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Corona-Angel-Kodex: Angelt, aber angelt allein!

Vorgestern die Hiobsbotschaft: Angeln ist in Berlin verboten! Gestern die Entwarnung: Angeln ist wieder erlaubt in Berlin! Was eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich weiß, dass es derzeit wichtigere Themen gibt als Angeln. Ich muss selber auch viel regeln und schauen, dass das Dietel-System im von der C-Krise natürlich nicht unberührten Umfeld von Angelzeitungen, Geräteherstellern, Ködervertrieben, Online-Händlern, Angelläden, Ferien-Camps usw. stabil bleibt. ABER: Die Option ans Wasser zu gehen, ist ein Lichtblick. Nicht nur irgendeiner. Sondern mein größter. Ich lebe allein. Seit meiner Flucht aus Spanien, lebe ich komplett isoliert. Erstens, weil ich niemand anstecken will, sollte ich in Spanien was mitgenommen haben. (Einer unserer Südtiroler Gäste war erstmal drei Tage platt nach seiner Ankunft.) Zweitens, weil ich mich nach einer schweren Lungenentzündung vor 8 Jahren selber zur Risikogruppe zähle. Ich bin da nicht mit 100 % Lungenvolumen rausgekommen. Und ich weiß auch, wie es ist, wenn Ärzte zwei Wochen lang kämpfen, um 39 bis 40 Grad Fieber aus einem Körper zu vertreiben. Ich würde eine zweite schwere Lungenentzündung sehr gern vermeiden.

Deshalb lehne ich sämtliche Angebote, die gemeinschaftliche Angelsessions betreffen, strikt ab. Ich würde mich im Moment niemals mit einer zweiten Person ins Auto setzen und meine Isolationsmaßnahmen damit aufweichen. Ich bin kein Experte. Ich schaue gar nicht mal jeden Corona-Brennpunkt an und lese nicht jeden Zeitungsbericht. Es gibt gegensätzliche Meldungen. Was weiß ich, welches Verhalten richtig ist? Ich weiß aber zwei Dinge: Es gibt keinen Impfstoff. Und es gibt noch kein Medikament. Solange tue ich alles, um eine Infektion zu vermeiden. Ja. Ich trage einen Mundschutz beim Einkaufen. Ja. Ich trage Handschuhe, sobald ich das Haus verlasse. Natürlich desinfiziere ich meine Hände und wasche sie gründlichst, wenn ich von draußen nach drinnen komme. Ich fasse mir mit meinen Händen draußen nicht ins Gesicht. Ich meide Menschenansammlungen, gehe maximal einmal pro Woche einkaufen, wahre den Sicherheitsabstand, besuche meine Eltern nicht und verhalte mich somit übervorbildlich.

Das tue ich auch am Wasser und wenn ihr noch nicht sensibilisiert seid, möchte ich euch hiermit auffordern, es mir gleich zu tun. Um euretwillen, zum Wohl eurer Mitmenschen und auch aus Eigeninteresse. Ich möchte während der Corona-Phase bitte ans Wasser dürfen. Ich will um Waldseen laufen, an Bächen entlang sneaken, auf dem Belly sitzen und ab Mai mit meinem Boot die Spree unsicher machen. Das ist total wichtig für mich. Ich muss zugeben: Bei meinen Touren um die Seen der näheren Umgebung fange ich derzeit so gut wie Nichts. Ich weiß schon, warum ich seit Jahren lieber in Spanien bin im März. Bzw. rächt sich das jetzt ein bisschen. Ich bin planlos. Aber ich genieße die Luft, die Bewegung, die Sonnenenergie. Und daheim habe ich etwas, womit ich mich beschäftigen kann: Bellyboat-Tuning, Echolot-Theorie, Köder-Sortieren… Das macht viel mehr Spaß, wenn man weiß, dass man das Zeug alsbald auch zum Einsatz bringen darf.

Wir haben gerade gesehen, dass uns das Recht auf Angeln schnell mal entzogen werden kann. Deshalb würde ich euch bitten, meinen Corona-Angel-Kodex anzunehmen (zumindest den für euch zumutbaren Teil) und andere Angler zu sensibilisieren, wenn sie sich nicht an Sicherheitsabstände und andere Corona-Codes halten.

Der Corona-Angel-Kodex:

  • Angelt nur mit Menschen, die ihr im Alltag sowieso um euch habt.
  • Als isolierter Single angelt ihr am besten allein.
  • Fahrt getrennt zum Treffpunkt, wenn ihr euch mit Menschen trefft, die ihr sonst nicht um euch habt.
  • Verballert nicht so viel Benzin, damit ihr so wenig wie möglich tanken gehen müsst.
  • Haltet euch an Sicherheitsabstände.
  • Meidet die gängigen Hotspots und sucht euch exklusive Angelplätze.
  • High-Five, Ghetto-Faust-Bääm und sämtliche Fischfeier-Zeremonien mit Angelbuddy-Körperkontakt sind zu vermeiden.
  • Macht keine Party draus. Trinkt eurer Bier daheim.
  • Verhaltet euch auch am Wasser so, wie es die Corona-Verordnungen vorschreiben.

Ich denke, das war’s im Wesentlichen. Sollte euch noch ein Punkt einfallen, der in den Kodex aufgenommen werden muss, schreibt ihn als Kommentar. Ich nehme ihn dann auf.

PS: Das mag dem einen oder anderen übertrieben vorkommen. Mir kam vor einiger Zeit auch manches übertrieben vor, was jetzt selbstverständlich für mich ist. Ich habe gelernt: Je früher wir anfangen, auf uns und unsere Mitmenschen aufzupassen, desto besser. Lasst uns ein Vorbild sein!

Danke. Dem ist nichts hinzuzufügen. Bleib gesund.
WORD!
So ist es richtig. Lieber alleine angeln gehen als garnicht mehr dürfen.
In meiner Region haben schon einige Vereine das Angeln verboten, da sich die Anglern nicht an die Regeln halten.
Bleibt gesund!
Lieber Johannes,
nichts von dem was du geschrieben hast ist übertrieben und sollte einfach selbstverständlich sein. Wenn jeder so agieren würde, dann wären wir ein Schritt weiter. Leider gibt es immer Leute , die meinen sie wissen es besser und sehen es nicht ein Einschränkungen hinzunehmen.

Bleib gesund!!

Gruß Marco
C
  • C
    cybershot
  • 04.04.2020
Natürlich sollten Risikogruppen besondere Vorsicht walten lassen, dass gilt übrigens auch beim Auftreten einer “normalen“ Grippe. Gesunde junge Menschen brauchen deshalb aber nicht in Angst und Panik zu verfallen. Mit gesundem Verstand und etwas Wissen wird man gut durch die Krise kommen. Wie es dann danach weitergeht ist eine ganz andere Frage. Zuerst abgestritten wird sich Arbeitslosigkeit nun doch nicht vermeiden lassen. Trackingapps auf den Phones sind natürlich nur zu unserer Sicherheit. Impfpflicht sollte in
Nrw im Eilverfahren beschlossen werden. Und da kommt sicher noch einiges mehr auf uns zu...
Ja klar zwangsimpfung, da brauchen wir dringend eine gegen blöderitis...
@cybershot , wahre Worte. Diese Kriese - so gefährlich sie für die Risikogruppe auch sein mag - , ist voller Medialer Hysterie . Die Shows im Fernsehen und im Radio gleichen einer Gehirnwäsche. Vorsicht walten zu lassen ist selbstverständlich, zumal jeder in seinem engeren Umfeld Menschen beherbergt, die auf irgend eine Weise besonders gefährdet sind oder sein können. Man muss sich allerdings auch vor Augen halten das eine Influenza-Erkrankung in der selben Wirkungszeit (ca. 4 Monate im Jahr ~ ungefähr die jetzige Corona Laufzeit), eine höhere Verbreitung gepaart mit einer weitaus höheren Sterblichkeitsquote aufweist . Wer weiß wie es sich in Zukunft verhalten wird und wie lange der Virus auf der Welt wütet . Man sollte sich natürlich auch an vorgegebene Schutzmaßnahmen halten, aber bitte nicht auf den Hysterie-Zug aufspringen und alles verrückt machen.
Bis dahin dickes Petri und bleibt alle Gesund .
Gruß aus dem Harz
Sind wir hier jetzt auf verschwörungstheorie-alarm.de ?:emoji_thinking:
Leute geht doch bitte in die Politik, wäre doch schade wenn dieses Wissen nicht in vollem Maße genutzt werden kann.
83 Millionen Bundestrainer und offensichtlich ebenso viele Virologen, verrückt.
@dietel :emoji_thumbsup:
@Blondie & Dietel::emoji_thumbsup:

"Man muss sich allerdings auch vor Augen halten das eine Influenza-Erkrankung in der selben Wirkungszeit (ca. 4 Monate im Jahr ~ ungefähr die jetzige Corona Laufzeit), eine höhere Verbreitung gepaart mit einer weitaus höheren Sterblichkeitsquote aufweist ."

Ein Haken an dieser Aussage ist nur, dass die Wirkungszeit der Influenza pro Jahr auch tatsächlich auf wenige Monate begrenzt bleibt. In dieser kurzen Zeit infiziert sich weder ein Großteil der Bevölkerung, noch droht die Überlastung unseres Gesundheitssystems. Außerdem existieren Impfstoffe, weshalb die Immunitätsrate sehr viel höher ist als aktuell bei Corona. Im Endeffekt wird Corona in diesem Jahr auch viel mehr Tote fordern als die diesjährige Grippewelle – erst recht wenn keine Maßnahmen getroffen würden. Weiterhin ist nicht zu vergessen, dass Corona zusätzlich zur üblichen Influenza umgeht.
C
  • C
    cybershot
  • 04.04.2020
@ sir saturday

“Ein Haken an dieser Aussage ist nur, dass die Wirkungszeit der Influenza pro Jahr auch tatsächlich auf wenige Monate begrenzt bleibt.“
Woher weißt du das es bei corona anders sein wird?
“In dieser kurzen Zeit infiziert sich weder ein Großteil der Bevölkerung, noch droht die Überlastung unseres Gesundheitssystems.“
17/18 waren ca. 250000 mit Grippe infiziert, 25000 sind verstorben, innerhalb 8wochen. Ich denke diese Personen wurden vor ihrem versterben auch behandelt, wahrscheinlich sogar intensiv. Ist da was zusammengebrochen?
“Außerdem existieren Impfstoffe...“
Man vermutet einen Erreger und impft auf verdacht. Zeitlich anders gehts nicht. Aber du hast insofern recht, dass unser immunsystem diese Art Grippeviren kennt und etwas besser reagieren kann als bei unbekannten. Jedoch sind auch jedes jahr bei den grippeinfektionen immer wieder coronaviren dabei.
Im übrigen hat die brd 2012 genau solch ein Szenario mit erstaunlicher detailgenauigkeit bereits durchdacht.
Aber heute schnappen uns die amis auf dem rollfeld die begehrten schutzmasken weg...
Der teufel steckt im detail...
@cybershot:

Wann die COVID-19-Pandemie in Deutschland endet, lässt sich viel schwerer beurteilen als das Ende der jährlichen Grippewelle (meistens im Mai). Ich hoffe inständig, dass höhere Außentemperaturen sowie stärkere UV-Strahlung im Sommer SARS-CoV2 ordentlich zu schaffen machen werden. Entscheidend ist aber in jedem Fall die effektive Reproduktionszahl der Infizierten und diese hängt stark von der Wirksamkeit der Social-Distancing-Maßnahmen ab, weil wir keine Grundimmunität und keinen Impfstoff haben. Würden wir SARS-CoV2 exponentiell wachsen lassen, wäre schnell die Belastungsgrenze unseres Gesundheitssystems erreicht. Zum Glück machen wir das ja nicht ;)

Wie kommst du eigentlich darauf, dass 2017/2018 in Deutschland innerhalb von 8 Wochen 25.000 Grippeinfizierte gestorben sind?

"Jedoch sind auch jedes jahr bei den grippeinfektionen immer wieder coronaviren dabei."
Das ist richtig. Es gibt viele verschiedene Coronaviren, aber SARS-CoV2 war der Welt bis zu seinem ersten nachgewiesenen Auftreten im vergangenen Jahr unbekannt. Andere Coronaviren haben ganz andere Basisreproduktionszahlen, Infektionssterblichkeiten, etc. und sind in Bezug auf die Gefährlichkeit dadurch einfach eine schlechte Vergleichsauswahl. Insofern steckt der Teufel tatsächlich im Detail.
C
  • C
    cybershot
  • 05.04.2020
@Sie Saturday
"Wann die COVID-19-Pandemie in Deutschland endet, lässt sich viel schwerer beurteilen als das Ende der jährlichen Grippewelle (meistens im Mai) "
Mir sind keine Ansätze bekannt, die auf ein Anhalten in der "warmen" Jahreszeit hindeuten, ich meine der WHO auch nicht, hast du andere Informationen?

"die effektive Reproduktionszahl der Infizierten..."
Tja und da sind wir schon bei Kern des Pudels. Was genau wissen wir? Wir kennen weder die genaue Anzahl der Infizierten, da die meisten Infizierten Symptomfrei bleiben. Wir kennen nicht die Zahl der Infizierten mit Symptomen weil sicher ein gewisser Teil Corona mit einem grippalen Infekt verwechselt und ihn eigenständig auskuriert. Wir testen ja nicht mal Menschen die Symptome haben und abgeklärt haben möchten, ob sie Corona infiziert sind (mehrfach im Bekanntenkreis gehört), (in Berlin muss man den Test wohl auch selbst bezahlen, deshalb wahrscheinlich die niedrige Fallzahl :)). Ich bin mir auch gerade unsicher, ob der Test tatsächlich nur bei Covid19 positiv reagiert oder generell bei Coronavirenantikörper anschlägt, du weißt da bestimmt genaueres.
Dann wissen wir auch nicht, ob die Menschen mit oder an Covid19 gestorben sind. Ein sehr großer Teil der Verstorbenen hatte mindestens eine Vorerkrankung.
Was wir haben sind relativ unpräsise gestreute Testst auf Corona mit einer gewissen Anzahl positiver Ergebnisse, diese setzen wir nun ins Verhältniss zu einer Anzahl Verstorbener bei denen zusätzlich Corona nachgewiesen wurde und rechnen mit diesem Verhältnis einen exponentiellen Anstieg hoch.
Hätte ich meine Diplomarbeit damals auf eine solche Datenbasis gestellt hätte ich wahrscheinlich wiederholen müssen.
Erst jetzt wird begonnen flächendeckend zufällig oder kleinere Gemeinden vollständig zu testen, damit hätte man dann zumindest einen Ansatz eine Unbekannte in der Gleichung zu erhellen.

"Andere Coronaviren haben ganz andere Basisreproduktionszahlen, Infektionssterblichkeiten..."
Stimmt, der davor war viel viel tötlicher, der ist nählich gleich auf die Lunge gegangen...

"Wie kommst du eigentlich darauf, dass 2017/2018 in Deutschland innerhalb von 8 Wochen 25.000 Grippeinfizierte gestorben sind? "
Hab ich gelesen, du findest es sicher bei Bedarf auch.

"Es gibt viele verschiedene Coronaviren, aber SARS-CoV2 war der Welt bis zu seinem ersten nachgewiesenen Auftreten im vergangenen Jahr unbekannt"
Viren verändern sich ständig, liegt in der Natur der Sache...

Ich möchte Covid19 keinenfalls verharmlosend darstellen, einen gewissen Respekt vor diesem Virus ist auf jeden Fall angebracht. Gerade Gefährdete sollten gut informiert durchs Leben gehen und gewisse eindämmende Maßnahmen sind sicher sinnvoll. Jedoch geht mir die Panik und Hysterie vor allem die katastrophalen Wirtschaftlichen Verwerfungen etwas zu weit und lassen in mir die Frage aufkeimen, ob die Menschen durch den wirtschaftlichen Abstiegt nicht mehr gefährdet sind.
Wie sind wir hier in den Kommentaren von "Verhaltensregeln beim Angeln" zu hitzigen Diskussionen über ein Thema bei dem wir - alle- bestenfalls "gefährliches Halbwissen" haben gekommen?
Vieles von dem hier geschriebenen ist sehr wild durcheinander geworfen, argumentativ nicht schlüssig, oder entspricht schlicht nicht den Daten. Kann an dieser Stelle nur empfehlen sich mal den Podcast von NDR Info (ja ich weiß, staatsgelenkter Mainstream Sender ;)) "das Corona Virus Update" anzuhören. Gibt es 5x die Woche ca. eine halbe Stunde mit einem Professor der Virologie, der seit Jahren Spezialist für Coronaviren ist. Gerne auch von Anfang an hören. Da wird man nämlich erstaunliche Sachen feststellen: ein Experte, der seine Meinung ändert, weil es neue Erkenntnisse gibt. Ein Wissenschaftler der sagt: "Da gibt es noch keine Studien dazu, da kann man schlicht nichts sagen, das ist reine Spekulation", statt jede neue Idee als die alleinige Wahrheit zu verkaufen.
Mag dem einen oder anderen vielleicht nicht in sein Schwarz/Weiß Bild passen, aber erlaubt einem zumindest einen groben - aktuellen - Überblick über den Stand der Forschung zu dem Thema.
Und - spoileralert- 90% der hier aus dem Zusammenhang gerissenen oder falsch interpretierten Aussagen werden da ausführlich besprochen. Lohnt sich sehr...
Bleibt gesund.
Einerseits bin ich angefressen dass die Slipanlagen dicht sind und ich mein Boot auf der wilden Rampe nicht sicher alleine einsetzen kann, aber andererseits bekomme ich für Fangbilder mit dem Kayak dass ich alleine von meiner Werkstatt aus einsetze sehr viel mehr Zuspruch.

Ich habe auch keinen Bock auf die Seuche, zumindest solange noch kein Medikament zur Linderung eingeführt ist. Viele freiheitsliebende US-Amerikaner als auch die Briten hocken gerade zu hause und dürfen gar nicht mehr raus. Es geht auch anders. Seid froh über das was ihr habt! We are the lucky ones!

@cybershot Bin da bei dir...die Sache is nur die...wir erleben, wenn man auch nur kurz zurückblickt, eine Eindämmung bis Zensur der abweichenden Meinungen und vorallem Blickwinkel. Das is ja grad das erstaunliche. Ich möchte verschiedene Blickwinkel erkennen und erhebe keine fundamentale Meinung zu allem. Viele verteidigen ihre hochgelobte Meinung vehement da sie nur keinen oder nur einen Blickwinkel haben. Ob das nun Terror, Flüchtlingskrise, Greta oder jetzt Corona ist. Ich spreche hier niemanden persönlich an aber ich beobachte wie die Leute sich Maßregeln lassen, daheim auf neue Befehle bzw. Instruktionen warten und all das als komplett wahr definieren ohne etwas in Frage zu stellen, den es ist die kollektive und offizielle Berichterstattung. Die Anfeindungen die man sich einhandelt und welche immer mit der prangernden Überschrift (Verschwörungstheorie) daher kommt und vollends dogmatisiert ist, lässt die Menschen sich gegenseitig denunzieren und spalten. Neben den gesundheitlichen Aspekten für bestimmte Personen und dem wirtschaftlichen Armageddon für viele kleine und Mittelständische Betriebe und Unternehmen, sehe ich das als die gefährlichste Komponente des ganzen hier. Bleibt gesund und geht angeln ;)
"Mir sind keine Ansätze bekannt, die auf ein Anhalten in der "warmen" Jahreszeit hindeuten, ich meine der WHO auch nicht, hast du andere Informationen?"
Meinst du Anhalten im Sinne von Stoppen oder von Andauern?

"Wir testen ja nicht mal Menschen die Symptome haben und abgeklärt haben möchten, ob sie Corona infiziert sind [...]."
Das ist aktuell ja auch leider noch nicht so simpel wie ein Schwangerschaftstest. Der Abstrich vom Nasen-Rachenraum muss korrekt transportiert und gelagert werden und ist nach wie vor ungenügend, um komplette Gewissheit zu geben. Dazu braucht es zusätzlich eine Probe aus den tieferen Atemwegen (z. B. aus dem Auswurf beim Husten). Dadurch entsteht ein gewisses Infektionsrisiko beim Testen und außerdem werden viele Laborkräfte an diese Arbeit gebunden. Dieser Test kann übrigens nicht anschlagen wie man sich das so vereinfacht vorstellen mag, sondern das Verfahren wird manuell durchgeführt (und ähnelt einer Erbgutuntersuchung). Erbsubstanzen der Erreger werden vervielfältigt und mit bekanntem Erbgut verglichen.

Na jedenfalls würde ich mir auch wünschen, dass Leute mit Symptomen schneller Gewissheit erhalten. Hoffentlich kommt das möglichst zeitnah mit einem Schnelltest für den Hausgebrauch.

"Dann wissen wir auch nicht, ob die Menschen mit oder an Covid19 gestorben sind. Ein sehr großer Teil der Verstorbenen hatte mindestens eine Vorerkrankung."
So ist das ja auch bei der Grippe, aber macht diese Tatsache das Virus harmloser? Für junge Menschen ohne Vorerkrankung schon, doch das macht uns zu einer Gefahr für die Vorerkrankten und Älteren, wenn wir selbst die Maßnahmen nicht ernst nehmen und damit eine eigene Infektion riskieren. Können wir es vertreten, uns persönliche Freiheiten auf Kosten der Risikogruppe herauszunehmen?

"Was wir haben sind relativ unpräsise gestreute Testst auf Corona mit einer gewissen Anzahl positiver Ergebnisse, diese setzen wir nun ins Verhältniss zu einer Anzahl Verstorbener bei denen zusätzlich Corona nachgewiesen wurde und rechnen mit diesem Verhältnis einen exponentiellen Anstieg hoch."
Erneut schauen wir auf die gleiche Faktenlage, ziehen aber unterschiedliche Schlüsse daraus. Du willst sicherlich darauf hinweisen, dass die Infektionssterblichkeit nicht bekannt ist und hohe Fallsterblichkeits-Werte (wie z. B. über 7% in Italien) das Zerrbild einer tödlicheren Krankheit zeichnen als es dem Virus wirklich eigen ist. Diesbezüglich stimme ich dir vollkommen zu. Wir sehen ja z. B. in Südkorea, das wohl umfangreicher getestet hat als jedes andere Land der Welt und dessen Gesundheitssystem ähnlich leistungsfähig ist wie das deutsche, dass die Sterberate "nur" zwischen einem halben und einem Prozent der Infizierten liegen könnte. Österreich wird das hoffentlich mit kürzlich begonnenen repräsentativen Erhebungen bestätigen, im Rahmen derer eine gleichbleibende Personengruppe in regelmäßigen Abständen immer wieder auf SARS-CoV2 getestet wird. Immerhin wäre COVID-19 damit trotzdem noch drei- bis fünfmal tödlicher als eine durchschnittliche Grippe.

Was uns die Fallsterblichkeit hingegen sehr wohl verdeutlichen kann, ist der Faktor Mensch in der Bedrohungsgleichung. Was hat denn Südkorea so erfolgreich betrieben, dass Fallsterblichkeit wie Weiterverbreitung erfolgreich minimiert wurden? Es hat ungeachtet eines dadurch verlangsamten Wirtschaftswachstums sehr früh weitreichend ins gesellschaftliche Leben eingegriffen. Containment statt Mitigation – ohne gesicherte Datengrundlage. Sollten wir in der aktuellen Situation in Deutschland lieber das Risiko eingehen, auf bessere Informationen zu warten und dabei wertvolle Zeit zu verlieren? Was machen wir dann, wenn uns schlechtere Neuigkeiten erreichen als erwartet? Aufgrund dieser Ungewissheit gilt für mich das Präventionsprinzip.

"der [Coronavirus] davor war viel viel tötlicher, der ist nählich gleich auf die Lunge gegangen..."
Da müssen wir wieder differenzieren: In deinem vorigen Posts hattest du geschrieben, dass immer wieder Coronaviren bei den jährlichen Grippeinfektionen dabei seien. Im nachfolgenden Post beziehst du dich jedoch offenbar auf einen ganz konkreten vorigen Coronavirus ... Ich nehme an du meinst SARS (genauer SARS-CoV ohne "2"). Der Vergleich hinkt nach wie vor in Bezug auf die Gefährdung der Bevölkerung. Während SARS weitaus gefährlicher für die bereits Infizierten war als es SARS-CoV2 heute ist, war SARS No. 1 weitaus weniger ansteckend. Eben gerade weil sich das Virus ausschließlich in der Lunge vermehren konnte (und nicht wie CoV2 auch im oberen Atemwegstrakt), konnte es sich weniger leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Die Pandemie wurde frühzeitig gestoppt. Containment statt Mitigation. Bereits am 2. Februar überstieg die Anzahl der registrierten COVID-19-Todesfälle die Gesamtzahl der SARS-Todesfälle weltweit.
Johannes,
allem, was du schreibst, stimme ich voll und ganz zu. Ich würde an deiner Stelle sogar noch einen Schritt weitergehen und aus deinem Bericht und deinem Corona-Index ALLES herauslassen, was sich irgendwie in Richtung "ich angle nicht allein" deuten lässt. Für gemeinsame Angeltrips wird die Zeit wieder kommen, momentan ist sie definitiv nicht.

Allen alles Gute!
Promachos
Um die Verschwörungstheoretiker an Board zu entkräften sei gesagt, dass es sich bei den aktuellen Test auf Covid-19 nicht um einen Antikörper- sondern um einen PCR-basierten Test handelt, dessen Spezifität bei 100% liegt und falsch-positive Ergebnisse dadurch ausgeschlossen sind.

Und solange die Dunkelziffer konstant zur Anzahl positiv erkannter Fälle bleibt, ist diese unerheblich - und sollte dies nicht der Fall sein, würde sich das ganz schnell bemerkbar machen: (@dietel Ich könnte dir eine Grafik schicken, die dies veranschaulicht - ich selbst kann beim Einfügen leider nur auf URLs zurück greifen)

Gegenteilige Behauptungen, die nicht durch Daten belegt werden können, sind nichts anderes als miese Propaganda und schüren nur Misstrauen und unnötige Panik.
Streiche "Index", setze "Codex";)
ich hab nochn bissel tamiflu von herrn rumsfeld da. soll auch helfen hab ich mir sagen lassen.
man sollte sich jetz noch schnellstens roche aktein sichern. das wird fett:emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:
Starkes Statement.
Wenn durch deinen Beitrag auch nur ein paar Leute mit ihrer eingefahrenen „alles nicht so schlimm“ Meinung zum umdenken bewegen lassen, ist schon viel gewonnen.

Bleib Gesund.
Unterschreibe ich so!
Selbst wenn ihr nicht dran glaubt und denkt das sei hysterie haltet euch bitte dennoch daran beim angeln.

Es gibt leute die glauben sie wären Freiheitskämpfer für Bürgerrechte wenn sie offizielle Anweisungen ignorieren, aber es gibt genug Leute denen Angler ein Dorn im Auge sind und die nur drauf warten ein Foto einer ausgelassenen biertrinkenden Anglergruppe zu machen und ans lokale Ordnungsamt zu schicken.

Also gebt solchen Leuten keine Munition und lasst nicht andere Angler unter eurer "Meinungsäußerung" leiden, denn die Angler sitzen hier sicher nicht am längeren Hebel.

Je mehr Angler sich verantwortungsvoll verhalten, desto größer die Chance das angeln erlaubt bleibt, manchmal muss man einfach defensiv auftreten.
@Dominikk85: Neben dem Eindämmungseffekt, den diese Maßnahmen haben, geht's mir genau auch draum: Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und ein Bild vom verantwortungsbewusten Angler abgeben und ggf. auch mal erzieherisch wirken. Auch wenn das gar nicht mein Fall ist.
Z. B. das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) hat sich explizit zum Angeln in Zeiten der Corona-Pandemie geäußert: https://www.anglerverband-sachsen.de/2020/03/24/kein-angelverbot-in-sachsen/

Vor diesem Hintergrund fällt es doch um so leichter, sich dem uns entgegengebrachten Vertrauen entsprechend zu verhalten.
S