Barsch-Alarm büffelt

Barsch-Alarm büffelt

Mit dem gemeinsamen Ziel des Seeführerscheins vor Augen gingen 6 Mann aus unserem Spinnangler-Club hier am vergangenen Wochenende durchs Stahlbad. Woodland, der angeliter, godfather, PharmaMan, lohmann und ich belegten zusammen einen Intensiv-Kurs zur Vorbereitung auf den Sportbootführerschein See und setzten unser Hirn ganz neuen und auch längst vergessenen Anforderungen aus.


So sind wir jetzt alle fast schon Meister der Navigation (gebt uns einen Punkt auf einer Seekarte und ein Ziel – wir berechnen Euch, wann Ihr am Ziel ankommt und beziehen da dann auch die Fehler des Magnetkompasses ein!), Profis in Sachen Wettervorhersage, Gesetzestext-Kenner, Sicherheitsexperten, Beleuchtungstechniker etc.

Doch um ehrlich zu sein: Teilweise war’s ganz schön anstrengend. Dagegen war der Kraftfahrzeugführerschein ein Klacks. Trotzdem tat es gut, sein Hirn mal wieder mit einer kleinen Herausforderung zu konfrontieren. In den insgesamt 22 Stunden Intensivkurs ging es vor allem für alle „Mathe-Freunde“ hart zur Sache, mussten wir uns doch ohne Taschenrechner klassischen 8.-Klässleraufgaben stellen und z.B. zur Berechnung der Zeit, die man von einem Punkt zum anderen voraussichtlich unterwegs ist, 9,3 mal 13 durch 7,5 teilen. Lang, lang ist’s her. Und ein wenig hat’s schon gedauert, sich die Rechnerei wieder anzueignen.


Insgesamt aber hat es richtig Spaß gemacht. Ich denke, dass ich da im Namen aller Beteiligter spreche, wenn ich das System „Intensivkurs“ als absolut die beste Maßnahme zur Vorbereitung auf das Projekt „Seeführerschein“ hinstelle. In extrem kurzer Zeit, wird einem hier extrem viel vermittelt. Und ohne Vorbereitungskurs geht es fast nicht. Denn man prallt hier auf eine Menge Fachchinesisch (ein Boot kann sich z.B. in Fahrt durchs Wasser aber ohne Fahrt über Grund befinden; als Überholer gilt man, wenn man sich einem Boot 22,5 Grad achterlicher als querab annähert; als Überholer hält man sich frei etc.) und muss eine Menge zeichnen, peilen und berechnen. Das fällt einem alles einfacher, wenn man es gesagt, bzw. gezeigt bekommt.


Unsere Prüfung findet Ende März statt. Bis dahin werden wir uns sicher noch ab und zu zum Lernen treffen. Und wenn Ihr so ein Projekt mal angehen solltet, dann können wir Euch nur empfehlen, Euch auch eine Gruppe zusammenzubasteln, mit der man dann auch ein wenig Spaß hat, wenn die Hirnwindungen drohen, durchzuglühen. Zudem sind die Kosten mit 270 Euro inkl. Prüfungsgebühr, Lehrbuch und Navigationsdreieck noch überschaubar.


Sobald wir die Scheine in der Tasche haben, lassen wir es Euch wissen.


Noch ein Tipp: Wer den Binnenschein noch nicht hat, sollte sich mal überlegen, ob er nicht zuerst den Seeführerschein macht. Denn wenn man den abgefrühstückt hat, muss man beim Binnenschein nur noch mal zur theoretischen Prüfung antreten. Die Praxis vom Seeschein wird einem nämlich angerechnet. 

Kategorien: News

Kommentare

  1. Woodland
    Woodland 2 Februar, 2004, 22:02

    stimmt, war ganz schön viel auf einmal. ich werd die sache erst einmal ein paar tage sacken lassen bevor ich wieder in die bücher schaue.
    aber mit der navigation klappt´s schon recht gut.
    hab den rückweg mit durchschnittl. 69,4 kn von steglitz nach helmstedt (immerhin 106,92 sm) in 92 min geschafft.

  2. dietel
    dietel 3 Februar, 2004, 08:59

    haste dich auch an den rechtweisenden kurs gehalten? muss ja fast so sein, bei der guten zeit, die du rausgefahren hast.

  3. Woodland
    Woodland 3 Februar, 2004, 09:49

    jup, immer schön in der fahrrinne lang und da kaum einer 22,5 Grad achterlicher als querab kam galt das linksfahrgebot.

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