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Fliegen döbel, was mache ich falsch?

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Fliegen döbel, was mache ich falsch?

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Dominikk85

Finesse-Fux
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Ich hatte bisher auf döbel kaum Erfolg, wenn dann eigentlich immer nur kleine.

Dabei sehe ich viele döbel, nur verschrecke ich sie entweder oder sie bleiben einfach da und beißen nicht. Ich versuche mich schon vorsichtig zu bewegen aber es klappt trotzdem fast nie, außer Fische der U20 Kategorie die an machen Tagen recht oft rangehen.

Meistens habe ich es mit Kleineren nymphen wie Red Tag Hakengr. 12-16 probiert
 

Gunnar

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Döbel sind schlaue Fische. Sie sind um einiges vorsichtiger als Forelle und Co. Wenn vom Ufer geangelt wird, gilt es Deckung zu suchen. Im Sommer hatte ich meine besten Erfolge mit ner dicken Trockenfliege, stromauf und exakt auf den Standplatz geworfen.
 

Dominikk85

Finesse-Fux
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Das stimmt. Teilweise hauen sie nicht mal ab, aber beißen dann einfach nicht. Ich stand beim waren zwischen döbeln, aber trotzdem hat keiner gebissen.
 

Gunnar

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Wenn Sie Dich gesehen haben, wird es sehr schwer, zumindest bei Großen. Fliesst das Wasser langsam, stubsen sie die Fliegen an, um sie zu untersuchen... Wenn das Wasser wärmer wird, müssen sie mehr fressen, dadurch steigen die Chancen. Spannend bleibt es trotzdem. Beobachten und probieren.
 

Gunnar

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Konnte keinen wesentlichen Einfluss feststellen. Fressphasen gibt es den ganzen Tag über.
 

benwob

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Mit der Fliege habe ich keine Erfahrung auf Döbel. Was aber bei mir mit kleinen Wobblern und Gufis oft sehr gut funktioniert hat war, den Köder möglichst ein paar Zentimeter seitlich neben den Kopf eines gesichteten Dickkopfs zu platzieren. Dadurch hat der Fisch keine Möglichkeit lange zu Überlegen und sich den Köder genauer anzusehen, sondern packt oftmals direkt zu um sich einen vermeintlichen Happen zu sichern, bevor dieser wieder weg ist. Der Fisch sollte einen selbst dabei möglichst noch nicht gesehen haben.
Werfen ich den Köder vor den Fisch, habe ich es schon oft erlebt, dass dieser sich langsam mit dem Köder abtreiben lässt oder ihn verfolgt und ihn dabei genau in Augenschein nimmt, um dann gelangweilt abzudrehen.
 
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Gunnar

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Dass ist ein guter Austausch... benwobs Aussagen sind in Ansätzen auch auf das Fliegenfischen übertragbar. Sie gehen in die Richtung von dem, was ich gerne ausführen will.
Am Wochenende war ich intensiv an meiner Hausstrecke an der Sieg unterwegs. Es handelt sich um einen Bereich mit limitierten Jahreskarten. Meine Buddies sind überwiegend ältere Semester, die mit der Fliege fischen und diese dort schon seit Jahrzehnten. Zwei von denen haben im letzten Jahr absolute Granaten gefangen, dies mehr oder weniger zufällig. Wirkliche Granaten... Natürlich interessierte mich wie es dazu kam. In beiden Fällen war absoluter Hochsommer. Maifliegenzeit lange vorbei. Beide Fänge waren an einem Standplatz mit überhängenden Bäumen und wurden mit einer für meinen Geschmack eigentlich zu großen Nymphe #10 oder #8 mit Messingkopf gefangen. Hierbei wurde eine Schwimmleine verwendet.
Wenn ich nymphe verwende ich eigentlich kleine Fliegen und serviere mit Czech Nymphing. Hierbei wird "dreggen" vermieden in dem man die Leine aus dem Wasser hält, somit eine natürliche Drift imitiert und das Muster durch den fehlenden Drag tiefer sinken lässt. Außerdem nehme ich Tungstenkopf, der wiederum das absinken begünstigt.
Bei der Technik meiner Freunde handelt es sich um "Old-School" nymphen stromab. Durch diese Umstände sinkt das Muster nicht bis zum Gewässergrund, sondern saust durch Strömung und Flugschnur begünstigt durchs Mittelwasser und lässt sich aufgrund der Geschwindigkeit nicht lange in Augenschein nehmen. Eigentlich wie ein kleiner Streamer und imitiert meiner Meinung nach eher Fischbrut als ein Gewässerinsekt. Da sich Döbel ab einer gewissen Größe auf Fischbrut einschießen, ist der Erfolg grundsätzlich nachvollziehbar.
Am Wochenende konnte ich insgesamt 8 Döbel verhaften, wovon keiner die 30 deutlich überschritt. Trotz Insektenschlupf war zu beobachten, dass sich lediglich Döbel vom Grundschulalter bis zum Berufskolleg auf Oberflächennahrung konzentrierten. Da ich aber in das fischen mit der Trockenen verliebt bin, habe ich mich am Wochenende darauf begrenzt. Dicke Döbel steigen bei uns eigentlich vornehmlich zur Maifliegenzeit, wenn wahre Proteinbomben an der Oberfläche schwimmen.
Dieses Jahr werde ich die ein paar Muster binden, die zwischen Streamer und Nymphe angelegt sind und es einfach mal so wie die alten Hasen machen. Forellen gehen bei der Nummer auch immer wieder dran. Äschen hingehen verschmähen jeden Köder, der nicht natürlich driftet.
 

Dominikk85

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Stimmt es eigentlich das es bei döbeln gut ist wenn die Fliege nicht sanft landet, sondern ein wenig platscht?
 

Gunnar

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Sagt man so... Finde ich technisch aber nicht einfach. Knallen muss die Fliege, nicht die Schnur.
 

balu684

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Mit Schaum Gummi kann man Käfer binden, die schwimmen ganz sicher. Ansonsten Rehhaar.
Und wenn gar nix hilft, dann muss man Fett nehmen. Also Entenbürzelfett bzw andere Mittelchen
 

Gunnar

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Natürlich, aber diese sinken durch den Luftwiderstand langsam ab.
 

Spin+Fly

Gummipapst
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Vorfach einkürzen und die richtige Fliegenwahl (z.B. eine Goddards Caddis) helfen manchmal Wunder ;)


PS: Also um die Fliege aufs Wasser "klatschen" zu lassen
 

Mikeyxxx

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Warum hat noch keiner die russische Atom Ameise erwähnt? Immer ein Garant für große Exemplare, wie ich finde.

Man muss nur Mal den Mut haben, das hässliche Ding zu fischen
 

Dominikk85

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War heute nochmal unterwegs. Leider nur ein verlorener Fisch im Drill und einige fehlbisse. Habe eine kleine trockenfliege verwendet.

Das anschleichen ist wohl sehr wichtig, beim waten hatte ich dagegen keinen Erfolg.habe es heute so gemacht das ich mich an nem erhöhten ufer hinter einen Busch gesetzt habe. Das hat die Fische verscheucht, aber ich habe dann einfach 15m gewartet und als sie wiederkamen im sitzen geworfen. Dennoch waren die Fische extrem vorsichtig, vielleicht war es auch zu warm und die Fische hatten nicht so richtig Bock.
 

Gunnar

Schusshecht-Dompteur
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Gute Taktik. Döbel sind extrem vorsichtig. Vielleicht lässt sich der Bestand deshalb nicht durch den Kormoran eindämmen.
 

Dominikk85

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Gute Taktik. Döbel sind extrem vorsichtig. Vielleicht lässt sich der Bestand deshalb nicht durch den Kormoran eindämmen.
Sie vermehren sich aber auch einfach extrem schnell. Man sieht schon immer wieder angepickte döbel, aber heute im Fluss waren Abertausende jungdöbel von 3-4cm Länge.

Ein döbel legt halt 100k eier, eine Forelle nur 500-1000 oder so.
 

Ricus69

Echo-Orakel
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884577FC-E3E9-4FA9-86D1-B14AB9E2FC94.jpeg Döbel sind tatsächlich verdammt kluge Fische, grade die großen die schon einiges gesehen haben. Manchmal hilft es zumindest bei kleinen hardbaits oder softjerks ihnen die Dinger direkt auf den Kopf zu werfen dann schnappen sie zu. Kann jedoch aus eigener Erfahrung sagen wenn sie einen gesehen haben am Ufer ist und bleibt das Maul zu. Hat man die Möglichkeit unentdeckt zu bleiben, und Platziert den Köder richtig kann es klappen. Versuch es mal von einer weit erhöhten Position aus

Gruss
 

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