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Warum ist der Hecht hier weniger beliebt als der Barsch?

Dieses Thema im Forum "Hecht" wurde erstellt von Dominikk85, 20. November 2017.

  1. Dominikk85

    Dominikk85 Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    sind die Bedingungen für hechte in den strömen wirklich besser geworden? die ströme sind zwar klarer geworden was für die Jagd der hechte vorteilhaft ist, aber die ströme sind bis auf ein paar ausnahmen immer noch begradigt, schnellströmend und mit wenig ruhigen laichzonen wie altarmen und auen.
     
  2. Heiner

    Heiner Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Überhaupt kein Vergleich zu heute, sowohl von der durchschnittlichen Größe als auch von der Stückzahl her. Und wenn mich jetzt nicht meine Erinnerung narrt, kamen die Bisse meist deutlich aggressiver als heute.

    Oder etwas anders ausgedrückt: Wenn zig-tausende von Anglern über einen langen Zeitraum derart viel herausholen - von C&R war damals überhaupt noch keine Rede -, ist das die unvermeidliche Konsequenz. Und gut möglich obendrein, dass was dran ist an der Hypothese von Oliver Portrat: Nämlich dass auf diese Weise ein Stamm von übervorsichtigen Exemplaren herangezüchtet worden ist, eher Aasfresser als Jäger, da die aggressiveren Vertreter allesamt entnommen wurden und ihre Gene nicht mehr weitergeben konnten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2017, 13:23
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  3. schlotterschätt

    schlotterschätt Barsch Vader

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    So isset : " Is der erste Fisch 'n Barsch, ist die Angelei von Arsch ", war ein gängiges Sprichwort was eigentlich alle Angler des älteren Semesters kennen.
    Galt der Zander bis Mitte/Ende der 80iger des vorigen Jahrhunderts mit Kunstködern als nahezu unfangbar änderte sich das mit der Einführung von Mister Twister und dem Sassy Shad. Das "Duo Infernal" :wink: von Profi-Blinker legte mit den Attractoren noch kräftig nach und mit dem Import von "Gummis" aus aller Welt begann in Deutschland die sogenannte "Weiche Welle" und der Hype um den Zander nahm seinen Anfang. Allerdings waren da auch noch die Lebensbedingungen für Freund Glasauge ganz anders und unterschieden sich deutlich von den heutigen.

    Dem ist nicht so, genau das Gegenteil ist der Fall.
    Die Eutrophierung der Gewässer war dann in den Neunzigern plötzlich in aller Munde und Otto Normalverbraucher wollte beim baden im heimatlichen Fluss oder Tümpel, wenn er bis zu den Eiern im Wasser stand, endlich wieder seine Zehen am Gewässergrund wackeln sehen.:wink:
    In den Nebulä (Neue Bundesländer) schossen überdimensionale Klärwerke, auch in den kleinsten Nestern, wie Pilze aus dem Boden und der Gewässertrübung sowie dem einbringen von Nährstoffen speziell aus der Landwirtschaft, wurde der Kampf angesagt.
    Aber solche "Schnellschüsse", ohne zu wissen was die Auswirkungen sind, verkehren sich schnell mal in's Gegenteil.
    Bei Nobo steht unter seinen Posts immer : " In zu klarem Wasser leben keine Fische " ( japanisches Sprichwort ) und die Japaner haben es wohl schon früher begriffen.
    Was das jetzt mit den Zandern zu tun hat ?
    Nun, der Zander ist nicht nur beim angeln eine Zicke sondern auch bei der Fortpflanzung müssen alle Faktoren stimmen um eine Population erfolgreich aufrecht zu erhalten.
    Wenn die Zander"küken" nach erfolgreichem Liebesakt der Eltern und der mannhaften Verteidigung des Nestes durch die Zanderböcke, auf die Welt kommen, sind sie nur wenige mm groß, sehr lichtempfindlich, und können kaum kieken. Dafür haben sie aber enormen Kohldampf und benötigen für ihre Sättigung Rädertierchen oder Nauplien in großer Zahl, nämlich so an die 150 Stück pro Tag.
    Wenn sie auch nur einen halben Tag ohne Nahrung bleiben, war's das dann. Sie verhungern.
    Das ist u.a. auch ein Grund warum Zander besonders gut in relativ trüben, also nährstoffreichen, Gewässern gedeihen. Es ist einfach genug Futter da.
    Wenn dann aber im Wasser, aus Mangel an Nährstoffen, wenig Zoo-und Phytoplankton ( das trübt das Wasser ein) durch die Gegend schwebt oder schwimmt dann ist bald auch für andere Fische Schmalhans als Küchenmeister angesagt. Es werden immer weniger. Viele, die sich mit solchen Themen nicht beschäftigen, schieben dann die Schuld ausschließlich auf Fischer und Kormorane ohne diesen wichtigen Aspekt zu beachten.
    Das können wir jetzt durchaus in vielen Gewässern sehen, die früher mal als fischreich galten. Der Bodensee ist wohl einer der besten Beispiele dafür.
    Entschuldigung für OT aber meine Beitrag dazu hab ick ja schon auf # 19 abgegeben. :wink:
     
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  4. Khx

    Khx Echo-Orakel

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    @schlotterschätt, wenn wir davon åusgehen, dass deine Theorie stimmt, ohne dich jetzt angreifen zu wollen: Wie ist es dann in skandinavischen Seen, die von hunderten Hektar Wald und Gebirge umgeben sind und kaum Nåhrstoffeintrag einleitbar ist durch die Landwirtschaft und man trotzdem acht Zånder / Stunde fängt?

    Ohne jetzt gerne das Gewässer nennen zu wollen. :hearteyes::grinning:
     
  5. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Oder in Kanada, auch wenn sie da Walleye heissen.
     
  6. GregKeilof

    GregKeilof Gummipapst

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    irgendwoher kenn ich dieses Phänomen :smirk:
     
  7. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Also wenn Du da Probleme hast...blaue Pillen? Sollen helfen angeblich :)
     
  8. GregKeilof

    GregKeilof Gummipapst

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    Helfen! Vor allem solche speziellen aus Thailand. Hab ich gehört....
     
  9. schlotterschätt

    schlotterschätt Barsch Vader

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  10. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Sollte man den Skandinaviern und Kanadiern auch mal empfehlen, alles leerfischen und dann jedes Jahr besetzen.
    Da ist noch ne Menge Potential vorhanden :)
     
  11. Heiner

    Heiner Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Nach meiner Ansicht ist C & R, das sich in den letzten Jahren ja ganz gut durchgesetzt hat, allein bei weitem nicht ausreichend und bloß ein Mittel neben einigen anderen, die man heute noch nicht erwähnen kann, ohne sich eine Menge Ärger einzuhandeln.

    Aber ich bin ziemlich sicher, dass davon einiges Mainstream geworden sein wird in ein paar Jahrzehnten from now. Das ist bloß eine Frage der Zeit. Vieles von dem, was heute noch "selbstverständlich" scheint, zum Beispiel die Stückzahl-Marotte oder die "110-prozentige" Bissausbeute, wird keinen ewigen Bestand mehr haben, einfach weil die Verhältnisse das nicht mehr hergeben. Denn Deutschland ist nun mal nicht Kanada oder Schweden und wird es niemals werden, weshalb hier auch nicht wie in Schweden oder Kanada verfahren werden kann auf die Dauer.

    Aber da der ganze tradierte Quargel noch fest in den Köpfen drinsteckt, geht sowas natürlich nicht über Nacht hinein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2017, 16:08
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  12. Dominikk85

    Dominikk85 Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    das eutrophe gewässer die Vermehrung fördern können ist natürlich so. ein eutrophes gewässer hat einfach mehr Biomasse, dass ist ja auch in Meeren so.

    allerdings haben die flüsse ja auch vor der Eutrophierung funktioniert, dann verschiebt sich halt das artenspektrum und die Gesamtmasse nimmt vielleicht ein wenig ab.

    dazu kommt der befischungsdruck. auch ein oligiotrophes gewässer kann gute bestände haben, aber wenn stark befischt wird schafft ein eutrophes gewässer eventuell mehr nachschub.

    dennoch ist IMO natürlich der natürliche zustand vorzuziehen, vor allem natürlich, da die werte zwar leicht abnehmen, aber immer noch weit davon entfernt sind wirklich nährstoffarm zu sein.
    https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/fluesse/zustand/naehrstoffe#textpart-1
     
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  13. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Das ist der springende Punkt.
     
  14. B o r i s

    B o r i s Barsch Vader

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    Da hätte ich auch nichts gegen - denn dann dürfte die Berliner Spree der Barbenregion zuzuordnen sein. :smiley:


    Wenn ich mich nicht täusche, ist es aber so gut wie ausgeschlossen die natürlichen Bedingungen wieder zu erreichen, da viele Flussabschnitte durch Sedimenteintrag bereits nicht mehr über den Boden verfügen, welcher (den zu eutrophen Gewässern alternativen) Fischnährtierchen den notwendigen Lebensraum bieten könnte.


    Mag aber auch Quatsch sein, da ich das irgendwann nur mal aufgeschnappt habe. :wink: Aber insbesondere in Süddeutschland scheint das Problem fehlender Laichgelegenheiten ja durchaus Thema zu sein - und es würde mich wundern, wenn es nicht ebenfalls ein Problem mit den ursprünglichen Fischnährtierchen gäbe.


    Und sollte dies tatsächlich zutreffen, kann man zwar klarere aber gleichzeitig nur weitgehend tote Gewässer zurück bekommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2017, 17:34
  15. Dominikk85

    Dominikk85 Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Dann müsstest du aber die alde einpacken und den futterkorb auspacken:).
     
  16. B o r i s

    B o r i s Barsch Vader

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    NIEMALS..! :smile:

    Ich könnte mir jedenfalls nichts langweiligeres vorstellen als mit Festbleimethoden oder Futterkorb zu angeln (dann lieber irgendwelche abtreibenden Montagen) - aber scheinbar lassen sich Barben auch recht zuverlässig mit Kunstködern fangen. :smiley:
     
  17. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Lassen sich definitiv sehr gut mit Kunstködern fangen. Gummi geht. Nymphen sowieso.
     
  18. Holländer

    Holländer Twitch-Titan

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    ...in den 70ger bis 1985 war es es ein Traum am Rhein bzw.Niederrhein als Raubfischangler unterwegs gewesen zu sein,dann Anfang der 80ger wurde der Fisch zum Verzehr frei gegeben,bis Dato waren 250gr Aal maximal pro Woche freigegeben zum Verzehr...zu gleicher Zeit erschien in ein Angelblättchen ein Bericht vom Angelgott aus Do.mit km und Platzangabe...was dann passierte willste nicht wissen.
    Zu meinen Angelbeginn am Rhein waren Hecht und Barsch die Zielfische,die Zanderschwämme kam erst später.
    Über Fänge schweige ich weils für viele schlecht Nachvollziehbar wäre...aber das was von PB auf den allersten Filmen gezeigt und gesagt wird könnte ich mit andern Alt Rheinangler bestätigen.
    gruss Holländer
     
  19. nobo

    nobo Master-Caster Moderator im Ruhestand

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    ja und ich kann immernoch nicht verstehen was an fischarmen gewässern nun so toll sein soll.
     
  20. Camaro

    Camaro Finesse-Fux

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