1. Mai – Tag der Arbeit der Tag des Angelns?

1. Mai – Tag der Arbeit der Tag des Angelns?

Das fragten sich vermutlich nicht nur die 12 OWL Barsch-Alarmer, die an diesem Tag zur “Rückrunde“ des Treffens im Januar am Mittellandkanal in Schaumburg angetreten sind, sondern wahrscheinlich auch die zahlreichen anderen Spin-und Ansitzangler die an dem ausgemachten Abschnitt unterwegs waren.

Ende der Raubfischschonzeit (in Niedersachsen) und Feiertag -klar- da lockt es natürlich viele Angler ans Wasser.

 

Vorweg:

Den Termin hatten wir beim letzten Treffen schon besprochen, da war es kalt und lief extrem zäh…also wurden beim abendlichen Essen schon die Pläne geschmiedet im Mai bei hoffentlich herrlichen Wetter und willigen Fischen die Saison einzuleiten.

Die weiteren Absprachen trafen wir über die noch bestehende Whats-App Gruppe. Wobei da im Grunde auch nicht mehr viel zu besprechen war, der Plan vom letzten mal wurde größtenteils übernommen. Nur die Uhrzeit etwas nach hinten geschoben und das Essen vom Gasthaus auf Döner-King verlegt.

Die Meldung hier im Forum erfolgte zugegebenermaßen recht spät. Da angedacht ist, so etwas im späteren Verlauf des Jahres zu wiederholen, werden wir in Zukunft darauf achten, die Absprachen gleich ins Forum zu tragen.

 

So, nun zum Treffen:

Gruppenfoto haben wir vergessen, das wäre sonst an dieser Stelle zu sehen.

 

Das Wetter versprach, ganz brauchbar zu werden, den Vortag noch knapp 20° mit Sonne, am Tag des Treffens sollte es ein wenig bedeckt werden. Jedoch hielt sich die Sonne auch an diesem Tag größtenteils bis zum Abend, eins zwei Wölkchen hier und da, bissl Wind und der ein oder andere hat sich sogar schon den ersten kleinen Sonnenbrand abgeholt. Beim Wetter also schonmal volle Punktzahl.

 

Wir hatten uns wie beim Vortreffen vier “Häfen“ auf der Strecke augesucht, um diese nacheinander abzuangeln. Das sind keine großen Anlagen, entweder ein Anleger einer Firma mit Wendebecken, oder ein öffentlicher Anleger. Dazwischen liegen meist mehrere Kilometer mit durchgehender Packung auf beiden Seiten und so bilden diese Anleger mit ihren Spundwänden die einzigen großflächigen Strukturveränderungen. Hier kann es sich immer lohnen, die Spundwände abzuangeln und/oder sich auf die Übergänge zur Packung zu konzentrieren.

Sollte dort nix los sein, ist die nächste Packung meist eh nicht weit. Steine, Muschelbänke und alle Arten von Kanten sind oft die bevorzugten Standorte der Fische, bieten diese doch meist in irgendeiner Form Nahrung oder geschützten Standort (vor Strömung durch Schiffe oder Wind zb.), oder am besten beides zusammen.

Ausgedehnte Krautfelder sucht man hier vergebens, die Strecke ist sehr viel befahren. Frachtschiffe (Großmotorgüterschiff, Schubverbände,…) und sobald die Sonne rauskommt auch viele kleine Yachten und andere Privatboote, die dafür sorgen das regelmäßig Sediment aufgewirbelt wird. Vereinzelt gibt es mal kleine Krautfahnen, an beruhigteren Bereichen in Wendebecken z.B., die sich aber meist erst richtig entwickeln wenn das Wasser wärmer wird und die Schwebstoffe sich schneller legen. Im Winter /Frühjahr ist das Wasser in der Regel durchgehend sehr trüb, mit Sichttiefen so zwischen 5–30cm. So war es dann auch an diesem Tag.

 

Der erste Spot brachte uns keine Fische, am zweiten Spot dauerte es jedoch nicht lange und die ersten zwei (untermaßigen) Zander konnten unter Aufsicht der Fischereikontrolle gelandet werden.

Zuerst schnappte sich einer meinen kleinen Krebs am Rubberjig, den ich in mehreren würfen immer  in der gleichen Linie vor einem kleinen Einlauf mit Brücke hergezuppelt hatte, kurz danach hat Bastian (blinker86) einen vertikal vor der Brücke hergeholt. Von dem gibt’s auch ein kurzen Schnappschuss.

 

Nach kurzem Plausch war der gute Mann von der Kontrolle wieder verschwunden und wir zogen ein paar meter weiter zu einem Übergang zur Packung, wo gleich in den ersten Würfen der nächste halbstarke Zander einstieg.

 

Von hier ging’s weiter zum 3. Hafen, der “Entschneiderungshafen“ vom Januar Treffen…mal schauen ob an der kleinen Kante vor der Spundwand paar Fische sind. (Lurenatic) Carsten macht den ersten Wurf… Biss, versemmelt. Ich den zweiten Wurf aus der anderen Richtung, zuppel über die Kante… Nix, weiter zuppeln bis kurz unter die Rutenspitze… Dann doch noch ein Tock, wieder kommt ein kleiner Zander hoch, so um die 40-50cm und klinkt sich mit einer Drehung an der Oberfläche aus… Naja, auch okay.

 

Währenddessen sind Philipp(05) und Holzi direkt rüber zum anderen Ende des betonierten Anlegers, wo sie einen flachen und sehr steinigen Übergang mit leichten Rubberjigs beangeln, 3 Zander landen und weitere Bisse verhauen.

 

Zander-Alarm also, Barsche ließen sich soweit nicht blicken.

Von diesem Anleger erreicht man zu Fuß ein nahegelegenes Wendebecken, welches wir noch kurz beangelten und dort ein wenig verweilten. Carsten konnte in den ersten Würfen einen besseren Zander haken, der leider kurz vor der Landung ausstieg – sehr schade.

 

Weiter zum 4. und letzten Spot, wo wir zunächst ganz allein waren und nicht von erstaunt dreinschauenden Ansitzanglern begutachtet wurden. Erst kurz nach uns tauchten zwei weitere Spinnangler auf, die bei unserem Anblick vermutlich kurz dachten der Hering sei da…

 

Hering wars nicht, Barsch auch nicht, aber zwei Zander ließen sich nicht lange bitten, von denen es einer auf’s Foto schaffte. Der zweite hatte sich meinen Rubberjig leider ein wenig zu sehr “gegönnt“…

 

Den Username habe ich vergessen – Asche auf mein Haupt…

Von der Packung aus orientierten wir uns Richtung Anleger und erreichten den Übergang zur nahliegenden Spundwand. Carsten verzeichnete direkt am Übergang zunächst zwei zaghafte Bisse und konnte den ersten Barsch des Tages landen… Klein, aber Hauptsache gestreift und stachelig.

 

Endlich die Barsche gefunden? Naja, so richtig wollten sie auch nicht. Zunächst zwei-drei  vorsichtige bisse noch die nicht hingen, kam dann zumindest doch noch ein ansehnlicher Barsch zum Vorschein, der sich den kleinen Gummifisch am Jigkopf von Bastian direkt in der ersten Absinkphase schmecken ließ.

 

 

Das Feld verstreute sich ein wenig an Packung und Spundwand und angelte sich bis zum anderen Ende des Anlegers durch.

 

 

Jedoch sollte nix mehr kommen, 17 Uhr war auch durch und wir beschlossen den Tag zu beenden. Wir wollten ja auch noch Döner Essen. Also Abmarsch in die kleine Döner-Bude die praktischer Weise auf dem Weg lag und in der zum Glück nix los war… Klein bedeutet hier wirklich klein.

So füllten wir alle vorhandenen Sitzplätze und schnackten zwischen Döner und Lahmacun über… ja über was Angler halt so schnacken.

Auf jeden Fall aber darüber das es wieder ein schönes Treffen war, mit netten Leuten, tollem Wetter, einer Menge Spaß und auch ein paar Fischen.

Und auch darüber das wir solche kleinen, inoffiziellen Treffen versuchen wollen übers Jahr verteilt “regelmäßig“ einzurichten, in welcher Form und an welchem Gewässer wird sich zeigen.

 

Es war mir eine Freude, Grüße an alle!

Alex (Fischer Hans)

Kategorien: BA-Treffen

Kommentare

  1. Johannes Dietel
    Johannes Dietel 12 Juni, 2017, 06:49

    Erstmal vielen Dank an Alex für den Bericht und dass Du mich dran erinnert hast, dass der noch in meinem Postfach schlummert. Asche auf mein Haupt. Ich finds immer super, wenn ihr solche Treffen plant. Und noch schöner ist es, wenn sich dann jemand die Mühe macht, das Geschehen für uns zu dokumentieren.

    Und dann freit es mich, dass wenigsten die kleinen Zander gebissen haben. Man muss halt damit leben, dass die Rekordfische sich nicht immer an den Plan halten. Vielleicht gibt’s beim BA-Treffen am Wandlitzsee ja ein paar Dicke. Aber am wichtigsten ist ja, dass man sich mal kennenlernt und im Anschluss weiß, wer der Mensch hinter dem Avatar ist.

    Petri!

  2. O_Weser
    O_Weser 12 Juni, 2017, 08:16

    Alex, Danke für Deinen tollen Bericht.
    Ist immer wieder schön ein paar Fische zu sehen, da ich ja an dem Tag als Schneider nach Hause gefahren bin. Aber wie Johannes schon sagt, es ist immer wieder schön mit einer so tollen Truppe ans Wasser zu gehen und die Menschen hinter dem Avatar kennenzulernen.
    Daher bin ich, wenn es sich irgendwie einrichten lässt, auch beim nächsten Treffen defintiv wieder am Start.

    Gruß
    Olaf

  3. BassPunk
    BassPunk 14 Juni, 2017, 20:50

    Hast dir wirklich mühe gegeben und schön geschrieben!
    Wo sind die Leute,die dabei waren?
    Ihr könntet die Arbeit vom Alex ruhig mal anerkennen!!!!
    Danke

  4. schwede2k
    schwede2k 21 Juni, 2017, 12:28

    Klasse geschrieben 🙂

    Vielleicht schaffen wir es das nächste mal, dass keine als Schneider nachhause muss 😛

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