Sind Altfische wirklich so wichtig?

  • Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!

Findet Ihr das die ganz großen wirklich so wichtig für den Erhalt des Bestandes sind?

  • Ja

    Stimmen: 37 94,9%
  • Nein

    Stimmen: 2 5,1%

  • Umfrageteilnehmer
    39

kiwifahrer

Echo-Orakel
Registriert
1. November 2025
Beiträge
105
Punkte Reaktionen
169
Ort
Östlich von Augsburg, nördlich des Ammersees
So z.B. habe ich jahrelang in einem meiner Vereinsgewässer darauf hingewiesen, dass der dort vielgelobte Barschnachwuchs womöglich ein verbutteter Altbestand sein könnte. Es war kaum Laich zu bestimmten Zeiten sichtbar und die Fänge waren trotz guter Gewässerstruktur eher bei maximal 22cm angesiedelt. Meine Vermutung war, dass die Fische ausgewachsen einfach nicht größer wurden. Auch der Hechtbestand war sehr mickrig.

Die "Meinung" der Altvorderen jedoch fusste lediglich auf der Stückzahl der Barsche und nicht auf der tatsächlichen Durchnitts- und Maximalgröße.

Gab jedes Mal viel Streit auf der Jahreshauptversammlung.
Da müsste man mal das ganze Biotop untersuchen, angefangen bei den "Grundnahrungsmitteln" von Plankton über Wirbellose, Insekten etc.. Dann ein Arten-Monitoring, mit Erfassung der Bestände und Größenverteilung und die allgemeine Struktur des Lebensraums und die Wasserbeschaffenheit. Ohne es zu übertreiben hätte man recht schnell einen Überblick und könnte das Potenzial bezüglich Größenverteilung als auch Bestandsdichten für die verschiedenen Arten ziemlich klar einschätzen. In Bayern wird so etwas durchaus unterstützt und gefördert wenn man anfragt. Aber die meisten wollen genau das nicht, sondern ihr eigenes toxisches Süppchen kochen...
Zumindest in Bayern hat der Eigentümer und/oder Pächter eines Fischereirechts nahezu Narrenfreiheit bei er Bewirtschaftung. Manchmal fehlt nur noch dass Schlangenkopffische ausgewildert werden. Zumindest in Bayern hätten die Behörden über die Fischerei-Fachberatung und andere Organe theroretisch enorme Möglichkeiten des Monitorings und entsprechend der Steuerung auch der privaten Gewässer-Bewirtschaftung. Ich habe aber das Gefühl, dass man diese Organe mit einigen Prestige-Objekten beschäftigt um ansonsten die einfache und für die entsprechend Beteiligten lukrative "Lösung aller Bestandsprobleme" zu favorisieren: Den Besatz vom Fischzüchter. Es gibt in Bayern auch keinen Verband, der nur die Angelfischer vertritt, der Interessenskonflikt beginnt also schon dort. Die berüchtigte bayerische Amigo-Wirtschaft auf allen Ebenen! Viele Vereine sind deshalb auch keine Verbandsmitglieder mehr. Der allgemeine Naturschutz betreibt diesen nur oberhalb der Wasserlinie, die Fischer sind noch größere Feinde als die Jäger. In anderen Bundesländern wird es im Detail anders sein, aber insgesamt vielleicht ähnlich...
 

Munni

Finesse-Fux
Registriert
23. September 2018
Beiträge
1.041
Punkte Reaktionen
2.544
Alter
32
Ort
Münster
Bezüglich der Veranlagung bin ich davon überzeugt das diese so gut wie immer Vorhanden ist. Meiner Meinung ist der Lebensraum wichtiger Platz, Nahrungsangebot, Konkurrenz durch zu hohen Bestand (teilweise auch durch andere Arten)
Die Gene hat der Fisch auch schon in jungen Jahren.
Da hat man den Anschein du hast die Beiträge nicht wirklich gelesen und bist sehr überzeugt von deiner Meinung die zum Glück hier nicht wirklich viel Anklang findet.
Also ich bin zumindest froh mir mit dir keine Gewässer zu teilen.
Ich würde es schätzen wenn du dich mit den präsentierten Studien und wissenschaftlichen Arbeiten inhaltlich auseinander setzt anstatt zu sagen ich bin überzeugt das es anders ist.
 

Oben