Die große Echolot-Diskussion – Isses unfair?

Die große Echolot-Diskussion – Isses unfair?

Ein Vorfall aus dem wahren Leben: Ich stehe mit meinem Kollegen Veit im Ruderboot auf einem Brandenburger See. Wir befischen eine Kante, die wir mit dem Echolot ausgemacht haben. Es beißt nicht schlecht. Wir fangen ein paar kleinere Zander um 50 cm und auch den einen oder anderen Barsch. Auf einmal wird es laut! Ein älterer Angler hat sich unbemerkt angepirscht und wütet nun gegen uns. Wir sollen sofort das Echolot abschrauben. Das sei hier verboten. Auf Nachfrage erteilt er uns die Auskunft, dass vor ein paar Jahren eine Anglerin, die mit Echolot und Gummifisch unterwegs war, in einer Woche unverhältnismäßig viele Zander gefangen hat. Auf Drängen des ansässigen Anglervereins kamen Echolote auf den Index. Da uns der Fischer, bei dem wir die Karte gekauft haben, nichts von einem Echolotverbot gesagt hat, haben wir uns eine Weile mit dem Mann gestritten, dann aber doch klein beigegeben. Angeln soll ja Spaß machen und nicht stressen.

Dass so ein Echolot erhebliches Konfliktpotenzial in sich birgt, durfte ich im Verlauf meiner Karriere als Teamangler und Angeljournalist aber noch viel öfter erfahren. Mit diesem Artikel, der so ähnlich auch schon in der Fisch&Fang zu lesen war, möchte ich eine Diskussion anregen. Befürworter und Gegner sind herzlich dazu eingeladen mit der Kommentarfunktion ihre Argumente zum Besten zu geben.

Was kann ein Echolot überhaupt leisten?

Große Räuber orten: Vertikalangler fangen tatsächlich die Fische, die sie auf dem Lot sehen. Sie können sich oft schon auf den Biss einstellen, wenn die eine Zandersichel sehen. Selbiges gilt beim Wallerklopfen, wo man plötzlich einen Balken zum Köder aufsteigen sieht und sich auf den Einstieg vorbereiten kann. (Wenn der Fisch nicht abdreht.) Auch große Hechte kann man gezielt anfischen, wenn man eine große Sichel auf dem Lot gesehen hat.


Zander-Alarm!

Schwarmräuber stellen: Den Barschangler in mir interessieren ganz andere Bilder. Ich halte an, wenn ich Futterfischansammlungen sehe. Diese manifestieren sich oft als Bälle (Baitballs) oder Wolken auf dem Lot und können ganz klein oder riesengroß ausfallen.


Klassischer „Baitball“. Hier mit Anhang.


Das sieht nach einem Festtagsschmaus für Barsche aus!


Das aber auch.

Ein Grinsen zaubern mir kleine Sicheln zwischen aufgespalteten Wolken aufs Gesicht. Denn dabei handelt es sich meistens um Barsche, die gerade am Rauben sind. In solchen Momenten kann ich sogar genau die Wassertiefe bestimmen, in der der Köder laufen muss.


Raubende Barsche!

Wenn sich ein Fischschwarm glockenförmig auftürmt, handelt es sich um ruhende Barsche, die es zu aktivieren gilt.


So sehen Barsche aus, wenn sie sich über dem Grund auftürmen.

Aber auch im Salzwasser leistet das Lot wertvolle Dienste bei der Gruppenfahndung. So wäre ein Kutter ohne Echolot bei den Dorschanglern nur halb so beliebt, weil er die Schwärme und Wracks nicht finden würde. Auch beim Kleinbootangeln ist das Lot eine große Hilfe. Zwar ziehen fressende Dorsche schnell durch. Hat man aber einmal einen Schwarm gescannt, weiß man, in welcher Tiefe die Fische gerade unterwegs sind. Hält man sich dann an diesen Tiefenbereich, steigen die Fangchancen beträchtlich.


Ein paar Dorsche auf 35 bis 40 Meter!

Strukturen erkennen: Kleine Hügel, Rinnen, Löcher, „Inseln mit hartem Grund“ inmitten des Schlamms etc. sind Punkte, die die Fische bevorzugt ansteuern, weil sich hier die Nahrung sammelt, weil die Jagdposition strategisch gut ist oder weil sie ihnen Schutz vor der Strömung, Sonneneinstrahlung etc. bieten.


Schöne 2-Stufen-Kante. Unbedingt anangeln – auch wenn kein Fisch zu sehen ist!

Oft sieht man an solchen Spots keinen Fisch auf dem Lot. Fischt man sie aber trotzdem mal an, klingelt‘s in der Rute. Mit ein bisschen Übung erkennt jeder Anfänger gute Strukturen, weshalb ich Echolot-Einsteigern auch empfehlen würde, nicht den ganzen Tag nach Sicheln zu suchen, sondern nach Strukturen.


Spannend und aufschlussreich zugleich: Schleppen und Glotzen.

Wer den ganzen Tag gute Plätze anfischt, fängt meistens mehr als ein Durchschnittsecholotbenutzer, der den Tag in die Sichelsuche investiert und versucht, einzelne Fische zu fangen.


Hier hat mir das Lot ein Plateau gezeigt.

Großgewässer erschließen: Hochwertige Modelle verfügen über ein integriertes GPS. Dank dieser Funktion kann man potentielle Fangplätze zielgenau ansteuern, weil Plateaus, Rinnen, Steinhaufen, Wracks usw. auf den Seekarten vermerkt sind. Wer Strömungen, Wind und Sonneneinstrahlung mit den Strukturen in Beziehung setzt, erkennt auf der Seekarte ganz genau, wo z.B. der beste Platz am Plateau ist oder welchen Teil der Rinne man besonders intensiv befischen sollte.


Rute krumm dank Echolot?


Diesen Wrackdorsch hätte man ohne GPS jedenfalls nicht erwischt.


Alles kein Selbstläufer!

Soviel zur Theorie. Praktisch gehören schon ein bisschen Erfahrung und technisches Verständnis dazu, um die Bilder auf dem Bildschirm in Fangerfolge umzumünzen. Das fängt mit der Bedienung an. Um wirklich tolle Bilder zu generieren, muss man sich mit seinem Lot auskennen und das Potential auch ausschöpfen. So ein modernes Echolot ist wie ein kleiner Computer. Da gibt’s eine Menge Konfigurationsmöglichkeiten. Man muss sich mindestens zwei Abende Zeit nehmen und mit der Bedienungsanleitung und dem Echolot auf der Couch gemütlich machen. Dann geht man am besten alle Menüpunkte durch und hat so einen guten Überblick.


Ganz schön was los aufm Lot? Aber was genau ist das jetzt?

Auch die Interpretation der Bilder ist Erfahrungssache. Schließlich wird die dreidimensionale Realität in ein zweidimensionales Bild übersetzt (3D-Lote einmal ausgenommen). Zum Beispiel ist für ein Echolot Entfernung gleich Tiefe. Bedeutet, dass Fische, die sich im wahren Leben deutlich über dem Grund aufhalten, sich aber am Rande des Geberkegels befinden, als knapp über Grund stehende Sichel angezeigt werden. Diese Sichel ist dann aber weniger gekrümmt als eine Sichel, die einen Fisch anzeigt, der direkt unter dem Boot steht. Das zu wissen, ist gut. Dennoch lauert die Fehlinterpretation an allen Ecken. Ich würde mal behaupten, dass kein Echolotnutzer der Welt davor gefeit ist, Friedfische anzufischen, die er für Raubfische hält.


Das war ein Brassenschwarm!


Hier hat’s mit dem Zandererkennen geklappt.

Außerdem sollte man das „Einzugsgebiet“ eines Lotes nicht überschätzen. Der Kegel, den ein „normaler“ Geber erzeugt, ist relativ schmal. Je flacher es ist, desto kleiner ist also der Bereich, den das Lot erfasst. Aber auch in einer Tiefe von 10 Metern werden nur ein paar Quadratmeter auf den Bildschirm gezaubert. Will man z.B. einen Barschberg wirklich minutiös abscannen, muss man dementsprechend intensiv darauf herumkreuzen. Wer das macht, verscheucht mit Sicherheit einen ganzen Haufen Fische. Und: Selbst wenn man ganz klare Räuberechos auf dem Bildschirm hat, muss man die Fische erst einmal fangen. Dazu benötigt man den richtigen Köder und die richtige Angelmethode. Beim Barschangeln ist das teilweise sehr komplex. Oft beißen die Burschen sehr selektiv auf einen bestimmten Köder, den man in einer ganz bestimmten Geschwindigkeit/Kadenz führen muss. Das werden auch echolotroutinierte Hecht- und Zanderangler bestätigen. Im Endeffekt sind es immer die Qualitäten des Anglers, die darüber entscheiden, ob ein Fisch beißt oder den Köder ignoriert.

Fangneid als Auslöser der Diskussion?

Zum Schluss müssen wir uns noch einem ganz unangenehmsten Aspekt dieser Diskussion widmen. Dem Thema „Fangneid“. Der würde natürlich überhaupt nicht aufkommen, wenn alle unsere Gewässer einen gesunden Fischbestand aufweisen würden. Das tun viele Gewässer aber leider nicht mehr. Sie sind überfischt, von Kormoranen leergefegt, werden immer klarer und nährstoffärmer. Da ist es schon verständlich, dass ein Angler dem anderen keine Schuppe gönnt. Gerade als Angeltourist hat man mit dem Phänomen zu kämpfen, dass die Eingesessenen ihre Fische „verteidigen“ wollen. Und wenn das nicht klappt, muss das Echolot zur Rechtfertigung unterschiedlicher Fangergebnisse herhalten.

Fazit: Geht’s beim Angeln denn nicht auch ums Fischefangen? Tut man denn nicht auch sonst alles Mögliche, um den Fangerfolg zu optimieren? Wo fängt Unfairness an? Ist es schon unfair, die Fisch&Fang zu lesen? Oder sollten Internetforen verboten werden, weil sich die Angler hier gegenseitig schlau machen? Sollte man Japan-Wobbler und aromatisierte Gummifische verbieten? Muss der wirklich faire Angler nicht zurück zur Glasfaserrute und dem abgesägten Esslöffel kehren? Alles rhetorische Fragen! Natürlich will jeder das Maximale aus einem Trip herausholen. Das Lot kann dabei unheimlich wertvolle Dienste erweisen. Aber man muss sich auch immer erst einmal in die Materie einarbeiten. Ohne Fleiß gibt’s auch mit dem Echolot keinen Preis. Und Fleiß darf immer auch belohnt werden!

6 Tipps für Einsteiger

Sicheln statt Symbole: Den Fisch-Symbol-Modus gilt es als allererstes zu deaktivieren. Hier werden viele Dinge als Fisch interpretiert, die absolut nicht fangbar sind (von der Mülltüte bis zum Seegrasbüschel).

Sensitivity / Empfindlichkeit anpassen: Wenn das Bild rauscht, kann man die Sensitivity zurückschrauben. Ein guter Ausgangswert sind 75 Prozent.

Greyline interpretieren lernen:
Zwar stehen Räuber auch mal über schlammigem Grund, wer die Bodenhärte identifizieren kann, angelt aber häufiger im „Ergfolgsterrain“, sprich über hartem Grund und kann auch Muschelbänke erkennen.

Kleine Temperaturunterschiede beachten: Gerade im Frühjahr und im Winter sollte man ein Auge auf die Temperaturanzeige haben. Fische registrieren schon kleinste Unterschiede und halten sich dann sehr gern an den wärmsten Stellen auf.

Auch ein preiswertes Echolot erkennt Strukturen: Zum Erkennen guter Strukturen braucht man kein ein Highend-Echolot. Als hauptberuflicher Angeljournalist und Teamangler, habe ich selber natürlich ein etwas besseres Modell mit Farbdisplay und GPS-Funktion, aber kein 3D-Lot. Auch ich bin nicht gleich so hoch eingestiegen. Am Anfang tut’s vielleicht auch ein Modell mit verschiedenen Graustufen.

Es gibt inzwischen auch ganz tolle Lote, die nicht viel mehr als 200 Euro kosten. (Gebrauchte Modelle kann man oft noch günstiger „schießen“.) Wenn man diese technisch beherrscht und sauber einstellt, sieht man auch auf preiswerten Modellen Futterfischansammlungen oder große Einzelfische. Nicht so genau wie auf meinem HDS. Aber immer noch genau genug, um ein gutes Gefühl für den Angelplatz zu haben. Und das gute Gefühl ist ja immer so wichtig, weil es motiviert und die Konzentration ansteigen lässt.

Der Indianer in uns muss immer wach sein: Auch wenn die Kiste an Bord ist, sollten Augen und Ohren offen bleiben. Als hauptamtlicher Barschangler bin ich geeicht auf auseinander spritzende Fischchen und unter der Wasseroberfläche entlang hetzende Schatten. Ich registriere mit Freude jedes angedeutete Schmatzgeräusch und habe hektisch abtauchende Wasservögel sofort auf dem in meinem Kopf integrierten Dietel-Radar. Das sind viel konkretere Hinweise auf raubende Barsche als ein paar kleine Sicheln am Grund. Wenn ich hier schnell genug bin und meinen Köder punktgenau serviere, ist mir der Fang sicher.

Kategorien: Echolot

Kommentare

  1. Basshunter94
    Basshunter94 20 November, 2012, 08:07

    Also ich finde ein Echolot ist eine Tolle Sache.
    Man erkennt die vielversprechenden Spots einfach schneller.
    Wer allerdings behauptet, die angler mit Echolot würden den Uferanglern die Fische weg fangen, hatte offensichtlich noch nicht das vergnügen, solch ein Edlen Helfer zu benutzen.

    Denn Echolot haben, und Echolot "lesen" sind zwei verschiedene Dinge.

    Grüße Basshunter94 🙄

  2. cybershot
    cybershot 20 November, 2012, 09:17

    die Echodebatte hab ich auf "unserem" Tümpel auch. Nur ist die Rechtfertigung der Oldies etwas konkreter. Sie haben keins also darf ich auch keins benutzen!
    Basta!
    Captura Y Suelta,
    Uwe

  3. ludwiaushalle
    ludwiaushalle 20 November, 2012, 11:52

    Also ich sehe das genau so, manche Angler mit denen ich darüber diskutiert habe haben da einfach ein falsches Bild von.Sie denken sie gucken da in den Fernseher und sehen alles wie ein Taucher und müssen nur den Fischen den Köder vors Maul halten.Ist aber meistens nicht so.

    Gruß

  4. MikeThePike
    MikeThePike 20 November, 2012, 12:05

    Schöner Artikel. Danke dafür.

    Klar ist das Echolot eine Erleichterung des Angelns, wer aber auf der Schiene argumentiert, sollte doch bitte sich nen Wurm ausgraben und dann mit Stock und Bindfaden angeln gehen.
    Angeln als Sport entwickelt sich eben in allen Bereichen weiter.
    Gerade die Strukturensuche ist doch mit klassischen Methoden (Lotblei) doch mehr als mühsam.
    Das gezielte Großfischsuchen sehe ich neutral, kann dem Ganzen aber für mich nichts groß positives abgewinnen. gerade aber z.B. für Teamangler die ja auch neue Produkte testen, ist es sicher aber eine gute Möglichkeit Köder zu überprüfen. Hier muss also jeder entscheiden ob er es so machen will oder nicht.

    Und die Argumentation von wegen fängt zu viel ist in heutigen Zeiten, wo das meiste eh wieder zurückgesetzt wird und eigentlich überall ja auch Fangbegrenzungen bestehen überflüssig finde ich.
    Und wenn Vereine das nicht wollen, können sie ihre Gewässer ja für die Gastangler sperren, will aber auch keiner weil die sollen ja bitte ihr Geld für die Tageskarte brav zahlen, bloß möglichst nichts fangen.

    Der Neidfaktor ist tatsächlich ein ganz großer, und ich muss sagen trifft mich auch manchmal, wenn ich am Ufer stehe und die Bootsbesitzer sehe. Andererseits, nächstes Jahr gibts auch nen Boot für mich und dann sicher auch ein Echolot, denn es ist eben eine Methode das Angeln angenehm zu gestalten und auch auf unbekannten Gewässern oder wenn man nur selten ans Wasser kommt eben doch auch mal nen schönen Fisch zu fangen.

  5. coreboat
    coreboat 20 November, 2012, 12:17

    Vor ein paar Jahren habe ich am Hartsee in Bayern gefischt. Dort war das Echolot – laut Jahreskarte – nicht verboten. Mein damals noch eher einfaches Lot ohne GPS half sehr dabei, an den steil abfallenden Kanten die Strukturen zu finden und gerade beim Barsch- und Renkenfischen war das Echolot eine Hilfe, den Nachteil der schlechten Gewässerkenntnis auszugleichen.

    Dies ist für mich auch, zumindest bei manchen Zielfischarten, der Hauptsinn eines Echolotes.

    Im Forum des bewirtschaftenden Vereines wurde mir dann erklärt, dass es einen Vorstandschaftsbeschluss gäbe, wonach das Echolot nicht erlaubt sei. Eine hitzige Diskussion entbrannte. Es ging zum einen über das Thema Echolot oder Nicht als Grundsatzdiskussion, zum anderen aber ging es darum, dass der Vorstandschaftsbeschluss bindend sei. Letzteres war für mich nicht nachvollziehbar, denn nach Jahren wäre der Verein wohl in der Lage gewesen, seine Karten umzuformulieren. Es gab hierbei u.a. Argumente wie 'neumodernes Zeug', wobei die Gegner nicht einmal wussten, dass es Echolote schon seit sehr langer Zeit gab, wesentlich länger als z.B. elektrische Bissanzeiger.
    Bindend ist der Inhalt des Erlaubnisscheines, und zwar für beide Seiten! Mit dem Wissen eines Echolotverbotes hätte ich mir schon gar keine Jahreskarte gekauft.

    Diese kleine Geschichte zeigt imho sehr deutlich auf, welches Konfliktpotential sich hier verbirgt, angetrieben von Fischneid und gleichzeitigem Geiz, der die eigene Anschaffung eines Echolotes verhindert. Ein anderes Argument ist für mich nicht erkennbar.

    Gleichwohl denke ich, dass sich in diesem Forum eher wenige Leute tummeln werden, die aus eigener Überzeugung Echolotgegner sind und ihre Argumente dann auch noch darstellen. Sachliche Argumente gegen einen Echoloteinsatz würden mich schon interessieren 😉

  6. coreboat
    coreboat 20 November, 2012, 12:26

    Da es auch noch um das Thema 'was kann es leisten' geht:

    Mit meinem aktuellen Lot, einem Lowrance HDS 5 Gen2, kann ich beim Renkenfischen am Chiemsee bei z. B. 12 Meter Tiefe die einzelnen Nymphen der Hegene erkennnen. Es handelt sich hierbei um spärlich gebundene Nymphen auf Haken Größe 12 oder 14. Es ist sogar eine Unterscheidung zwischen normalen Nymphen und solchen mit Glasköpfchen möglich, denn diese kleinen Glasköpfchen mit 2,5 mm Durchmesser senden sehr deutliche Signale zurück.

    Voraussetzung für das Erkennen der Nymphen ist allerdings ein optimal eingestelltes Echolot. Auch den Biss direkt auf dem Echolot zu sehen ist möglich, wobei allerdings durch den Zeitversatz der Anhieb schon geschehen sein muss, wenn man es am Echolot sieht, sonst ist der Fisch schon lange wieder weg 😉

  7. dietel
    dietel 20 November, 2012, 13:08

    ist ja krass, dass du die nymphen siehst. das geht sicher nur in sehr klaren gewässern. aber generell ist es schon stark wie fein die anzeige ist. renkenbisse auf dem lot = großes kino! will ich auch mal sehen 🙂

  8. Bulettenbär
    Bulettenbär 20 November, 2012, 14:12

    Da ich fast ausschließlich auf fremden Seen in Schweden unterwegs bin ist ein Echolot unerlässlich. In erster Linie weil ich mir den Motor nicht an ner Steinpackung kaputtfahren möchte. Ich muss anmerken das ich nur ein altes Eagle Cuda 168 habe. Also mehr als Temperatur und Tiefe ist da nicht wirklich drin. Und das reicht mir, da ich keine Vertikalangelei betreibe. Trotzdem kommen meist von den älteren Herrn Ende 50/ Mitte 60 die tollsten Sprüche.

  9. MorrisL
    MorrisL 20 November, 2012, 17:12

    Wenn ich am vergangenen Samstag bei diesem alles verschluckenden Nebel keine Navigation per GPS hätte vornehmen können , wären wir wahrscheinlich hoffnungslos rumgeirrt , bei über 1000ha Wasserfläche keine gute Idee. So war trotzdem erstens ein zielgerichtetes Anfahren gespeicherter Spots möglich , und zweitens ist die ganze Sache dadurch ne gehörige Portion sicherer. Man glaubt gar nicht wie schnell die Orientierung flöten geht bei manchen Wetterkapriolen. 😯 . Ausserdem ist natürlich das gute Gefühl an Bord , daß man schlicht weiß , was man tut , jedenfall liegt man oft genug dann richtig. Ich hatte nie ein Echolot bis letzten Herbst. Jetzt hab ich ein 798 HD Si Humminbird. Was ich damit inzwischen für Einblicke gewonnen habe , nie wieder ohne 😀 . Für mich gehört das dazu wie Rute/Rolle/Köder. Es ersetzt weder Instinkte , erlangtes Wissen noch gibts ne extra Portion Glück aus m Kasten. Aber es hilft der Phantasie wie dem Verständnis doch gehörig auf die Sprünge , sich ein etwas umfassenderes Bild von der Situation machen zu können. Als ich mal scheel gefragt wurde im Anglerverein , den ich dieses Jahr verlasse 😉 , was ich machen würde , wenn mir auf dem Vereinsgewässer der Einsatz des Echolotes versagt würde. Ich hab geantwortet " Dann würde ich hier nicht mehr angeln" . Es gibt genug große Gewässer , deren Insassen sind ausreichend zahlreich . Da hat selbst der Fangneid keine Chance , hier zählen vor allem Erfahrung und Timing will man erfolgreich sein , das Echolot ist hier ein Hilfsmittel , daß die zeitliche Komponente sehr effektiv gestaltbar macht , nicht mehr aber auch nicht weniger . Und technisch schöpfe ich den Kasten garantiert nicht aus , aber die Bilder nach Leibeskräften… 8) .

    Grüße Morris

  10. Plipp
    Plipp 20 November, 2012, 20:17

    Die Diskussion wäre vermutlich in vielen Ländern gar nicht erst aufgekommen, daher ein interessanter Artikel. Vielen Dank dafür! Ich denke, wenn vernünftige Fangbegrenzungen und -maße (für die Unbeirrbaren) gelten würden und Catch and Release normal wäre, dann gäbe es genug Fische für jedermann. Damit würde auch der Hauptgrund des Echolotverbotes, die Angst noch weniger zu fangen, wegfallen. Nach einem Verbot hätten dann nur noch solche versteckt ein Echolote installiert, die sich die Truhe füllen wollen, benutzt würde es trotzdem. Neue Technik finde ich für das Angeln sehr belebend und ich habe immer wieder Freude daran, auch neue Geräte und Methoden auszuprobieren. Es erweitert quasi das Repertoire. Außerdem ist es irgendwie auch willkürlich, das Echolot zu verbieten und fangfördernde Mittel wie Drop Shot, aromatisierte Gummiköder, Spinnerbaits usw. (alles bis vor Jahren auch nicht oder nur selten anzutreffen) zu erlauben. Dann doch zurück zum Steinzeitangler wie oben beschrieben mit Löffelblinker? Nein danke 😉

  11. Tinsen
    Tinsen 22 November, 2012, 00:54

    schöner artikel.
    das letzte bild ist ja gute 8 jahre alt 😀
    ich benutze das dort abgebildete lot heute noch.

  12. Reddevelx
    Reddevelx 23 November, 2012, 08:40

    Abgesehen vom auslöser des Berichts eine sehr schöne Erklärung.
    Es gibt zwar viele Berichte aber wenige die s so gut erklären.

    Ich würde mir so nen Bericht noch zu nem Sideimaging Echolot wünschen..
    Das bereitet mir durchaus noch etwas Probleme, bzw. trotz toller Bilder ist die interpretation manchmal echt schwierig.

  13. MorrisL
    MorrisL 23 November, 2012, 17:32

    Geht mir ganz ähnlich . Da hätte ich auch was von !

    Grüße Morris

  14. Meridian
    Meridian 24 November, 2012, 14:29

    Was habt ihr denn für Sorgen damit, bzw, was wollt ihr denn wissen ?
    Aufbau: Links Rechts
    Bild: angekippt
    Darstellung: detailgenau
    Interpretation: ich sehe was ich sehe und denke es ist….

    Also, wo liegen denn die Sorgen ?

  15. Cocun
    Cocun 26 November, 2012, 15:51

    am besten gefällt mir der hinweiß auf die abnehmenden nährstoffgehalte der seen und die damit abnehmende fischbiomasse.

  16. Ralph43
    Ralph43 26 November, 2012, 17:42

    Es gibt immer unmengen von Argumenten für Das Echo der Befürworter und auch deren Gegnern. Ich denke einfach das die persönliche Einstellung den Gebrauch rechtfertigt. Ohne Zweifel ist der Einsatz auf Grossgewässern ein Muss, zur Sicherheit und Strukturfindung bzw. Futterfischfindung…nichts anderes machen die gute Angler von Ufer…natürliche Futterfischfinder wie Haubentaucher.
    Ob es den Sinn macht mit extrem Hochauflösenden Loten über den Fisch zu schippern und ihn zu beangeln muss jeder für sich herausfinden. Ich kam schon in den Genuss der " Leichtigkeit " des findens und des fangens…mir persönlich bereitet es eine grössere Zufriedenheit den Fisch ohne elektronische Hilfsmittel zu finden. natürlich sind meine Hausgewässer Kanal und Fluss wo Struktur einfacher zu finden sein wird. Klasse Sache ein Echolot aber nicht meins.

  17. aborigine_alemao
    aborigine_alemao 15 Dezember, 2012, 02:11

    Servus,
    ich bin überzeugter Echolot User. Angefangen habe ich mit einem Eagle Cuda 168, danach gab es ein Fisheasy 350c. Als nächstes, habe ich mir ein Eagle FISHELITE 642C IGPS gekauft. Durch den Kauf eines Gps Echolotes, erstellte ich mittels Dr.Depht eine Tiefenkarte des Ammersees und des Tegernsees. Durch die Tiefenkarte und den abgespeicherten Positionen der Fangstellen, konnte ich dadurch, den See besser "lesen" und erfolgreicher fischen. Am Tegernsee, konnte ich eine Saison lang, ein Humminbird 798ci HD si testen, auch konnte ich einmal live erleben wie ein Hds-8 mit Sidescan am Ammersee funktioniert.

    Um mit einem Echolot erfolgreich angeln zu können, muss man sein Gerät und sein Gewässer und die darin vorkommenden Fischarten kennen.
    Die Eigenheiten und die Form der Fische können eine richtige Deutung auf dem Echolot möglich machen, z.B. Renken kann man wirklich sehr gut von hochrückigen Weissfischen unterscheiden. Auch Zander lassen sich gut erkennen und unterscheiden.
    Eine Hecht Sichel ist anders wie eine Karpfen oder Brachsen Sichel. Wo es es schwieriger wird, ist, wenn Barsche und grosse Rotaugen/kleine Brachsen an der selben Stelle sich aufhalten, aber auch da gibt es wirklich sehr feine Unterschiede.
    Die Form der Sichel ist beim Barsch anders als bei der Rotauge oder Karpfen ver Brachse. Auch ist die Schwarmform bei Weissfischen anders, jedenfalls ist eine Erkennung der Fischart und Grösse möglich, wenn man das Gewässer kennt und die verschiedenen Fischarten von ihrer Lebensweise.
    Allerdings, bei Kleinfischschwärmen ist es so gut wie unmöglich, aber, wenn man seine Stellen kennt, dann weiss man mit der Zeit, dass an dieser Stelle eher Barsche sind, oder kleine Rotaugen. Auch die verschiedenen Tageszeiten können eine Hilfe sein. In der Nacht kommen am Tegernsee z.B die grossen Rotaugen und Brachsen näher zum Ufer ran. In der Dämmerung kommen die Zander zu ihren Fresstellen usw.
    Fische mit gleicher Körperstatur d.h längliche oder hochrückige Arten sind von einander schwerer zu unterscheiden. Da hilft dann nur die Gewässer Kenntnis und ein biologisches Grundwissen weiter um die Sicheln richtig zu interpretieren.
    Mit richtiger Einstellung, erkennt man gut die Sprungschicht bzw. Thermo-schicht, auch lässt sich am Abend ein natürliches Phänomen an den großen tiefen Seen erkennen: nämlich, dass das Zooplankton zum fressen hochkommt.
    Beim Vertikalangeln und Dropshooten, sowie beim Renken zupfen kann man Bisse live erleben.
    Beim zupfen ist es einfach herrlich zu sehen, wie die Renke die Nymphe ansteuert, und sie nimmt. Bei einer richtigen Einstellung der Empfindlichkeit/ sensitive, sind die fünf Seitenarme und das Blei deutlich zu erkennen,
    Auch sollte sich die Hegene im Sende-kegel des Sonars befinden.
    Als letzte Info, nur wenn sich das Boot bewegt, kann man Sicheln erkennen, auch variert sich die Form der Sicheln, wenn sich die Tiefe verändert, das sollte ich noch erwähnen.

    Petri Heil vom Provokantenstadl

  18. Perch2711
    Perch2711 9 Februar, 2013, 17:13

    Auf größeren Seen ist man praktisch ohne ein Echolot egal welcher Preisklasse so gut wie aufgescmissen.

  19. SlidyJerk
    SlidyJerk 4 Januar, 2018, 19:13

    Ich nutze die reine Funktion des Echolots nur noch recht selten. Es bringt mir bei meinen Wurfweiten auch nicht sehr viel. Mich interessieren mehr die Kanten, Löcher und Plateaus zum korrekten ankern. Und diese Plätze habe ich mir in 2 Jahren mühsam selbst erarbeitet. Zu 95 Prozent reicht mir somit jetzt die Kartenplotter Funktion. Somit angle ich auch „gesetzeskonform“, denn die Benutzung eines Echolotes zum Fische finden ist auf den Potsdamer/ Werderaner Havelseen verboten.

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