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Ein Twitchbait-Oldie

Dieses Thema im Forum "Hecht" wurde erstellt von Heiner, 1. September 2019.

  1. Stefan_M

    Stefan_M Gummipapst

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    Moin!

    Ich habe mich hinreißen lassen und der Franzose hat prompt geliefert ...

    IMG-20191008-WA0001.jpeg

    Das Dekor - Abalone Shad - gefällt mir. Die Außenwand ist transparent, innen ist mittig eine Effektfolie. :cool:

    Grüße, Stefan
     
  2. Heiner

    Heiner BA Guru

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    Funktioniert nicht merklich schlechter als die von mir (aus Gewohnheit) bevorzugte "Baitfish"-Farbe.

    Außerdem gehört das "Abalon"-Design zu den neuen Modellen, bei denen die Schwanzflosse nicht mit zwei Zahnstocher-Stückchen, sondern mittels Metallstiften fixiert ist. Das ist konstruktiv erheblich besser, denn bei den alten Modellen verliert man ab und an die Schwanzflosse, wenn ein Hecht die zu fassen kriegt, weswegen die lange mit einer Ersatzflosse geliefert wurden.
     
  3. Stefan_M

    Stefan_M Gummipapst

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    Stimmt, ist mir auch schon aufgefallen.
     
  4. Heiner

    Heiner BA Guru

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    Da hat es sicherlich Beschwerden gehagelt, die Dinger sind ja schon ewig lange auf dem Markt und somit war Zeit genug, diese Schwäche zu beseitigen.

    Sieht man von den nach meinem Geschmack eine Nummer zu kleinen Haken ab - die Dinger wurden halt in erster Linie für Bass konstruiert - gibt es eigentlich nichts mehr zu meckern daran. Die Verbindungen zwischen den beiden Segmenten sind jedenfalls hinreichend kräftig, zumindest ist es mir noch nie passiert, dass ein Hecht mir einen S-Waver auseinander gerissen hätte.

    Natürlich fische ich die Dinger nicht an einem 8oz-Muskyprügel, damit würde man sie vielleicht kaputt kriegen im "Drill", der dann freilich eher dem Einholen nasser Säcke gliche. :rolleyes: Aber mit einer gut auf das WG der S-Waver abgestimmten Combo, optimal ist hier ein medium fast Taper, kann nichts anbrennen.

    Den 168er fische ich mit Vorliebe an einer etwas älteren 2oz-Rute. Eine ziemlich gute und "relativ" preiswerte moderne Alternative dürfte die Expride 173XH sein. Hätte ich keine Rute in der Art, wäre die wahrscheinlich meine erste Wahl, auch für etliche andere Hecht-Hardbaits (Vibrationbaits, Propbaits, nicht zu tief laufende Crankbaits, Spinnerbaits).

    Vielleicht gepaart mit einer Bantam 150 MGL oder 150 MGL HG, meiner mit einem allerdings ganz erheblichen Shimano-Bias vorbelasteten Meinung nach die ideale Rolle für eine 1,5oz- oder 2oz-Hechtcombo. Aber da gibt es natürlich viele gute Alternativen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Oktober 2019
  5. Stefan_M

    Stefan_M Gummipapst

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    Moin!

    Abalone hat heute beim ersten Wurf geliefert. Das war fast etwas crazy! :D Danach gab es noch zwei Attacken, wovon nur Einer kurz hing. Natürlich über absterbendem Kraut. Morgen hängt er wieder im Snap! :p

    Grüße, Stefan
     
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  6. Heiner

    Heiner BA Guru

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    Oldie but goldie, das Ding.

    Bisweilen lohnt es sich viel mehr, vollkommen aus der Mode gekommene Ladenhüter auszugraben, statt jedesmal loszurennen, um den allerneusten Schrei zu kaufen, den gerade alle kaufen - und der genau deshalb die nächste Lusche werden wird und zwar sehr schnell.

    Kleiner Tipp noch für eine geringere Fehlbissrate: beim 168er und beim 200er S-Waver, welche eigentlich fürs Schwarzbarsch-Angeln konstruiert wurden, die ab Werk bestückten, etwas zu knapp dimensionierten Haken gegen eine Nummer größere ersetzen (Größe 1 bzw. 1/0).

    Owner ST-36 passen hier sehr gut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2019
    Philipp666 gefällt das.
  7. Heiner

    Heiner BA Guru

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    Tja, und wenn an kleineren Gewässern die Bedingungen aktuell gut passen, grad so wie jetzt bei dir, dann sieht meine gigantische Tacklesammlung, die ich mit letzter Kraft aufs Boot schleppe, nicht selten so aus:

    20190521_130141.jpg 20191018_153600.jpg

    Nämlich eine 2oz-Combo von 7' Länge mit medium fast Taper, zweimal S-Waver 168, zwei Ersatz-Titanvorfächer und vor allem einige Ersatzdrillnge, weil für solche Twitchbaits beim Abhaken sehr häufig dieses kleine Teil angesagt ist:

    Download (7).jpg
    http://www.amazon.de

    Wenngleich die S-Waver in 168 oder 200mm erheblich weniger Schaden anrichten als, sagen wir, ein Vision 110 oder dergleichen Spielzeug.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2019
  8. TomB

    TomB Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Wie tief kann man die denn so in etwa fischen?
     
  9. Heiner

    Heiner BA Guru

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    Am besten flach, da er sehr langsam absinkt. Genau das Richtige, um über Krautfeldern oder in der Uferzone zu fischen.
     
  10. ChN

    ChN Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Hab nur die 168er und tiefer, als 1m - 1einhalb m ist eigentlich nur mit viiiiiel Geduld und ultralangsam möglich. Optimal, wenn man übern Kraut grad so 20 - 100cm Platz hat.
     
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  11. Stefan_M

    Stefan_M Gummipapst

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    Moin!

    Ich habe ihn am Schweriner auch über 3 m tiefen Wasser eingesetzt und gefangen. Das geht alles!

    Beim Driften: Mit 8 bis 12 Kurbelumdrehungen ziehst du den Fisch auf den Köder und mit einer schneller Kurbelumdrehung/1 - 2 Twitches lässt du den Köder stehen und kassierst den Biss.
    Beim Ankern: Da kannst du das Ding alles machen lassen. Twitchen, Jerken, Leiern, wie du es magst! Einfach im Flachwasser testen.

    Wenn der S-Waver etwas weiter runter soll, kannst du mit 4 - 5 Windungen Lötdraht an den Drillingen nachhelfen. Falls das immer noch nicht reicht, kann man auch ein 5/10 Gramm-Blei im Snap einhängen. Dann bekommst du ihn gut bis auf 1/2 Meter. Er läuft dann immer noch.

    Grüße, Stefan
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2019
    TomB, ChN und Ruti_Island gefällt das.
  12. ChN

    ChN Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Danke für den Tip, dass die Aktion auch nach Beschwerung erhalten bleibt. Eröffnet neue Möglichkeiten ...
     
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  13. Heiner

    Heiner BA Guru

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    Habe ich auch mal probiert mit der Zusatzbeschwerung, gehen tut das. Allerdings fische ich den S-Waver doch lieber "pur" und nehme für größere Tiefen was anderes. In meiner Sammlung fungiert der S-Waver in den 168er und 200er Größen als "Spezialist" für Flachwasserzonen und absterbende bzw. etwas tiefer gelegene Krautfelder.
     
    TomB gefällt das.
  14. Tactical_Fishing

    Tactical_Fishing Echo-Orakel

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    Aber das ist doch kein Twitchbait O_0
    Es ist ein Swimbait. Unterkategorie Glidebait ;)
     
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  15. Heiner

    Heiner BA Guru

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    "Eigentlich" ja. Aber erst, wenn er getwitcht wird, entfaltet er ein volles Potential.

    Auch eine Grandma oder ein Jake fungieren hierzulande nicht als Twitchbaits, sondern als Crankbaits oder "Wobbler". Jedoch: in der US-Musky-Szene werden die Dinger überwiegend und mit großem Erfolg als Twitchbaits eingesetzt über absterbenden herbstlichen Krautfeldern.

    Die Grenzen zwischen den verschiedenen Baittypen sind oft fließend. Beispiel: Was ist eigentlich ein Musky Innovations Bull Dawg? Ein Twister, ein Creature Bait, ein Jerkbait, ein Twitchbait, ein Pullbait, ein Ripbait oder bloß was zum EInleiern?

    Antwort: Er ist all das, und was er ist für einen, hängt davon ab, wie und wo und wann und auf was man damit fischt. Kreatitivät ist gefragt, nicht das sture Kleben an vorfabrizierten Begriffen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2019
    MorrisL gefällt das.
  16. Tactical_Fishing

    Tactical_Fishing Echo-Orakel

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    Ja sicher hast recht. Aber dennoch würde ich das Ding als Swimbait/Glidebait bezeichnen wollen. Einen Jerkbait kann ich auch einfach einleiern, trotzdem wird dann noch lange nicht ein Crankbait daraus sondern bleibt ein Jerk. Glidebaits lassen sich sowieso sehr kreativ führen. Das ist ihre Stärke. Bull Dawg wurde als Pullbait entwickelt, deshalb würde ich ihn auch als solchen bezeichnen. Ripbaits sind im übrigen Bass-Jerkbaits. Die Bezeichnung wird eher an der US Westküste benutzt.
    Aber am geilsten finde ich, wenn die dt. Fachpresse Stickbaits als Oberflächenwobbler bezeichnet :D
     
  17. Heiner

    Heiner BA Guru

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    Die US-Musky-Szene ist sich schon lange nicht mehr einig in Sachen Bull Dawg. Die oben stehenden Bezeichnungen für ein und dasselbe Ding musste ich mir gar nicht aus den Fingern saugen, die fand ich in den einschlägen US-Magazinen, Fachbüchern und natürlich auch der Werbung. Wo was stand, weiß ich gar nicht mehr.

    Persönlich schätze ich seit langem jene Baits am meisten, welche sich möglichst breitbandig fischen lassen in Bezug auf Lauftiefe, Führungsart und Einholtempo. Erspart einem eine Menge überflüssigen Krempel in den Kisten. Ausgeprochene Spezialbaits für eng begrenzte Einsatzbereiche habe ich nicht mehr viele, wenn ich mal von Crankaits mit mehr oder weniger festgelegter Lauftiefe für bestimmte kurze Saisonabschnitte in gewissen Gewässern absehe.

    Softbaits kann ich eigentlich gar nicht so gut leiden. Indessen: gibt es Flexibleres? Deswegen sind's erzwungener Maßen meine ungeliebten Lieblinge geworden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. November 2019
  18. 57skl

    57skl Keschergehilfe

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    Ich hab mir das gute Stück jetzt auch mal aus Frankreich kommen lassen.
    Bin gespannt, wie er bei uns funktioniert, weil es massig abgestorbene Krautfelder im See gibt.

    Bin beim Stöbern auf dieses Video gestoßen in dem einige Führungsvarianten vorgestellt werden:



    Nach jeder Menge Gelaber zum Tackle geht es ab Minute 8:35 um die Köderführug.
    Ich traue der Variante mit 10-12 Kurbelundrehungen + anschließenden Flüchten am meisten zu...
     
    TimTaler gefällt das.
  19. Stefan_M

    Stefan_M Gummipapst

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    Sieh ihn dir im Wasser an. Ein herrlicher Lauf bei vielen Führungstechniken! Und dann mach mit ihm, was dir am besten gefällt. Die oben erwähnte Variante ist auf jeden Fall empfehlenswert und tauglich auch größere Bereiche abzusuchen.

    Grüße, Stefan
     
  20. 57skl

    57skl Keschergehilfe

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    Klingt vielversprechend, ich freue mich drauf.
    Vielleicht gibt's dann im nächsten Frühling auch die kleinere Version, aber jetzt wird erstmal der dicke getestet.