Vom Kleinboot auf Dorsch

Vom Kleinboot auf Dorsch

Viele machen es schon seit Jahren. Andere fahren immer noch Kutter. Die nächsten assoziieren das Thema „Dorsch“ mit Norwegen. Und dann gibt’s auch noch Leute, denen das Dorschangeln gar nichts sagt. Den erstgenannten brauche ich nichts zu erzählen. Aber allen anderen möchte ich mit dieser kleinen Foto-Story, die im Rahmen des Junggesellenabschieds meines Kumpels Hans-Wolfram vor Rügen entstand, zeigen, wie schön das Dorschangeln vom Kleinboot ist.

Dabei fährt man nicht besonders weit vor die Küste und sucht den Tiefenbereich von 15 (tagsüber) bis 4 m (nachts) ab. Während die kleineren Dorsche derzeit oft in Schulen unterwegs sind, muss man sich die großen Dorsche einzeln suchen. Das Auffinden der Dickdorsche ist uns bei unserem Ausflug leider nicht geglückt. Und trotzdem hatten wir – der Armin, der Hürthi, der Latschi und ich eine Menge Spaß auf Hackis „Einbaum“. Denn die Bisse kommen hart wie beim Zanderangeln. Nur ist die Frequenz meistens viel höher. Wir haben nicht mitgezählt. Aber zwischen 40 und 50 Dorsche dürften wir gefangen haben. Kein schlechtes Ergebnis für 5 Stunden auf dem Wasser…

Zunächst mal ging’s ein bisschen weiter raus. Schließlich kommen die Dorsche erst mit der Dämmerung ins Flache.

Am Anfang versuchten wir es mit Meerforellenblinkern…

… und japanroten Twistern als Beifänger.

Das Angeln gestaltete sich aber ziemlich zäh. Hier mal ein Biss. Dort mal ein Dorsch.

Aber Hacki hatte uns ja auch schon gesagt, dass es erst gegen 20 Uhr so richtig losgeht. Das tat es dann auch. U.a. auch, weil wir die Köder wechselten. Doch als wir nämlich sahen, was die Dorsche zur Zeit fressen, stellten wir um.

Und zwar auf den T Tail Minnow in Pearl Olive, der der aktuell favorisierten Beute (kleine Butterfische) sehr ähnlich sieht.

Wir fischten die schlanken Gummiwürstchen auf 9 bis 13 m mit 10 (mit der Drift) bis 28 Gramm (gegen die Drift). Und dann ging es Schlag auf Schlag.

Wie oben bereits erwähnt, fingen wir keinen einzigen Dickdorsch. Aber auch kleinere Dorsche legen sich mächtig ins Zeug. Und zwei hübsche Beifänge hatten wir auch noch.

Die Dorsche ließen wir uns dann zusammen mit unseren sich von Hans-Wolframs Jugegesellendasein verabschiedenden Surfcracks dann im Aluschiff schmecken.

Kategorien: Meeresräuber

Kommentare

  1. potsdam-rockt
    potsdam-rockt 4 Juni, 2010, 10:15

    Hey Mr. dietel, dass Bild mit der Platte is mal richtig stylisch 8)

  2. Tinsen
    Tinsen 4 Juni, 2010, 15:04

    ach hannes, auf sowas hätt´ich auch mal bock.

  3. raubfischpolizei
    raubfischpolizei 4 Juni, 2010, 19:40

    Sieht nach einer gelungenen Tour aus! War in der letzten Woche auch 2 mal vom Kleinboot auf Dorsch unterwegs – Spinnrute, Gummis an maximal 21g Köpfen u Fisch ohne Ende… 8)

  4. Bubbel2000
    Bubbel2000 4 Juni, 2010, 19:53

    Zum Dorschangeln in der Ostsee braucht man nur nen braunen Gummi und ab geht's! 😀

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