Yasei LTD Perch Finesse Softbait

Yasei LTD Perch Finesse Softbait

Was ein langer Name. Und dann gibt’s da auch noch zwei Versionen von. Eine lange fürs Uferangeln bzw. die lange Distanz und eine kürzere fürs Boot oder die Mitteldistanz und den Nahbereich vom Ufer. Namentlich die Yasei LTD Perch Finesse Softbait 225 ML (2,25 m / WG: 5 – 18 Gramm) und die 260 ML (2,6 m / WG: 3 – 21 Gramm).

Yasei LTD Perch Finesse Softbait

Wunderschöne Ruten sind das geworden. ich liebe diese Serie.

 

Yasei LTD Perch Finesse Softbait-Daten

 

Beide Ruten sind ultrafiligran. Die kurze wiegt gerade mal 95 Gramm, die lange 116 Gramm, was auf eine Länge von 2,6 m schon echt sehr sensationell wenig ist. Erreicht wurde dieses niedrige Gewicht u.a. durch extrem schlanke Blanks und den Carbon Monocoque. Jenen geteilten Griff also, der durch das stylische Carbon-Ende als Bissverstärker fungiert. Ein paar Gramm macht sicher auch die sehr dünne Spitze aus. Denn bei beiden Modellen handelt es sich um Soldid Tip-Ruten mit einer sensiblen TAFTEC Alpha-Spitze.

Diese Spitze ist schuld daran, dass man der Rute das relativ hohe Wurfgewicht erstmal gar nicht zutraut. Nun wirft man größere Köder hier ja aber nicht aus der Spitze heraus. Im Prinzip kann man sich die biegsame Spitzensektion wegdenken, weil sie ab einem Ködergewicht von mehr als 3 Gramm (Schätzung!) nur als Bissanzeiger und Köder-Animateuse fungiert. Bzw. dazu, anbeißenden Fischen erstmal keinen Widerstand zu bieten, den Biss aber dennoch zuverlässig an den Angler weiterzugeben. Außerdem ermöglichen es Solid Tips, feinere Schnüre zu fischen, da sie beim Anhieb ein bisschen Druck abpuffern.

 LTD Perch Finesse Softbait Drill Barsch

So sieht es aus, wenn ein ca. 35er Barsch an der kurzen Version der Yasei LTD Perch Finesse Softbait strampelt.

 LTD Perch Finesse Softbait Barsch

Na gut. Evtl. war er ein bisschen größer als 35 – in jedem Fall ein dicker Barsch.

Damit sind sie ideal geeignet, um feine Texas-Rigs zu zuppeln, kleinere Skirted Jigs über den Boden zu kratzen, feine Dropshot-Montagen zu fischen und – dazu verwende ich sie am allerliebsten – ganz sensibel mit dem Carolina-Rig zu arbeiten. Ziehen, zupfen, warten. Biss erkennen. Rute absenken bzw. mitgehen. Warten, bis der Fisch Schnur abzieht. Anschlagen.

Ich habe mit der kurzen Version schon viel gefischt und gut gefangen, den größten Fisch allerdings verloren, weil er sich einfach eingehängt hat und ich nicht angeschlagen habe. Das kann man in diesem Video hier sehen (Minute 7:07):

Die lange Version habe ich gerade eingepackt. Mit der geht’s gleich auf große Reise. Uferfischen. Rheindelta. XXL-Barsch. Ich werde die Kamera dabeihaben und euch die Vorzüge in einem großen Carolina-Tutorial zeigen. Hoffe ich. Ich kann es kaum erwarten…

Kategorien: Tackle-Tipps

Kommentare

  1. Sir Saturday
    Sir Saturday 26 November, 2019, 05:34

    Könntest du noch ein paar Infos zu den Wurfgewichten nachschieben?

    – Von wie viel bis wie viel Gramm sich die Ruten gut aufladen
    – Was du persönlich in Bezug auf Präsentation & Köderfeedback als optimales WG ansiehst
    – Warum der 260er ein größerer Toleranzbereich zugetraut wird

  2. Johannes Dietel
    Johannes Dietel Autor 26 November, 2019, 07:12

    Ich fange mit Frage 3 an: Ich denke (bzw. weiß, weil ich mit ihr schon ganz niedriggewichtige Spine-Rig-Gespanne geworfen habe mit einem 1 Tungsten Stift plus 3 Inch Gummi), dass die kurze auch sehr niedrige Gewichte wirft.

    Denn – Frage 1 – meines Erachtens ziehen sich Solid Tip-Ruten die erste Ladung bei niedrigen Gewichten aus der Vollcarbonspitze und die ist nunmal dünn und lädt sich bei niedrigen Gewichten auf, so dass Du die Range voll ausreizen kannst.

    Frage 2 kann ich bislang nur für die kurze Version beantworten und da habe ich das komplette Spektrum gefischt und kann nur sagen, dass man na klar mehr Gefühl hat, wenn mehr Gewicht dran hängt. Aber innerhalb des WGs hast Du mit jedem Gewicht ein gutes Gefühl. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es bei der 2,6 m Version mit 3 Gramm wirklich toll ist. Am Ende wäre die mit 7 – 21 Gramm besser geratet. Könnte ich mir vorstellen. Ich habe auch nicht vor, 3 Gramm mit der zu werfen (was sind auch 3 Gramm? 2 Inch mit 1 Gramm-Bullet plus Haken?).

  3. Boernie
    Boernie 26 November, 2019, 12:00

    Welche Rute würdest du dann für das feine Rig fischen bevorzugen? Die diaflash oder yasei?

  4. Sir Saturday
    Sir Saturday 26 November, 2019, 13:54

    Danke für die wie immer schnelle & ausführliche Antwort 🙂

    Meines Erachtens gibt es in Bezug auf’s Köderfeedback keine 3 bis 21 Gramm Rute. Klar ginge das zu werfen, aber nicht zufriedenstellend zu führen. Insofern wollte ich mit der Frage lediglich abklopfen, ob es sich bei der 260er eher um eine 5 bis 18 oder 7 bis 21 Gramm Rute handelt.

    Ich bin mir bei WG-Angaben immer unschlüssig, ob das gut werfbare oder das gut führbare Gewicht gemeint ist. Das scheinen Hersteller auch sehr unterschiedlich aufzufassen. Ich verstehe allerdings auch, dass häufig eine möglichst weite Range angegeben wird, weil viele potenzielle Käufer das fälschlicherweise als Qualitätskriterium erachten.

  5. Johannes Dietel
    Johannes Dietel Autor 28 November, 2019, 12:56

    Frage 2: Ich finde, dass das bei Solid-Tip-Ruten eh alles etwas anders ist. Durch die weiche Spitze kann man die Köder so oder so nicht zackig animieren. Also entspricht das Wurfgewicht dem Wohlfühlbereich. Wie gesagt: FINDE ICH.

    Frage 1: Yasei LTD oder Diaflash? Ich finde die Yasei noch schöner. Wenn Wurfgewicht und Länge passen, würde ich die LTD nehmen, mich aber nicht grämen, wenn ich mir kürzlich eine Diaflash gekauft hätte. Die ist auch top.

Nur registrierte Benutzer können ein Kommentar verfassen.