News Das Barsch-Alarmovitch-System


Nachdem til sein Simplovitch-System vorgestellt hat (danke noch mal, til!), möchte ich Euch hier mal eine echte Barsch-Alarm-Entwicklung vorstellen. Aus til’s Vorlage sowie t_fischer’s und meinen Zusatztipps ist das Barsch-Alarmovitch-System entstanden. Dieses System lässt Twister und Gummifische verführerisch tanzen – vielmehr Saltos schlagen. Der Zusatz-Vorteil: Weil der Bleikopf am Karabiner hängt, kann man diesen austauschen und sich somit an die Bedingungen anpassen, ohne den Köder ständig vom Haken ziehen zu müssen.

Alles, was Ihr dazu braucht sind ein paar verschiedene Vorschaltbleie, entsprechenden Draht, offene Zwillingshaken und einen Twister / Gufi. Die Vorschaltbleie mit Karabiner gibt es sogar schon fertig im Handel (von Profi Blinker). Wenn Ihr unten auf mehr… klickt, seht Ihr die Einzelteile und natürlich auch das fertige System.

Im ersten Schritt wird die Achse produziert. Diese muss etwas kürzer sein als der Körper des Twisters bzw. ungefähr zwei Drittel der Länge eines Gummifisches messen. Dann zieht man den Twister /Gufi auf, bis die die Achse bis auf die vordere Öse im Gummi verschwunden ist. Nun hängt man den Karabiner des Bleikopfes in diese Öse ein. Anschließend schiebt man den Twister / Gufi soweit auf die Achse (man staucht ihn kurz), dass die hintere Öse der Achse frei wird. In diese fädelt man nun den offenen Zwillingshaken und schiebt den Twister / Gufi wieder normal hin (so, dass der nur noch die Schenkel des Zwillingshaken raus schauen). Fertig! Und wie gesagt: Die Bleiköpfe kann man problemlos austauschen. Profi Blinker bietet Gewichte von 6, 9, 12, 15, 20, 30 und 50 Gramm.

Ich bedanke mich bei til und t_fischer für die Zusammenarbeit. Hier wird mal konkret deutlich, warum diese Homepage überhaupt ins Leben gerufen wurde: Man lernt halt nie aus und profitiert immer vom Wissen und den Ideen anderer. Und wenn man ein wenig von dem preis gibt, was man weiß, kommt auch was zurück. Weiter so, Männer! Das macht Laune!

R
Das sieht ja vielversprechend aus!<br />
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Eine Frage: Was für Draht sollte man am besten nehmen? <br />
Ich denke, handelsüblicher Draht würde den Belastungen auf Dauer nicht standhalten.<br />
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Eine weitere Möglichkeit wäre sicherlich, den Gummiköder mit einer Ködernadel auf ein dickeres, ummanteltes Stahlvorfach mit Zwilling aufzuziehen. Das hält auf jeden Fall!<br />
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Ich kann mich bezüglich der Zusammenarbeit hier <b>jd</b> nur anschließen!<br />
Man merkt einfach, dass sich hier Angler mit 'Know-How' und Erfahrung austauschen!<br />
Ich werde das Barsch-Alarmovitch-System auf jeden Fall antesten!<br />
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Gruß<br />
RS
C
... sieht vielversprechend und fängig aus ... <br />
sofern keine Hechte zu erwarten sind und gerade bei kleinen Gummiködern, würde ich der Flexibilität halber den Draht vielleicht noch gegen einfaches 30er Monofil mit Tönnchenwirbel austauschen ... und ... bei verstärkter Hängergefahr ... statt des Zwillingshakens einen einfachen Öhrhaken verwenden.<br />
Werde beide Versionen demnächst mal testen.
C
Nachtrag ..<br />
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Die Hängergefahr kann in der Tat größer sein, da der Haken nun ja nicht mehr starr nach oben zeigt, sondern dem Gesetz der Schwerkraft folgt (nach unten) ...<br />
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... wir werden sehen
R
Hi CatchAndReleaseIt!<br />
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Hier könnte man doch versuchen, den Gummiköder so zu präparieren, dass er schwimmt.<br />
Entweder man schiebt einen Auftriebskörper in den Gummifisch oder benutzt schwimmende Twister.<br />
Damit sollte die Hängergefahr gegen Null gehen und das System dürfte noch verführerischer spielen, gerade bei leichter Strömung!<br />
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Hört sich theoretisch jedenfalls ganz gut an ;-)<br />
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Gruß<br />
RS
T
  • T
    til
  • 20.02.2004
Ich denke auch, dass nach untenzeigende Haken und Drehbewegungen eigentlich unerwünscht sind, also der Wirbel blockiert gehört. Ev. ein Blei mit nur Ösen nehmen und einen Duolock Karabiner dran tun?
C
trotzdem würde der Haken meist nach unten zeigen ... auftreibender Hakenstahl ... das wärs ;-)
T
Ich bin leider ein Schreibtischtäter, daher kann ich Dir das Zeug nur beschreiben.<br />
Ich bin mit einem Mepps 3 Spinner zu einem Eisenwarenhändler gegangen und habe einen Draht wie die Spinnerachse des Mepps 3 erworben.<br />
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MfG<br />
tfischer
T
Ich bin leider ein Bootsangler, daher habe ich diesen Aspekt bisher vernachlässigt.<br />
Denn ich fische auf kürzere Distanzen ums Boot mit diesem System in meiner aggressiven Methode. <br />
Das bedeutet ein kräftiger Ruck, so das der Köder einen hohen viertelkreis springt und dann senkrecht auf den Boden zurückwedelt. Dabei ist das Gewicht des Zwillingshakens erwünscht, da das erst den Überschlag des Köders ermöglicht.<br />
Dadurch liegt der Köder nach dem Ruck zwischen mir und der Bleikugel mit dem Wirbel.<br />
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MfG<br />
tfischer
T
Der Köder soll sich bei meiner Köderführung nach dem Auftreffen des Bleis vor das Blei legen. Das wird durch den Zwillingshaken erst ermöglicht.<br />
Die Bisse kommen meistens beim Aufschlag des Bleies oder sofort danach.<br />
Das führte in der Vergangenheit dazu, das die "saugenden" Raubfische wie Barsch und Zander den Haken fast ausnahmslos im Oberkiefer hatten.<br />
Bei den Geschwindigkeitsjägern Hecht und Rapfen sitzt der Haken ohne Regel irgendwo im Maul.<br />
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Schließlich wird dieses System von mir als billiges Drachkovitsch Ersatzsystem benutzt und sollte die hervorragenden Eigenschaften des Vorbildes beibehalten.<br />
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MfG<br />
tfisccher
R
Das wäre ja bei einem auftreibendem Köder nicht so wichtig, glaube ich. Auf jeden Fall müsste das Gewicht des Hakens ausgeglichen werden, so dass der Köder deutlich über dem Grund schwebt.<br />
Hauptsache der Köder landet mit Haken im Fischmaul!<br />
Aber, grau ist alle Theorie! Ich denke, man wird erst beim Einsatz des Systems sehen, ob die Montage Räuber an den Haken bringt ;-)<br />
Dann kann man die 'Schwachstellen' ja gezielt beseitigen.<br />
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Gruß<br />
RS
T
ich muß sagen,mir gefällt die idee auch ausgesprochen gut und werde mir auch mal ein paar teile bauen,mal schauen,ob und wie man noch was dran tunen kann,sieht man immer erst,wenn man die dinger fertig hat und ausprobieren kann.werde dann drüber berichten
D
das hätte ich wohl noch erwähnen müssen. da ist eh demnächst ein artikelchen mit einer zusammenfassung unserer ergebnisse fällig: das drackovitch-system und seine abwandlungen <br />
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wenn ihr also noch was anzumerken habt, dann nur zu!
P
Herrliche Erfindung! Endlich wieder etwas zum Basteln! Und wenn dann erst ein Fisch darauf beißt.....<br />
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Bei Hakuma gib´s Drillinge mit einem losen Schenkel die man prima in Ösen einschlaufen kann.<br />
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Meinen Draht hole ich beim Zahntechnikerbedarf als rostfreien Federstahl als 30 m Spule. <br />
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Sehr gut zum Spinnerbau und für Spinnstangen!<br />
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Also ran solange es noch lange Winterabende gibt!!!<br />
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S
Das Teil funktioniert 100% !!!
S