Leicht, schnell, kurz & geil – Greys Prowla Specialist Pro

Leicht, schnell, kurz & geil – Greys Prowla Specialist Pro

Es war mal wieder na der Zeit sich was Neues zuzulegen, eigentlich war ich darauf fixiert, mein hart verdientes Geld in einige Köder zu investieren. Im Angelmarkt angekommen musste natürlich zuerst der Rutenwald begrabbelt werden. Natürlich nur gucken nicht kaufen! Doch dann kam alles anders: Sascha zeigte mir dann natürlich die neuste Lieferung an Greys Ruten, nachdem ich schon damals bei der Specialist Platinum in 2,44 20-45 Gramm zum „Zandern“ nicht nein sagen konnte, ahnte ich irgendwie schon das es diesmal nicht anders sein würde.

Also schaute ich mir die Dinger mal genauer an um genau zu sagen die Specialist Pro in 198 cm -25gr. WG. Erster Eindruck? TOP . Super verarbeitet, schlichtes mattschwarzes Design, rote Zierwicklungen, Korkgriffe mit Rot eloxierten Zierringen und Rubberkork-Endkappe, genau so sollte sie aussehen. Nach kurzem Fachsimpeln und gaaaanz genauem begrabbeln war klar: Die ist es!

Mit knapp 130 Gramm ein Leichtgewicht, dazu eine tolle Spitzenaktion und schön straff mit toller Spitzenaktion. Was wäre ne Rute ohne Rolle und einmal dem Tacklewahn verfallen ( wer kennt das nicht) kommt‘s ja auf das Geld auch nicht mehr an. Also ab zum Rollenständer, sämtliche Modelle genauer angeguggt und in ne 2500er Daiwa Exceller X verliebt.

Montiert an der Rute wurde daraus eine sehr stimmige Kombo welche 1 cm oberhalb der Rollenhalters perfekt ausbalanciert ist.

Der seidenweiche Lauf und die feinjustierbare Bremse überzeugten mich, dazu wird sie mit E-Spule aus Alu geliefert, was mir sehr wichtig ist da ich öfter zwischen Mono und Geflecht wechsle. Gerade was Twitchbaits angeht hab ich mit Monofiler die besseren Erfahrungen gemacht.

Farblich passend zur Rute wurde die 1. Spule dann mit 0,10er Code Red bespult, die 2. wurde mit Berkley Triline in 0,20 gefüllt, alles eingepackt die Rute in dem mitgelieferten schwarzen Stoffetui verpackt, bezahlt und ab nach Hause. Angekommen wurde erstmal die Tackleboxen sortiert und ne Auswahl der Köder getroffen die immer mit am Wasser sein sollten, zumindest in unserer Gegend. Sortieren war sowieso lange überfällig also wenn nicht jetzt wann sonst.

Am nächsten Tag wars dann soweit, 9 Uhr aufstehen Rucksack packen los geht‘s an einen kleinen aber feinen Weiher direkt in meiner Nähe, um 2 Stunde dem schönsten Hobby der Welt nachzugehen. Es ging mir weniger darum Fischkontakt zu haben, sondern viel mehr darum zu sehen was die Rute kann, sie auf Herz und Nieren zu testen und ob sich mein erster Eindruck bestätigt. Ich kann jetzt schon sagen…Er tat es.

Los ging‘s mit nem 5cm Kopyto mit 3gramm Jig, Schnur halten, Rollenbügel auf und Feuer…siehe da er fliegt und fliegt und fliegt… Sehr gut, dacht ich mir. Am Grund angekommen, kam sofort die Rückmeldung über den Rutenblank. So solls doch sein. Bis zu 14 Gramm-Köpfe ließen sich ohne größere Probleme mit der Rute werfen und führen. Nach kurzer Testphase mit Gummi, welche in allen Belangen positiv ausfällt, ging‘s weiter mit Minnows und Cranks ala Eichhörnchen, Chubby Cherry und diverse andere. Angefangen mit dem Chubby sowohl als SR und DR kann ich auch nichts Negatives verlauten lassen.

Eine durchaus annehmbare Wurfweite bei Ködergewichten um 2,5 Gramm. Auch in Sachen der Führung kann ich nur sagen, dass jeglicher Grundkontakt sowie Kraut oder Blätter am Drilling direkt über den Blank mitgeteilt werden, was das Angeln natürlich ungemein erleichtert … Denn wer will schon nen Crankbait voller Blätter über die ganze Distanz mit Spinstop etc. führen obwohl er längst seine Laufeigenschaften eingebüßt hat. Auch Twitchbaits lassen sich mit der Relativ straffen Rute sauber Twitchen und auch hier ist jederzeit der Kontakt zum Köder gegeben.

Nach über ner Stunde Angeln ohne Fischkontakt kam dann endlich der ersehnte BISS. Ein Sakura Ruty Minnow flog kurz vor die Schilfkante, auf tiefe kurbeln, 2 x hart getwitcht und kurz stehen gelassen. Dann kam er, der ersehnte TOCK!!!!

Erst dachte ich an einen größeren Barsch, nach kurzem Drill kam ein kleiner Hechtschniepel an die Oberfläche. Schnell versorgt und zurück ins Nass. Ich kann durchaus sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass ein kleiner u40er so einen Einschlag erzeugen kann, aber man lernt ja nie aus. Beim Drill selbst gab‘s natürlich keinerlei Probleme die Rute bewältigte den Fisch nur mit der sensiblen Spitze und biegt sich erst bei größerer Belastung weiter durch.

Abschließend kann ich die Rute nur wärmstens als Allrounder empfehlen. Als reales WG kann ich mit ruhigem Gewissen 3-20 Gramm ansetzen. In diesem Bereich arbeitet die Rute nahezu perfekt. Als einziges Manko, aber das ist meine persönliche Empfindung der Kork oberhalb des Rollenhalters ist etwas zu lang, mit kleine Händen oder kurzen Fingern wird es recht schwierig den Finger auf den Blank zu bekommen.

Ich hoffe einfach noch viel Spaß mit dem neuen Taktstock zu haben, leider hätte ich gern mehr Fisch gezeigt. Aber an diesem Tag war einfach nicht mehr drin. Hier noch ein Paar technische Daten zur Rute und Rolle

SPECIALIST PRO 6’6, bis 25 g

Länge: 1,98
Wurfgewicht: bis 25g
Eigengewicht: 130 g

• Ringe 8
• High Modulus Carbonblank
• Geteilter Korkgriff mit Alu-Zierringen in Rot und Rubberkork Abschlusskappe
• Blank mit schwarzen Bindungen und roten Zierwicklungen
• SIC Ringe für Geflochtene Schnur, Endring mit “ Anti-Tangle-Frame“
• Ergonomischer Schraub-Rollenhalter für Stationärrollen
• Seitlich angebrachte Hakenöse
• inkl. Stoffetui

Daiwa Exceler X 

Größe: 2500
Lager: 4
Uebersetzung: 4,7:1
Fassung: 190m/0,25mm
Einzug: 70cm
Gewicht: 260g

• 4 „CRBB“ Kugellager
• DigiGear Getriebe
• Infinite Rücklaufsperre
• ABS Spule
• Advanced Locomotive Levelwind Schnurverlegung
• CNC gefräste Aluminiumkurbel
• Twist Buster II Schnurlaufröllchen (Patent-Nr. EP0876760B1)
• GyroSpin
• Longlife Bügelfeder
• Aluminium Ersatzspule

Grüße Pascal

Kategorien: Tackle-Tipps

Kommentare

  1. die-radde
    die-radde 14 November, 2012, 12:34

    Falls mich wer sucht, ich bin im Angelladen.

    Top Bericht, hab schon seit Tagen darauf gewartet* *daumen hoch*

  2. NilsLa
    NilsLa 14 November, 2012, 15:13

    Und was soll die kosten?

  3. Barschnup
    Barschnup 14 November, 2012, 15:21

    Mit kanpp 100€ biste dabei…..

  4. milhouse
    milhouse 14 November, 2012, 15:52

    was ich nicht ganz verstehe: Was ist der Unterschied zwischen der Specialist und der Specialist Pro? Die Länge der Ruten? Ist der Blank der gleiche?

  5. Barschnup
    Barschnup 14 November, 2012, 16:12

    Der blank ist der gleiche die wesentlichen unterschiede liegen in der Rutenlänge und dem d-tecta rollenhalter der bei der pro serie nich verbaut wurde.

  6. die-radde
    die-radde 15 November, 2012, 10:12

    Rute, Rolle und Schnur bekommst du für etwa 200€.

  7. Barschsammler
    Barschsammler 20 Dezember, 2012, 08:10

    …der Bericht ist super.
    Die Bilder sind dir auch gelungen.

    Hab auch die Rute, und bin mehr als zufrieden 😀

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