefe und Wassertrübung ab. Wie gesagt, die Barsche haben noch nie zuvor irgendwelche Kunstköder zu Gesicht bekommen und werden wohl ohne Argwohn jegliche Kunstköder nehmen.


Das Gerät zum Spinnfischen dürfte jedem versionierten Sppinnfischer klar sein: Geflochtene 0.08er oder 0.20er bis 0.25er (bei „Zandergefahr“) Monofile Schnur, eine bis 2,70 m lange Steckrute aus Kohlefaser (mein persönlicher Favorit: MITCHELL BASIC SPIN) und eine kleine, leichtläufige Rolle mit kleiner bis mittlerer Schnurfassung und fein einstellbarer Bremse. Beim Posenfischen je nach Geschmack Matchruten oder längere, leichte Grundruten und wenns ganz tief wird, hilft einem die Bologneserute weiter(Wahnsinnsdrillspaß inklusive). Pose:Waggler als Durchlauf- oder Feststellpose in 2-6 g, je nach Köder (Tauwürmer, kleine Köderfische, Mehlwurmbündel war bei mir auch immer nen Versuch wert.) Schaden kann’s nicht, wenn vor Angelbeginn ein paar Maden ins Wasser geworfen werden.


Grundsätzlich brauchts nicht lange, bis man einen solch guten unberürten Platz, in dessen Wasser sich die Fische über Jahre gut entwickeln konnten, zu finden. (An diesen „legalen Plätzen“ habe ich schon mehr Fische rausgeholt, als manche Angler, die die Nacht im Schongebiet zugebracht haben.) Ich fand innerhalb weniger Wochen letzten Sommer 5 großartige Stellen, an denen es von Barschen nur so wimmelte und man pro Wurf auch wirklich einen Barsch dran hatte – meist über der 25c m Marke – ganz ordenlich, oder? LASST ES KRACHEN!!!


MFG Jens, der seinen ersten Artikel schrieb… 

Kategorien: Barsch

Kommentare

  1. jackazz12
    jackazz12 30 August, 2004, 16:23

    ????Warum ist denn das 2. Bild in diesem Artikel????????
    Als ich es upgeloadet habe erschien es nicht und wieso ist es nun dort?!

  2. dietel
    dietel 30 August, 2004, 17:17

    und ich langsam drauf achten muss, dass die galerien nicht verwässern. es kommen ne menge bilder. und bei dem bild sieht man weder den mensch, noch ist die qualität besonders gut.

  3. jackazz12
    jackazz12 30 August, 2004, 19:04

    ok antwort akzeptiert 😉

  4. dietel
    dietel 30 August, 2004, 19:38

    schick ruhig weiter alles ein. ich wähl dann die rosinen aus 🙂

  5. godfather
    godfather 30 August, 2004, 23:50

    hi jens!
    ist doch mal ein guter einstieg hier! für mich persönlich ist es auch sehr reizvoll immer neue gewässer zu erschließen!
    allerdings wirft der artikel noch ein paar fragen auf. in welcher gegend gehst du denn angeln? erschließt du dir mehr fließ- oder stillgewässer?

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