Better late than never: Erstes Eigenbau-Video auf BA-Youtube-Channel

Vor einiger Zeit habe ich mal einen Videokanal auf youtube eingerichtet, auf den ich damals auch schon ein paar meiner Lieblingsangelvideos verlinkt habe. Das sind teilweise Videos, die einfach nur gute Angler beim Fischen zeigen. Aber auch Tutorials, die mir selber weitergeholfen haben.

Eigentlich war auch direkt geplant, dass ich hier immer mal wieder ein altes oder auch ein neues Video von mir hochlade. Da hatte ich aber bislang keine Muse zu. Anscheinend muss mich das Wetter erstmal zu einer endlos erscheinenden Angelpause zwingen, bevor ich mich hinsetze, um solche Projekte anzugehen. Aber jetzt ist es soweit. Heute habe ich das erste Video online gestellt. Ich habe mit einem Klassiker angefangen: Dem Video zum Caspe Bass 2005.

Schön ist, dass ich dieses Video hier jetzt ein bisschen kommentieren kann:

1. Ich find‘s teilweise selber grenzwertig, wenn Amateure den Sprecher machen.

2. Wir haben diesen Film in Zusammenarbeit mit dem spanischen Fremdenverkehrsamt erstellt. Die haben uns super unterstützt und uns den damaligen Vize-Bürgermeister Senior Bonastre an die Seite gestellt, der uns jeden Stein von Caspe gezeigt hat. David und ich haben ihn immer wieder darauf hingewiesen, dass es sich hier um ein Angelvideo handelt und wir dringend angeln müssen. Doch konnten wir uns gegen diesen wirklich wunderbaren und unheimlich stark in seinen Heimatort verliebten Mensch nicht durchsetzen. Und weil wir das nunmal alles gefilmt haben, sind die ersten Minuten geprägt von den Sehenswürdigkeiten dieser Kleinstadt, die einmal im Jahr zum Mekka der internationalen Blackbass-Scene wird.

3. Die Skeletor I fische ich nur, weil wir am Tag vor dem Wels nur relativ kleine Zander gefangen haben. Witzigerweise habe ich nach dem ersten Wels das Gerät gewechselt und eine härtere Rute genommen. Mit der habe ich dann noch 2 Fische verloren. Ganz schlimm war das für David, der unbedingt einen Wels fangen wollte- was ihm in diesem Urlaub aber nicht vergönnt war. (Das hat er aber inzwischen nachgeholt.)

4. Als ich ins Wasser gesprungen bin, habe ich auf eine Fistelstimme gewechselt und etwas Komisches gesagt. Und zwar: „Wo ist der Welsschleim?“ Das geht auf eine Caspe-Reise aus dem Jahr zuvor zurück, wo ich mit David am letzten Abend nochmal ein bisschen zum Schleppen rausgefahren bin. Prompt hatte ich einen Riesenwels an der (viel zu leichten) Angel, der uns ca. 2 h lang über den See gezogen hat. Bis weit in die Dunkelheit hinein. Der Fisch ist dann kurz vor der Landung (ca. 1 m unter dem Boot) ausgestiegen. Mit dem unbeleuchteten Boot haben wir dann eine Weile gebraucht, um in den Hafen des Niederländischen Angelcamps zu gelangen. Dort wurden wir vom Campbetreiber Gert und seinem Sohn erwartet. Als wir ihm die Geschichte erzählt haben, hat der Sohn unsere Angeln kontrolliert und mit einer sehr hohen (wahrscheinlich vor Empörung, weil wir schwindeln) dieses „Wo ist der Welsschleim?“ aus sich heraus gepresst. Der Spruch ist dann als Klassiker in unseren Angelspruchschatz eingegangen und wird immer wieder herausgekramt, wenn’s schleimig wird. Erst recht, wenn man so derb vom Wels eingeschleimt wird, dass man ein Bad nehmen muss.

5. Die Panikattacke war natürlich nur gespielt.

Hier noch ein paar Fotos von dem Trip:

Erstmal ein bisschen Sightseeing:

Dann 3 Tage lang Anglerverfolgung:


Dann durften wir endlich selber mal die Rute krümmen:

10 Kommentare

  1. Man kann sogar jeden einzelnen Pixel im Video zählen, sind ja nur 240×240 😆 Das haste doch bestimmt noch in besserer Quali auf der Festplatte liegen oder ?

  2. Info zum 2. Clip: Mein Kumpel David Wenzel hat ja mal eine Zeit in Mequinenza gelebt und sich dort als Angelguide und Angelgeräteverkäufer verdingt. Den Grundstein für dieses Auslandsabenteuer haben wir in diesem Urlaub gelegt, der allerdings alles andere als planmäßig verlaufen ist. Von den 10 oder 14 März-Tagen waren wir mindestens sieben im Mistral gefangen. Dazu gab’s immer wieder ordentliche Duschen. An Angeln war teilweise nicht zu denken. Doch dann gab es diesen einen Tag, an dem das Wetter ein Einsehen hatte. Zusammen mit Thomas Kunkel von Ebro Carp (Davids späteren Brötchengeber) sind wir dann mit dem Bassboat losgefahren und haben einen unglaublich schönen Angeltag verlebt. Nicht nur weil das Wetter von extrem schlecht auf ganz toll umgeschaltet hat, sondern auch weil die Zander unglaublich gut gebissen haben. Star des Tages war der weiße T Tail, den Pure Fishing leider aus dem Programm genommen hat, anstatt die Serie auszubauen. Das liegt mit Sicherheit an den Absatzzahlen – und da bin ich dann fast ein bisschen enttäuscht von den Anglern da draußen. Das war einer der geilsten Köder, die wir im Programm hatten – das kann jeder bestätigen, der die schlanke Weitwurfwurst mit dem kleinen Action-Tail gefischt hat. Naja. Mit den FLEX-Gummis (Rib Shad) gibt’s jetzt ja ein Äquivalent. Und den Spaß an der weißen Kampfwurst kann uns keiner mehr nehmen. Ihr seht schon: Die Begeisterung ist immer noch groß. Und die spiegelt sich dann auch in diesem Video wieder, das Sequenzen zeigt, in denen im Minutentakt gute Zander gebissen haben.

  3. ich glaube schon. muss sich aber noch ein bisschen konkretisieren. wenn ja, wird das aber kürzer und weniger theoretisch. vor ende des jahres kann man aber nicht mit ergebnissen rechnen…

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