Crankin’em out of the blue… – eine Ode an den Crankster

Crankin’em out of the blue… – eine Ode an den Crankster

Mein nächster Artikel im Raubfisch dreht sich ums Powerfishing im Freiwasser. Auf die Idee zu diesem Bericht bin ich auf einem Frankreich-Trip mit Patrick Sébile gekommen. Zwar habe ich meine ersten beiden Bass aus dem Cover gelockt. Die Bass No. 3 bis 6 aber kamen „out oft he blue“ – also irgendwo aus dem Freiwasser. Alle auf den Crankster MR 55. Die Drills waren so schön, die Bisse so gewaltig, dass ich inzwischen viel mehr mit Cranks fische als vorher. Gern mal fernab aller Strukturen. Irgendwo im Nirgendwo. Und ab und an entpuppt sich dieser Ansatz dann als Bringer.

Weil er so laut und tief tönt, so schön fliegt und mir schon so schöne Fische gebracht hat, setze ich bei den Ausflügen durchs Freiwasser immer zuerst auf den Crankster. Und den stelle ich euch jetzt mal ein bisschen näher vor.

Körperbau: Mit seinem kugeligen Erscheinungsbild erinnert er fast mehr an einen Tischtennisball als an einen Wobbler. Die bullige Form verleiht im einen sehr hochfrequenten Lauf. Durch den runden Körper hat der Crankster einen enormen Auftrieb, mit dem man spielen kann. Wenn man ihn abstoppt kommt dieser Wobbler schnell und kann ganz einfach über Baumstämme und ähnliche Barrieren hinweggeführt werden. Außerdem trägt u.a. auch der Auftrieb dazu bei, dass der Köder so schnell anschwingt. Und so fängt der Crankster MR schon auf den ersten Metern und erholt sich auch sofort, wenn er von einem Hindernis abprallt. Dadurch dass der hintere Drilling komplett vom Körper abgedeckt wird und der Wobbler schrägt im Wasser steht (also auch der vordere Drilling beim Einkurbeln vom Bauch abgedeckt wird), kommt der Crankster auch gut durch Hindernisse hindurch und sammelt vergleichsweise wenig Kraut.

Innenleben:
Durch die starken Vibrationen kommen die großen Tungsten-Rasseln voll in Schwung und können eifrig hin und herschwingen. Die Rasseln schlagen dann von einer Wand an die andere. Die beweglichen Tungsten-Bälle machen übrigens 60 Prozent seines Gewichts aus. Deshalb verlagert sich das Gewicht bei diesem Crankbait im Wurf schnell nach hinten, so dass er kerzengerade auf sein Ziel zufliegt.

Tauchschaufel: Die nach vorne hin breiter werdende Tauchschaufel, lässt den Wobbler sofort „anschlagen“, wenn er im Wasser ist bzw. in Bewegung versetzte wird. Diese Schaufelform wurde u.a. auch deshalb entwickelt, damit der Wobbler eine deutliche Richtungsveränderung vornimmt, wenn er gegen ein Hindernis wie einen Baumstumpf, einen Stein oder gegen den Muschelgrund prallt.

Die Nummer mit den Hindernissen war bei meinem Blackbass-Trip mit Patrick nicht wirklich wichtig. Gut war aber, dass der Köder sofort angelaufen ist. Die meisten Bisse kamen nämlich innerhalb der ersten drei Kurbelumdrehungen. Und dann hat’s ordentlich geruckt und gezerrt.

Inzwischen habe ich auch den einen oder anderen Barsch mit dem Teil erwischt.

Den 45er habe ich mit Einzelhaken ausgestattet, muss aber zugeben, dass das den einen oder anderen Fehlbiss bringt. Zumindest am Bauch muss ein Drilling sitzen. Für einen Einzelhaken ist das Moppelchen zu breit angelegt.

Hier könnt ihr euch noch einen kurzen Clip reinziehen, in dem Patrick schildert, was er sich dabei gedacht hat und zeigt, wie er den Crankster führt:

http://www.youtube.com/watch?v=D7V7T66cMnM&feature=plcp

Kategorien: Tackle-Tipps

Kommentare

  1. Sixpack77
    Sixpack77 29 August, 2012, 14:57

    Hey Johannes,

    schöner Bericht mit tollen Fischen.

    Ich liebe Crankbaits, de bringen mir auch ordentlich Fische ans Band und die Vibrationen die die Cranks aussenden sind echt heftig.
    Die Hängergefahr ist, wie Du schreibst, echt deutlich geringer, durch das höhergelegte Heck.

    Crankbaits sind mir von meinen Wobblern am liebsten.

    Den Mr. Crankster muss ich auch mal testen,
    mal sehen, vielleicht werd ich ja wieder King 😉
    Sonst ab zum Tackledealer.
    TL,
    6pck

  2. marco/Hb
    marco/Hb 29 August, 2012, 16:13

    Hi Johannes,

    schöner Bericht und tolle Bilder. Bei der Futterluke passt ja ordentlich etwas rein. 😉

    Gruss Marco

  3. MaFu
    MaFu 29 August, 2012, 16:24

    Schöner Bericht!
    Gut das es das Teil beim Edersee-Treffen als Belohnung dazu gab. Hat ja auch gleich nen Hecht gebracht 😈
    Grüße

  4. Nico1
    Nico1 29 August, 2012, 16:43

    Der Köder gefällt mir! Fängt in der 45 und 55 Version echt gut Forellen.

  5. milhouse0602
    milhouse0602 31 August, 2012, 11:13

    Hallo Johannes ,

    sehr cooler beitrag zum thema crankbaits.

    kannst du mir vielleicht ein paar tipps zum thema schwarzbarsch in frankreich geben , in welchen regionen kann man sie beangeln.
    wohne in der nähe von frankreich und wollte mal einen trip nach frankreich planen.

    greetz jo

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