Dieser Thread erinnert mich daran, dass in meinen Köderboxen leider viel zu viele Wobbler liegen, die einen Drilling zu viel haben – und deshalb bisher nie ans Wasser (oder zumindest an den Snap) durften. Drei Drillinge an einem Wobbler sind mir einfach zu viel Eisen, die Gründe dafür habt ihr ja schon genannt : verheddern sich, hängen überall fest, und das Abhaken ist weder für mich noch für den Fisch ein Spaß. Das will ich jetzt mal angehen.
Der Plan klingt simpel: einen Drilling runter, fehlendes Gewicht ausgleichen, fertig. Ganz so simpel ist es dann aber doch nicht. Ich hab mal ein bisschen nachgelesen: Ein 6er-Drilling wiegt je nach Modell so 0,4–0,6 g, ein 4er eher 0,6–0,9 g, und der Sprengring kommt noch dazu. Bei einem Floater ist mir das ziemlich wurscht, aber ein Suspender steht danach nicht mehr, sondern steigt gemütlich nach oben.
Meine Vorstellung bisher:
– Haken samt Sprengring auf die Feinwaage
– gleich viel Blei möglichst nah an die alte Öse auf den Bauch kleben
– ab in die Badewanne und so lange nachschneiden, bis er wieder schön steht
Das klingt für mich noch gut machbar. Aber bevor ich mich da durchbastle, würde mich interessieren, wie ihr das macht:
1. Welche Produkte nehmt ihr? Klebeblei (welche Marke, welche Stärke?), Storm SuspenDots/SuspenStrips, Tungsten-Knete, Bleidraht um die Hakenschenkel der verbleibenden Drillinge, einfach schwerere Sprengringe – oder was ganz anderes?
2. Hält der Kleber auf Dauer? Ich seh das Blei schon nach dem ersten Hänger oder dem ersten Fisch im Kraut liegen …
3. Merkt ihr am Lauf einen Unterschied? Der Drilling hängt ja ein Stück unter dem Köder und wirkt ein bisschen wie ein Kiel. Läuft der Wobbler mit Blei am Bauch noch genauso, oder fängt er an zu rollen?
4. Weiter oben wurde schon geschrieben: Die verbleibenden Drillinge gegen schwerere auszutauschen. Dann braucht man aber für jeden Austausch andere Drillinge um das exakte Gewicht zu ersetzen, richtig?
Und dann die Königsdisziplin, an der ich ehrlich gesagt eher zweifle : Hat schon mal jemand einen Floater zum Suspender umgebaut? Einen Drilling ausgleichen kann ich mir noch gut vorstellen. Aber bei einem Floater muss ja fast der komplette Auftrieb weg, und das Gewicht muss so sitzen, dass der Köder waagerecht steht und die Aktion nicht flöten geht. Stelle ich mir ziemlich fummelig vor.
– Wo setzt ihr da das Gewicht hin – außen drauf, an die Haken, oder wird sogar gebohrt?
– Wie viel Aktion bleibt am Ende übrig?
– Und hält das Ganze, wenn das Wasser im Herbst kälter wird, oder muss man da ständig nachtarieren?
Natürlich kenne ich dazu die Beiträge von dudie (viel weiter vorne in diesem Thread), ich befürchte nur - ICH bekomme das nicht hin.
Petri!