Barschangeln mit der Hegene

Barschangeln mit der Hegene

Barsche sind Schwarmfische. Und als solche extrem futterneidisch. Sie gönnen keinem Bruder etwas, was sie selbst verzehren könnten. Deswegen machen sich Beifänger beim Spinnfischen auch sehr gut. Dabei gehen gerade die kleineren und mittleren Barsche eher auf den Beifänger. Scheinbar wollen sie dem etwas größeren Verfolger (dem Spinner, Wobbler oder Jig) seine Beute im letzten Moment noch abluchsen. Die dicken  Burschen machen gleich den "Jäger" klar. Mehrere Köder an einer Leine haben’s also in sich. Wer einmal dabei war, wenn die Barsche im Herbst zu ihren großen Treiben ansetzen, weiß: die Fische können völlig austicken, wenn sie auf Ansammlungen kleiner Fischchen stoßen.

Diese beiden Erkenntnisse machen sich besonders die Angler im Süddeutschen Raum, der Schweiz und in Mecklenburg zunutze und angeln mit ganzen Köderketten über einem Blei, Zocker, Twister oder Pilker. Während man nördlich des Weißwurst-Äquators vom  Paternoster spricht, bezeichnen die Süd-Männer diese Montage als Hegene. Die Dinger fangen sowohl vom Boot, vom Steg als auch am Eisloch, wenn man sie vertikal fischt. Aber auch wenn man sie auswirft und über den Boden zuppelt, macht man mit der Hegene oft reichlich Beute. Und zwar nicht nur, weil man mehrere Köder anbietet, sondern vor allem deshalb, weil ein Köderschwarm die Barsche erst richtig heiß macht und sie zum Zupacken motiviert.

 

Hegenen könnt Ihr fertig im Handel kaufen. Das ist bequem und man bekommt sie auch in guter Qualität. Weil man aber oft nicht immer Modelle bekommt, an denen Köder hängen, die am Hausgewässer die meisten Treffer bringen, ist es oft sinnvoll, sich die eigene Hegene zusammenzubasteln. Dazu geht man folgenderweise vor:

Für die Montage der Seitenzweige an die Hauptschnur verwendet man den Springerknoten. Dabei legt man einfach die etwas steifere Schnur (25er Mono) des Seitenzweiges parallel zur Hauptschnur (20er Mono) und knüpft einen doppelten Knoten. Theoretisch hat man nun die Wahl, ob man das obere Schnurstück der 25er abschneidet und den Köder dann ans untere bindet, oder umgekehrt. Praktisch empfiehlt es sich, das untere (also zum Endgewicht weisende) Stück abzutrennen. Denn so spielt der Köder besser und steht auch weiter von der Hauptschnur ab.

 

Zuerst knüpft man so viele Springer wie man will. Ans Ende der ca. 5 cm langen Springer werden dann die Köder angebunden. Damit sie so lebhaft und natürlich wie möglich spielen, sollten die Fliegen, Twister, Nymphen, Fischli etc. an einem Öhrhaken sitzen und dieser dann mittels des Rapala-Knotens in einer Schlaufe Hängen. Beim Hoch- und Runterbewegen flattern die Köder so besonders verführerisch.

Viel Spaß beim Basteln

jd

Kategorien: News

Kommentare

  1. mikesch
    mikesch 15 Juli, 2003, 14:24

    Die Anzahl der Springer sollte sich an den gesetzlichen Vorgaben, od. den Brestimmungen des Erlaubnisscheines unterordnen.

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