Für alle, die es noch nie getan haben: Der richtige Jig

Für alle, die es noch nie getan haben: Der richtige Jig

Ich habe selber schon vom Barsch-Alarm profitiert und habe mir gedacht, dass es an der Zeit wäre, mal selber einen kleinen Artikel beizusteuern. Mein Beitrag ist was für alle, die es schon immer mit dem Gummifisch probieren wollten, den Schritt bislang aber nicht gewagt haben:

Der Gummifisch ist wohl einer der wichtigsten Köder, wenn wir es auf die Räuber abgesehen haben. Und das natürlich auch nicht ohne Grund, denn kaum einen anderen Köder kann man so vielfältig und verführerisch zappeln lassen. Doch damit unser Gummifisch auch wirklich so läuft, wie wir es uns vorstellen, muss er natürlich auch richtig angeködert werden. Dafür bedarf es den passenden Jigkopf mit der richtigen Hakengröße. Denn der Jig, mit dem unser Gummifisch angeködert ist, ist mit entscheidend dafür, wie gut der Gummifisch läuft und daher auch dafür verantwortlich wie gut wir fangen. Deshalb stellen sich viele Angler immer wieder die Frage: Welcher Jig ist für meinen Gummifisch denn jetzt der Richtige?

Der Jigkopf

Der Jigkopf entscheidet darüber, wie schnell unser Köder sinkt und wie gut wir den Köder fühlen können. Deshalb sollte das Gewicht am Anfang in erster Linie so gewählt werden, dass man einen guten Köderkontakt hat. Je größer dann die Erfahrung mit der Gummifischangelei ist, desto besser ist auch das jeweilige Ködergefühl. Dann kann man anfangen, mit den Gewichten zu spielen und die Bleiköpfe nicht unbedingt mehr dem eigenen Ködergefühl anpassen, sondern den Fischen. So können bei aggressiven Fischen zum Beispiel schnelle Absinkphasen (die man durch Überbleien erreicht) hoch im Kurs stehen, während passive Fische eher einen langsamen Sinkflug mögen. Je besser man das Gewicht auf die Laune der Fische abstimmt, desto erfolgreicher wird man letztendlich sein.

Des weiteren sollte das Gewicht aber nicht nur den eigenen Fähigkeiten und den Fischen angepasst sein, sondern auch den Ködern. So braucht ein No-Action Köder um die 30% weniger Gewicht, um wie ein gleich großer Action-Shad zu sinken und zu fliegen, da der breite Schaufelschwantz viel mehr Luft- und Wasserwiederstand hat als ein V-Schwanz.

Die Hakengröße

Am einfachsten wäre es natürlich wenn man eine Tabelle machen könnte, wo drin stehen würde, bei welcher Gummifischgröße man welche Hakengröße nehmen sollte. Doch in der Praxis ist das so nicht wirklich möglich, denn auch gleichgroße Gummifische können so unterschiedlich sein, dass die passende Hakengröße ebenfalls unterschiedlich ausfällt.

Um herauszufinden, welche Hakengröße denn jetzt für unseren Gummifisch geeignet ist, müssen wir wissen, wo er von dem Fisch gepackt wird, denn dort sollte im Idealfall auch unser Haken sitzen. Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns nur mal einen Gummifisch anschauen, welcher schon viele Fische gesehen hat. Falls viele kleine Fische am Angelplatz waren, fehlt des öfteren der Schwanz des Köders. Wenn nicht, fällt auf, dass es im vorderen Bereich des Gummifisches viele „Narben“ gibt, wehrend es hinten eher mager aussieht. Die Beute wird also wenn möglich im vorderen Drittel gepackt, was logisch ist, da dies ein sicherer K.O. für das Beutefischchen ist. Und so ein alter, erfahrender „Boxer“ bevorzugt natürlich den K.O. Sieg in der ersten Runde.

Demnach sollte also der Haken am besten im vorderen Drittel des Gummifisches liegen, da dieser Bereich am häufigsten attackiert wird. So erzielen wir eine gute Bissausbeute und unser Gummifisch ist zudem auch noch sehr beweglich. So faltet er sich beim Biss zusammen und kann somit kompakt im Maul des Fisches verschwinden. Man könnte also sagen, dass die Frage nach der richtigen Hakengröße beantwortet ist. Leider ist sie es aber nicht.

Es gibt nämlich viele Gummifische die im vorderem Bereich so starr sind, dass sie sich, beim Biss nicht am Haken falten lassen und daher nicht so leicht ins Maul des Räubers gelangen (der Kopyto ist zum Beispiel so ein Köder). Wenn man hier die selbe Regel wie bei den gut Faltbahren Gummifischen nimmt, sind mehr Fehlbisse die Folge. Was hier gebraucht wird, ist ein Haken welcher weiter hinten austritt (häufig in der Mitte). Nämlich dort, wo der Gummifisch beweglich und somit faltbar wird. Alternativ nimmt man auch hier einen kurzen Haken und deckt das hintere Drittel mit einem Stinger (auch „Angstdrilling“ oder „Zusatzdrilling“ genannt) ab. Bei den Faltgummis hingegen wird ein Angsthaken normaler weise nur benötigt, wenn man sehr schwere Bleiköpfe benutzt bzw. wenn die Fische zaghaft beißen.

Fazit

– Gewicht immer so wählen, dass man guten Köderkontakt hat
– das Gewicht möglichst auch den Fischen anpassen
– No-Action Shad´s brauchen um die 30% weniger Gewicht
– gut faltbahre Gummifische: Haken sollte im Vorderen Drittel austreten
– schlecht faltbahre Gummifische: Haken sollte in der Mitte austreten

Kategorien: Tipps & Tricks

Kommentare

  1. 1.AVM
    1.AVM 10 Oktober, 2013, 07:29

    *faltbar

  2. potsdam-rockt
    potsdam-rockt 10 Oktober, 2013, 08:35

    bisschen mau der Bericht 😕
    Ein paar Bilder mit Größenunterschieden bei verschiedenen Ködern wäre sicher brauchbar für einige Einsteiger.

  3. proton
    proton 16 Oktober, 2013, 12:13

    Alosi ich bin Anfänger…
    nett wäre hier noch eine überischt über die Kopformen, ungefährer Gewichtsbereich, wann beginnt man weniger gewicht einzusetzen /wenn man es fühlt??).

    Ach ja – nur ev. auch das Thema Befestigung eines 2. Hakens/Drillings wäre interessant.

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