Miniköder II: Minis aus Blech

Miniköder II: Minis aus Blech

Nachdem ich Euch im Teil I der Mini-Köder-Tipps einige meiner liebsten Kleinstwobbler vorgestellt habe, möchte ich hier mal ein paar Horizontal-Köder aus Blech vorstellen (zu den Vertikalködern kommen wir im nächsten Teil). Als da wären: der Toby von ABU, der Conger von YAD, der Loke von Falkfish (alles Blinker), der 0er Mepps, der 0er Vibrax und ein paar Noname-Spinner.


Auf dem Bild da links seht Ihr einen Barsch, der sich an einem Mini-Noname-Spinenr vergriffen hat. Den habe ich mal am Möhnesee gekauft. Zwar waren wir eigentlich zum Hechtangeln angereist. Aber da ging gar nix. Der kleene Spinner da hat uns dann den Urlaub gerettet. An feinstem Gerät waren Wurfweiten um 20 m drin. Unter der Wasseroberfläche über Krautfeldern eingesponnen, gab’s teilweise Biss auf Biss.


Das ging soweit, dass Georg und ich zur Hauptattraktion der ansässigen Jugend wurden, die noch nie gesehen haben, wie zwei Angler einen Barsch nach dem anderen aus dem Kraut rausgelocken. Aber aufpassen: Bei Noname-Spinnern gibt’s ganz gehörige Qualitätsunterschiede. Manche Teile springen sofort an, andere fallen immer mal wieder aus und wieder andere kommen gar nicht erst auf Touren. Also immer erst ein Modell erstehen und dann am Wasser testen, bevor nachgekauft wird.


Der Klassiker unter den Barsch-Spinnern ist wohl der Black Fury von Mepps. Das Ding sieht so schön aus, dass es nicht nur die Barsche reizt. Auch Jungangler kommen an so einem schönen Köder nicht vorbei. Der Mepps Black Fury war mein allererster Kunstköder und ist in Größe 0 immer noch einer meiner liebsten Sommerbarschköder überhaupt. Irgendwas macht die Barsche besonders heiß auf diesen Spinner. Wobei es ja ziemlich egal ist, ob das die gelben Punkte oder das Schwarze Blatt sind. Das Teil bringt jedenfalls fast immer Fisch.


Aber auch die Firma Blue Fox hat einen echten Warmwasser-Renner am Start. Und zwar den Vibrax-Spinner in Größe 0 oder 1. Die Vibrax-Spinner werfen sich sehr gut und penetrieren die Räuber über ihr bewegtes Innenleben. Im Glockenbauch werden akustische Signale erzeugt. Auf der Tafel seht Ihr ein Modell in Schwarz. Für extrem trübes Wasser kann ich den Firetiger wärmstens empfehlen.


Hier noch ein paar Tipps zum Spinnern:


1. Ein Dreifachwirbel hinter einem ca. 1 m langem Vorfach hilft gegen Schnurdrall. Den kleinen Spinner dann einfach ohne Wirbel ans Vorfach knoten.


2. Ein Puschel aus Wolle oder Federn saugt sich mit Wasser voll und sorgt so für zusätzliches Wurfgewicht.


3. Mit einem vorgeschalteten Sbirolino fliegt ein Spinner bis zum Mond.


4. Eine einfache Bleiolive sorgt schnell für Tiefgang. Allerdings muss man den Spinner dann auch etwas schneller führen, damit die Montage sauber läuft.



Weiter geht’s mit ein paar Blinkern. Z.B. dem Toby von ABU. Der fliegt erstens sehr gut und imitiert zweitens perfekt ein angeschlagenes Fischchen, das knapp unter der Wasseroberfläche um sein Leben kämpft. Die schlanke Form macht diesen Blinker zum optimalen Double von Lauben und kleinen Weißfischen.


Mit dem LOKE von Falkfish kommt Ihr noch weiter raus. Denn der Köder ist kompakter. Dadurch kann man ihn auch tiefer führen. Super fuktioniert auch, diesen Blinker zu jiggen. Also immer wieder anzurucken, um ihn dann zum Boden hinabtrudeln zu lassen. Besonders an Gewässern mit viel Kraut am Boden, macht sich ein Blinker gut, wenn man ihn so führt. Denn er fällt einfach langsamer als ein Gummifisch.


Der Conger von YAD ist eine Mischung aus Blinker und Zocker. Man kann den Mini-Köder also einleiern oder vertikal an Steganlagen fischen. Unser ehemaliger Poweruser chris85 hat mit diesem Köder auch direkt Erfolg gehabt. Den (zugegebenermaßen kleinen) Beweis findet Ihr hier in der Galerie.


Auch hier noch ein kleiner Tipp:

Beim Blinkern immer wieder Spinnstopps einlegen, in denen der Köder etwas ins Taumeln gerät. Dann wieder beschleunigen. Ein alter Trick, den viel zu wenige Angler Beachtung schenken. Meist kommen die Bisse in der Beschleunigungsphase

Kategorien: Tackle-Tipps

Kommentare

  1. angleraken
    angleraken 21 Juli, 2004, 15:02

    hi

    mit dem meps hast du völlig recht ,das ding ist der absolute renner bei barsch und hecht.ich kann ihn aus meiner sammlung garnicht wegdenken.klein aber fein

    angleraken

  2. CatchAndReleaseIt
    CatchAndReleaseIt 21 Juli, 2004, 18:05

    „… Denn er fällt einfach langsamer als ein Gummifisch …“
    -> Hallo Hannes … mußt bei Gummi nicht immer so dicke Köppe nehmen *gg* … hab übrigens auf ABU Toby als 10jähriger meinen ersten Hecht gefangen …

  3. Thomsen
    Thomsen 21 Juli, 2004, 18:18

    Den hatte ich auch mal als Jungangler 🙂

    Hat sich aber, glaub ich, bereits vor der Fangveredelung verhängert….schau an, der ist also immer noch im Rennen….ein Klassiker sozusagen.

  4. muddi
    muddi 22 Juli, 2004, 12:46

    ..kann mich anschließen, ohne den geh ich nie ans Wasser, es haben praktische alle Größen FANGGARANTIE….m.

  5. angleraken
    angleraken 22 Juli, 2004, 23:09

    ich hab noch ne frage dietel

    hab auch so einen toby nur ander farbe ,also sagen wir dieselbe art .ich hab mit dem teil öfters mal aussteiger !woran kann es liegen ?bin ich zu schnell ?

    vieleicht weis ja jemand eine antwort

    angleraken

  6. Raeuberschreck
    Raeuberschreck 23 Juli, 2004, 00:17

    Versuch es mal mit zwei Sprengringen…ich glaube aber, dass ich mich hier wiederhole… ;-))

    Gruß
    Andreas

  7. dietel
    dietel 23 Juli, 2004, 08:20

    die fische hebeln sich evtl. aus.

  8. angleraken
    angleraken 23 Juli, 2004, 09:07

    danke für eure tips

    angleraken

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