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Sauerstoffmangel führt zu Fischsterben in der Spree

Berlin. Nachdem anfangs Gerüchte kursierten, die besagten, dass Gift in die Spree gelangt war, steht nun scheinbar fest: Das jüngste Fischsterben (in den letzten Tagen wurden größere Mengen toter Fische gesichtet) ist allein auf den Mangel an Sauerstoff zurück zu führen. Dieses Phänomen ist leider bekannt, tritt normalerweise aber erst um einiges später im Jahr auf. Es liegt einfach daran, dass die Spree im Sommer keinen Druck entwickelt. Auch das Belüftungsschiff der Stadt, das für mehr Sauerstoff in den innerstädtischen Gewässern sorgen soll, kann trotz massiven Einsatzes (312 Stunden seit Jahresanfang) wenig ausrichten. 


Allen, die hoffen, dass durch den Regen nun eine Wende zum Guten eingeläutet wurde, muss man leider einen Dämpfer geben: Zwar steigt durch den Regen der Strömungsdruck etwas an und auch das Aufprasseln der Regentropfen sorgt für mehr Sauerstoff im Wasser. Demgegenüber steht aber das Einschwemmen vieler organischer Stoffe, so dass die positiven Effekte des Regens in den Hintergrund gedrängt werden. Hier handelt es sich Großstadtphänomen mit dem wir Angler leben müssen. Viele Fische können das leider nicht…

C
Die Menge an Sauerstoff die im Wasser gelöst ist ist vorallem abhänig von der Temperatur des Wassers. Je kälter desdo mehr Sauerstoff ist im Wasser gelöst.<br />
Liegt keine Verschmutzung vor, sollte es in unseren Breitengraden auch im Sommer keine Probleme für die Fische geben.<br />
Leider sind unsere Flüsse zum Teil noch sehr hoch belastet mit organischen Stoffe.<br />
Diese wiederum werden von Microorganismen aufgefressen, dabei wird sehr viel Sauerstoff benötigt und dem Wasser entzogen. Schon wird es auch ohne Gifteinleitung im Sommer sehr kritisch für viele Fischarten.
T
Ich las wochenanfangs in einer Berliner Tageszeitung, das einzige Belüftungsschiff sei aus Kostengründen bereits vor einiger Zeit ersatzlos stillgelegt worden...<br />
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Was stimmt denn nun?<br />
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Thomas
C
Natürlich kann der Mensch jetzt mit aufwendigen Mitteln Sauerstoff dem Wasser zugeben.<br />
Damit ist aber nicht die Ursache beseitigt, sprich die Umweltverschmutzung.<br />
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Also wenn ein Gewässer ein Belftungsschiff braucht, dann ist das schon lange kein Biotop mehr.
T
Na sagen wir mal: kein selbstregulierendes Ökosystem, das in angenäherter Gleichgewichtsphase vorliegt.....ein Biotop (Lebensraum), das bei schlechter Faktorenlage schnell mal 'umkippen' kann, aber allemal...<br />
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Dafür gibt es leider viele Beispiele...vielzuviele.<br />
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Thomas
D
keine ahnung, was jetzt stimmt, thomsen
C
ich kenn es halt vom Rhein 70iger Jahre viel Fischsterben.<br />
Jetzt kein Problem mehr, da viele Kläranlagen in Betrieb genommen wurden
I
  • I
    Ink
  • 08.07.2005
Laut meiner Info ist das Belüftungsschiff Rudolf Kloos, das seit zehn Jahren in Berlin betrieben wird, nach wie vor (sporadisch) im Einsatz. <br />
Das Problem ist , dass es bisher nur wochentags unterwegs war und während des einsetzenden Fischsterbens am letzten Wochenende daher nicht eingesetzt wurde.<br />
I