Fehlbissvermeidung beim Vertikalangeln auf Zander

Fehlbissvermeidung beim Vertikalangeln auf Zander

Vor geraumer Zeit habe ich schon einmal eine ganze Serie von Berichten zum Thema Vertikalangeln geschrieben. Nachdem ich nun noch mal Gelegenheit hatte, mit Jan einem echten Experten über die Schulter zu schauen, habe ich noch ein paar Tipps für Euch, wenn Ihr Euren Gummifisch direkt unter Eurer Rute tanzen lasst.


Zunächst einmal gilt es natürlich größere Ansammlungen von Zandern zu finden. Erst dann lohnt es sich, die Fische vertikal zu beangeln. Man verwendet dazu eine kurze Rute, Gummifische ohne Schaufelschwanz an recht schweren Bleiköpfen. Aber da gibt’s noch ein paar Kniffe. In diesem Artikel möchte ich Euch kurz einmal schildern, wie Jan vorgeht, wenn er eine Menge Fehlbisse bekommt.

Normalerweise sind schlanke Köder angesagt, da diese am wenigsten Wasserwiderstand bieten und so leicht zu kontrollieren sind.



Denn Kontrolle ist das A und O beim Vertikalangeln. Nur so bekommt man jeden Anfasser mit. Der Köder wird hinabgelassen und dann auf dem Grund abgesetzt. Nun nimmt man soviel Schnur auf, dass die Rutenspitze das Wasser berührt. Wenn man erhoben sitzt, wird die Rutenspitze aber auf jeden Fall in Richtung Wasserobverfläche geneigt.



Der Köder bleibt solange auf dem Boden. Jetzt fängt man an, den Gufi kurz über dem Boden auf und ab zu bewegen. Das ganze sollte sehr dezent ausfallen. 20 cm-Hüpfer sind ein gutes Maß zum Start. Dadurch das die Rute so kurz über dem Wasser ist, hat man erstens die Störfaktoren wie Wind und Wellen besser im griff. Zweitens kann man auch besser anschlagen. Drittens ist die Distanz zwischen Rutenspitze und Köder kürzer.


Wenn man jetzt trotzdem noch viele Fehlbisse bekommt, kann das u.a. daran liegen, dass die Zander oft gegen die Schnur schwimmen und sich den Weg zum Köder quasi selber verbauen. Über die Schnur stupsen sie ihn sich vor dem eigenen Maul weg. Deshalb fischt Jan sehr gern „halbvertikal“, d.h. die Schnur geht nicht senkrecht runter, sondern leicht diagonal. Das erreicht man, indem man die Driftgeschwindigkeit etwas erhöht oder den Bleikopf leichter wählt.



Bekommt Jan jetzt immer noch einen Haufen Fehlbisse, ist ein Köderwechsel angesagt. Und zwar vom schmalen Gummifisch ohne Schaufel hin zu einem etwas kompakteren Modell mit Schaufelschwanz.



Dieser Köder fällt dann etwas langsamer und die Zander haben mehr Zeit, ihn anzuvisieren. In diesem Fall geht also das Köderspiel noch über die Köderkontrolle.

Kategorien: Zander

Kommentare

  1. ZanderHias
    ZanderHias 20 September, 2004, 08:11

    Zunächst einmal gilt es natürlich größere Ansammlungen von Zandern zu finden. – Stimmt ja, das einfachste eigentlich bei der ganzen Sache. ;). Vorallendingen bei meinen Gewässern!

  2. ShadRap
    ShadRap 20 September, 2004, 12:06

    Interressanter Artikel, das Problem sehe ich nur darin eine größere Anzahl von Zandern zu finden.

  3. dietel
    dietel 21 September, 2004, 21:21

    gibts auch bei uns! zander sind keine einzelgänger. aber klar: in holland ist das lokalisieren einfacher, weil die gruppen größer sind. wenn man aber weiß, wann sich zander wo aufhalten, kommt man ihnen schon auf die schliche.

  4. ZanderHias
    ZanderHias 22 September, 2004, 11:32

    Ich hatte früher immer gemeint mein Echolot ist kaputt, als ich dann mal in Schweden war, und wirklich Fische und Zander auf dem Echolot sah.

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