Nachtangeln mit Wobbler

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ATRiot01

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Vorab: Ich spreche hier nur über mich und meine Erfahrung am Niederrhein! Da kann ich auf teilweise 150+ Kurzsessions von 30 Minuten bis auch mal nächtliche 6h im Jahr zurückblicken.
Für mich habe ich das nächtliche Spinnfischen auf Z durchgespielt, alles was mir zur Verfügung stand und in den Sinn kam mehr oder weniger erfolgreich betrieben. Lediglich die Winterangelei in Häfen auf Großfisch bleibt für mich noch interessant. Und das nicht wegen fehlender Fänge, im Gegenteil.
Es langweilt mich halt einfach nur, weil man echt nicht viel können muss um im Rhein aktiv jagende Zander zu fangen.
Habe locker Wobbler im Gegenwert eines guten E-Bikes im Wasser gelassen, und mehr Verletzungen an Augen oder Kiemendeckeln erzeugt als für mein Karma gut sein können.
Meine pers. Erfahrungen (Niederrhein!!!) :
Das vielbeworbene extrem langsam Führen rockt so gar nicht, moderate Geschwindigkeit und Strecke machen um die jagenden Z. zu treffen ist Trumpf.
Köder sind absolut variabel, da können die echt zickig sein. Es gab Tage da musste der Wobbler stark flanken, an anderen nur leicht rollen, und manchmal brachten sogar nur hart gejiggte Lippless Cranks noch ein paar Fische. Und das meine ich auch so, ein PAAR Fische, also reproduzierbare Ködervorlieben, nicht der eine Fisch den ich ohne Köder x/y (DER POPEYE !!!! NUR DER HATS GERICHTET!! ) nicht gefangen hätte.
Im Normalfall fischte ich gerne relativ natürliche Weißfischdekore und war zufrieden. Nur auch da gabs mal nen Erlebnis: 5:0 am selben Spot innerhalb von 60 Minuten für meinen Neffen, mit dem gleichen Wobblermodell, nur in anderer Farbe. 2:0 oder so hätte ich ja noch als Zufall durchgehen lassen….
Mittlerweile fische ich seit Jahren fast nur noch leicht bebleite GuFis auf Zander, wenns denn überhaupt mal noch nachts losgeht. Mit nem 5er ES ( im Winter auch mal 6,5“) am 3gr Kopf bin ich flexibler was Wassertiefe und Führung angeht, ich hänge weniger weg ( zumindest solange ich konzentriert bei der Sache bin), ich verangle so gut wie keine Fische, und mit der richtigen Rute („weiche“, nachgiebige Spitze!) hab ich auch nicht mehr Fehlbisse wie auf Wobbler.
Keine Ahnung wie jemand auf die Idee kommt auf Z nen GuFi am System zu fischen, passt iwi nicht dazu wie der Z seine Nahrung erlegt…
Fluch und Segen zugleich - vlt gehts mir nur so, aber seit Jahren sind gefühlt mehr Angler (Raubfisch) nachts als Tagsüber unterwegs. Und das merkt man (meiner Meinung) deutlich an den Fängen.
Leider wahr, wenn ich vor 10-15 Jahren kurz vor der Dämmerung vom Parkplatz zum Wasser lief kamen mir meist etliche Jigger entgegen, oft mit langen Gesichtern und der Aussage das es momentan schwierig ist…
Mittlerweile bin ich derjenige der 1h vor Sonnenuntergang zum Auto geht und dem dabei Kolonnen von verschmitzt grinsenden Wobblerschwingern entgegen kommen…muss denen ja nicht sagen das ich an dem Tag wahrscheinlich mehr Zander gejiggt habe wie die in ihrer Abendsession fangen werden…
Das die Z-Fisch Bestände hier schwinden seh ich auch so… ob das an der höhren Entnahme liegt, oder daran das der Rhein immer klarer wird, der Waller extrem zulegt, die Grundeln auch beim nestwächter mal abräumen können, die Weißfischbestände große Probleme hatten mit den Grundeln…. Wahrscheinlich eine Kombination mehrerer Umstände. Trotzdem finde ich den Bestand noch absolut okay, was auffällt ist die geringe durchschnittliche Größe, die würde ich wohl wirklich rein auf die Entnahme schieben…wenn ich hier „vor der Haustür“ von 100 Zandern 10 mit 60 cm und 1 mit 70 cm erwische ist das gut, auf nen 80+ hab ich hier ganz locker vorher 4 stellig gefangen…..nur 40km weiter im gelobten Land, im selben Fluss, ist die Durchschnittsgrösse locker 10cm höher….und steigend je weiter ich weg bin von der Grenze….
 

ibracadabra

Angellateinschüler
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Wir hatten in dieser Saison doch einige interessante Erkenntnisse gesammelt. Nach einem sehr guten Saisonstart nach der Laichzeit, kam das extreme Niedrigwasser. Dort hieß es erstmal neue Spots erkunden, Zugrouten der Fische erschließen und vor allem Vertrauen in die neuen Stellen zu gewinnen.

Erstaunlicherweise ging das recht schnell. Was aber noch erstaunlicher war, ist das divenhafte Verhalten was die Biester bis vor kurzem an den Tag gelegt haben. Unzählige Nachläufer auf diverse Modelle, Anstupser die nicht zu quittieren waren und vollkommen verrückte Einschläge z.B. wenn der Köder sekundenlang auf der Oberfläche lag. Aber auch die Wasserschicht die man beangelte, hat durchaus einen Einfluss auf die Fangergebnisse gehabt.

Unsere ersten Versuche mit Crankbaits oder auch Swimbaits liefen nicht vollkommen Aktionslos, in der Summe aber mäßig.
Deutlich ergiebiger war es dann die Ködergröße sowohl deutlich nach oben als auch nach unten zu verändern.
Der 6 cm lange Minnow oder Gummifische zwischen 16 und 18 cm nur mit Nailsinker am Shallow Rig versehen, haben dann doch deutlich mehr Erfolg gebracht. Zudem konnten wir den ein oder anderen Spot eine Etage tiefer, mit leicht bebleiten Gummifischen tatsächlich nochmal mit Erfolg versehen. Diese Erfahrung hat sich auch vor rund 3 Wochen an der Waal nochmal erhärtet.
Suspender ganz sachte getwicht, hat auch funktioniert, die Anpassung der Ködergröße und der Wassertiefe war aber wesentlich erfolgreicher.

Jetzt mit den fallenden Wassertemperaturen funktioniert der klassisch durchgeleierte Wobbler in normalen Größen wieder bestens.

So richtig erklären kann ich mir das Phänomen nicht. Ich denke, wie hier auch schon oft beschrieben, dass es mit dem harten Angeldruck in der Nacht zutun hat.

Meine Erfahrungen stammen hierbei hauptsächlich vom Oberrhein.

Zur Thematik Wobber vs Gummifisch möchte ich anmerken, dass nicht jeder Spot bestens für einen Gummifisch geeignet ist. Grade wenn jetzt Wasser kommt und eine Steinpackung vor der regulären Packung sozusagen vorgelagert ist, braucht es zwingend den Float eines Wobblers. Geht es auch mal an unbekanntes Terrain fällt der Einstieg mit der vorgegeben Lauftiefe auch deutlich leichter.

Die Vorzüge der Gummifische sehe ich in der Hakeffizienz sowie in der Möglichkeit halbwegs Wirtschaftlich unterschiedliche Wasserschichten abzufischen. Zudem sind Gummifische, bedingt durch die fehlende Tauchschaufel nicht ganz so anfällig was wechselnde Strömungsverhältnisse angeht. Ebenso lassen sich grade schlanke Modelle auch bei steigender Ködergröße mit normalem Tackle noch bewältigen.

Die Hakeffizienz möchte ich nochmal hervorheben. Zwar gelingt es mir mit dem Wobbler durch zeitlupenartiges Leiern deutlich mehr Bisse und auch härtere zu erzielen. Die Aussteigerquote konnte ich dabei allerdings nicht signifikant verbessern.

Wie viel Frust dabei entsteht, können Angler die hier in der Region angeln, sicherlich nachvollziehen. Die Frequenz ist nämlich nicht im Ansatz mit den Niederlanden oder anderen Mekkas zu vergleichen.

Zur Herangehensweise selbst bzw. wie dynamisch ich Spotwechsel forciere, hängt stark von der Strecke, Wasserstand und auch dem Zeitvolumen ab.

Kommt nach einer vollkommen monoten Packung - die kann im Hochsommer der absolute Bringer sein - plötzlich die erste ernstzunehmende Struktur verharre ich auch gerne mal einige Zeit.

Ist ein Gebiet sehr strukturreich, das heißt ständig mit kleinen Steinnasen und Buchten versehen, nimmt das auch durchaus mal Polderähnliche Züge an. Nicht selten knallt der Fisch bei solchen Mikrospots nämlich sofort drauf. Das ist eigentlich meine favorisierte Anglerei, die jedoch im Vorfeld einige Arbeit nötig macht und sich bei jedem Wasserstand verändert. Der Grundstein wird hierbei im hellen gelegt.

Grundsätzlich würde mich interessieren, wie ihr den Fehlbissen/Aussteigern auf Wobbler Herr geworden seid?

Gruß aus Südhessen
 
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Mohrchen

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Würde ich so generell nicht sagen.

In Buhnen in denen das Wasser kocht fange ich Nachts selten gut Zander. Aber in denen wo gefühlt kaum Köfis zu sehen sind dann schon öfter. Ist nur meine Erfahrung hier am Mittelrhein. Normal bin ich auch der Meinung man muss dem Futter folgen. Aber irgendwie hat mir das beim Zanderangeln weniger Erfolg gebrac,ht.
Machete spricht hier vom Stillwasser und ich kann seiner Aussage, im Falle des Sees den ich beangle, nur zustimmen.
 

ATRiot01

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Moin, ich bin auf dem Gebiet absoluter Neuling. Hat jemand das schon mal mit dem TRN 130 probiert?
Den TRN nicht, nur den kleinen Real Vibe, allerdings im Kanal im gelobten Land. Hat auf jeden Fall Fisch gebracht, ob nun mehr oder weniger als andere Köder möchte ich nicht beurteilen. Allerdings war hier die Fehlbissquote gefühlt noch höher, was ich auch für nachvollziehbar halte. Und natürlich die noch höhere Verletzungsgefahr für den Fisch, bei Entnahmeabsicht natürlich nicht das Problem.
Ist auf jeden Fall mal ne nette Abwechslung zum stupiden Leiern, werd ich wohl am Kanal noch öfter machen, für den Rhein wäre mir das wohl zu Haushaltsgeldunverträglich…
Gibt ja einige die sogar weit größere Swimbaits der 20cm+ Klasse nachts auf Z fischen und damit fangen, warum auch nicht…
 

silversurfer

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Vor 10-12 Jahren durfte ich einen privaten Teich hier in Franken befischen. In dem Gewässer kamen nicht wenige Zander auf den S-Waver. Gaaanz langsam durchgeleiert gab das schöne Einschläge.
 

HansiB

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Die Hakeffizienz möchte ich nochmal hervorheben. Zwar gelingt es mir mit dem Wobbler durch zeitlupenartiges Leiern deutlich mehr Bisse und auch härtere zu erzielen. Die Aussteigerquote konnte ich dabei allerdings nicht signifikant verbessern.
Das hängt m.E. in den meisten Fällen von der eingesetzten Rute ab...die muss zum Wobbeln deutlich weicher und elastischer sein als die klassische Jigge. Vom Wurfgewicht reichen auch locker Ruten bis 25/30g.
 

Machete

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Also der Gantarel Jr. und auch der 16er funktionieren auf Zander. Allerdings gibt es meist Fehlbisse oder sie steigen dann im Drill aus. Würde vermutlich helfen, wenn man sehr dünndrahtige, aber stabile Drillinge verwendet. Die dringen sicher besser ein als die Standardhaken. Waren aber auch nur Tests. Mir ist das einfach schon zu schwere Angelei in der Nacht. Köder, Rute, Geräuschpegel beim Auftreffen aufs Wasser etc. pp. Muss man halt mögen.
 

AbAnsWasser

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Moin zusammen!
Ich bin vor einigen Tagen auf diesen Thread gestoßen und falle seitdem immer tiefer in's Rabbithole des nächtlichen Zanderangelns.
Das betriebe ich seit einigen Jahren auch sehr aktiv, direkt in der Hamburger City. Hier ist der Befischungsdruck, wie auch bei vielen eurer Gewässer, wirklich immens. Dementsprechend habe ich mich mal inspirieren lassen von den ganzen tollen Inhalten hier und bei der letzten Session die DS-Montage in der Tasche gelassen. Alternativ wurde ein 6.8" FSI am 12g Kopf durch die Wassersäule bei 'ner Tiefe von knapp 3m gekurbelt. Nach einigen Würfen ist mir direkt ein kugelrunder, Ende 70er Zetti raufgekachelt und kurz danach im Kescher gelandet.

Nun bin ich natürlich angefixt und möchte das nächtliche Leiern von dickeren Gummis diese Saison noch weiter testen. Da ich an meinen Strecken recht viel mit Hängern zu tun habe, wollte ich mich bei euch nach Erfahrungen bzgl. Fehlbissquoten mit größeren Gummis (6-8") am Offset erkundigen. Wie schätzt ihr diese im Vergleich zu normalen Jigs oder auch Wobblern ein? Auf was sollte ich bei der Wahl eines passenden Offset-Hakens achten in Hinblick auf den Nacht-Zander?

Es würde mich auch total interessieren, welche Gummis ihr am liebsten dafür verwendet. Mein Gedanke ist, dass besonders die größeren Fische gerne was zu sehen bekommen und ich bei uns an den Strecken wenige Leute mit 15cm+ Ködern im Snap sehe. Wie seht ihr das Ganze?
Tight Lines! :)
 

ATRiot01

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Jetzt wo es kühler wird sind bei auf jeden Fall größere Köder angesagt, das ist bei mir aber schon der 6,5er ES… der 8“ ginge aber ganz sicher auch noch klar. Den FSI fische ich nur bis 5,8“, der hat mir genug „Fleisch“.
Grade bei den Ködergrössen wirds wohl haarig mit Offsets und Zander, Fische die eigentlich auf Z nur bei kleinen Sachen wenn das Gewässer es verlangt.
Aber im Zweifel gilt da für mich beim Zander dasselbe wie beim Hecht im Cover: lieber ne höhere Fehlbissquote mit Offset als gar keine Bisse weil ich nicht da angeln kann wo die Fische sind.
 

Drop Shoter

Finesse-Fux
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Moin zusammen!
Ich bin vor einigen Tagen auf diesen Thread gestoßen und falle seitdem immer tiefer in's Rabbithole des nächtlichen Zanderangelns.
Das betriebe ich seit einigen Jahren auch sehr aktiv, direkt in der Hamburger City. Hier ist der Befischungsdruck, wie auch bei vielen eurer Gewässer, wirklich immens. Dementsprechend habe ich mich mal inspirieren lassen von den ganzen tollen Inhalten hier und bei der letzten Session die DS-Montage in der Tasche gelassen. Alternativ wurde ein 6.8" FSI am 12g Kopf durch die Wassersäule bei 'ner Tiefe von knapp 3m gekurbelt. Nach einigen Würfen ist mir direkt ein kugelrunder, Ende 70er Zetti raufgekachelt und kurz danach im Kescher gelandet.

Nun bin ich natürlich angefixt und möchte das nächtliche Leiern von dickeren Gummis diese Saison noch weiter testen. Da ich an meinen Strecken recht viel mit Hängern zu tun habe, wollte ich mich bei euch nach Erfahrungen bzgl. Fehlbissquoten mit größeren Gummis (6-8") am Offset erkundigen. Wie schätzt ihr diese im Vergleich zu normalen Jigs oder auch Wobblern ein? Auf was sollte ich bei der Wahl eines passenden Offset-Hakens achten in Hinblick auf den Nacht-Zander?

Es würde mich auch total interessieren, welche Gummis ihr am liebsten dafür verwendet. Mein Gedanke ist, dass besonders die größeren Fische gerne was zu sehen bekommen und ich bei uns an den Strecken wenige Leute mit 15cm+ Ködern im Snap sehe. Wie seht ihr das Ganze?
Tight Lines! :)

Geleierte Gummis können unter Umständen habt gut auf größere Zander funktionieren. Meine Köder der Wahl eigentlich Pig Shad und der Jr., Westin Sein Teez in 18cm und der illex Dexter Shad. Alle drei laufen stabil und agil, auch wenn man sie langsam führt.
 

benwob

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Nur mal so nebenbei: Der Thread heißt "Nacht Angeln mit Wobbler".

Klar kann man da auch mal Alternativen diskutieren, ich finde es sollte aber nicht überhand nehmen.
 

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