• Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!

Bronko999

Schusshecht-Dompteur
Registriert
20. September 2022
Beiträge
34
Punkte Reaktionen
67
Alter
41
Ort
Hamburg
Hallo zusammen,

ich war letzte Woche nach Feierabend mit einem Kumpel das erste Mal dieses Jahr wieder mit der Fliegenrute auf Barsch unterwegs. Gefühlt hatte es 37 Grad im Schatten, ich natürlich hochprofessionell vorbereitet: T-Shirt, keine Sonnencreme, drei Stunden auf dem Wasser im Ruderboot. Wirklich eine brillante Idee. Sonnenbrand gab’s quasi als Beifang.

Gefischt habe ich meine Vision Abborre Combo mit einer Sink 3 Schnur am Vereinsbaggersee. Wir waren mit kleinen Streamern unterwegs und hatten recht schnell Resonanz von kleineren Barschen. Am besten liefen bei uns eher helle Streamer.

Auffällig war: Die größeren Barsche standen offenbar unter den kleinen. Die Kleinen haben relativ weit oben attackiert, aber ich hatte den Eindruck, dass darunter bessere Fische standen, an die ich mit der Sink 3 nicht sauber genug rangekommen bin. Gerade bei Tiefen um die 5 Meter hatte ich das Gefühl, immer etwas zu flach zu fischen beziehungsweise zu lange warten zu müssen, bis der Streamer wirklich in der richtigen Zone läuft.

Daher meine Frage an euch:
Welche Schnüre fischt ihr beim Barsch-Streamern in Tiefen um ca. 5 Meter?
Geht ihr da schon auf Sink 6, oder reicht euch Sink 3 mit entsprechend längerer Absinkphase? Hat jemand Erfahrung, ob eine Sink 6 am Baggersee für solche Kanten/Plateaus die bessere Alternative ist?

Setup ist wie gesagt eine Vision Abborre mit kleinen bis mittleren Streamern. Gefischt wird überwiegend vom Ruderboot.

Bin gespannt auf eure Erfahrungen. Und ja: Sonnencreme kommt beim nächsten Mal mit. Wahrscheinlich sogar absichtlich.

Schwitzige Grüße aus dem brennenden Oberrheingraben.
Moin, die gleiche Erfahrung habe ich auch an meinem Lieblingsee im Norden gemacht. Die Seen sind dort durch die Eiszeit entweder relativ flach oder wie Wannen. Dort geht es dann relativ zügig auf 3m und dann noch mal steil auf 5m und weiter stetig bis 10m oder tiefer. Die Barsche ziehen meist am Übergang von von 3m-5m, dort lässt dann meist auch die Vegetation nach. Auch hier war ich mit weiß und grauen Streamern am erfolgreichsten. Zum finden der Barsche kann man kleine Streamer nehmen, um an die dicken zu kommen nutze ich dann 6,5-7cm große Streamer. Ich habe dafür Anfangs an einer #6 Rute eine vollsink3 benutzt und zusätzlich einen Ultrafast sink polyleader von Airflo. Das hat mir aber zu lange gedauert, war aber erfolgreich. Hier bekommt man Bisse teilweise gar nicht mit. Entweder hämmert es richtig oder man nimmt erst beim einstrippen eine Widerstand wahr. Hechte sind als Beifang dann keine Seltenheit. Ich bin dann auf eine sink7 gegangen und habe auch eine sink9 für die ganz tiefen Stellen. Aufgrund der Streamergröße wirft sich hier mein #7 Setup aber besser. Wenn man Platz hat kann man dann beides nehmen. Eine #6 zum suchen und dann für die dicken um schnell auf tiefe zu kommen die #7.

Bezüglich Schnüre: Ich habe einige ältere Hardy Schnüre und Cordland Compact. Rio outbound short 3d mit mehreren Abstufungen (Density) sollen aber auch gut funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

kiwifahrer

Echo-Orakel
Registriert
1. November 2025
Beiträge
189
Punkte Reaktionen
359
Ort
Östlich von Augsburg, nördlich des Ammersees
Lachs geschwärzt.jpg
Ich wurde zum Lachsfischen auf Island überredet - Was soll ich sagen? Ich muss ja froh sein nicht geschneidert zu haben. Die Bedingungen waren wie ich befürchtet hatte, nämlich schlecht: Niedrigwasser und kaum Lachse im Fluss und schon gar keine frischen. Diese Dame hier ist zwar noch nicht braun, aber sie hat keine Seeläuse mehr, ist also meine ich mehr als 48h im Süßwasser. Immerhin war noch Aggressivität da, sie nahm die Fliege entschlossen beim ersten Swing durch den Pool.
In einem anderen Bach konnte ich zum Schluss noch einen Grilse (d.h. noch kleiner als der im Bild) im Sea-Pool fangen - selbst der hatte schon keine Läuse mehr weil er sich offensichtlich schon lang genug im Bereich mit hohem Süßwasseranteil herumtrieb.
Zum Abschluss gab es noch drei Tage Forellenfischen. Da kam dann so viel Wasser von oben zusammen mit starkem Wind, so dass keiner wirklich Lust hatte intensiv zu fischen, wobei durchaus steigende Fische auszumachen waren. Ich habe dort voll geschneidert...
Neun fest gebuchte Tage Fischen, zwei Lachse und eine Hand voll kleiner Saiblinge - das werde ich zu den Bedingungen und vor allem Kosten nicht mehr so schnell machen.
Das will ich Stand heute so nicht mehr machen. Wenn Island, dann maximal drei Tage fest gebucht, den Rest frei mit der Veidikortid und spontan erwerbbaren Lizenzen. Dann kann man auf die Bedingungen reagieren wie es passt oder es im schlimmsten Fall sein lassen ohne Geld brennen zu sehen. Bin für so etwas dann doch zu schwäbischer Natur!
 

Saturday

BA Guru
Registriert
18. Juni 2018
Beiträge
4.742
Punkte Reaktionen
5.976
Danke, dass du auch solch einen Bericht mit uns teilst. Normalerweise überwiegen doch die Erfolgsstories und der Rest wird verschwiegen, der aber sicherlich mehr als häufig die eigentliche Angelreiserealität darstellt. Darf man fragen, in welcher preislichen Liga so ein Trip ungefähr spielt? Ich habe nichtmal eine vage Vorstellung davon.
 

kiwifahrer

Echo-Orakel
Registriert
1. November 2025
Beiträge
189
Punkte Reaktionen
359
Ort
Östlich von Augsburg, nördlich des Ammersees
Danke, dass du auch solch einen Bericht mit uns teilst. Normalerweise überwiegen doch die Erfolgsstories und der Rest wird verschwiegen, der aber sicherlich mehr als häufig die eigentliche Angelreiserealität darstellt. Darf man fragen, in welcher preislichen Liga so ein Trip ungefähr spielt? Ich habe nichtmal eine vage Vorstellung davon.
"Erfolg" beim Angeln ist immer sehr subjektiv, gerade was Lachsfischen angeht. In vielen Regionen ist ein Lachs pro Woche die Regel.
Beim ersten Bach Lag die Rute bei 500€ pro Tag ohne Unterkunft, und am zweiten ähnlich, aber mit einer sehr schönen Selbsversorger-Hütte. Übrigens beides landschaftlich sehr schön. Man kann sich in Island allerdings die Rute mit jemandem teilen. Das tat ich mit meinem Freund und privatem Guide - ohne ihn hätte ich da unter diesen Umständen gar nichts gefangen! Es kann dann zwar immer nur einer fischen, aber man kann toll scouten, gegenseitig keschern und auch z.B. in den Pausen toll genießen.
 

Oben