Das Zuschalten der Tiefenlinie am Beispiel eines HDS Gen2

Die „Tiefenlinie“ ist sicherlich nicht optimal übersetzt (besser wäre „Bodenlinie“), aber dennoch ein wie ich finde absolut perfektes Hilfsmittel bei der Fischerkennung. Durch das Zuschalten der sogenannten Tiefenlinie werden nicht nur Objekte wie z.B. größere Felsen perfekt umrundet und abgezeichnet, sondern auch sehr bodennah stehende Fische vom Grund „abgetrennt“.

War noch vor einigen Jahren eine gute Darstellung und Deutung von Fischen direkt am Grund sehr schwer, so hilft uns diese kleine Linie nun sehr. Vertikalangler werden diese Funktion sehr schnell zu schätzen wissen, aber auch Meeresangler z.B. In der Ostsee dürften begeistert sein. Die am Grund stehenden Dorsche sind nun noch leichter zu lokalisieren und zu beangeln.

In Ausnahmesituationen gerät aber die Tiefenlinie schon mal an ihre Grenzen (siehe Beispielbild), nur sollte man sich hierüber nicht wundern, denn unser HDS muss aus einer 3 dimensionalen Umgebung ein 2 dimensionales Bild errechnen.

Bei Felsformationen wie im Beispiel gezeigt, kann es durch sogenannte Schallschatten zum Überlagerungen kommen und die Linie dann schon einmal mitten im gezeigten Grund dargestellt werden. Dieses geschieht deshalb, weil unser Echolot einfach nicht in der Lage ist, dieses genau zu unterscheiden.

In solchen Fällen schafft nur noch die optionale StructureScan Aufrüstung Abhilfe. Mir persönlich ist diese gelegentliche Fehlanzeige allerdings schnuppe, denn in der Regel angele ich auch nicht mitten in zerklüfteten Felsen, sondern eher über mit Strukturen angereichertem Grund.

Tipp: Durch Verwendung des Farbschemas 13 wird die Tiefenlinie sehr gut gezeigt und lässt eine optimale Deutungen zu.

Beispielbilder:

Zander direkt am Grund

Barsche am Grund – perfekt durch Linie abgezeichnet und im StructureScan Modus auch gut zu deuten, da Fische einzeln dargestellt werden.

Ralf Scheipers

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