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Weniger ist mehr - Downsizing im Köder Dschungel

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Weniger ist mehr - Downsizing im Köder Dschungel

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Heiner

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So ist es, ich gehe angeln, um was zu fangen. Spaß habe ich "trotzdem" dabei, denn sonst würde ich ja nicht angeln, sondern mir ein anderes Hobby suchen.

Aber es gibt objektive Gründe dafür, warum die Einstellungen sich ändern. Zum Beispiel jede Menge kaputt gefischte Gewässer. Dann bleibt freilich nichts anderes übrig, als Angeln zu spielen, wo Angeln im herkömmlichen Sinne nicht mehr möglich ist. Man kann Gift darauf nehmen, dass das auch die einschlägige Werbeindustrie weiß und daher entsprechende Ersatzbefriedigungen anbietet, auf dass der Rubel rolle.

Nur leider: An den Ursachen der Misere ändert das rein gar nicht, sondern schreibt sie bloß fort. Glücklich der, der sich dem entziehen kann, weil er noch brauchbare oder sogar gute Gewässer in seiner Nähe hat. Das dürfte, wenn es so weiter geht, allerdings zunehmend kostspieliger werden in Zukunft. Denn ein knappes Angebot bei steigender Nachfrage macht höhere Preise am Ende.

Was momentan noch staatlich subventioniert wird mittels fast kostenlos zur Verfügung gestellten öffentlichen Gewässern, kann zukünftig auch ganz anders aussehen angesichts der notorisch leeren öffentlichen Kassen. Denn wer Wasserwerke privatisieren kann, der kann am Ende auch Gewässer privatisieren. Zweifellos auch eine Möglichkeit, um den Massenandrang auf ein verträglicheres Maß zu begrenzen.
 
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MorrisL

Barsch Vader
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Ich habe beide Prozesse . Beim Hecht bin ich komplett am abspecken , diese Angelei finde ich so einfach und übersichtlich , dass ich da nur klar attraktive Favoriten ins Rennen schicke . Und von denen nur noch die, die mir ein direktes und einfaches Angeln ermöglichen . Deshalb hab ich bis auf den XXL Worm und den 40er Aal die ganze Bigbaiterei abgeschafft. Inzwischen bin ich bei Busterjerk , Seashad , 9" extra soft Renosky , Supersandra und dem guten alten Twinler plus einem K1 komplett aufgestellt. Bis auf den Jerk , alles mit entweder Einzelhaken oder nur einem Drilling. Ich bin kein richtiger Hechtspezie , aber ich machs immerhin schon so lange und nicht erfolglos , dass ich da auch genau weiß was ich tue. Bei Barsch ist die Sache eine andere , da teste ich noch viele Sachen , einfach weil es da viel mehr Methoden und Varianten gibt. Zwar bildet sich auch hier ein harter Kern und es werden nicht mehr wahllos Baits in allen Regenbogenfarben und Größen gekauft, aber ich merke immer wieder auch , dass es manchmal auch echt dauern kann , bis der Moment für einen Köder da ist. Und irgendwie will man bei Barsch nicht immer dasselbe machen. Ich hab teilweise ganze Jahre intensiv eine Methode studiert . Einfach , weil das irgendwie mein Ansatz ist , eine Sache so richtig zu verinnerlichen . Später nimmt man nur noch Gerät X in die Hand und testet die Reaktionen . Ich hab mich dabei auch auf ganz wenige Gewässer konzentriert um eben auch die richtig kennenzulernen. Allein die ganzen Twitchbaits mal komplett durchzuchecken auf Barsch hat mir viel gebracht . Dieses Jahr hat mein Plan von vor 6 Jahren , mit 100+ Wobblern auf große Barsche zu angeln , ganz überraschend dann doch noch umgesetzt werden können . Ich hatte schon einige Winter überlegt , ob ich sie verkaufe und hab das teilweise auch getan . Gott sei Dank hab ich´s nicht . Insgesamt schrumpft es aber auch hier gewaltig . Denn auch dort zeichnen sich Köder , mit überdurchschnittlichen Fangquoten aus. Ich hab zum Beispiel noch meine ersten SQ´s von damals .

Zusammenfassend hab ich natürlich auch zuviele Köder . Aber wie mich einige Erlebnisse immer wieder lehren , kommt die Stunde für die meisten doch . Und selten schaffe ich alles nach , was mal dann das zeitliche segnet . Viele Köder gehen bei Geburtstagen an Freunde und Bekannte . So dünnt sich nach und nach alles irgendwie aus . Wenn ich zum Beispiel hohe Frequenz beim Barschangeln hab , dann kann man zusehen , wie sich ne Box in kurzer Zeit halbiert. Deshalb finde ich diese Üppigkeit zu Hause eigentlich inzwischen besser , als wieder völlig unter Köderwahnsinn den nächsten Shop zu entern .

In den letzten Jahren sind meine Investitionen wesentlich strukturierter und kass weniger in Köder und sonstiges Tackle gegangen . Inzwischen tropft jeder Hype an mir ab. Aber als gestern ein Anruf , von der Messe in Magdeburg kam , es lägen endlich wieder große Twinler in meinen Lieblingsfarben zufällig in ein paar Kisten , hab ich gleich wieder 10 Stck pro Nase geordert.

Hingegen finde ich inzwischen diesen- Sondergrößen/neue Farbe -Trend bei führenden Gummiherstellern ziemlich uninspirativ.
Etwas überrascht hat mich auch , dass es den LC Grub (nicht den Grubster !) offenbar in 2,5" nicht mehr lange geben wird , ich hatte schon Probleme noch irgendwelche Farben zu finden , die eben auch rattig liefen. Der Alive Shad ist auch weg vom Fenster , der hat sogar den Easy Shiner 3" noch gekickt. Von allem hab ich noch erquickliche Restbestände die mir mindestens noch ein paar Jahre diese Option garantieren.

Also wird am Ende diese ganze Völlerei doch noch in ein vielseitiges und sehr effizientes Köderspektrum auf Barsch verwandelt , denn auf Barsch ist einfach mit einem Kopyto und zwei Spinnern zwar was möglich , aber da es dort soviel mehr zu entdecken und auszuprobieren geht , brächte man sich um die Früchte dieser feinen Angelei . Da gehts teilweise nicht so sehr um das Ziel , sondern auch um einiges mehr um den Weg. Und da viele Wege zum Barsch führen übers Jahr , gibts halt auch viele Kisten und Köder ... .

Feinen Sonntag !
 

Heiner

BA Guru
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Ganz recht, beim Barsch ist der Aufwand größer. Hingegen ist nichts einfacher zu fangen als verfressene Hechtschniepel am Rand. Mir ist das am Ende stinkend langweilig geworden, weshalb ich mir die Messlatte ein gutes Stückchen höher gelegt habe auch in Gewässern, die nicht unbedingt top zu nennen sind, und daher besagte verfressene Exemplare so gut wie irgend möglich meide. Dadurch ist wieder spannend geworden, was am Ende in einer routinierten Langeweile zu enden drohte.

Weshalb ich auch gar nicht überwiegend in Topgewässern fischen möchte. Am liebsten sind mir solche Gewässer, die zwar eine einigermaßen faire Chance auf einen Großen bieten, es einem aber nicht zu einfach machen. Übrigens auch eine Art, die Bestände zu schonen, denn Massenfänge sind so gar nicht drin. Und wenn man auch an guten Tagen nicht rausholt, was rauszuholen wäre, sondern sich weitgehend bei einem Fang bescheidet, hat man getan, was man halt tun kann, um das Gewässer in Schuss zu halten. Vor allem dann, wenn man obendrein bestimmte Technikhilfen und Techniken ganz bewusst meidet oder nur sparsam verwendet.

(Allerdings könnte ich dazu sagen, dass mir am Ende auch Barsch und Zander stinkend langweilig geworden waren und ich deshalb nicht mehr light, geschweige denn ultralight auf dieselben fische. Und auf Zander fische ich, wenn überhaupt, nur noch in Seen, wo sie erheblich schwerer zu fangen sind als in der Elbe. Aber sowas sagt man nicht in einem Forum, das barschalarm heißt, und also Schwamm drüber. :D)

Die Stunde für irgendwelche Köder kommt bei mir allerdings garantiert nicht mehr, weil ich ganz einfach keine "irgendwelche" Baits mehr habe. Bei der Angelei, die ich betreibe, ist es sowieso vollkommen zweckslos, auf dauernde Köderwechsel zu setzen. Das führt zu gar nichts, denn wo ist hier das Kriterium, das einen sagen könnte, es sei der Köder gewesen und nicht ganz einfach nur ein weitgehend beliebiger Köder am rechten Ort zu rechten Zeit? Es gibt keines, welches einem das sagen könnte, denn so viele Bisse kriegt man gar nicht, um das zu einem irgendwie relevanten Kriterium machen zu können.

Das einzig einigermaßen Verlässliche, das ich herausbekommen habe mit der Zeit, ist die banale Tatsache, dass man sich in Bezug auf die Köderwahl am besten und einfachsten vornehmlich auf die Optik und Größe der bevorzugten aktuellen Hauptbeute der Muttis einlässt. Das kann große Baits heißen, muss es aber nicht in jedem einzelnen Falle.

Weshalb meine Combo-Palette von 2oz bis 20oz reicht. Viel breiter als 1:10 ist hier sicher auch keine Barschcombo-Sammlung aufgestellt, nicht? Nur dass ich pro Combo nicht eine halbe Wagenladung verschiedener Baits ankarre, sondern mich auf ganz wenige ausgesuchte Baits beschränke. Denn mehr brauche ich nicht, um zu fangen, was ich fangen will. Massenfänge gehören freilich nicht mehr dazu, denn es gibt hier keinen "Trupp Stachelritter", den es "zu verhaften" gälte laut Anweisung gewisser Fachautoren, da die Muttis bekanntlich nicht in Schwärmen vorkommen.

Aber wieso eigentlich müssen die alle "verhaftet"´werden, ist ein guter Fang etwa nicht genug oder wie darf man das verstehen? Zumal unter Umständen, wo ein ganz erheblicher Teil der bundesweiten Belegschaft froh sein kann, wenn sie überhaupt noch was Nennenswertes fängt. Insofern ist die "Massenfang"-Masche, vorgeführt von sogenannten Profis in Akkordleistungs-Shows, die natürlich nicht dort stattfinden, wo Onkel Herbert meistens angeln muss, für denselben gar nichts weiter als ein Möchtegern-Unterfangen ohne jeglichen Bezug zu seiner meist erheblich weniger grandiosen Realität. Im Grunde völlig hirnverbrannt, das.
 
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MorrisL

Barsch Vader
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Beim Barschangeln kann hingegen Frequenz ein Segen sein. Es ist eben wesentlich schadarmer zu bewerkstelligen , als bei allen andere Prädatoren . Liegt an deren Jagdverhalten , körperlichen Gegebenheiten und natürlich an den Methoden . Ich mag zum Beispiel Rapfenangeln überhaupt nicht . Das saut bei ´nem Hardbait derart rum , Handlandungen sind fast unmöglich und nach dem Donner von Biss kommt eine langweiliges ranholen. Hab mich einmal damit echt besackt , seitdem kann ich dem gar nichts mehr abgewinnen. Ich hab soviele Rapfen um mich rum gehabt , dass ich nicht einmal mehr überlegen musste , wo ich hinwerfe. Auch war egal , was man drangehängt hat. Hauptsache schnell . Nach dem 5-6.Einschlag merkst du , wie automatisiert du das schon machst und das ist es dann gewesen. Es war völlig anspruchslos , in dem Moment damals natürlich ein beeindruckendes Erlebnis , hat irre Spass gemacht , aber seitdem ich gesehen hab , wie beliebig das war , war der Reiz für immer dahin . So ähnlich ist es ja dann mit Kleinködern auf sogenannte Hechtschniepel. Selbst 300Stck. am Tag machen einen ja auch nicht zufrieden . Das hört man doch auch von ganz allein auf.

Das Angeln auf Barsch hat so das Flair , dass Stippe/Match und Feederruten für mich auch hatten. Mit meist feinen Methoden , sensiblem Geschirr und auch kleinsten Ködern von 15-45cm alles möglich , wie eben , wenn eine 60er Schleie Dir auf der Matchrute das Duell Deines Lebens an 20er Hauptschnur liefert. Ich bevorzuge generell offenere Systeme , ich hab einfach nicht den Hang zu der Monotonie mit nur 3 Ködern 250g up 3 Tage auf den 1,30 zu angeln. Ist mir einfach zu öde . Beim Barschangeln kann man fast nichts ausschließen bis 3,5" , bei Hecht ab 20cm schon , nämlich fast alles. So bleibt es immer ein wenig weniger kapital , aber dafür erlebt man dolle Dinger bisweilen...möchte ich nicht missen ..... . Is halt ne Typfrage denk ich .

5 Hechtruten : 13 Barschcombos : 2 Zanderruten
 
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SlidyJerk

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Ich mag zum Beispiel Rapfenangeln überhaupt nicht . .....und nach dem Donner von Biss kommt eine langweiliges ranholen.
Das überrascht mich sehr, denn zum Beispiel in der Unterhavel ist es gerade der Rapfen, der total „wilde Sau“ spielt und wohl den schärfsten und temperamentvollsten Drill bietet.
Für mich ist es, vom Wels mal abgesehen, der wertvollste Sportfisch den wir hier haben.
 

blankmaster

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Das überrascht mich sehr, denn zum Beispiel in der Unterhavel ist es gerade der Rapfen, der total „wilde Sau“ spielt und wohl den schärfsten und temperamentvollsten Drill bietet.
Für mich ist es, vom Wels mal abgesehen, der wertvollste Sportfisch den wir hier haben.
Zumal der Anbiss eines Rapfens für mich persönlich mit nix anderem als einem unerwarteten "Schlag in die Fresse" zu vergleichen ist. Ich kenne allerdings auch nur die aus stark fließenden Gewässern.
 

SlidyJerk

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Ich hab das Gefühl manche haben mehr Combos als Baits?

Mir reichen 6 Universalcombos. Damit ist alles von Grundel bis 2m+ Waller abgedeckt.
Die 6 Kombos habe ich auch und fühle mich damit für unsere Gewässer gut aufgestellt.
Und wie gerade in einem vorherigen Beitrag geschrieben - ebenfalls von der Grundel bis zum Wels :)
 

MorrisL

Barsch Vader
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Die 6 Kombos habe ich auch und fühle mich damit für unsere Gewässer gut aufgestellt.
Und wie gerade in einem vorherigen Beitrag geschrieben - ebenfalls von der Grundel bis zum Wels :)
Könnta ja ne Boygroup gründen : "Die glorreichen 6 "....oder so ... .

Ich kauf mir keine Grundelrute , ich hatte ja auch keine Stippe nur für Ukels.... .
Und "Schlag in die Fresse" gefällt mir , den merk ich mir....haha.....:D
 

Streifenspinner

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Aber es gibt objektive Gründe dafür, warum die Einstellungen sich ändern. Zum Beispiel jede Menge kaputt gefischte Gewässer. Dann bleibt freilich nichts anderes übrig, als Angeln zu spielen, wo Angeln im herkömmlichen Sinne nicht mehr möglich ist. Man kann Gift darauf nehmen, dass das auch die einschlägige Werbeindustrie weiß und daher entsprechende Ersatzbefriedigungen anbietet, auf dass der Rubel rolle.
Finde ich beides extrem erheiternd, denn je mehr Angler "aufrüsten", sich zum völligen Köder & Tackle-Overkill verleiten lassen, natürlich nur aufgrund der vermeintlich "kaputtgefischten Gewässer", desto mehr Spaß und Fänge habe ich mit meinen Oldschool-Methoden.

Die Angelgeräteanbieter sind nun früher auch keine Engel gewesen, die wollten schon immer möglichst viele Kunstköder an den (Spinn)Angler bringen. Trotzdem sehe ich, dass da heute etwas gründlich aus dem Ruder gelaufen ist. Man bedient keine echte Nachfrage mehr (=Bedarf der Angler=Angebot), man züchtet sie sich künstlich heran (mehr Werbung, mehr Angler, aber auch viel mehr Baits im Handel als es je zuvor der Fall war) und das unter völliger Missachtung der natürlichen Gegebenheiten. Raubfischbestände sind nicht unendlich, wachsen auch nicht mit, nur weil es Angelgeräteanbieter gerne so hätten.
Würde nur etwas von dem Geld, was durch diese Methoden (mehr Marketing, Billigproduktion in Asien, anziehende Produktpreise) in der Branche eingenommen wird, in die Renaturierung und evtl. Besatz fließen, müsste manch einer nicht mit seinen prallgefüllten Baitkoffern in die Niederlande fahren.
 
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Heiner

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Dass es hierzulande viele überfischte Gewässer gibt, in Ballungsgebiten sicherlich mehr als in der Pampas, ist Fakt. Fakt ist allerdings auch, dass einer, der ein Gewässer gut kennt, mehr herausholt als einer, der es wenig kennt. Und zwar auch dann, wenn das Gewässer schon nicht mehr so gut in Schuss ist.

Das nur zur Ergänzung, denn ich stimme vollkommen mit dir überein.
 

MorrisL

Barsch Vader
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Für mich ist es, vom Wels mal abgesehen, der wertvollste Sportfisch den wir hier haben.[/QUOTE]

Wenn ich mal was bemerken darf : Schon die Vokabel Sportfisch mag ich genausogern , wie Sportwagen . Wenn so n dicker 120kilo Boy sein Audi "Sportcoupe" mit einem phänomenalen Ditsch aus dem Fussgelenk mit dem Horizont eins werden lässt , was ist daran Sport ?
Und Sportfisch meint was genau ? Weil er in Filet nix verwertbares abliefert in den meisten Augen , aber wenigstens in einigem anderen glänzt ?
Sportfisch ist eine der dürftigsten Vokabeln , gleich nach Sportwagen ... . Hat kein Fisch und kein Auto verdient , sieht man von Rennfahrern mal ab , die bei satten G Kräften tatsächlich hart trainieren müssen , damit sie die Boliden auf der Ideallinie halten bei 300+km/h... . Die haben einen Sportwagen, denn den zu fahren ist Sport ... . Aber was macht einen Sportfisch zu einem Sportfisch ? Das hab ich bis heute nicht verstanden . Oder wachsen einem nach 4 Rapfen irgendwelche Muskeln oder dem Rapfen etwa ?:p

Am besten finde ich die Bezeichnung " Blue Tec " . Hier plumsen kleine blaue Engel aus dem Auspuff eines Mercedes , keine Abgase.... .
Was auf jeden Fall zutrifft , ist , dass Sport für das gesunde Angeln neben geeignetem Gerät , absolut essentiell ist .

Schönen Sonntag noch allen ...:cool:
 

Fr33

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Nur mal als kleine Nebenbemerkung.... war heute bei dem Sonnigen Wetter mit Vater am Main nähe Hanau. Bischen auf Barsch fischen und entsprechend 2 Combos dabei gehabt. Eine für normales Zeugs und eine für Rigs. Mit dem Normalen Zeug kamen wir dank Seitenwind nicht klar.... also 2. Kombo mit Kick-Back Rig um auf die Wurfweite zu kommen. Regulär ohne den Wind und die Distanz hätte ein 10 Gr Kopf gereicht. Aber da kam ich nicht an die Fahrrinne... also musste die 2, Kombo her.

Dennoch hat alles in meine Ali Umhänge/Schultertasche gepasst ;) Gefangen wir dennoch nix. Lag vlt. an den anderen 7-9 Anglern die uns auf der rund 1,5km langen Strecke schon entgegen kamen (normales Wochenende am Main). Gibt Ecken, da bekommste während der "Saison" nicht mal nen Platz auf 1km Strecke....

Man muss es mal sagen--- auch wenn ich das nie geglaubt habe und immer an die perfekte Köderimitation usw. geglaubt habe - zu 99% beisst der Fisch auf den Köder XYZ der gerade im Wasser ist und von der Größe her passt ----sofern noch Fisch vorhanden ist! Ich hab ne coole WhatsApp Gruppe mit paar Mainanglern... Junge was die da fangen... ABER... die sind gefühlt jeden 2. Tag am Wasser und machen Strecke ohne Ende. Das schaffe ich zeitlich gar nicht!
 

Heiner

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Das Wesentliche ist, den Köder dann im Wasser zu haben, wenn sie in Beißlaune sind. Beim Hecht ist das besonders ausgeprägt. Wenn er richtig in Fresslaune ist und die Sicht eingeschränkt, würde er auch in einen nassen Socken an einem Haken beißen. Der Spaß bei großen Hechten ist nicht so sehr der Fangprozess selbst, der ist schnell erledigt und nicht sonderlich aufregend mit schwerem Gerät.

Der Spaß daran ist, einen gefunden zu haben gegen eine hohe Wahrscheinlichkeit, der in Fresslaune ist. Oft ist das purer Zufall, also Glück, aber keineswegs immer. Denn bisweilen beruht es auf der Erkennung von bestimmten Mustern, die man sich erarbeitet hat, zum Teil in Jahren. Das sind die besten Fänge und der eigentliche Grund, warum ich so fische.

Außerdem bin ich zufrieden, wenn der Fang möglichst unbeschadet davon schwimmt. Darüber nachzudenken und es in die Wege zu leiten durch entsprechendes Tackle, kann auch Spaß machen. Mir macht es jedenfalls welchen. Weswegen ich meine Fänge, wann immer es möglich ist, nicht einmal mehr anlande, sondern vor dem Boot vom Haken springen lasse. Das genügt mir.

Jeden zweiten Tag bin ich auch nicht mehr auf dem Wasser, schon lange nicht mehr. Und ich würde es auch gar nicht wollen, weil es mir dann in Kürze meterweit zum Hals heraushängen würde. Angeln als Hauptlebensinhalt finde ich, offen gesagt, einfach ein bisserl zu dürftig.
 
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Swinging Jiggy

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@MorrisL

Bin da fast deiner Meinung. Bei Fischen die einem körperlich nicht viel abfordern ist der Ausdruck Sportfisch absolut unnötig. Bei z.B. Fischen mit grösserer Kampfkraft und Gewicht wie Wallern, GT's, Big Game Fischen etc. könnte man von Sport reden, da man körperlich manchmal an seine Grenzen kommt.

Aber um den Dreh zum eigentlichen Thema zu bekommen - der eigentliche Sport besteht aus zweierlei Komponenten:

1. Vom Parkplatz mit Gepäck 2 km zum 1. Spot und dann nochmal ein paar km über die Steinpackung von Buhne zu Buhne. Das reicht an körperlicher Ertüchtigung.

2. Geistiger Sport ähnlich Schach, das ja auch als Sport definiert wird. Das Wasser lesen, Köder und Führungstechniken überlegen etc.!

... und...

welche Baits nehm ich mit damit es nicht ganz so schwer wird.

Hoffe den Bogen wieder in die richtige Richtung gelenkt zu haben.;)
 

Ulfisch

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Dass es hierzulande viele überfischte Gewässer gibt, in Ballungsgebiten sicherlich mehr als in der Pampas, ist Fakt. Fakt ist allerdings auch, dass einer, der ein Gewässer gut kennt, mehr herausholt als einer, der es wenig kennt. Und zwar auch dann, wenn das Gewässer schon nicht mehr so gut in Schuss ist.

Das nur zur Ergänzung, denn ich stimme vollkommen mit dir überein.
Und das ist eben nur mit (langjähriger ) Erfahrung möglich und nicht weil man viel oder wenig Baits fischt.

Wer kenn das nicht am Anfang wird man doch komplett erschlagen mit Angeboten und Tipps, zieht man das Inet zu Rate wird man schnell depressiv .

Am Anfang kaufte ich zum Teil 20 Hardbaits auf einmal, nur um sie Jahre später zum grössten Teil ungefischt weiter zu verkaufen.
Jetzt ersetze ich nur noch verlorene Lieblingsköder, zusätzlich kaufe ich eine handvoll neue pro Jahr, wirklich kein Vergleich zu früher.
Fand ich früher eine volle Box mit OVP Hardbsits geil, depremiert es mich jetzt eher und ich freue mich mal den Boden der Schachtel zu sehen.
 

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