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mastercaster192

Master-Caster
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Also ich befische meine Kanal-Hausstrecke, leider ist diese komplett zugewachsen, hohes Gras, Bäume, sehr steile Ufer im Rücken. Hier ist eine Spinnrute einfach x-fach effektiver, weil die Köderpräsentation leichter fällt und der Wurfradius viel größer ist. Das ist eigentlich das größte Hindernis, ob Barsche generell so schwierig mit der Fliegenrute zu überlisten sind würde ich nicht unbedingt so sehen. Man braucht halt fängige Fliegenmuster, und das Wissen wo und Wie man sonst auch fängt. Eventuell hat man aber mit Fliege den Vorteil, dass die angebotenen Köder natürlicher auf den Fisch wirken und sie diese nicht so gewohnt sind, wie die üblichen Kunstköder,
Denke vom Boot könnte man sehr effektiv fischen, oder wenn das Ufer und der Rückraum wohlwollender sind. Mache das immer nur am Ende der Schonzeit, weil es einfach eine gute Zeit für gro0e Barsche ist.
 

Browntroutstalker

Echo-Orakel
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Hallo,

einen zugewachsenen Kanal mit wenig Rückraum, Steinpackung und Nichtbewatbarkeit, stelle ich mir mit der Fliegenrute als sehr schwierig zu befischen vor.
Mir geht es nur um das Fliegenfischen vom Ufer.

Man muss es also trennen:
Zum einen die Möglichkeit den Köder auszubringen, zum anderen die Fängigkeit des Köders.
Was du zum natürlichen Spiel des Köders schreibst ist schon richtig.
Auf Barsch habe ich bisher noch nicht so viel mit der Fliege gefischt.
Beim Warten in einem langsam fließenden Fluss habe ich mit der Fliege auch schon Erfolg gehabt.
Damals mit großen Nassfliegen, die aber wesentlich kleiner waren als Streamer.

TL
 

Dominikk85

Barsch Vader
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Wenn man Barsche findet und erreicht sind sie imo mit der fliege leicht zu fangen.

Es gibt aber verschiedene Nachteile:

-weniger Distanz in der gleichen Zeit abdeckbar. Barsche sind oft nicht standorttreu und im Schwarm konzentriert. Da muss man oft viel suchen und Fläche abdecken

-barsche sind vor allem in der kalten Jahreszeit oft tief oder hart am Grund. Hier hat man mit der fliegenrute oft klare Nachteile

In der warmen Jahreszeit kann es aber gut klappen.

Generell ist es beim fliegenfischen imo eher von Vorteil wenn es relativ klar ist wo die Fische stehen was bei Forellen oder auch hechten oft eher der Fall ist als bei Barschen die zwar auch bestimmte Strukturen mögen aber auch viel vagabundieren.
 

kiwifahrer

Echo-Orakel
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Überraschung in den berühmt-berüchtigten Ammersee-Flats
Gestern war ich "mit der Fliegenrute schauen" ob die Maifliegen schon schlüpfen und die Fische sie fressen. Mit der Rute sieht man wenns is am besten ;).
Zusätzlich hatte ich Spinngerät für Barsch bis Hecht dabei. Bis 15. Mai ist man noch auf die Uferfischerei limitiert. Maifliegen waren wenige da, aber keine darauf steigenden Fische. Also mal eine neue Hecht-Reiserute getestet sowie ein Seeforellen-Barsch-Setup mit verschiedenen Ködern. Kein Zupfer auf irgend etwas. Dann Teepause, da sehe ich direkt im flachen Uferwasser einen stattlichen, goldgelben Karpfen genüßlich zwischen den spärlich vorhandenen Wasserpflanzen stöbern. Sofort die Fliegengerte geschnappt und ihm die Maifliegen-Nymphe hingeschmissen. Zuerst hatte ich Angst ihn zu verschrecken, weil die Nymphe (beschwert mit Messingköpfchen) direkt neben ihm einschlug. Nix verschreckt, ein kleiner Zupfer an der Nymphe und er attakiert sie sofort. Anhieb und sitzt! Ich blieb schön am Ufer stehen. Der Bursche verhielt sich merkwürdig ruhig und zog langsam hin und her. Ich habe nicht viel Druck gemacht um nichts zu provozieren. Das ging ein zwei Minuten so, dann hat er sich in Richtung eines Astverhaus bewegt der im Uferwasser lag. Um zu verhindern dass er da rein schwimmt bin ich dort hin gewatet um das abzuschirmen. Als ich in Abschirm-Position stand hat er dann gespannt was wirklich los ist und es passiete das, was ich von Anfang an erwartet hatte: Die Rolle kreischte auf und die Rute verneigte sich! Es war ein 18er oder 20er Vorfach montiert, das zudem eine Alter X-hatte. Damit konnte ich nicht allzuviel Druck machen, aber immerhin konsequent satt Spannung halten. Nach etwa 5 bis 10 Minuten wurde er müde und ließ sich herandrillen. Zur Bestätigung entfaltete ich meinen Alibi-Forellen-Kescher: Es bestätigte sich dass er ein purer Witz war. Ich drückte den Karpfen dann etwas an mein Bein und hakte die Nympfe aus, die direkt mittig in der Vorderlippe saß und er schwamm davon. Er hatte Wildkarpfen-Form und war wunderschön goldfarben mit mittelgroßen Schuppen. Es gibt leider kein Foto oder Film weil ich alleine war.Es war natürlich keine von den Bestien von denen Karpfen-Spezialisten nachts träumen. Für die war das ein Baby. Aber für mich war er wunderbar und einfach groß, vielleicht 4 oder 5 kg? Schwer zu schätzen im Nachinein und ohne Karpfen-Erfahrung.
Im gleichen Flachwasser-Bereich patroullierte später noch eine vernünftig große Renke hin und her. Die beachtete weder die Maifliegen-Nymphe noch die Trockene, was mich ziemlich überrascht hat. Ich werde noch herausfinden auf was sie spekuliert hat, denn ich habe die Ammersee-Flats mit all ihren Überraschungen entdeckt und werde sie bald wieder heimsuchen!
 

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