Texas-Rig: Verschiedene Ablutsch-Versicherungen

Texas-Rig: Verschiedene Ablutsch-Versicherungen

Wer viel mit dem T-Rig operiert, kennt das Phänomen bestens: Besonders weiche Gummis werden von den Fischen oft vom Haken gezogen. Auf Dauer leiern die Gummis dadurch aus und werden Stück für Stück unbrauchbarer (man kann sie immer weiter einkürzen). Was aber noch „schlimmer“ ist: Nach einem Fehlbiss hängt der Köder so schief auf dem Haken, dass der Verfolger garantiert nicht noch einmal zubeißt.

Für dieses Problem gibt’s gleich mehrere Lösungen. Eine solide Möglichkeit, das Gummi vor dem Verfall zu schützen, stellt das Eindrehen eines Hitchhikers in die Gumminase dar. Den Hitchhiker kann man dann ins „Z“ des Offsethaken schieben und dann den Köder ganz normal weedless oder exposed aufziehen. Bei einem (Fehl-)Biss rutscht der Hitchhiker dann mit. Das Gummi bleibt unbeschädigt. Dem Verrutschen hat man damit aber nicht vorgebeugt. Das funzt besser mit Fahrradschlauch-Stückchen, speziellen Worm Holding-Keepern, Silikon-Stoppern oder dicker Mono.

Fahrradschlauch

Aus einem Stück Fahrradschlauch fertigt man sich kleine Gummi-Plättchen an. Diese können dann unter den Köder geschoben werden, wenn dieser mit der Schnauze auf dem Haken angebracht ist. Wenn das Plättchen schön im Knick sitzt, haben es die Fische schwer, den Wurm herunterzulutschen. (Die Idee kommt übrigens aus dem Forum. Vielen Dank an Brilliano!)

Silikon-Stopper

Auch ein Silikon-Stopper erschwert den Wurmdiebstahl beträchtlich. Einfach nach dem ersten Teil der Offset-Anköderung auf den Haken schieben und den Köder fixieren.

Worm Holding Keeper

Eine etwas fummlige und auch die teuerste Lösung (aber keine schlechte!) sind die kleinen Kunstwerke aus Japan, die man um den Köderkopf herum anbringt.

Nylon

Eine der besten Versicherungen besteht aus einem an beiden Seiten angeschmolzenen Stück dicker Mono, das man vor dem Abfackeln mit Hilfe eines Nagels durch das bereits im Gummi versenkte Hakenöhr schiebt. Nach dem Abfackeln kann die Monofile nicht mehr durchs Öhr rutschen. Resultat: Der Köder hält bombenfest.

Hier nochmal der Überblick:

Ihr habt bessere Lösungen parat? Dann beschreibt die doch bitte mit einem Kommentar unter diesen Artikel.

Kategorien: Tipps & Tricks

Kommentare

  1. waldgeist
    waldgeist 29 Juli, 2011, 06:53

    Moin!

    Also: Die Gummistopper lösen sich nach einer Weile, dank der Weichmacher im Gummi, in der Box auf und fallen ab. Der Drahtarm kostet wieder Geld. Das mit dem Fahrradschlauch ist eine schnelle und einfache Lösung, ich werde mit gleich mal ein paar Stückchen zurechtschneiden.

    DieIdee mit der Mono ist auch ganz gut, nur reißt die Mono irgendwann auch raus.

    Das Beste, was ich bislang benutzt habe war: Eine Drahtspirale.
    Diese wird einfach da, wo der Haken unter dem "Z" aus dem Gummi heraustritt, um den Haken gewunden in der Gummi eingedreht. Dadurch wird der Gummi fest verankert, ganz ohne Kleber! Und wir alle wissen doch, wie gut Drahtspiralen im Gummi halten… 😉

    Die spiralen kann man sich leicht selber drehen. Einfach billigen 0,4er Federdraht um einen dünnen Nagel wickeln. Zur not tut's auch eine Kugelschreiberfeder, nur sind da die Abstände zwischen den einzelnen Wicklunge ein wenig zu weit auseinander und der Radius der Feder ist auch für kleinere Köder ungeeignet.

    Ich hoffe, eine gute Idee mit eingebracht zu haben.

    Grüßle!

  2. dietel
    dietel 29 Juli, 2011, 08:17

    gute idee! muss ich mal testen. hört sich aber nach ner sehr guten lösung an.

  3. NorbertF
    NorbertF 29 Juli, 2011, 08:25

    Ich nehm trotzdem einfach die im Handel erhältlichen Wormkeeper (von Nogales zB). Kosten zwar ein paar Cent pro Stück, dafür lösen sie sich nicht auf, sind immer verfügbar ohne dass ich was basteln muss und halten auch gut.

  4. Drop_Shot(ter)
    Drop_Shot(ter) 29 Juli, 2011, 08:30

    Rein vom lesen her überzeugt mich grade der Draht, und die Mono, aber ich glaube der werfen sich einige Probleme auf, wenn man den Köder wechseln will. Außerdem müsste man sich den Draht auch noch bestellen.
    Die Idee von Brilliano finde ich doch am besten! Wenn hier noch einen alten Schlauch finde, werde ich as gleich ausprobieren 😉

    Liebe Grüße

  5. dietel
    dietel 29 Juli, 2011, 08:43

    den köder wechselst du doch eh nur, wenn's nicht beißt. solange kannste auch ohne rutschversicherung arbeiten 🙂

  6. Fisker
    Fisker 29 Juli, 2011, 09:26

    schade, dass es für die als beste möglichkeit angepriesene version kein bild gibt. ich kann mir nicht ganz vorstellen, was:

    "Den Hitchhiker kann man dann ins „Z“ des Offsethaken schieben und dann den Köder ganz normal weedless oder exposed aufziehen."

    bedeutet. also wenn man jetzt so einen haken wie auffem vorletzten bild hat, wo und wie genau wird der hitchhiker denn da rutschfest befestigt.

    mfg

  7. dalai
    dalai 29 Juli, 2011, 09:37

    Ich hab mittlerweile immer einen Snap am Ende meines Rigs. Damit wechsel ich nur noch die aufgezogenen Köder inklusive Haken. Die Barsche juckts recht wenig. Jemand andere Erfahrungen gemacht?

  8. Mr.Redfish
    Mr.Redfish 29 Juli, 2011, 09:38

    Für mich ist die Variante die auch Waldgeist schon gennat hat, die beste Möglichkeit. ❗

    Das hält bombensicher und Kein Köder reißt mehr aus.
    Die bietet auch den Vorteil, dass an der Optik des Köders nichts geändert wird, ist also auch für Perfektionisten geeignet! 🙂

  9. Smoke27
    Smoke27 29 Juli, 2011, 09:38

    Ein Hitchkicker am dafür vorgesehenen Haken hält bombenfest. Da verrutscht nix mehr.

  10. berlinerzander
    berlinerzander 29 Juli, 2011, 09:49

    Ich mache das genauso !
    Einfach den kleinsten oder zweitkleinsten snap von profiblinker nehmen und schon ist die Sache immernoch ziemlich unauffällig 😉

  11. Waterfall
    Waterfall 29 Juli, 2011, 11:06

    Schön das du aus der kleinen Disskusion im Thread einen ganzen Artikel gemacht hast! Sehr schön beschrieden, und sehr verständlich!

    Gruß

  12. raubfischpolizei
    raubfischpolizei 30 Juli, 2011, 22:15

    Moin,
    ich nutze dafür kleine Spiralen aus Edelstahldraht, welche ich an der Hakenöse befestige. Der Köder wird dabei einfach auf die Spirale gedreht. Für mich die perfekte Lösung.

  13. Stichling09
    Stichling09 30 Juli, 2011, 23:04

    hab die köder öft mit sekundenkleber fixiert. Das fuktioniert aber nur bedingt gut, weil bei manchen ködern sich das gummi nicht mit dem sekundenkleber verträgt

    grüße

  14. Dorschliebhaber
    Dorschliebhaber 31 Juli, 2011, 12:16

    Habe ich auch,aber an meinen Weightened Offsets für Softjerks.

  15. Fischkopp
    Fischkopp 3 August, 2011, 09:28

    Nimm einen Locher für den Schlauch

  16. Jericho
    Jericho 3 August, 2011, 15:43

    …Dito, Sekundenkleber ist auch mein Favorit. Hat sich beim ganz normalen Erie-Jig bewährt, und mich auch seitdem bei keiner einzigen Technik enttäuscht. Ich mache sowas nur bei frisch aufgezogenen, trockenen Gummis und Haken, und da hat sich auch noch nie was gelöst.

  17. dietel
    dietel 4 August, 2011, 18:01

    aber es gibt halt leider keinen hersteller, der ein komplett-programm mit diesen ösen anbietet. voll die marktlücke, meines erachtens.

  18. dietel
    dietel 4 August, 2011, 18:04

    wobei die raubfischpolizei meines erachtens nicht von hitchhikern spricht, oder? um die gings bei smoke27.

  19. Thor
    Thor 7 August, 2011, 20:52

    also habe ne ganze Weile mit so ziemlich allen der hier angebotenen Ablutsch-(Ver)sicherungen herumprobiert,zufrieden war ich mit keiner.
    Meiner Meinung nach hat Fahradschlauch den Nachteil das er das eindringen des Hackens ins Fischmaul massiv behindert,abhängig von Hakentyp und Ködern gerade beim Shad impact oder beim Shad assassin.
    Silikonstopper leisten auch nicht wirklich Wiederstand zudem lösen sie sich auf.
    Die Drahtbügel fand ich ziemlich gut,allerdings sind sie in Deutschland relativ schwer zu beschaffen.
    Hich Hilker oder Spiralen finde auch nicht so schlecht,manchmal aber eine ganz schöne Fummelei und leider nicht bei jedem Hackentyp einsetzbar.
    Mittlerweile habe ich für mich die perfekte(n) Sicherungen gefunden und natürlich möchte ich sie euch nicht vorenthalten.
    Zum einen,ein elastisches Köderband wie es die Brandungsangler zur Sicherung ihrer Naturköder verwenden nennt sich Elastic-Bait-Band,dieses ca. 20cm lange Stück wird in dem Bereich des Gummiköders(geht natürlich bei Tauwürmern auch)der zwichen Öse und dem Z sitzt mittelstraff umwickelt und sollte den Köder an dieser Stelle schon ein wenig einschnüren aber bitte nicht abschnüren.Hält bombenfest und verhindert eine ganze Weile das ausreißen und abrutschen des Gummiköders.
    Das zweite sind die sogenannten Bait Bands der Karpfenangler,gibt es in verschiedenen Durchmessern.Diese sollten ebenfalls straff im Bereich zwischen Öhr und Z sitzen,sind fast genauso effektiv habe den Nachteil das man sie vor Montage des Köders auf diesen ziehen muß,Vorteil wenn der Köder zerbissen ist lassen sie sich einige male wiederverwenden.Die Ringe zur Wacky-Anköderung sollten auch funzen allerdings habe ich es noch nicht probiert.
    So hoffe geholfen zu haben,probiert es aus und berichtet.

    viele Grüße Thomas

  20. Nippon
    Nippon 2 November, 2011, 19:10

    Schaut euch mal das Video zum Final Keeper an, dürfte hier gut reinpassen 😉

    Video: http://www.youtube.com/v/z2AmIp3Xvqw

    Mehr Infos und Bezugsquelle: Final-Keeper

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