Berlin/Brandenburg bringt eigene Fisch-Spezies hervor

Habt Ihr schon mal was von der Coregonus fontanae gehört? Wohl kaum, wenn Ihr keine Berliner Zeitung lest. Denn dieser Fisch ist ganz neu entdeckt worden. Es handelt sich dabei um eine Maränenart (Familie der Coregonen), die ausschließlich im Stechlinsee bei Berlin lebt! Dieser extrem großwüchsige Fisch (wird bis zu 15 cm lang) ist eine evolutionsbiologische Sensation. Neue Spezies werden schließlich nicht jeden Tag entdeckt.

Bereits in den 50er Jahren entdeckten Forscher eine zweite Maränenform neben der als Speisefisch bekannten und beliebten „Kleinen Maräne“. Diese laicht bereits im Frühjahr und hält sich hauptsächlich in den Tiefenregionen des Stechlinsees auf. Ursprünglich hatte man vermutet, dass es sich dabei um die Luzinmaräne handelt, die ausschließlich in den mecklenburgischen Luzinseen vorkommt. Doch genetische Tests der Berliner Forscher Schulz und Freyhof (Leibniz-Institut für
Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin) ergaben, dass es sich bei der Maräne aus dem Stechlinsee um eine eigene Form handelt.


Doch warum heißt diese nicht Coregonus stechlinus sondern Coregonus fontanae? Weil man mit diesem Namen einen nicht ganz unbekannten deutschen Dichter gedenken will, dessen letzter, 1898 entstandener Roman „Der Stechlin“ hieß.Und dieser Mann hier Coregonus – äh – Theodor? Fontane!

Kategorien: News

Kommentare

  1. klee
    klee 19 November, 2003, 21:19

    Schöner Köfi

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