Salmoniden Forellenhandling- und Bach-Codex

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Der Forellen-King hat sich in den letzten Jahren zu einem der aktivsten „Permanent-Threads“ unseres Boards gemausert. Überhaupt hat man das Gefühl, dass die Forellenangelei immer beliebter wird. Und so zieht es immer mehr Barsch-Alarmer raus an Bäche und andere Gräben. Das ist durchaus nachvollziehbar. Schließlich macht die Pirsch unheimlich Spaß und außerdem darf man vielerorts auf Forellen angeln, wenn andere Raubfische noch ihre wohlverdiente Schonzeit genießen.

Als eine Reaktion auf den letzten Bericht über die „Pirsch am Trutten-Graben“ habe ich eine Mail von Tom69 erhalten, der seine Denkanstöße nicht in irgendeinen Thread schreiben will, weil sie da untergehen und er der Meinung ist, dass ein von mir veröffentlichter Startseitenbericht evtl. nachhaltiger wirkt. Ihm geht’s um das Wohl der Forellen und um einen pfleglichen Umgang mit deren Habitaten. Weil dieses Thema in meinen Berichten mit Ausnahme des kleinen Einzelhaken-Features ein bisschen kurz gekommen ist und wir mit dem Forellen-King und Startseitenberichten womöglich zu einem Trutten-Hype beitragen, habe ich mich noch ein bisschen mit Tom ausgetauscht und einen kleinen „Leitfaden“ fürs waidgerechte Verhalten am Forellenbach mit ihm erarbeitet. Der greift ein paar Aspekte auf, die nicht jeder Angler weiß bzw. wissen kann – schon gar nicht, wenn er sich noch nicht intensiv mit der Materie auseinandergesetzt hat.

 


Diese Satzforelle hier ist schon verspeist. Trotzdem: Kein gutes Foto.
Der Kiemengriff führt oft zu Verpilzungen.
Also nicht nachmachen, wenn ihr die Fische nicht essen wollt!

In vielen Forellengewässern tummeln sich hauptsächlich Satzfische. Das liegt u.a. daran, dass der Mensch hart in die Natur eingegriffen hat und viele Bäche begradigt wurden, so dass Unterstände und Laichplätze fehlen bzw. die Wege zu den Laichplätzen versperrt sind. Die natürlichen Bachforellenpopulationen sind also bedroht. Daher wurde die heimische Bachforelle zum wiederholten Male zum Fisch des Jahres gewählt – eine Tatsache, die gerade uns Angler zu einem besonders respektvollen Umgang mit dieser Fischart motivieren sollte.

Forellen sind unheimlich quirlig. Deshalb ist es nicht einfach, sie schonend vom Haken zu lösen. Gleichzeitig handelt es sich um sehr empfindliche Fische, die zu Verpilzungen neigen. Verletzungen der Schleimhaut gilt es deshalb dringend zu vermeiden. Pilze können auch entstehen, wenn man die Fische per Kiemengriff landet bzw. an den Kiemen hält. Sobald man die Schleimhaut verletzt hat, kann man Fische am besten entnehmen. Wer kleine, große oder auch mittlere Fische zurücksetzen will, muss also darauf achten:

  • dass die Fische nicht mit trockenem Gras in Berührung kommen
  • die Fische nicht auf den Boden gelegt werden
  • dass die Hände von den Kiemen wegbleiben
  • dass weder Kescher noch der Klammergriff etwas von der Schleimschicht abreiben
  • das Handling, Fotografieren etc. kurz gehalten wird

Die Verwendung eines engmaschigen Gummikeschers ist sicher von Vorteil. Außerdem sollte man die Fische im Wasser abhaken, wenn das möglich ist. Bei der Handlandung muss auch darauf geachtet werden, dass die Bauchhöhle der Fische nicht zu arg gequetscht wird, denn dann drohen auch anatomisch bedingt innere Verletzungen. Und Drillinge haben eigentlich nichts am Forellenbach zu suchen – besonders wenn sich dort Kleinforellen aufhalten. In Gewässern, in denen sich die BaFo’s natürlich fortpflanzen, sollte man auch den Widerhaken anklemmen, um die kleinen Trutten schnellstmöglich frei lassen zu können. Also:

  • Fische im Wasser abhaken, wenn man sie zurücksetzen will
  • Nicht zu fest drücken
  • die Wobbler und Spinner auf Einzelhaken umrüsten
  • die Widerhaken andrücken, wenn viele Forellen im Wasser sind, die man nicht essen kann/darf/…

Wichtig ist auch ein nachaltiger Umgang mit den Bächen an sich. Beim rücksichtslosen Waten zerstört man den Untergrund. Das ist vielleicht nicht ganz so schlimm wie wenn Fischfangflotten den Ostseeboden mit Rollnetzen plattwalzen. Aber auch mit unseren Füßen können wir Einstände, Futterquellen und Laichplätze zerstören. (Forellen laichen an flachen und kiesigen Stellen, wo die Weibchen Laichgruben in das Kiesbett schlagen.) Deshalb ist das Watangeln in vielen Bächen bzw. auch in ganzen Bundesländern verboten. Dort wo es erlaubt ist, sollte man wann immer es möglich ist vom Ufer angeln.

Ich möchte Tom hier nochmal danken. Solche Denkanstöße sind wichtig. Ich habe selber schon viel verkehrt gemacht am Bach. Beweise dafür sind u.a. hier und auf einem youtube- bzw. Fisch&Fang-Clip dokumentiert. Künftig will ich mich natürlich waidgerechter verhalten. Ich hoffe, dass dieser kleine Bericht den einen oder anderen Trutten-Einsteiger dazu ermuntert, auch ein bisschen bedachter ans Werk zu gehen, wenn es das nächste Mal zum Spinnangeln an den Forellenbach geht.

3
Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal den Forellen am Bach nachgestellt.
Vieles ist für mich Neuland - auch der etwas andere Umgang mit den Fischen.
Zwar habe ich mich hier und da in die Materie eingelesen und auch versucht umzusetzen, die Drillinge aber aufgrund von Verlustängsten dran gelassen.

...Bis ich eine untermaßige Forelle töten musste. Ich habe vorher noch nie einen Fisch so stark bluten sehen.

Nun werden auch meine Wobbler nach und nach auf Einzelhaken umgerüstet - wie sich die Ausbeute verändern wird, sollen mir am 1. Mai die Barsche zeigen.

Gänzlich neu hingegen ist mir die empfindliche Bauchhöhle der Forellen. Diese Informationen nehme ich dankend mit auf die nächste Pirsch.

Gruß,
Fred
F
Sehr geil - dickes Lob an Tom und dich!
T
Vorweg möchte ich erst mal ein großes Lob aussprechen! Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Profiangler so selbstkritisch gibt.

Den Bericht finde ich sehr gut und auch sehr wichtig. Egal ob es sich nun um Forellen, Barsche, Hechte etc. handelt, der richtige und respektvolle Umgang mit allen Lebewesen kann nicht oft genug gepredigt werden. Da ist es auch völlig egal ob man sich "Catch & Releaser" oder Fischverwerter nennt.

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön!
P
Tja, die Forellenbilder im King lassen einen leider hoffen, dass die Trutten alle auf den Kopp gehauen wurden — besser als langsam an Pilz zu krepieren.

[video=youtube_share;Fke7Mqw7R2w]http://youtu.be/Fke7Mqw7R2w[/video]
T
Respekt Johannes und ein Riesendank, dass du meine Anregungen aufgegriffen hast. Naja und was deine Selbstkritik anbelangt sage ich einfach nur Chapeau!!! Ich möchte auch noch einmal an dieser Stelle sagen, dass der "Trutten-Kodex" natürlich auch auf alle anderen und besonders die besonders gefährdeten Fischarten übertragen werden kann/sollte, dass aber niemand für ggf. auch fotografisch gezeigtes, nicht zwingend waidgerechtes Verhalten kritisiert oder gar abwertend beurteilt werden sollte, denn Fehler mit der Kreatur Fisch machen wir situativ alle mal oder haben sie gemacht und der Weg zum waidgerechten Angler ist ein langer. Hier gilt es also eher sich verständnisvoll zu unterstützen.

Vielleicht etwas provokativ aber auch als Denkansatz möchte ich hier an dieser Stelle mal die Frage in den Raum werfen, ob in diesem Zusammenhang Längencontests tatsächlich sinnvoll bzw. notwendig sind.

Beste Grüße und nochmals Danke!
Tom
T
Großes Lob an euch Beide!!! Schöner Artikel. Regt auch mich noch an einigen Stellen zum Nachdenken und zur Selbstkritik an.
M
Das sind aber echt artige Forellen in dem Video! Alles chillig in New Zealand. Die deutschen Trutten sind da deutlich gestresster beim Shooting... :)
S
Hey Tom,

schön, dass der Hannes Deine Ideen UND Werte aufgegriffen hat.
Ich freue mich, dass das, worüber wir uns auch schon ausgetauscht haben, nun auch auf der Startseite auftaucht. Hoffe es animiert viele dazu, waid und habitatgerechter zu fischen.

Ganz großes Kino,
Danke an Hannes und Tom 69
T
@MaFu: Da fließt bestimmt Valium in den Fluss und bei uns LSD & Co.
M
Danke Tom69 und dir Dietel für diesen Bericht ihr sprecht mir aus der Seele
der waidgerechte Umgang mit diesen sehr empfindlichen Tieren is doch sehr wichtig
vielen vielen dank für den Bericht ich hoffe viele werden sich das zu Herzen nehmen ;)
P
Jo top Sache, vielleicht kann man ja so doch noch den Rest bis auf wenige schwarze Schafe für die Schönheit aller Fische und der Natur sensibilisieren.
C
@Tom69
Find ich komplett gut, Deine Meinung zu dem Thema. Es stimmt, dass man immer aufpassen
muss, was man schreibt, um keinem anderen auf den Schlips zu treten. Und ich sehe das auch
so. Bei meine Handling mit den Fischen werde ich so einiges ändern müssen, gebe ich zu. Ich hatte mich mal bei einer Veranstaltung angemeldet...und dann doch mal überlegt, ob
es auch im Sinne der Waidgerechtigkeit liegt, wenn man mit aller Gewalt versucht, einen Fisch für ein Foto aus seinem Element zu locken, nur um ganz weit oben im Rang zu stehen. Ich finde nicht.
Ich meide ebenfalls die Veranstaltungen in meinem Verein, und das fängt für mich beim
Anangeln an. Aber bitte: das ist nur <b>Meine</b> Meinung!!! Meine, nur meine. Das muß halt jeder für
sich selbst entscheiden.
Angeln ist für mich die Zeit für Erholung, egal ob mit oder ohne Fang. Es sollte nicht zum Streß werden.
A
Ein sehr hilfreicher und selbstkritischer Beitrag.
Starker Artikel Hannes, finde ich klasse!
R
Schön das in Zeiten des Profilierungswahns auch mal das Thema Waidgerechtigkeit aufgegriffen wird.
Alles wichtige Punkte, die der Johannes da nennt, aber eigentlich auch selbstverständlich (dachte ich zumindest).
Muss allerdings auch erwähnen, das Forellen z.B. für Verpilzungen auch nicht anfälliger sind als andere Arten.
Das man das ab und an sieht, hängt daran, das Forellen überall verfügbar sind und deshalb häufig in ungeeignete Gewässer eingesetzt werden. Je wärmer z.B. das Wasser ist, desto mehr Keime kann es enthalten und das fördert dann (unter anderem) Verpilzungen.
Naja, wie gesagt gut das auch solch ein Thema mal aufgegriffen wird, aber eigentlich fänd' ich es besser so etwas im Forum zu diskutieren.
A
Vielleicht etwas provokativ aber auch als Denkansatz möchte ich hier an dieser Stelle mal die Frage in den Raum werfen, ob in diesem Zusammenhang Längencontests tatsächlich sinnvoll bzw. notwendig sind.

sag ich ja zu den kings-bewertungs-kriterien schon länger. ;)

Muss allerdings auch erwähnen, das Forellen z.B. für Verpilzungen auch nicht anfälliger sind als andere Arten.

sehe ich auch so.


sehr schöner bericht...daran versuche ich mich auch zu halten- wenns auch nicht immer leicht ist.
A
lol, so ähnlich habe ich es ja schon in vielen themen geschrieben, wurde damals auch zerfetzt deswegen und ziemlich hart angegangen von vielen usern^^, wegen meiner meinung zum richtigen releasen, fühle mich jetzt bestätigt^^

zeigt es doch, es nicht wichtig, was man schreibt, wichtig ist, wer es schreibt, damit die schulterklopfer sich zeigen

[video=youtube;Dt09hfllNc8]https://www.youtube.com/watch?v=Dt09hfllNc8&app=desktop[/video]
R
Genau, man wurde und wird immer ziemlich hart angegangen wenn man in dieser Hinsicht so einige Fotos kritisiert.
Ich bleibe bei meiner Meinung, auch wenn sie so einigen nicht passt, das Angeln sollte in erster Linie dazu dienen, neben dem Naturerlebnis, den gefangenen Fisch auch zu essen.
Ich kann aber auch akzeptieren wenn dieses viele anders sehen. Nur was macht es für einen Sinn wenn der Fisch so oder so jämmerlich an Pilzerkrankungen, Kiemenverletzungen und co. krepiert.
Wenn ich mir im www. auch aktuelle Fangbilder anschaue, wird immer noch sehr viel falsch gemacht.
Vielen geht es wohl auch darum sich selbst auf dem Foto zu präsentieren.
Auch der Thread Forellenking 2014 zeigt so einige Fotos auf denen Forellen auf Sand gebettet sind oder denen ordentlich in die Kiemen gegriffen wird.
Ich finds gut, dass hier im Zusammenhang mit dem Releasen zu einem sensiblen Umgang aufgerufen wird.
F
Top Startbericht,hoffe das sich diesen Bericht viel Forellen-Jäger zu Herzen nehmen.
Hab des öfters mal unter Bilder mit Forellen Kiemengriff gepostet das dass schädlich für die forelle ist,wo dann nur die Antwort kam ich soll mal nicht so übertreiben und locker bleiben.

Gruß Matze
D
Hihihihi irgendwie schon lustig wie Ihr alle am eigenen Ast sägt.
Deutsch ist wirklich eine sehr schöne Sprache, man kann so schöne aussagekräftige Formulierungen treffen, die uns allen weiterhelfen.
KREPIEREN, LEIDEN, JÄMMERLICH, ZUGRUNDE, WAIDGERECHT.

Warum soll eine Forelle schneller Verpilzen als andere Fische ? Sitzt die etwa Ihr ganze Leben in Zuckerwatte verpackt am Flussgrund, fern von jeglichem Kontakt mit Körperfremden Material ? Oder ist es doch eher so dass Forellen in jedes noch so kleine Gewässerschen gekippt werden um die Horden zu befriedigen, so wie oben schon von jemandem Angemerkt ?

Ist es wirklich der Kiemengriff der schädigend für Forellen ist oder der Punkt dass sie einfach nicht still halten und sich dann die Kiemenbögen ausreißen ?

Aufpassen wie man die Forelle anfasst um ihre Innereien nicht zu verletzen ? Ist es nicht so dass Forellen 2,5m hohe Wehre hoch springen, über 1m aus dem Wasser einer Fliege hinterher springen und mit einem Bauchklatscher wieder landen.

BLEIBT MAL AUF DEM BODEN DER TATSACHEN !

Zeigt den Leuten dass man Fische nicht mit trocknen Händen oder Tüchern, Handschuhen etc anfassen soll, zeigt ihnen dass man sie nicht unbedingt im Dreck panieren muss. Wechselt von Drillingen zu Einzelhaken und wenn ihr es richtig gut machen wollt, drückt auch noch die Wiederhaken an. Benutzt einen Kescher bis ihr mit der Handlandung firm seit, probiert sie so kurz wie möglich in der Luft und ausserhalb des Wasser zu lassen, und die Welt ist in Ordnung.

Achso,ist es nicht so, dass wir Angler dem Fischbestand garnicht schaden können ? Da gibt es doch eine Fraktion die dies immer behauptet. Oder verwechsle ich da jetzt etwas ?
Und bitte, ja Fischen und Fische sind Geil und wir alle lieben sie und sollten alles tun, um den Bestand zu vergrösseren damit wir nochmehr Spass haben haben hört auf, Fischen mehr zuzugestehen als sie sind.
M
Also es gibt schon Unterschiede zwischen den Fischarten. Karpfen sind deutlich robuster als Forellen!

Zum Thema Drillinge:
Ich habe jahrelang in einem kleinen Forellenbach meine Köder mit Drilling (einen pro Köder) gefischt und muss sagen, dass die Verletzungsquote sehr sehr gering geblieben ist. Ein ordentliches Löseinstrument vorrausgesetzt. Ich habe in über 15 Jahren in diesem Fluss nicht einen!!!!! verpilzten Fisch gefangen oder gesehen.
Was mich sehr verwirrt ist der Punkt, dass ein Großteil über Drillinge ausschließlich am Forellenbach schimpfen. Das ist bei Forellen nicht anders als bei anderen Fischen. Bei der Barschangelei ist es mancherorts mit der Großfischquote noch schlechter als im Forellenbach. Wieviele kleine Barsche man an die Köder bekommt, bis ein guter hängen bleibt... Hier diskutiert kaum jemand über die Verwendung von Einzelhaken. Beim Hecht mal ganz abgesehen. Ich kenne keinen, der seine Hechtwobbler auf Einzelhaken umrüstet.

Ich denke da ähnlich wie Desperados. Keep it simple! Guter Kescher, Hände nass und vorsichtiger Umgang und alles ist gut.
B
Hi,

den beiden vorhergegangenen Antworten lässt sich durchaus richtiges abgewinnen! :wink:

Trotzdem finde ich diesen Artikel (wie auch Hannes Selbstkritik! :wink:) und generelle Diskussionen über fairen Umgang mit Fischen sehr wichtig. Jeder, der sich in der Öffentlichkeit für C&R ausspricht, sollte versuchen dies für den Fisch maximal schonend durchzuführen. Leider sieht man reihenweise Bilder von Personen, die zum Teil beachtliches Publikum haben ("Fachpresse" :smile:, facebook etc.) auf denen eben dies nicht der Fall ist, gespickt mit Kommentaren zum Releasen der Fische!

Es ist absolut richtig, dass dies auf keinen Fall auf Forellen beschränkt wird, was in meinen Augen auch nicht unbedingt geschieht (gab hier auch schon Artikel zur Handhabung anderer Räuber usw. ; ich kenne durchaus Leute, die Hecht und Barschköder widerhakenlos mit Einzelhaken fischen (ich z.Bspl. :grin:))
Wie Mafu bereits schrieb, sind Fischarten definitiv unterschiedlich robust und in meinen Augen gehören Forellen zu den sensibelsten!

Ich erlebe an meinen Vereinsgewässern am laufenden Band, wie Forellen unter dem Einsatz von Drillingen (meist 2, mit Widerhaken leiden) als auch dem Kontakt mit dem Boden und trockenen Händen leiden, zum Teil lassen sich mehrere tote Forellen beobachten, wenn man ein Abschnitt direkt nach jemanden anderem befischt, wobei zu erwähnen bleibt, dass es sich hierbei oft um extreme Negativbspl. des fairen Umgangs mit Fischen handelt.

Ich fische nur Einzelhaken ohne Widerhaken, selbst wenn ich immer wieder von Leuten höre, dass sich schwerwiegende Verletzungen mit Drillingen bzw. Widerhaken in Grenzen halten, so bedeuten diese meines Erachtens immer eine zusätzliche Belastung für den Fisch, hervorgerufen durchs längere Hakenlösen was oft mit Handkontakt usw. verbunden ist.
Meine Haken erlauben es, nicht immmer, aber in den aller meisten Fällen die Fisch mit einer minimalen Handbewegung im Wasser zu lösen oder gar longline zu releasen.

Eine höhere Verlust bzw. Fehlbissquote lässt sich nicht abstreiten, finde ich aber nicht so tragisch, ich fühle mich in dem Moment in meiner Angelei bestätigt in dem ich Fischkontakt habe, was natürlich nicht heißen soll, dass ich mich nicht über einen gelandeten und zurückgesetzten Fisch freue.

Anzumerken bleibt 1. noch, dass man es nicht erzwingen kann den Fisch zurück setzen zu können und 2., dass ich durchaus auch Akzeptanz für den Verzehr von Fischen bzw. eine eingeschränkte Entnahme aufbringen kann! Mir geht es, wie eingangs erwähnt eher darum, dass C&R sofern man sich damit schmückt, auch gewissenhaft praktiziert werden soll!

Achja, ich muss mir auch den Vorwurf machen meine Fische gerne mal zu fotografieren, ohne wäre es natürlich noch fischfreundlicher...

LG
A
Desperados;318584 schrieb
Warum soll eine Forelle schneller Verpilzen als andere Fische ? Sitzt die etwa Ihr ganze Leben in Zuckerwatte verpackt am Flussgrund, fern von jeglichem Kontakt mit Körperfremden Material ? Oder ist es doch eher so dass Forellen in jedes noch so kleine Gewässerschen gekippt werden um die Horden zu befriedigen, so wie oben schon von jemandem Angemerkt ?

Ist es wirklich der Kiemengriff der schädigend für Forellen ist oder der Punkt dass sie einfach nicht still halten und sich dann die Kiemenbögen ausreißen ?

Aufpassen wie man die Forelle anfasst um ihre Innereien nicht zu verletzen ? Ist es nicht so dass Forellen 2,5m hohe Wehre hoch springen, über 1m aus dem Wasser einer Fliege hinterher springen und mit einem Bauchklatscher wieder landen.

BLEIBT MAL AUF DEM BODEN DER TATSACHEN !

Zeigt den Leuten dass man Fische nicht mit trocknen Händen oder Tüchern, Handschuhen etc anfassen soll, zeigt ihnen dass man sie nicht unbedingt im Dreck panieren muss. Wechselt von Drillingen zu Einzelhaken und wenn ihr es richtig gut machen wollt, drückt auch noch die Wiederhaken an. Benutzt einen Kescher bis ihr mit der Handlandung firm seit, probiert sie so kurz wie möglich in der Luft und ausserhalb des Wasser zu lassen, und die Welt ist in Ordnung.

servus einiges richtig, aber vieles falsch
die schleimschicht und das schuppenkleid der salmoniden sind weniger robust als bei anderen fischarten (barschartige, karpfenartige) aufgrund dieser tatsache, sind salmoniden artige eher betroffen von einem pilzbefall, warum? durch den drill und das anschliesende lösen des hakens stichwort luftexposition, verletzung der schleimschicht , wird der fisch einem extremen stress ausgesetzt,dadurch wird seine natürliche abwehrkraft gegen eine verpilzung minimiert, und neigt dann zu einer verpilzung

leider kann ich dir keinen link liefern, wenn du es nicht glaubst, bitte bei fischbiologen oder teichwirten anrufen oder beim verband

zu dem springen: mach dir mal einen kopf, denk nach, warum dein vergleich nicht korrekt ist


petri
M
warum? durch den drill und das anschliesende lösen des hakens stichwort luftexposition, verletzung der schleimschicht , wird der fisch einem extremen stress ausgesetzt,dadurch wird seine natürliche abwehrkraft gegen eine verpilzung minimiert, und neigt dann zu einer verpilzung

...das ist jedoch bei allen Fischarten gleich und kein Argument, warum Forellen empfindlicher sind, als z.b. Barschartige.
A
doch salmoniden sind wesentlich empfindlicher, aber wie gesagt, wenns nicht gelaubt wird, net mein problem, frag mal einen fischzüchter, wie immer bei barschalarm, ich habe schon vor monaten die selben argumente gepostet, nur damals hats keiner angenommen und ich wurde übelst angegangen, für die selben aussagen, die jetzt hannes postet^^ aber wenns der chef schreibt, oder ein mod den chef darauf aufmerksam macht,kommt von den leuten super, vielen dank, ich ändere es sofort....bei mir, nur häme, kritik und respektlosigkeiten und zweifel an meinen aussagen^^
P
Ich finde, dass alle diejenigen, die sagen, dass Einzelhaken beim Forellenangeln Pflicht sind, auch ueberall mit Einzelhaken fischen sollten. Alles andere waere inkonsequent!
Denn ich finde gerade beim Twitchen auf Barsch steigen sehr viele Klein bis Kleinstbarsche ein, denen dann mindestens 1 Haken im Auge etc haengt...
D
bassproshops;318593 schrieb
Hi,


Meine Haken erlauben es, nicht immmer, aber in den aller meisten Fällen die Fisch mit einer minimalen Handbewegung im Wasser zu lösen oder gar <b>longline zu releasen</b>.

Ganz ehrlich, hör auf zu angeln!
D
aborigine_alemao;318686 schrieb
doch salmoniden sind wesentlich empfindlicher, aber wie gesagt, wenns nicht gelaubt wird, net mein problem, frag mal einen fischzüchter, wie immer bei barschalarm, ich habe schon vor monaten die selben argumente gepostet, nur damals hats keiner angenommen und ich wurde übelst angegangen, für die selben aussagen, die jetzt hannes postet^^ aber wenns der chef schreibt, oder ein mod den chef darauf aufmerksam macht,kommt von den leuten super, vielen dank, ich ändere es sofort....bei mir, nur häme, kritik und respektlosigkeiten und zweifel an meinen aussagen^^


Ich will nicht behaupten das Salmoniden nicht vielleicht nen Ticken empfindlicher sind. Aber im allgemeinen halten Fische sehr viel mehr aus als einige hier und anderswo ihnen andichten wollen. Viel zu schnell kommt das Argument des "Erlösens". Die Natur ist kein Pipifax und nur die harten kommen in den Garten. Den Stresslevel eines Fisches mit dem eines Menschen zu vergleichen ist grober Unfug. Also ich würde, geboren als Rotauge, nach einer Nacht im dunklen von Raubfischen umtrieben Wasser, ohne grossartig was zu sehen oder zu hören an erhötem Stress direkt ne Infarkt machen. Fische leiden auch nicht, dafür müssten sie sich ihrer Situation bewusst sein. Klingt dafür umso besser wenn man sagt man hätte den Fisch "erlöst" weil er schwere verletzungen hatte. Besonders lustig wenn die Verletzungen garnicht durch den drill entstanden sind sondern schon vorher durch was auch immer und der Fisch dennoch gejagt (und zwar Erfolgreich) und gebissen hat. Dann hat man garnix erlöst sondern nur groben Unfug gemacht. Ich habe es schon tausendmal gesagt, entweder wie dichten den Fischen Leidensfähigkeit und Schmerzempfinden an und lassens mit dem Angeln oder wir lassens einfach mal gut sein mit dem Pipapo und sagen warum wir Fische releasen, damit es mehr davon gibt. So einfach ist das. Wird doch in der (fast) ganzen Welt so gehandhabt. Liegt auch vielleicht daran dass ich kein Pro bin dass man mir nicht zu hört, wer weiss das schon. Es spricht nichts gegen einen sehr sorgsamen Umgang mit den Fischen, aber bitte nicht damit sie nicht "LEIDEN".

Warum hört dir niemand zu Aborigine alemao ? Gute Frage, manchmal kommt es mir so vor als würdest du dich wie die Axt im Walde benehmen. Vielleicht liegts auch einfach daran das Johannes bisher mehr Pluspunkte auf dem Haben Konto hat wie du, da seine Bemühungen ums Angeln unter Umständen bisschen grösser sind als die deinen, keine Ahnung. Ich kenne deine Bemühungen, dein Forum, deine Beiträge in den Zeitschriften nicht.
Aber falls du weder Forum noch Zeitungsartikel vorzuweisen hast, nicht verzagen, hier gibts auch noch jede menge andere Leute, die viel Bewirken und deren Meinung gehört und angenommen wird. Die sind teils sehr sehr viele Jahre dabei und haben sich dies mit sehr vielen positiven informativen, freundlichen Beiträgen erarbeitet. Einige von denen sind in letztet Zeit von einigen Jungspunden vor den Kopf gestossen worden so dass sie nicht mehr dabei sind, andere sind immer noch da als Moderator dabei, dafür viel ruhiger, z.b um das gute hier nicht ganz untergehen zu lassen, andere haben sich anderen Foren zugewandt weil sie keine Lust mehr hatten immer wieder mit den gleichen Leuten über den gleichen Quark zu streiten, und andere wiederum haben immer noch nicht aufgegeben da sie einfach der Hoffnung sind doch noch was zu ändern. Und es soll hier sogar Leute geben, die im Laufe ihrer Anwesenheit eines Besseren belehrt worden sind, dies akzeptiert haben, drüber Nachgedacht haben und es in ihr tägliches Leben übernommen haben.
D
Drop_Shot(ter);318697 schrieb
Ganz ehrlich, hör auf zu angeln!

Naja, situationsbedingt, wenn ich z.b an einer Spundwand stehe und nen 15cm Barsch dran hab, dann versuch ich auch einen LLR, ebenso falls ich ne untermassige Bafo oder auch andere untermassige Fische an der Leine habe und der Akt der Landung komplizierter wäre als nötig. Aber ne normale Landung ist mir in den meisten Fällen klar lieber, den jeder Fisch hat etwas schönes und ich erfreue mich ansich bei jedem Fang an meiner "Beute"
M
doch salmoniden sind wesentlich empfindlicher, aber wie gesagt, wenns nicht gelaubt wird, net mein problem

Doch doch <a href=""http://www.barsch-alarm.de/member.php?11349-aborigine_alemao"">aborigine_alemao</a>, ich glaub Dir das schon, das Forellen empfindlicher sind, aber dein Argument, warum sie es sind, das hinkt ein bisschen! Das wollte ich nur sagen
A
meistens verlinke ich meine aussagen, aber leider finde ich keinen link der meine aussagen untermauert :)
A
@desperados: mir ist es wurscht, wer was schreibt, wichtig sind die aussagen und das fachwissen eines anglers, egal ob er mod, normaler user oder betreiber der seite ist... ich lese jeden neutral und werte nur seine meinung und aussagen und vergleiche sie mit meinen erfahrungen, als progressiver angler, bin ich immer offen für neues, und nehme gute dinge an oder lehne sie ab, nur so kommt man vorwärts und wächst, als mensch und angler, leider fehlt vielen menschen eben diese offenheit für neues und neutralität und sachlichkeit, ich habe noch nie fangbilder von anderen usern kritisiert, wenn die leute fair und sachlich bleiben, bleibe ich es auch, dass macht die ganze aus^^ und so sollte es sein, natürlich habe ich als münchner und bayer, keine aalglatte art an mir, der "preiß" kommt damit vielleicht schwerer zurecht, wenns deftig ausgedrückt wird, ok, dann soll er mal einen stärkeren magen entwickeln, und nicht sich jedesmal gleich persönlich provoziert fühlen, versuche so wenig wie möglich persönlich zu werden, aber wenn ich nicht mit respekt behandelt werde, gibts auch eine Retourkutsche ...

und ja, ich habe auch schon einige gute themen gepostet, mit fotos oder links mit viel sachwissen und ja ich fische seit 32 jahren, und das mit vielen angelmethoden
A
@ desperados,vielleicht ist das ja wissenschaftlich genug und untermauert meine aussagen, nur wer von den vielen yungsters, die releasen wissen wirklich, wie es richtig geht? die meisten hier wissen alles über köder, köderführung, und high end tackle, aber viele leider nicht, den richtigen umgang mit dem lebewesen fisch, beim releasen,
wixxen aber andere user an, wenn sie nicht releasen, ist sowas korrekt und fair?

<a href="http://www.royal-flyfishing.com/cms/front_content.php?idart=252">http://www.royal-flyfishing.com/cms/front_content.php?idart=252</a>

<a href="http://www.royal-flyfishing.com/cms/upload/bilder/Berichte/Catch/30_35_FiFli14.pdf">http://www.royal-flyfishing.com/cms/upload/bilder/Berichte/Catch/30_35_FiFli14.pdf</a>


<a href="http://www.royal-flyfishing.com/cms/front_content.php?idart=330">http://www.royal-flyfishing.com/cms/front_content.php?idart=330</a>

.
D
<a href="http://www.royal-flyfishing.com/cms/front_content.php?idart=330">http://www.royal-flyfishing.com/cms/front_content.php?idart=330</a>
Ja, danke. Genau dieser Link bestätigt mich in meiner Auffassung.

Wie sollen wir da auf einen gemeinsamen Nenner kommen ? Du entnimmst alles und ich setze alles zurück.
Du bist egoistisch weil du alle gefangenen Fische behalten und essen willst, ich bin egoistisch weil ich will dass du alle Fische zurück setzt damit es so viele wie möglich davon gibt die ich fangen kann.
Dein link erklärt ja sehr deutlich, das wir dem Fisch beim Angeln und Handling weder Leid noch Stress zuführen.
Du wirst egal wie immer der "Feind" bleiben, genauso wie ich für dich. Die einzige Frage die für mich offen bleibt, ist die warum du so handelst und alles entnimmst ? Warum ich Release habe ich ja bereits erklärt.
A
ich entnehme nicht alles, auch wenns so scheint, ich poste keine massigen entnahme pflichtigen fische, kein bock anzeigen zu bekommen, in brasilien habe ich einige fische zurück gesetzt, ich passe mich der situation an und bin kein dogmatiker...
und ja fische empfinden stress, aber nicht wie wir menschen, da hast du recht


überlesen?
er eben noch so starke Fisch wird lethargisch, er ist ausgedrillt, leistet keinen Widerstand und wird herangezogen. Jetzt beginnt der finale Todeskampf, denn, wird er jetzt auch noch aus dem Wasser gehoben, kommt es zur maximalen Stressreaktion. Das Herausheben eines Fisches aus dem Wasser ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen der maximale Stress mit einem Anstieg von Stresshormonen, der dem Achtzigfachen des Normalwertes entsprechen kann.

für mich ist der releaser kein feind, auch das ist falsch, nur der falsche releaser, der meint moralisch besser zu sein, ohne zu bedenken, das er den bestand durch falsches handling mehr schädigt, weil er öfters angelt, mehr fische fängt und viele fotos schiesst, und sich nicht bewusst ist, auch wenn er released, durch falsches handling, eine höhere veranglungsquote zu verantworten, die er eigentlich nicht wollte...
da zähle ich auch viele pros in den anglermagazinen dazu, was nützt einem 100% catch and release, wenns fischschädigend ist? und selbst wenn nur 5-20% eingehen, dann sind von 200 hechten auch 5 oder 10 eingegangen, ziel muss der minimalste schaden sein...um die bestände und fische als objekt zu erhalten

nimmt matze koch schonhaken, einzelhaken und fischt ohne naturköder auf hecht?
lässt dietmar issaisch, den fisch im wasser?
verzichtet hannes auf das herausheben der zander?
nochmals keine anklage, kein angriff, keine respektlosigkeit gegen diese angler

das ist die praxis der ganzen branche...und auch vieler angelerkollegen die diese art der angelei kopieren,
woher sollen sie es auch wissen? die wenigsten lesen berichte über das richtige händeln beim releasen, noch weniger wenden es an.. das ist keine anklage, sondern nur meine beobachtung von der anglerszene in deutschland...magazine, angelforen meine ich damit
D
Ja und weiter ? Stress gehört zum Leben wie das Sterben. Fische empfunden ganz oft Stress, nur ist dann niemand da um es zu messen.
A
ok, passt schon, keinen nerv mehr noch tiefer und näher ins thema einzusteigen^^ links habe ich gepostet, von fachleuten, die das wissenschaftlich betrachten, jetzt liegts an den leuten, was sie damit machen
R
Desperados;318701 schrieb
Warum hört dir niemand zu Aborigine alemao ?

<b>FALSCH !</b>
Glaub man, es gibt so einige die ihm zuhören und er hat RECHT !

Umsonst hat Johannes und das Team ja schließlich nicht zum sensiblen Umgang mit dem Fisch aufgerufen.
Man muß auch mal Tatsachen akzeptieren können.
D
Rhöde;318823 schrieb
<b>FALSCH !</b>
Glaub man, es gibt so einige die ihm zuhören und er hat RECHT !

Umsonst hat Johannes und das Team ja schließlich nicht zum sensiblen Umgang mit dem Fisch aufgerufen.
Man muß auch mal Tatsachen akzeptieren können.


Wie kann eine Frage falsch sein ?
Unrecht hab ich ihm ja auch noch nicht gegeben, nur gesagt dass man nicht übertreiben soll.
Für mich ist es ganz einfach, jemand der Releast und dabei einen Fehler macht der dazu führt dass die Lebenfähigkeit des Fisches stark eingeschränkt wird, wird nett von mir darauf hingewiesen, wie man die Situation derart verbessern kann, dass das Üerbleben best möglich gesichert ist ohne dabei eine komplette Lebensumstellung des Anglers zu fordern. Es muss nicht perfekt sein, es reicht wenn es gut ist.
Und wenn jemand trotz aufzeigen der Fehler weiter macht, gelangt er bei mir sowieso in den gleichen Status wie der Abknüppler.

Und wenn ihr jemand am Wasser belehrt, wundert euch nicht wenn nicht gleich daraf reagiert wird, jeder Mensch möchte sein Gesicht wahren und möchte Fehler nicht unbedingt öffentlich Eingestehen, aber seid euch gewiss, sind sie erstmal alleine, werden sie drüber nachdenken.
B
Drop_Shot(ter);318697 schrieb
Ganz ehrlich, hör auf zu angeln!

Ähhm.., lass mich überlegen - NÖ :smile::smile:

Wie desperados schrieb, sehe ich wenig Gründe einen (Nicht-Ausnahme)-Fisch, dem ich durch eine, situationsbedingt, umständliche Landung lediglich schaden würde, nicht schon im Wasser "abzuhaken", sofern es denn funktioniert!

@aborigine..
Auch, wenn sich meine Einstellung zu C&R von deiner wohl fast. max. unterscheidet, weis ich deine Hinweise zu fairem Fischumgang bzw. das Augenmerk auf "Pros", bei denen der faire Umgang nicht der Fall ist, zu schätzen ;)

LG
D
Das geht ja wieder ab hier. So wars nicht gedacht. Jetzt haben wir hier fast schon wieder eine C&R-Diskussion draus gemacht. Sauber. Davon steht zwar fast nichts im Artikel drin, aber wir schaffens dann doch immer wieder das so hinzudrehen, das sich alles in zwei Lager spaltet.

2 Dinge noch von meiner Seite:

1. Natürlich muss man alle Fische vorsichtig behandeln. Forellen evtl. noch ein bisschen vorsichtiger.

2. Beim Einzelhaken geht es ja hauptsächlich drum, die Fische schnell klösen zu können. Das mit dem Einzelhaken ist nicht auf den Forellenbach beschränkt. Ich finds gut, wenn man so cool ist und ein paar Fehlbisse verkraften kann. An meinen Barschwobblern (und das sind eine ganze Menge) findet man keinen Enddrilling mehr. Bei den Bauchdrillingen sind die Widerhaken angezwickt. Vielleicht bin ich irgendwann so abgebrüht, dass ich die auch noch gegen Einzelhaken austausche. Und natürlich ziehe ich den Hut vor jedem Hechtangler, der Seine Bigbaits nicht mit 3 Drillingen dekoriert. Und vor jedem Zanderangler, der auf Stinger verzichtet. Da arbeite ich auch dran.
D
@Joahnnes, ich finde es ging bisher sehr gesittet zu, mut gutem Kontent aus beiden Lagern. Das finde ich sauber. Immerhin besser als die Augen zu verschließen und das größte Problem in Deutschland einfach auszublenden und den Zensur-Stift übers Forum gehen zu lassen. Und noch sind wir nicht bei einer reinen C&R Diskussion angekommen sondern das ganze ust dann doch Breitbandiger. Ich habe ziemlich jeden Beitrag hier im Thread geschätzt. Egal ob meiner Meinung oder nicht. Also warum die Aufregung, wenn es was bringt. Wieso wird hier so extrem auf ein politisch korrektes Forum gepocht ? Gebt den Leuten mal wieder etwas Luft. Diskussionen und auch Streit muss einfach manchmal sein. Gehört zum Leben. Ich sag's mal ganz frech, lasst euch mal wieder Eier wachsen.

Zu deinem persönlichen "Problem", einen maximal Fangerfolg resp. Hakerfolg zu haben. Du bist verwöhnt mit deine Gewässern. Fahr mal an Gewässer wo wochenlanges Schneidern dazu gehört. Nach einer gewissen Zeit werden dir andere Sachen am Angeln wichtiger und du wirst jeden gefangenen Fisch schätzen. Und zwar so dass du schon froh sein wirst ihn nur gesehen oder gespürt zu haben.
F
Zu deinem persönlichen "Problem", einen maximal Fangerfolg resp. Hakerfolg zu haben. Du bist verwöhnt mit deine Gewässern. Fahr mal an Gewässer wo wochenlanges Schneidern dazu gehört. Nach einer gewissen Zeit werden dir andere Sachen am Angeln wichtiger und du wirst jeden gefangenen Fisch schätzen. Und zwar so dass du schon froh sein wirst ihn nur gesehen oder gespürt zu haben.

Du sprichst mir hier etwas aus der Seele. Von 5 Ausflügen an den Rhein mit der Spinnrute (egal was ... ob Topwatern, Barschangeln oder Zanderjiggen) haste vlt. an einem Ausflug erfolg ...

Ich hab das schon woanders geschrieben, beim releasen so schonend mit dem Fisch umzugehen gehört doch bei den meisten zum "Standart".
A
bis jetzt streitet niemand und keiner beleidigt den anderen, jedenfalls so empfinde ich es, keiner geht unter die gürtellinie, und ja, je grösser und einfacher ein fangerfolg ist, desto grosszügiger kann und sollte ein angler mit dem thema drilling/einfachhaken/schonhaken umgehen, je schwieriger, je weniger, die fangerfolge sind, desto schwieriger wirds, mit dem thema schonhaken und einfachhaken,
S
aborigine_alemao;318778 schrieb
..., was nützt einem 100% catch and release, wenns fischschädigend ist? und selbst wenn nur 5-20% eingehen, dann sind von 200 hechten auch 5 oder 10 eingegangen, ziel muss der minimalste schaden sein...
das sollte man nochmal mathematisch richtig stellen, 5-20% von 200 Hechten entspricht ganzen 10-40 fischen die eingehen ;)

Und den Freunden der Stachelartigen sollte bewusst sein dass diese, insbesondere Zander, eine weitaus höhere Hakmortalität ggü. Hechten haben. Daher begrüße ich jegliche Beiträge welche sich mit dem richtigen releasen beschäftigen, besonders sollte man auf die ellenlangen fotosessions fürs perfekte Bild verzichten.

Scheinheilige Doppelmoralisten sind mir jedoch zu wider. Z.b. releasende köfi-angler, fc-hechtangler usw.
A
nun ja, sollte auch 100 hechte heissen, aber egal, doppelmoral? ich denke nicht, mit fc oder hardmono auf hecht, geht auch fischwaidgerecht, wenn man es kann mit dem material.... allerdings nicht jeder angler kann mit dem material umgehen,
M
weiß nicht ob es hier gut rein passt, aber erst kürzlich hab ich einen 80er Hecht gefangen und bereits im Wasser festgestellt, dass ein Kiemenbogen fast komplett raus hing (war eine ältere Verletzung). Mir kam es so vor als ob ihn das nicht wirklich gestört hätte. Auf jeden Fall war der recht kampfstark und machte auf mich einen munteren Eindruck. Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist jeden Fisch abzuschlagen, sobald dieser aus den Kiemen blutet. Offensichtlich kann sich der Fisch trotz solch einer Verletzung auch wieder erholen.

Wie ist eure Meinung?
D
Ich bin da ganz deiner Meinung und finde das selbst ein verletzter Fisch bessere Überlebenschancen hat als ein Abgeschlagener.
F
Hmmm..... die Frage ist gut. Ich habe zwar kaum Fische die verangelt sind oder sich nen Köder bis sonst wo rein würgen. Ich denke aber auch immer, ein mäßig blutender Fisch hat mehr Chancen als manch einer wohl denkt....

Wenn der Fisch natürlich schon beim releasen kiel oben schwimmt - dann wars das eig schon. Aber das ist sehr sehr selten. Man merkt beim Releasen die Körperspannung vom Fisch und da kann man ihm recht sicher sein, der geht noch.

Fische die nachher verpilzen sind meist auch selten. Ich habe schon Hechte und Zander mit verheilten Kormoranwunden gehabt... und das waren große Wunden! Alles bestens verheilt...
S
aborigine_alemao;318977 schrieb
nun ja, sollte auch 100 hechte heissen
auch dann geht deine Rechnung nicht auf ;)

aborigine_alemao;318977 schrieb
wenn man es kann mit dem material....
erklär mal!


Mozartkugel;318979 schrieb
wie ist eure Meinung?
man sollte mit verstand releasen. Bei verletzten fischen oder langen landgängen ist es dann doch oft meist vernünftiger sich einfach mal eine fischmahlzeit zu gönnen.
A
doch 5% bis 20%^^ das - bedeutet bis, und die zahl 10 ist in diesem bereich enthalten
A