Das BA-Zander-Interview mit Henk Simonsz

Das BA-Zander-Interview mit Henk Simonsz

Auf der anspo 2004 hatte ich Gelegenheit mich einmal recht ausführlich mit Henk Simonsz zu sprechen und ihm eine ganze Menge Fragen zum Thema Zander zu stellen. Am Spro-Stand hat er mir seine (damals) neuen Köder und Ruten gezeigt und erklärt, worauf es ihm beim Zanderfischen besonders ankommt. Viele dieser Köder und natürlich auch die Ruten haben sich inzwischen etabliert. Und auch das, was er mir zum Thema Zanderzupfen erzählt hat, hat natürlich immer noch Bestand. Schwerpunkte sind die Köder an sich, die Köderführung und Fehlbissvermeidung, das Vertikalangeln, Lernprozesse bei Fischen und die Konsequenzen für uns Angler. Los geht’s:

Barsch-Alarm: Herr Simonsz, wann fangen die Gummifische ohne Schaufelschwanz? Nur im Winter oder auch im Sommer?

Henk Simonsz: Die Leute wollen immer gerne Weiß oder Schwarz hören. Natürlich sind das gute Köder für den Winter, weil sie weniger Aktion haben als Köder mit einer Schaufel. Aber ich habe auch schon im Juni mit diesen Ködern sehr gut gefangen. Vertikal. Aber diese Köder kann man auch sehr gut diagonal fischen, also ganz normal twistern. Der Vorteil ist, dass diese Teile sehr nahe über den Boden gleiten. Umgekehrt fangen auch Köder mit einem Schaufelschwanz und heftiger Aktion im Winter. Es gibt dann auch Tage im Sommer, an denen viel Aktion nichts bringt. Nur bei der Köderform kann man eine Regel aufstellen: lange und schlanke Köder fangen besser Zander als bauchige.

Barsch-Alarm: Zur Montage. Ihr Köder ist recht lang. Der Hakenschenkel aber ziemlich kurz. Machen Sie das immer so, damit sich der Gummifisch auf seiner ganzen Länge natürlicher bewegt?

Henk Simonsz: Ja. Das ist mir sehr wichtig. Ich fische immer mit einem kurzen Haken und bastle mir einen Stinger Hook dran, wenn die Zander vorsichtig beißen. Z.B. einen Twinnex. Wenn der Haken zu weit durch den Gummifisch geht, wird er zu steif. Dann geht seine ganze Aktion kaputt. Dann ist nämlich Schluss mit Flanken, dem Kippen von einer Seite zu anderen. Und das ist ja ein ganz wichtiges Element am Köder. Da lege ich sehr großen Wert darauf.

Barsch-Alarm: D.h. dass es auch nicht ganz unwichtig ist, dass man den Gummifisch sauber auf den Haken montiert.
Henk Simonsz: Ja. Wenn der Gummifisch krumm auf dem Haken sitzt, verliert er viel von
der Reizwirkung, die wir Köder-Designer ihm mit der K&oum

Barsch-Alarm: Thema Bleikopfwahl. Da gibt’s ja Leute, die ihre Köpfchen am Wasser noch aufs Milligramm zurechtfeilen. Das ist doch Quatsch, oder?
Henk Simonsz: Ja. Quatsch würd’ ich nicht sagen. Wenn ich Zeit genug habe, mach ich das evtl. auch. Ich hab schon immer gesagt: Einen guten Shad-Angler kann man daran erkennen, dass er einen Gummifisch hat. Dafür aber 10 verschiedene Köpfe. Einen schlechten Gummifischangler erkennt man daran, dass er zwar 10 verschiedene Gummifische hat. Aber nur eine Bleikopfgröße. Das ist natürlich ein bisschen übertrieben. Aber vom Prinzip her ist das schon richtig. Ein oder zwei Gramm können schon den Unterschied machen. Aber nur an sehr schwierigen Tagen! Normal macht das nichts aus.

Barsch-Alarm: Ja. Das ist schon immer ein Geschleppe, wenn man an ein fremdes Gewässer geht.
Henk Simonsz: Naaaa. So viele Gewichte braucht man dann auch wieder nicht. Zumindest nicht zum Vertikalangeln. Da brauche ich eigentlich nur vier Gewichtsklassen. 11, 14, 17 und 21 Gramm reichen da meistens. Und wenn man mal an einem Fluss mit starker Strömung angelt, braucht man manchmal 28 Gramm. Das reicht.

Barsch-Alarm: Wir fischen hier oben im Nordosten oft an Gewässern, die tiden- und windabhängig sind. Da kann es dann schon mal sein, dass man 50 Gramm braucht, damit wir Grundkontakt haben. Aber diese schweren Murmeln sind dann für die Fische auch kein Problem.
Henk Simonsz: Ein Fisch, der in so einem Gewässer lebt, hat auch kein Problem mit so einem schweren Köder. Er ist es gewohnt, schnell zuzuschlagen und jagt dementsprechend anders als ein Fisch, der in einem See raubt. Der denkt nicht lange nach. Da sind 50 Gramm überhaupt kein Problem. Sonst wäre er nicht überlebensfähig.

Barsch-Alarm: Wonach richte ich am besten die Köderfarbe aus?
Henk Simonsz:Natürlich spielt zunächst mal das Futterfischangebot eine Rolle. Wenn ich zur Heringszeit auf den Bodden gehe, fängt ein Heringsimitat eben oft am besten. Oder ich war neulich in Norwegen gewesen auf einem See mit einem großen Maränenbestand. Da liefen dann blaue Köder sehr gut. Es gibt aber auch Gewässer, da spielt die Köderfarbe keine Rolle. Und es gibt Tage, an denen es etwas ausmacht. Und Tage, an denen die Fische wieder auf alles beißen. Das ist dieses Schwarz/Weiß-Prinzip, das beim Angeln nicht funktioniert. Die Leute wollen immer feste Regeln haben. Diese Farbe auf diesen Fische, diese Farbe auf den. Aber man muss sowieso immer probieren. Man sagt ja immer: Klares Wasser, dunkle Farbe. Aber ich habe sehr viel Erfolg mit Fluogelb am klaren Wasser. Und genauso kann man mit braunen Ködern auch im Trüben sehr gut fangen. Die einzige Regel, die ich unterstreichen kann ist, dass man nie schlecht liegt, wenn man die Köderfarbe an die Wasserfärbung anpasst. Grünliches Wasser, grüne Köder. Bräunliches Wasser, braune Köder.

Barsch-Alarm: In echt ist die Köderführung ja auch noch viel entscheidender als die Farbe.
Henk Simonsz: Ja. Die Führung ist das A und O. Alles fängt an mit der guten Führung.

Barsch-Alarm: Und wie würden Sie die Köder ohne Schaufelschwanz dann diagonal präsentieren. Über den Boden hüpfen lassen oder schleifen?
Henk Simonsz: Wichtig ist, dass der Köder sehr dicht am Boden bleibt. Aber besonders interessant wird der Köder für den Zander, wenn er eine langgezogene Landung hinlegt, also nicht wie ein Stein herunterfällt. Schön langsam muss er aufkommen.

Barsch-Alarm: Das heißt also, dass ich ihn nicht einfach durchsacken lasse, sondern ein bisschen mitziehe?
Henk Simonsz: Ja genau. Man geht einfach noch ein bisschen mit. Dabei ist ganz wichtig, dass man die Rute flach über das Wasser hält. So fallen auch die Sprünge viel flacher aus.

Barsch-Alarm: Wenn Sie auf eine lange Landephase setzen, dann macht Ihr Köder also nicht viele kurze Sätze, sondern etwas weniger langgezogene und flache Sprünge?
Henk Simonsz:Ja genau. So ca. 1 m lang. Und wichtig ist auch, zwischendrin immer mal zwei oder drei Sekunden zu warten. Das ist sehr schwierig für die meisten Angler. Aber ganz interessant für den Zander. Man zählt kurz an. 21, 22, 23 und dann hebt man den Köder ab. Und in dem Moment kommt dann der Biss. Der Zander hat den Gummifisch durch die lange Landungsphase lange im Gesichtsfeld gehabt. Er verfolgt ihn. Und in dem Moment, wo das Fischchen vor ihm fliehen will, wird der Schnappreflex ausgelöst.

Barsch-Alarm: Thema Fehlbisse. Sie bekommen beim Vertikalangeln auf Zander einen Fehlbiss nach dem anderen. Was machen Sie dagegen? Abgesehen vom Zusatzdrilling.
Henk Simonsz: Das hat eben mit der Aggressivität, der Beißlust der Zander an diesem Tag zu tun. Manchmal wollen sie einfach eigentlich nicht angreifen. Aber dann ist die Köderpräsentation eben so gut, dass sie doch mal zuschnappen. Man kann da aber experimentieren. Ich habe beim Vertikalangeln auf Flüssen schon öfters erlebt, dass es gut sein kann, eine oder zwei Sekunden mit dem Anhieb zu warten. Da muss man dann den Reflex unterdrücken. Was sehr schwer ist, denn normalerweise schlägt man ja sofort an. Zander greifen nicht immer auf die selbe Art und Weise an. Und manchmal macht es eben Sinn, den Fischen den Köder länger hinzuhalten, so dass sie ihn sich langsam einsaugen können. Andere Maßnahmen sind ein Drilling, der sehr nah am Bleikopf sitzt. Den Twinnex kann man auch sehr weit hinten im Gummi platzieren. Das ist der große Vorteil vom Twinnex.

Barsch-Alarm: Mit der Köderführung und der Ködergröße aber experimentieren Sie dann nicht?
Henk Simonsz: Nein. Das macht soviel nicht aus. Man kann einfach sagen, dass Leute, die viele Fehlbisse haben, gute Angler sind. Wer behauptet, dass er keine Fehlbisse bekommt und alles hakt, der fängt eben nur die Fische, die 100prozentig beißen wollen. Viele Fehlbisse zu bekommen, ist also ein Kompliment!

Barsch-Alarm: Manchmal ist das halt schon ärgerlich. Ich hatte erst neulich so einen Tag am Peenestrom. Da hatte ich mit zwei Kollegen eine ganze Menge Bisse. Teilweise auch richtig gute. Aber egal, was wir gemacht haben. Da ist nichts hängen geblieben. Wie erklärt sich so was?
Henk Simonsz: Das passiert. Ich glaube, dass die Zander da mit geschlossenem Maul auf die Köder gehen. Die wollen dann nicht fressen, sind aber trotzdem aggressiv. An solche Tagen bleibt dann oft mal einer am Haken kleben. Von außen gehakt.

Barsch-Alarm: In Holland wird ja viel mehr vertikal geangelt als geworfen, oder?
Henk Simonsz: Ja, das ist richtig. Es ist ja auch fast nicht nötig zu werfen.

Barsch-Alarm: Weil in Holland fast alle Zandercracks ein Boot besitzen, das fürs Vertikalangeln ausgelegt ist?
Henk Simonsz: Ja. Wer ein Boot haben will, kann sich eins kaufen. Es gibt hier soviel Wasser. Und überall Häfen. Und in jedem Hafen gibt’s jemand, der Boote verkauft. Das kostet auch nicht unbedingt viel Geld bei uns. Man bekommt schon ganz gute Dinger für 300 Euro. Klar kann man mit so einem Boot nicht auf einen riesigen See gehen. Aber für den Kanal oder den Fluss reicht das allemal. Das Vertikalangeln ist viel präziser als das Angeln vom Ufer aus. Uferangeln hat oft etwas mit Zufall zu tun. Vertikalangeln nicht. Wer vom Ufer aus Erfolg haben will, muss seine Plätze schon sehr gut kennen. Mit dem Boot ist man mobiler und kann sich auf die Fische einstellen.

Barsch-Alarm: Wenn ich jetzt im Winter vertikal angele, hab ich ja ein kleines Problem, weil mir die geflochtene Schnur auf die Rolle gefriert. Auf der anderen Seite ist es extrem erfolgreich, weil die Zander sehr konzentriert an bestimmten Plätzen stehen. Wie sieht Ihre Lösung aus?
Henk Simonsz: Also wenn es so kalt ist, dass mir die Rute vereist, dann gehe ich nicht angeln. Dann bleib ich halt mal weg vom Wasser. 2 oder 4 Grad sind kein Problem. Aber wenn es tagelang bitterkalt war, suche ich nicht nach einer Schnur, die mir hilft. Dann  ist für mich kurz Schluss. Bei so einer Kälte hat man beim Angeln doch nur Probleme. Aber richtig, im Winter stehen die Fische eben auch recht dicht beisammen. Sobald das Wetter also wieder schöner wird, zieht es mich dann auch raus aufs Wasser.

Barsch-Alarm: Und generell zum Vertikalangeln? Da kommen steife Ruten zum Einsatz. Speziell Ihre Godfather ist ja sehr hart. Warum?
Henk Simonsz: Mit harten Ruten hat man mehr Gefühl. Wichtig ist, dass die Aktion in der Spitze sitzt. Wenn die Rute zu weich ist, dauert alles zu lange. Da hat man keine direkte Köderkontrolle. Ich brauche den direkten Draht zum Bleikopf. Das hat auch im Winter Vorteile, wenn die Zander sehr tief stehen. Wenn sie dann zu weich ist, verliert man das Gefühl. Je flacher man fischt, desto weicher darf eine Rute sein. Denn dann wird der Kontakt immer direkter. Auf einem Meter hat man dann ja fast keine Schnur mehr zwischen sich und dem Köder. Da schadet eine weiche Rute gar nichts. Im Gegenteil.

Barsch-Alarm: Auf einem Meter Vertikalangeln? Das geht?
Henk Simonsz: Ja! Auf einem bis zwei Metern im Sommer. Das geht aber natürlich nur, wenn das Wasser sehr trüb ist. Im klaren Wasser natürlich nicht. Da fange ich erst bei 6 m an. Meistens 10 m. Erst abends kommen die Fische dann nach oben, dicht unter Land. Da fischt man dann von 5 auf einen Meter hoch. Und die größten Fische fängt man oft auf einem Meter!

Barsch-Alarm: Die großen Zander stehen dann also gern flach?
Henk Simonsz: Ja. Absolut. Auch im Winter kommen die aktiven Zander am Abend ans Ufer. Ich habe sehr viele Plätze, die am Tag überhaupt keinen Fisch bringen. Wenn aber die Dämmerung einsetzt, fängt man hier auf Bestellung. Das sind immer die gleichen Plätze. Da kann man dann den ganzen Tag angeln und sieht keine Flosse. Und am Abend erwischt man dann einen oder zwei große Fische.

Barsch-Alarm: Lohnt sich das Vertikalangeln auch, wenn man nur wenige Zander in einem Gewässer hat? Ist dann das Werfen nicht viel effektiver, weil man schneller eine größere Wasserfläche abfischen kann?
Henk Simonsz: Natürlich macht Vertikalangeln mehr Spaß, wenn viele Fische im Wasser sind. Dann ist es die beste Methode, um auch viele Fische zu fangen, weil man Schwärme sehr präzise ausfischen kann.

Barsch-Alarm: Und worauf führen Sie die Massenfänge, die in Holland möglich sind, zurück? Liegt das wirklich
nur am Catch & Release oder hat das auch was mit dem Potential der Gewässer zu tun?
Henk Simonsz: Natürlich liegt das auch an den Gewässern. Bei uns kommen schnell neue Fische hoch. Es dauert nicht lange, bis der Nachwuchs das Maß hat. Aber natürlich trägt Catch & Realease etwas dazu bei, dass man bei uns so gut fängt, klar. Wobei es nichts ausmacht, ab und zu einen Zander mitzunehmen. Ich mache das zwar nicht, aber bei uns in Holland gibt es davon sehr viele. Wer aber in Holland einen Hecht tötet, hat ein Problem.

Barsch-Alarm: Warum das denn? Wieso macht man da einen Unterschied?
Henk Simonsz: Zander kommen bei uns in Massen vor. Hechte gibt es in vielen Gewässern nicht so viele. Und Hechte sind sehr schöne Fische. Sie haben auch eine wichtige Funktion im Wasser. Sie sind der größte Räuber da und fressen auch mal größere Fische weg. Sie erhalten so das biologische Gleichgewicht. 30 Zander zu fangen, ist bei uns möglich. Aber 30 Hechte? Wenn ich nur einen Hecht töten würde, der nicht aufgrund einer Verletzung sterben würde, könnte ich das Angeln in Holland einstellen und meinen Beruf vergessen. Also wenn ich einen Tipp für Gastangler geben darf: Nehmt ruhig mal einen Zander mit. Aber lasst die Hechte zumindest bei uns wieder schwimmen.

Barsch-Alarm: Wie nutzen Sie das Echolot? Schauen Sie gezielt nach Sicheln oder nur nach Strukturen, die den Zandern gefallen?
Henk Simonsz:Ich benutze ein Echolot sowieso nur, wenn ich auf einem neuen Gewässer unterwegs bin. Wenn ich auf meinem Hauswasser angle, dann habe ich das Echolot nicht an. Ich glaube, das ist besser. Und an einem neuen Gewässer schalte ich das Ding aus, sobald ich einen guten Platz gefunden habe.

Barsch-Alarm: Weil die Frequenz des Echolots die Fische in Alarmbereitschaft versetzen kann?
Henk Simonsz: Ich kann das nicht beweisen. Aber ich denke schon, dass das einen Unterschied macht. Wenn ich zum Beispiel werfe, mache ich das Echolot aus und den Motor natürlich auch. Ich angle dann nur mit dem Anker. Der ist bei mir elektrisch. Auf Knopfdruck hole ich ihn dann kurz hoch, lasse mich ein bisschen weitertreiben und setze ihn dann wieder. So kann man auch schön ein Gebiet abangeln.

Barsch-Alarm: Und wenn jetzt der Anker schleift, verstört das die Fische nicht viel mehr als der Motor?
Henk Simonsz: Nein, das glaube ich nicht. Wie gesagt, ich kann nichts beweisen. Aber ich denke, dass die Fische an Gewässern, in denen viel geangelt wird, von Motorgeräuschen aufgeschreckt werden. Es besteht die Möglichkeit – ich sage nicht, dass es so ist, aber die Möglichkeit besteht, dass die Fische Motorgeräusche und Echolotfrequenzen mit Gefahr in Zusammenhang bringen. Das kennt man ja auch vom Stippangeln. Wenn an einem Gewässer sehr viel mit Mais gefischt wird, machen die Karpfen einen großen Bogen um die Futterstellen, weil sie Mais mit Gefahr assoziieren. Aber wenn man an ein neues Gewässer kommt, wo nicht viel mit dem Boot geangelt wird, macht das Echolot nix aus. Wenn man es aber vermeiden kann, dann würde ich das Echolot ausschalten.

Barsch-Alarm:
Dieser Gewöhnungseffekt bringt mich auf eine anderes Thema: Wir haben in Spanien am Caspe-Stausee von unserem Gastgeber gesagt bekommen, dass die Welse auf Rasselwobbler beißen. Da haben wir aber dann nur Zander mit gefangen. Unsere paar Schleppwallerbisse konnten wir nur auf nichtrasselnde Köder verzeichnen. Lernen Fische schnell, wenn sie dauernd mit den selben „Waffen“ bearbeitet werden.
Henk Simonsz:Auf jeden Fall. Das geht oft sehr schnell, dass sich ein anfangs super funktionierender Effekt wie das Rasseln verbraucht. Bevor ich ihn verbessert habe, habe ich viel mit dem Rattl Trap von Bill Lewis geangelt. Der hat mich nicht umsonst inspiriert, den Impulse Screaming Devil zu gestalten. Denn immer wenn man mit einem Rasselwobbler an ein unverbrauchtes Gewässer kommt, räumen die richtig ab. Aber das verbraucht sich dann. Diese Reizwirkung geht oft schneller verloren als bei einem normalen Wobbler.

Barsch-Alarm: Also ist der Schritt zurück weg vom Radaumacher dann oft ein Schritt nach vorne.
Henk Simonsz: Ja genau. Wichtig ist es eben immer, etwas anderes als die anderen Angler zu machen. Dann fängt man oft mehr. Das gilt nicht nur beim Fischen mit Wobblern, sondern allgemein beim Angeln.

Kategorien: Zander

Kommentare

  1. minden
    minden 22 November, 2006, 13:19

    …Klasse Interview, gut gefragt ❗

  2. Grigo
    Grigo 22 November, 2006, 20:00

    Moin Moin,
    wie schon oben bewiesen, probieren geht über studieren und ich hab mich schon gewundert dasich mit neuheiten weniger Fange als sonst.

  3. Zandercatcher
    Zandercatcher 28 November, 2006, 22:34

    ..irgendwie kommt mir das interview bekannt vor… 😉

  4. Theindigo
    Theindigo 3 Juni, 2008, 16:50

    ja, zander haben immer ihre "routen" und kommen gern in flaches wasser! bei sehr trübem wasser kann fast zu jeder tageszeit mit guten fischen auf 1m tiefe grechnet werden!

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