Berkley T-Tail Minnow – Gummiwurst mit Schaufelschwanz

Ich habe mir gerade das Fisch&Fang-Video von der ANSPO angeschaut und dabei entsetzt feststellen müssen, dass ich da mit einer irreführenden Fehlinformation aufwarte. Ich behaupte völlig vom Wahrheitsgehalt meiner Worte überzeugt, dass es den T-Tail Minnow in 5 und 7 Zentimeter Länge gibt. Das ist zum Glück falsch! Doch gibt es mir dieses kleine Missgeschick noch mal Gelegenheit, euch noch mal auf die Gummiwurst mit Schaufelschwanz, die inzwischen zum absoluten Lieblingsgummi im Berkley-Raubfischteam aufgestiegen ist, aufmerksam zu machen.

Zunächst einmal sind die beiden Versionen 7 und 9 cm lang – wobei einem der 7 cm-T-Tail bedeutend kleiner vorkommt, als die 2 cm Unterschied nahelegen. Das liegt wohl vor allem daran, dass der Körper des kleinen T-Tails viel schlanker ist als der des „großen“. Insofern haben wir es mit zwei perfekt auf die Barschangelei abgestimmten Ködergrößen zu tun – wobei die 9 cm-Variante auch ein guter Zanderköder ist, wenn sich die Tiere auf kleine und schlanke Beutefischchen eingeschossen haben.

Und jetzt zu den Gründen für die große Beliebtheit in meinem Angel-Team:

Die schlanke und schnörkellose Form ermöglicht extrem weite und präzise Würfe. Sobald sich der T-Tail auf sein Ziel ausgerichtet hat, fliegt er wie ein Pfeil in diese Richtung und hält die Flugbahn auch bis zum Auftreffen auf dem Wasser.

Die Vorteile des Wurstdesigns setzen sich auch unter Wasser fort. Denn ein schlanker Köder hat weniger Wasserwiderstand. Ergo kann man ihn an leichteren Bleiköpfen fischen und erleichtert den Abnehmern so das Inhalieren. Außerdem bietet er der Strömung weniger Angriffsfläche, so dass man ihn (an einem entsprechend schweren Bleikopf) auch in schneller fließendem Wasser gut kontrollieren kann. Das schlanke Köderprofil entspricht auch der Form der ins Beuteschema von Barschen und Zandern gehörenden Kleinfische wie Ukelei, Gründling, Kaulbarsch, Stint, Kleinbarsch, Minizander etc.

Der Schaufelschwanz sitzt an einer hochflexiblen Wurzel, so dass der T-Tail bereits an einem 2 Gramm schweren Bleikopf anfängt, lebhaft mit dem Schwänzchen nach den Fischen zu winken.

Hierzulande wird der T-Tail in drei Farben vertrieben. Nämlich in Weiß, Chartreuse und Olive Pearl, so dass wir eine helle, eine grelle und einen gedeckte Varianten zur Verfügung haben. Viel mehr muss eigentlich gar nicht sein – zumal Olive Pearl unter fast allen Bedingungen gute Resultate bringt.

Dass überall, wo ein Powerbait-Logo draufgedruckt ist, ein Flavour in die Gummimischung eingeflossen ist, ist ja inzwischen wahrscheinlich jedem hier bekannt.

Insgesamt ist das für mich ein völlig überzeugendes Köderkonzept, das man von mir aus ruhig noch um eine 13 cm und eine 17 cm Variante erweitern könnte. Mal sehen, was der Mutterkonzern draus macht…

16 Kommentare

  1. Und was ist mit 3,5er und 5,0er Varianten? mit mit Motoroil oder Pumpkin? Gibt es von Slider, sind fängig, aber schwer zu bekommen.
    Greetz, Tommi

  2. das sind doch kleinbarschgrößen 😀 also ganz ehrlich: was den 7er nicht bewältigt, willst man eigentlich auch nicht fangen. die mikrobenköder unter 5 cm fische ich nur im notfall, wenn gar nix anderes geht.

  3. Werd mir auf jeden Fall mal ne Packung holen. (warscheinlich 7cm)
    Dann werd ich das ganze mal ausprobieren, hört sich ja viel versprechend an. 🙂

  4. Sorry Dietel,

    aber Ködergrößen bis 5cm sind gerade im Berliner Raum im Sommer oft das Einzige was auf Barsch geht, und das sind nicht nur Zwerge!

    Gruß jb 😉

  5. erinnert an den powershad ❗ ..@dietel:hoffe stark das dein mutterkonzern etwas innovation an den tag bringt…ansonsten ist die konkurrenz nen schritt weiter..sry!

  6. das fällt dann unter notfall – wobe ich die erfahrung gemacht habe, dass du dann halt ständig kleinbarsche fängst. manchmal 100 am tag. und dazwischen immer mal nen großen. in "meinen seen", die sich auch im berliner raum befinden, fange ich jedenfalls ganz gut mit ködern zwischen 6 und 8 cm – auch im sommer.

  7. in sachen gummiwurst haben die ne 12,5 cm-version, ok. ansonsten kannst ja mal auf berkley-fishing.com gehen und dir anschauen, wie weit diese vermeintliche konkurrenz meinem mutterkonzern wirklich voraus ist 😀

  8. bin durch den link mal wieder auf deiner seite gelandet und fühl mich echt immer wie auf nem trip dort 😉

    ich steig nicht wirklich durch, wer da wo was mit wem und warum macht oder blogt oder so …

    "hero shot" ist im wahrsten sinne des wortes ein großartiges foto 😉
    big city trouting kommt auch krazz rüber 😉

    ach, ihr seid einfach "krank" 😉

  9. Kann mir das Teil gut an `ner Walkerbleimontage vorstellen,so schön langsam reingedrillt und so.Vielleicht noch ein Spin`n`glow mit reflektierenden Flügelchen davor und ab dafür 😀

  10. Falls ich mich nicht falsch erinnere, wird in auf der Zielfisch Barsch
    DVD von einem guten Freund von Johannes Dietl unter anderem in einem Beitrag ebenfalls für kleinste Gummifische am schweren Bleikopf geworben. Dieser Beitrag, bei dem Dietl ebenfalls mitwirkte, hat auf mich nicht den Anschein gemacht, dass kleinste Gummiköder nur auf Möchtegern Barsche zum Einsatz kommen sondern, dass diese oft die einzige Medizin für heikle Barsche sind ……..!? 😉

  11. bin ich nun dertäuschung überführt? 🙂 tatsächlich haben wir in dem film die kleinen köder als sommerköder für die havel vorgestellt. die kleinen dinger sind auch der totale abräumer. ich möchte die niemand madig machen. und manhcmal gehts auch nur mit denen. ich habe selber schon große barsche mit kleinen ködern gefangen. aber eins steht fest: ein besonders toller dickbarschköder sind die teile nicht. das liegt einfach daran, dass die kleinen barsche oft schneller sind als die großen. evtl. weil sie argloser attackieren. oder weil so ein kleines fischchen eben genau das richtige für einen kleinen barsch ist.

    stellt sich die frage, was man macht, wenn von 100 barschen, die man auf nen kleinen köder fängt, 85 unter 20 cm groß sind. für einen einsteiger ist das sicher toll. denn frequenz bringt sicherheit. aber ich hab von den dingern schon genug in meinem leben gefangen und fische wirklich nur dann mit den minigummis, wenn überhaupt gar nix auf was größeres geht. damit verpasse ich mit sicherheit einen ganzen haufen bisse, fange aber tendentiell dann auch eher größere barsche, die auch mal aus dem beuteschema ausbrechen, wenn alles passt.

  12. Meine Erfahrungen mit Dickbarschen decken sich mit Deinen hier eingebrachten Argumenten! Ausnahmen bestätigen halt die Regel!
    Uebrigens Eure Zielfisch Barsch DVD finde ich fan-bloody-fantastic!
    Die DVD deckt den Hauptbereich der Barschfischerei wunderbar ab!
    Gruss aus dem Süden!
    Der Eidgenosse

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