How to bastel the perfect Swimbait for Barsche

Die Monate Mai, Juni, Juli, August und September stehen bei mir unter anderem im Zeichen kleiner Swimbaits – kleinerer Gummifische mit Schaufelschwanz, die ich linear duch Wasser kurble und gelegentlich einmal antwitche. Die kleinen Dinger haben gleich mehrere Vorteile gegenüber gleich großen Wobblern: Der Haken lässt sich einfacher lösen. Der zweite Drilling verfängt sich nicht von außen. Man kann so ziemlich alle Tiefen befischen. Gummis sind billiger als Hardbaits. Und ich kann mir die Köder individuell auf meine Einsatzzwecke zuschneiden bzw. das Aktionslevel auf das Aggressionsniveau der Barsche abstimmen.

Das größte Vertrauen habe ich in Swimbaits, wenn sie realistisch daher kommen. Deshalb setze ich auf Fischköpfe mit Augen und natürliche Köderdesigns.

Prinzipiell hat man mindstens drei Gummifischformen zur Auswahl, die ein komplett unterschiedliches Laufverhalten an den Tag legen. Namentlich der Action-Shad, der Low Action-Shad und der Swim Shad.

Meine Lieblings-Swimmies von Berkley sind der Ripple Shad, der Pulse-Shad und der Powerbait Split Belly. Während sich die Schaufel des Ripple Shads (die beiden Modelle in der Mitte) am liebsten um den Köder drehen würde und sehr eng am Gummifisch rotiert, verdrängt der Pulse Shad (unten) mit seinem größeren Schaufelschwanz an der flexiblen Wurzel viel mehr Wasser und gibt heftigere Vibrationen als die feinen Ripple-Vibrations ab. Die dritte Variante ist der Split Belly (oben), dessen im Vergleich zum Ripple bzw. Pulse Shad noch größere Schaufel aufgrund der starken Wurzel weniger vibriert als dass sie dem Wasserdruck stand hält und den Köder so in eine Kippbewegung versetzt.

Alle drei Gummis haben aufgeklebte Augen. Würde man sie jetzt mit dem Berkley-Jig-Kopf (der übrigensscharfe und stabile Haken aufweist) kombinieren, entstünden 4-äugige Mutanten. Außerdem würde der Kopf nicht sauber mit dem nach hinten spitz zulaufenden Jigkopg abschließen.

Deshalb nehme ich eine Schere und schneide ein Dreieck in den Köderkopf ein, in das sich der Jig perfekt einpasst.

Dann noch ein Tropfen Sekundenkleber-Gel drauf. (Finde ich super, das Zeug. Viel besser als herkömmlicher Sekundenkleber.)

Andrücken und trocknen lassen. (Ok, ich gebe zu, den kleine Buckel hätte man vermeiden können mit etwas mehr Konzentration – aber der wird auch so seine Fische fangen.)

Und hier ist die komplette Batterie perfekter Swimbaits!

7 Kommentare

  1. Wenn die Gestreiften dann nicht wachgekitzelt werden,dann weiß ich es auch nicht 😀 In hängerreichem Terrain kann man doch einen von deinen Heli-Snaps noch dranklemmen 😀

  2. erstmal super dankeschön für die ganze seite hier. pickepacke voll mit infos! grad für mich als wiedereinsteiger nach 15jahren sehr interessant, wat sich alles getan hat in der zeit… egal ich schweife ab.

    meine frage ist: was macht nen swimshad zu nem swimshad im unterschied zu nem action/low-actionshad?
    also action/low-action-/no-action unterscheiden sich durch die schwanzform: also teller 90grad/teller was flacher oder kleiner und pin/v-tail, das hab ich ich schon rausgefunden. was ist der unterschied von nem swimshad zu diesen anderen shad typen?

    grüße

  3. Der "durch geleierte" Gummifisch ist absolut erfolgreich, vor allem in klareren Gewässern!
    Doch ich mach es mir nicht extra kompliziert –
    die Gummis, die ich zum Jiggen nehme, kommen genauso beim "Leiern" in Einsatz.
    Da mach ich keinen Unterschied – und die Barsche auch nicht.
    Ab August wird`s so richtig gut – dann kommt fast ausschließlich der Shaker in 11 cm ans Band
    (aber nur mit Stinger). Absolut TOP für große Barsche!!!!
    Gruß sikloia

  4. Moin,
    die Definition leitet sich hier von der Köderführung ab: Swimbaits werden hauptsächlichdurchgeleiert ("Straight Retrieve").
    In Übersee werden unter "Swimbaits" alle (harte & weichen) Köder verstanden, die beim Durchkurbeln aussehen wie ein Fisch. Demnach lässt sich also jeder konventionelle Gummifisch als Swimbait fischen.
    Neben konventionellen Jigheads werden hierfür auch spezielle Swimbait-Jigheads genutzt, welche sich meist fischkopfähnlich designt sind und eine nach oben gerichtete Öse aufweisen.

    Man könnte also statt "Swimbaiting" auch "Durchleiern" sagen… 😉

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