Edersee, die zweite: Zurück zu den hessischen Räubern

Nach einer tollen Tour an den Edersee im Juli 2008 war eine Wiederholung schon längst überfällig. Beim letzten Mal konnten wir mit sechs Anglern einige schöne Barsche, aber auch zwei gute Hechte überlisten. Genaueres kann man in einem ausführlichen Bericht lesen, der hier auf „barsch-alarm.de“ zu finden ist.

Bei dieser Ederseetour reduzierte sich die Mannschaft auf meinen guten Angelfreund Matthias und mich. Für einen halben Tag kam außerdem Marcel (BA-Name: „SkelliMarcel“) dazu und unterstützte uns als Guide. Wir waren insgesamt vier Tage am Edersee und kamen in dieser Zeit auf dem Campingplatz Rehbach recht günstig unter. Unser Zelt stand in direkter Nähe zum Bootssteg der Segelschule Rehbach, bei der wir ein Ruderboot gemietet hatten. Optimale Bedingungen also, um jede potentielle Beißzeit mitzunehmen und das Beste aus einer solchen Angelreise zu machen.

Am ersten Tag hatten wir nur einige Stunden am Abend zum angeln und nutzten diese, um uns zu orientieren. Mit dem Echolot verschafften wir uns einen groben Eindruck von der Unterwassersituation des riesigen Sees. Die Fänge hielten sich in Grenzen und so versuchten wir einen Plan für den nächsten Tag zu schmieden. Am Morgen des zweiten Angeltages fuhren wir einige Steganlagen ab und fischten mit Twitchbaits und Stickbaits. Relativ schnell stellte sich der Erfolg in Form einiger toller Barsche ein.

Am Nachmittag des zweiten Angeltags trafen wir uns mit Marcel, unserem Angelguide mit langjähriger Erfahrung am Edersee. Mit zwei schicken Baitcaster-Kombos unter den Arm geklemmt kam er in Richtung unseres Boots. Noch ehe wir eingestiegen waren, klärten wir die ersten Schritte. Zunächst sollte es auf Barsche gehen. Wir fuhren in Richtung einiger Stege und versuchten eine Reihe Köder durch. Marcel war mit kleinen Twitchbaits zuerst erfolgreich und legte einen schönen Barsch vor.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags konnten sowohl Matthias als auch ich viele schöne Barsche fangen. Als die Dämmerung einsetzte, beschlossen wir, mit Hilfe unsers Guides etwas neues zu probieren. Ziel sollte es sein, einen Zander zu überlisten. Wir warfen schlanke Gummifische vom treibenden Boot weit aus und „klopften“ den dazwischenliegenden Gewässerboden systematisch ab. Kurz bevor wir Marcel in den wohlverdienten Feierabend schicken wollten, schnappte sich ein mutiger Zander meinen Walleye Assassin. Ein Foto folgte, das ohne unseren Guide wahrscheinlich nicht zustande gekommen wäre. Im Namen von Mathias und mir noch einmal vielen Dank an Marcel für die gute Arbeit und die nette Begleitung.

Am Morgen des dritten Angeltags fischten wir wieder mit vielen verschiedenen Kunstködern. Letztlich waren es aber wieder nur die teuren Twitchbaits, die gut fingen. Im ersten Sonnenlicht knallte Matthias ein kleiner Barsch auf den Lucky Craft Staysee 60SP. Es sollte nicht der letzte sein.

Am Abend des gleichen Angeltags wollten wir die Raubfischliga komplettieren und einen Hecht fangen. Nachdem wir bereits mit Kunstködern erfolglos geschleppt hatten, versuchten wir es einige Stunden mit Köderfischen. Ein Zander attackierte den Köderfisch, hatte aber nicht genug Mumm, sich haken zu lassen. Damit endete der dritte Angeltag mit einem geritzten Köderfisch und ohne großen Raubfisch.

Am Morgen des vierten und letzten Angeltags wollten Matthias und ich noch einmal alles geben. Das hieß noch früher raus, noch mehr Köder testen, noch intensiver fischen. Kurzum, wir schipperten mit vollem Elan los und erreichten mit dem ersten Sonnenstrahl unsere Angelstelle. An diesem Morgen konnten wir eine Reihe besserer, wenn auch nicht wirklich großer Barsche fangen. Matthias legte einen guten Fisch mit dem Lucky Craft Sammy vor.

Kurz darauf knallte ein Barsch auf meinen Bevy Shad. Dieses Schauspiel konnten wir noch ein wenig genießen, bis mit zunehmend intensiver werdender Sonne alles abrupt endete.

Für uns war nun die Zeit gekommen aufzubrechen und den Edersee zu verlassen. Wir hatten vier tolle Angeltage, an denen wir viel probiert haben, guten Erfolg hatten und einiges lernen durften. Erfolge, auf die wir stolz sind. Für uns steht bereits fest, dass wir bei Gelegenheit wieder an den Edersee fahren werden um auf Raubfische zu angeln. Eine solche Tour können wir allen Barsch–Alarm-Usern und Besuchern nun mit gutem Gewissen empfehlen.

Zur Seite unseres Guides Marcel „SkelliMarcel“: http://mks-fishing.de.tl

Unsere Tour mit weniger Text aber noch mehr Bildern auf wefish.de

10 Kommentare

  1. schöner bericht und noch bessere fische 😛 petri dazu!

    …ich hoffe mal das ich und mein teamkollege beim illex cup petri´s segen haben 😀

  2. Hallo

    Auch ich und mein Bruder gehen regelmäßig an den Edersee !
    Bis jetzt leider beim Barschangeln noch nicht die 40 cm Marke
    geknackt. Aber es wird nicht aufgegeben.
    Was am Edersee auch gut geht, sind Köder von Spro und
    zwar ASP in 14 und 18gr Versionen.
    Gruß Udo
    (Spinnangler01)

Kommentar hinterlassen