Fischingglue: Gummifischkleber muss in jede Tackle-Box

Fischingglue: Gummifischkleber muss in jede Tackle-Box

Es gibt Dinge, die habe ich recht früh für mich entdeckt. Aber manchmal brauche ich auch ein bisschen länger als andere, bis ich den wahren Wert eines Produktes erkenne. Der Fishingglue ist nun wirklich nichts Neues. Ich habe mir vor Ewigkeiten eine Testpackung gekauft, den Test aber nie durchgezogen.

Nachdem mir letzte Woche die Barsche aber einen ganzen Schwung Ring Claws zerlegt haben, hatte ich gestern die „spontane“ Idee, mal diesen Gummifischkleber aus den Untiefen meiner Regale heraus zu kramen, um aus einscherigen Krebsen wieder komplett bewaffnete Krustentierimitate zu machen. Die Skepsis war groß. Schließlich hängt die wuchtige Schere an einem seidenen Gummifaden.

Also: Aus zwei mach eins – von einer einscherigen Ring Claw die Schere abtrennen. Die Andockpunkte gerade schneiden, so dass eine maximal große Klebefläche entsteht. Beide Teile mit einem Tropfen Fishingglue beträufeln.

10 Sekunden antrocknen lassen.

Gegeneinanderpressen. Warten… Beim ersten Mal hatte ich zu wenig Geduld. Da war der Kleber schon fast durchgefallen. Eine Chance sollte er noch bekommen. Also die beiden fast schon getrockneten Pole nochmal gegeneinanderpressen und noch einen Tropfen Fishingglue oben drauf. Und jetzt mal richtig lange warten, bis der Kleber auch wirklich getrocknet ist.

Bingo. Man kann richtig stark dran ziehen, ohne dass die Schere abkracht.


 

Höchste Zeit also, allen, die den Kleber genauso verschlafen haben wie ich, das Zeug zu empfehlen.

Mehr Infos auf fishingglue.de

Kategorien: Tipps & Tricks

Kommentare

  1. michaausberlin
    michaausberlin 13 Juni, 2014, 06:49

    Schon seit einigen Jahren fester Bestandteil der Ausrüstung bei mir. So kann man noch so einige creaturebaits beim barscheln retten und auch große Hechtgummis wieder zusammenflicken.
    Wobei es kein wirklicher Kleber ist, sondern den Gummi aufweicht und somit das Material neu verschmelzen tut. Bei großflächigen Anwendungen rate ich dazu, den Gummi einige zeit ruhen zu lassen, damit der “weichmacher” sich komplett aus dem Gummi ausdünsten kann und die Konsistenz wieder härter wird.

  2. Rheinangler86
    Rheinangler86 13 Juni, 2014, 08:49

    Stimmt, auch bei mir ein unverzichtbarer Bestandteil in der Box. Rettet gerade auch bei Keitech und Co., die eine weiche Gummimischung haben, den ein oder anderen Köder. Vor allem verhält sich das Material sehr neutral an den Klebestellen, was ihn ggü anderen Klebern auszeichnet.
    Mend it ist da auch noch eine Alternative und durch den an der Flasche befindlichen Pinsel sehr gut aufzutragen, gerade auch bei kleineren “Wunden”.

  3. dietel
    dietel 13 Juni, 2014, 08:59

    Ich glaube, dass “Mend It” der Grund war, warum ich die Sache mit den Klebern abgeschrieben hatte und den fishingglue erst gar nicht ausprobiert hatte. Von “Mend It” war ich enttäuscht. Kann aber sein, dass ich da auch zu ungeduldig war.

  4. bobbykron
    bobbykron 13 Juni, 2014, 09:23

    ich benutz den Kleber auch schon ne ganze Weile. grade die easy shiner, die ja bekannter Weise sehr schnell einreißen, halten nach dem kleben besser als vorher. man kann auch gleich als Profilaxe das erste obere Stück des Hakenkanals zukleben, funzt super. und der Preis für die Tube ist sehr schnell wieder drin. was auch super ist, der Kleber trocknet nicht aus wie dieser doofe “super glue”. von mir auch ne klare Empfehlung…

  5. Rubumark
    Rubumark 13 Juni, 2014, 10:53

    Fester Bestandteil meiner Tacklebox, wobei ich die Gummis hauptsächlich zu Hause flicke, da ich am Wasser oft zu ungeduldig bin, so lange zu warten, bis der Kleber wirklich komplett durchgetrocknet ist. Aber wie schon beschrieben flicke ich damit selbst die weiche Keitech-Fraktion meistens zufriedenstellend, wobei auch hier die Verhärtungen durch den Kleber (wenn auch nicht so stark wie bei Sekundenkleber) manchmal stören können. Manchmal bekommt man dann eine Bleinase am Jigkopf nicht mehr gut durch einen geklebten Hakenkanal. Aber egal, nichts ist perfekt und wenn ich überlege, wie viel Fritten-zerfetzte Gummis ich da schon wieder fangtauglich bekommen habe, hat der sein Geld um ein vielfaches wieder eingespielt.
    Ich meine auch, dass er sich nicht mit allen Gummimischen gut verbindet… SPRO glaube ich, mag er nich ganz so gerne, kann mich aber auch täuschen.

  6. Mozartkugel
    Mozartkugel 13 Juni, 2014, 13:08

    diesen kenne ich nicht, aber mend-it ist einfach top! Verhärtungen gibt es bei mend-it auch nicht. Mit dem Pinsel nur etwas an der Schnittstelle auftragen. Den nutze ich u.a. um die One Ups zu reparieren :mrgreen:

  7. Bass-Hunting-Joe
    Bass-Hunting-Joe 13 Juni, 2014, 13:53

    Auf jeden fall ein klasse Kleber! Nutze ihn selber auch für sämtliches Gummigetier. Selbst große Real Eels lassen sich damit einige male reparieren. Einfach ein “Must Have”, für die Tackle-Bag.

  8. Bill Dance
    Bill Dance 13 Juni, 2014, 17:25

    Bin auch sehr zufrieden mit dem Mend-It Kleber @Mozartkugel 😆

  9. BassCast
    BassCast 13 Juni, 2014, 18:06

    Werd ich auch mal testen müssen 😉
    Kleiner Tipp: bei 90° abschneiden hast du die kleinstmögliche Fläche :p je schiefer du durchschneidest umso größer die Fläche.

    Gruß
    Marcel

  10. donak
    donak 13 Juni, 2014, 20:11

    Ich habe auch den fishing glue, den kann ich ebenfalls uneingeschränkt empfehlen.

  11. pacman
    pacman 13 Juni, 2014, 20:30

    Schöner Bericht,bei mir tut’s ein Feuerzeug

  12. pacman
    pacman 13 Juni, 2014, 20:53

    Schöner Bericht,bei mir tut’s ein Feuerzeug

  13. waldgeist
    waldgeist 14 Juni, 2014, 00:48

    Interessant. Wie funzt das Zeug beim Verkleben am Jigkopf? Sekundenkleber hält nicht immer so gut, zudem ist das immer dieser harte Kunststoffbrocken, der mich schon stört und den Gummi am Jigkopf auch kaputt machen kann…

  14. michaausberlin
    michaausberlin 14 Juni, 2014, 07:13

    [QUOTE=pacman;324219]Schöner Bericht,bei mir tut’s ein Feuerzeug[/QUOTE]

    Wer kokeln will soll es tun, aber ist ganz sicher keine so gute Alternative zum fishingglue, zumal man nicht wirklich so eine feste Verbindung hinbekommt mit dem Feuerzeug. Alles schon probiert [emoji6]
    @waldgeist: mit dem fishingglue wirst du den Gummi nicht am jigkopf festkleben können, der reagiert nur Gummi auf Gummi und nicht Gummi auf Metall. Wie oben schon geschrieben, wird der Gummi kurzzeitig aufgelöst und verhärtet danach wieder, sobald das Lösemittel sich verflüchtigt.

  15. Rubumark
    Rubumark 14 Juni, 2014, 09:08

    [QUOTE=waldgeist;324232]Interessant. Wie funzt das Zeug beim Verkleben am Jigkopf? Sekundenkleber hält nicht immer so gut, zudem ist das immer dieser harte Kunststoffbrocken, der mich schon stört und den Gummi am Jigkopf auch kaputt machen kann…[/QUOTE]

    Ist kein Wunderzeug, stellt aber eine für mich zufriedenstellende Verbindung her. Diese löst sich natürlich bei entsprechender Belastung ebenso, der Jig hält aber deutlich besser als ohne…liegt vielleicht daran, dass die gummierte Auflagefläche durch den Glue vergrössert wird und dadurch mehr Reibung/Haftung entsteht. Und der Vorgang ist dann ja auch wiederholbar, im Gegensatz zum Sekundenkleber.

  16. bananes
    bananes 14 Juni, 2014, 09:12

    Das funktioniert wirklich sehr gut. Das Material bleibt elastisch, jedoch trotzdem deutlich fester, als die Gummimischung. Wenn beim Fischen mit offsethaken der Kopfbereich ausreißt, ist denau diese Partie nach dem reparieren deutlich robuster.
    Auch von meiner Seite her eine klare Empfehlung.

  17. lips
    lips 15 Juni, 2014, 21:11

    Hier wieder klar im Vorteil,wer im Netz sucht…..ich pers. finde den preis für 12gr. unverschämt,zumal es denselben kleber im Waschmaschinenzubehörhandel mit 120gr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! für 5-8euro gibt.Hatte mir auch mal ne packung bluegluetrueschmuh geholt und mir war sofort die klebstoffähnlichkeit und der gleiche Geruch aufgefallen.Einzigst die färbung geht bei dem “artfremden”Kleber leicht ins gelbliche…..also das solltet ihr unbedingt ausprobieren….Etwas konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft…..

  18. Fr33
    Fr33 16 Juni, 2014, 00:26

    Ich bin kein Chemiker – aber man muss eig nur einen Art Kleber finden, der Weichplastik (PVC usw.) angreift und ebenfalls schnell wieder verdampft. Im Grunde sind das kleine Kleber wie z.B. Sekundenkleber etc, sondern Lösungsmittel, die den Kunststoff angreifen/an ätzen, damit man den quasi kalt verschweißen kann.

    Was den Preis angeht…. muss jeder für sich entscheiden.

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