Hechtschleppen mit der Schlepprolle!

Hechtschleppen mit der Schlepprolle!

Im Juli trafen wir uns, das heißt Christoph Keller und ich, zum Schleppfischen am Bodensee. Das Wetter verhieß nichts Gutes, da es immer noch sehr bewölkt und regnerisch war. Normalerweise kommen die Bodenseehechte erst bei knallenden Sonnenschein so richtig in Fahrt. Nun ja, wir entschlossen uns trotzdem, um sieben Uhr morgens loszufahren. Wir beluden also unser Boot, welches uns mit dem 25 PS Außenborder sicher und schnell zu der gewünschten Anfangsstelle brachte. Nun hieß es, die Schlepprollen fertig machen und das Hechtfischen konnte beginnen…..

Wir beköderten nun unsere Wikam-Systeme mit einem toten Brachsen und dem Dietmar Isaiasch Spezial, einem rießen, blau-weißen Gummifisch, welcher einen eher lächerlichen Eindruck auf mich machte, und begannen zu Schleppen. Unser Echolot zeigte uns die Unmengen an Fischen, meistens Felchen, Barsche und Stichlinge, welche sich aber alle in Bodennähe aufhielten. Vereinzelt waren auch Hechte auf dem Echolot zu sehen, welche ebenfalls am Boden standen. Also keine idealen Bedingungen zum Hechtfischen. So schleppten wir etwa drei Stunden, ohne einen Biss zu bekommen. Dann, plötzlich brach die Wolkendecke auf und die Sonne knallte erbarmungslos auf uns nieder. Mit einem Schlag wurde das Rudern zur Qual, doch unsere Mühen sollten bald belohnt werden.

Etwa zehn Minuten später, bewegten sich die Fischschwärme vom Grund ins Mittelwasser und das große Fressen begann. Die Hechte raubten nun in etwa neun Metern und waren perfekt zu befischen. Ich war gerade dabei eine SMS an mein TEAM-Mitglied, Tobi, zu schreiben, als ich zu Tode erschreckt wurde. Mit Brachialgewalt riss der erste Hecht das Drahtseil von der Rolle. Christoph sagte immer nur: Der hat die zwanzig, der hat die zwanzig!!! Schnell wurde das andere Schleppseil eingeholt und vorsichtig Kontakt zum Fisch aufgenommen. Der Drill war unspektakulär da sich der 107cm lange Hecht bei seiner ersten Flucht total verausgabt hatte.

Schnell wurde neu beködert und eine halbe Stunde später folgte der nächste Biss. Diesmal nahm ein gut 78cm langer Hecht den toten Brachsen. Dieser Drill war um einiges Spektakulärer, als der Erste. Und nach ein paar Minuten konnte auch dieser Bodenseehecht sicher gelandet werden! Um etwa drei Uhr mittags, brachen wir das Schleppen ab und fuhren zufrieden nach Hause! Dieser Tag zeigte einmal mehr, wie sehr es auf die Wetterbedingungen beim Fischen ankommt.


Wenn Ihr Fragen zum Thema Schleppfischen mit der Schlepprollen habt, meldet Euch einfach unter:


A.Knausenberger.TEAM-Wels@gmx.de


MFG


TEAM – FISH & nature


Andreas Knausenberger

Kategorien: Hecht

Kommentare

  1. dietel
    dietel 3 Dezember, 2002, 13:41

    Danke für den Bericht, Andi! Ganz groß! Bitte mach weiter so.

    An alle: bitte sendet uns Eure Fangberichte und Spezial-Methoden zu. Wir brennen darauf zu erfahren, wie Ihr am Gewässer vorgeht. Die Fotos übermittelt Ihr uns einfach per Mail. Wir machen den Rest.

  2. stef
    stef 6 April, 2004, 20:48

    Ich fische hin und wieder auf Barsch und Felchen vor Konstanz. Spezialisten fangen auch dort schöne Hechte, aber wie hoch stehen die Burschen dort. Im Starnberger See höre ich dass die Burchen im Sommer weit draußen an der Oberfläche stehen.
    Die Felchen stehen aber meist tiefer.
    Deine Erfahrung dazu?
    Gruß stef

  3. TFun
    TFun 14 September, 2004, 10:12

    Hallo Stef,

    im Hochsommer stehen die Fische alle weit draußen im Freiwasser bei den Köderfischen. Auch im Herbst fängt man draußen noch die Großen!

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