Prostaff-Shimano Ultralight-Twistern auf City-Barsche


Die Mutter aller Freuden beim Streetfishing auf Berliner City-Barsche ist eine leichte Rute. Denn sehr zu meinem Bedauern fängt man bei uns in der Hauptstadt nicht wirklich oft große Barsche. Dafür aber umso mehr kleine. Darüber kann man jammern. Man kann aber auch eine Tugend aus der Not machen und sich gerätetechnisch auf die kleinen Gestreiften einstellen und sich dann an aggressiven Bissen und wütenden Nachläufern in überschaubarer Größe erfreuen.

Das Schöne ist: Man kann das Gerät kleinhalten. Eine Rute, ein paar Köder, ein paar Jigs, eine Lösezange, die Angelpapiere und es kann losgehen. Halt. STOP! Einen Kescher sollen wir wohl noch mitnehmen laut Fischereigesetz.

Ich packe alles in meine praktische Rapala-Tasche zum Umhängen. Die hat Eric neulich mal vorgestellt. (Hier geht’s zum Artikel über die Rapala Sling-Bag.)

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Wir von Shimano haben jede Menge feiner Ruten am Start. Ich habe neulich ja schon mal die Taftec-Ruten vorgestellt (hier geht’s zum Artikel mit den Taftec-Ruten). Gut eignen sich auch die kleinste Sustain, die kleinste Stradic, die kleinste NASCI… Ich habe eine Expride UL, die ich hier schon einmal vorgestellt habe (zum Artikel Expride UL). Und wer die hat, wird die auch fischen.

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Dazu passt eine kleine 1000er Rolle. Die Stardic Ci4+ hat mit ihrer 6:1-Übersetzung einen Schnureinzug von 75 Zentimetern. Das finde ich super zum Twistern im Flachwasser (die Stellen, die ich befische sind nur 50 Zentimeter bis max. 2 m tief). Eine Rarenium (da zieht die 1000er nur 63 Zentimeter ein, was sich wiederum beim Twitchen besser macht) oder was auch immer sonst, tut es natürlich auch.

Auf die Rolle kommt geflochtene Schnur. Ich nehme 6er oder 8er Nanobraid von Sufix. Die hat eine Megatragkraft, hohe Knotenfestigkeit, ist super abriebfest und schießt voll gut durch die kleinen Ringe (Stichwort „Micro Guides“). Hier geht’s zu einem Artikel, in dem ich die Befüllung zeige: zum Artikel Nanobraid-Befüllung.

An die Geflochtene knote ich noch einen Meter Fluorocarbon (17er oder 20er Aspire Fluorocarbon). Seit neustem mit dem FG-Knot. Das ist der beste Schnurverbindungsnoten, den ich kenne. Müsst ihr drauf haben. Ich habe ihn viel zu spät kennengelernt.

Köderführung: Durchkurbeln, sacken lassen, durchkurbeln. Oder: Zupfen, fallen lassen, zupfen. Oder: Einfach durchkurbeln.

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Dann klappt’s auch mit den City-Barschen. Und gelegentlich auch mit anderen Fischen. Heute hatte ich z.B. eine Brasse.

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Sonst kommen noch Alande, Rapfen oder Zander. (Deshalb die Bremse nie ganz zudrehen!)

Viel Erfolg!!!

Johannes