Berkley Nanofil: die ersten Eindrücke – ein Test am Sund

Berkley Nanofil: die ersten Eindrücke – ein Test am Sund

Vor ungefähr einem Jahr hat mir Jan van de Bovencamp, Category Manager bei Pure Fishing, auf der Anspo eine kleine Spule mit ziemlich dünner weißer Schnur in die Hand gedrückt. „Das wird ein absoluter Hammer, Johannes! Die ist so glatt und so dünn. Die wird ein Volltreffer.“ Inzwischen ist sie auf dem Markt und trägt den Namen „Nanofil“. Nachdem im Forum schon ein bisschen was drüber geschrieben wurde, war es höchste Zeit, ein paar Rollen damit zu bespulen und die Schnur am Strelasund einem Belastungstest zu unterziehen. Zum Einsatz kamen die 12er zum Barschangeln, die 15er zum Hecht- und Zanderangeln mit kleineren Ködern und die 17er zum Großgummiwerfen.

Aber erstmal ein bisschen was über Nanofil an sich. Ich zietiere hier mal einen Produkttext: „Weder eine monofile noch eine geflochtene Schnur, sondern die nächste Generation innovativer Angelschnur! NanoFil – die ultimative Angelschnur für Stationärrollen, besteht aus Gel-gesponnenem Polyethylen. Dabei werden hunderte Nanofilamente aus Dyneema molekular miteinander verbunden und zu einer unifilen Schnur geformt. Dyneema, die weltweit stärkste Faser im Angelgerätebereich, gibt der NanoFil die Stärke einer geflochtenen Schnur, die extrem glatte Oberfläche das Handling einer Monofilen…. Die extreme glatte Oberfläche, gepaart mit einem dünneren Durchmesser, bedeuten in der Praxis weitere Würfe, weniger Wind- bzw. Wasserdruck, sowie eine geringere Scheuchwirkung der Schnur. Man kann also leichter und sensibler fischen als es bisher mit Angelschnüren gleicher Tragkraft möglich war.“

Und jetzt zur Praxis:

Die Schnur ist wirklich sehr dünn. Eine 17er Nanofil ist auf jeden Fall dünner als die meisten anderen geflochtenen Schnüre, die ich kenne. (Beim Aufspulen also unbedingt die Spule satt unterfüttern!) Die Oberfläche ist sehr glatt. Bei dem dünnen Durchmesser drängt sich der Verdacht auf, dass sie leicht durchscheuert. Bevor wir die Schnur gefischt haben, haben wir sie deshalb mal über eine scharfe Tischkante gescheuert. Ergebnis: Null Abrieb. Kein Ausfransen.

Aber schneidet die dünne, scharfe und glatte Schnur nicht ins Fluorocarbon ein? Was können die Knoten? Der Schnur ist eine Knotenfibel beigelegt. Das macht misstrauisch. Zum Schnurverbinden wir ein doppelter Albright-Knoten empfohlen. Wir haben es zunächst mit unseren Standard-Knoten versucht. Ergebnis: der doppelte Uniknoten, der gewöhnliche Albright-Knoten (10 Windungen) und der Jochen-Knoten halten bombenfest. Zum direkten Anbinden eines Stahlvorfachs eignet sich der ganz normale Grinner hervorragend. Aber schön, ein paar Knoten-Tipps erhalten zu haben. Denn auch die Knoten auf der beigelegten Fibel funktionieren super. Vielleicht sind sie die Lösung für die ganz dünnen Stärken. Aber – wie gesagt – bei der 12er, 15er und 17er funktionieren alle Knoten, die wir auch sonst benutzen.

Die Wurfeigenschaften? Genial. Bei der 12er merkt man während des Wurfes kaum, dass da eine Schnur zwischen Rute und Köder ist. Die Schnur zischt durch die Ringe und schindet mit Sicherheit den einen oder anderen Meter.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Schnur in der Meerforellenangler-Szene durchstarten wird. Aber auch dem Barschangler leistet Nanofil wertvolle Dienste. Dieser Brummer hier hat tatsächlich auf volle Distanz gebissen.

Dass die Schnur schockresistent ist, hat u.a. der Veit „bewiesen“, als ein vermeintlich ausgedrillte Hecht nochmal zum Sprung angesetzt hat und voll in die schlaffe Schnur gefallen ist.

Und zum Schluss nochmal ein persönlicher Eindruck: Die Schnur fühlt sich wirklich an wie eine Mischung aus Mono und Geflochtener. Dehnen tut sich die Nanofil aber nicht ein bisschen.

Die Verbindung zum Köder ist sehr konkret. Sie ist meines Erachtens sehr glatt. Nicht ganz rund. Aber die Schnurverlegung ist bombig.

Wickelbild 12er:

Wickelbild 17er:

Hängerlösen macht mit Nanofil nicht so großen Spaß, weil sie ziemlich scharf ist und einfach nicht reißen will. Bei uns ist jedenfalls immer das Vorfach gebrochen. Die Schnur ist weiß und damit in den meisten Lichtsituationen gut sichtbar. Ich könnte mir gut vorstellen, dass da irgendwann noch mal eine farbige Variante nachkommt. Das wäre aber auch schon das einzige, was ich mir wünschen würde. Das Berkley-Team wird jetzt auf jeden Fall mal auf Nanofil umstellen, um dann irgendwann auch mal einen Langzeit-Test anbieten zu können.

Tragkräfte:

0,06 mm – 3,6 kg
0,10 mm – 5,7 kg
0,12 mm – 6,9 kg
0,15 mm – 7,6 kg
0,17 mm – 9,7 kg
0,20 mm – 12,6 kg

Preis: ca. 12 Euro pro 100 Meter.

Kategorien: Tackle-Tipps

Kommentare

  1. oberfeldkoch
    oberfeldkoch 13 September, 2011, 05:40

    Ein schöner Bericht ,ich denke dem Umstieg von der Crystal zur Nanofil steht nun nix mehr im Weg. Danke! 😀

  2. soulwarrior
    soulwarrior 13 September, 2011, 11:32

    Preis und Schnur stimmen! Hat mir schon bei den Ammis gefallen nun endlich mal auch ein top Produkt in Deutschland! 🙂

  3. Blackmax
    Blackmax 13 September, 2011, 19:06

    Das sehe ich anders. Die Nano ist ab der 0,12 Stärke zwar von der Oberfläche her weich, doch in der Struktur selbst viel zu steif. Für mich ist der Forstschritt demnach nur in der Oberfläche der Schnur zu sehen – und mal sehen, wie lange dieser Zustand in der Praxis denn Stand hält. Von den Tragkraftwerten her ist die Nano nach den mir vorliegenden Tests, meines Erachtens wie so oft bei Berkleyschnüren, schlichtweg übertrieben. Aber überteiben tun andere auch… 💡

  4. link
    link 13 September, 2011, 21:35

    Da gib ich dir recht……- traue schon lange keine Testergebnisse mehr von irgendwelchen Zeitschriften oder anderen Leuten die irgendwelche Marken vertreten die Tester bekommen die Schnüre Köder usw. für noppes und damit das auch so bleibt kommt dann natürlich immer ein Positives Testergebnis raus.

  5. Tinsen
    Tinsen 14 September, 2011, 11:15

    so ein roter Veit sieht richtig schick aus 😉

  6. dietel
    dietel 14 September, 2011, 12:03

    man muss halt immer aufpassen, dass man nicht mit ner fahrwassertonne verwechselt wird.

  7. Blackmax
    Blackmax 14 September, 2011, 12:11

    Das sehe ich anders. Die Nano ist ab der 0,12 Stärke zwar von der Oberfläche her weich, doch in der Struktur selbst viel zu steif. Für mich ist der Forstschritt demnach nur in der Oberfläche der Schnur zu sehen – und mal sehen, wie lange dieser Zustand in der Praxis denn Stand hält. Von den Tragkraftwerten her ist die Nano nach den mir vorliegenden Tests, meines Erachtens wie so oft bei Berkley Schnüren, schlichtweg übertrieben. Aber überteiben tun andere auch… Idee

  8. Plipp
    Plipp 14 September, 2011, 13:20

    Schön, dass die Schnur hier bei BA vorgestellt wird. Wie "gut" das Geflecht wirklich ist, werden mit der Zeit die Beiträge hier im Forum zeigen. Tatsächlich ist die Schnur in Amerika ganz gut aufgenommen worden. Bei der ICAST 2011 hat sie im Bereich Schnur gewonnen. Es gibt auch schon Testberichte: http://www.fieldandstream.com/blogs/honest-angler/2011/06/gear-review-new-berkley-nanofil-line -> Dort wird beschrieben, was auch Johannes schon in seinem Artikel schreibt: Dünn, recht stark, Knoten sind problematisch. Na ja, und teuer ist sie 😉

  9. dietel
    dietel 14 September, 2011, 13:47

    ich habe geschrieben, dass meine standardknoten bei der 12er, 15er und 17er 1a funktionieren! 🙂 da widerspreche ich dem ami dann einfach mal. ich habe null probleme mit der verknotung. wie gesagt: der albright mit 10 windungen funzt super zum schnurverbinden.

    apropos "teuer": in der oktoberausgabe der fisch&fang gibts nen gutschein über 100 m nanofil in einer stärke eurer wahl. da nehmen wohl ca. 300 händler teil. die erste einheit nanofil gibts also fast umsonst 🙂

  10. Tinsen
    Tinsen 14 September, 2011, 20:17

    :mrgreen:

  11. No_Saint
    No_Saint 15 September, 2011, 16:03

    Ich fische die 8lb Variante(US Import) schon seit ner Weile unf finde die Schnur allgemein ziemlich gut, lediglich ist sie absolut Steif und das ändert sich auch duch häufigeres Fischen nicht. Ich versteh daher nicht waum mit der angeblichen Weichheit hier so geworben wird, sorry aber totale Verarsche. Das Problem an der Steifheit, die Schur liegt (bei verwendung einer Statio) kurz anch dem Wurf in Schlaufen auf dem Wasser und das Wickelbild auf der Statio ist nicht so schön wie bei weicheren Schnüren. Zudem sind die in Europa angegebenen Durchmesser, wie auch von den meißten hiesig verkauften Schnüren absoluter Murks, so hat die 8lb Variante niemals nur 0,06mm, wenn überhaupt 0,12 oder so, also was sich bei den Angaben Pure Fishing denkt kann ich nicht im geringsten nachvollziehen, da lobe ich mir Firmen wie Varivas oder Toray, die Schnure verkaufen die eher dünner sind als die Angabe oder gar Stroft die garnicht erst Durchmesserangaben und damit falsche Hoffnungen machen….

    Aber dennoch will ich die Schnur nicht schlecht reden, sofern man nichts gegen die Stifheit hat und sich nicht nach den angeblichen Durchmessern richtet bekommt man mit sicherheit eine der besten Schnüre von Berkley, die mit Abstand besser als jegliche Fireline ist.

  12. Blackmax
    Blackmax 15 September, 2011, 18:47

    Na ja, 10 Windungen beim Albright, das ist schon aufwendig und kann nit kalten Fingern ziemlich nervig sein. Ich will dich nicht auf den Arm nehmen Hannes, doch wenn denn die Nano tatsächlich eine Innovation wäre – die faktisch untermauert sein müßte – würde ich sogar 37 Windungen knoten.
    Was mich an dem Produkt echt nervt, sind die Durchmesserangaben. Heute hat mir ein Kollege seine 0,08 Nanofil gezeigt. Wenn der Durchmesser bei der stimmt, laß ich mich umtaufen. Da bestellt man was – und es kommt statt einer 0,12 ein Ankerseil von der Spule. So was ist doch Kappes.

  13. dietel
    dietel 15 September, 2011, 20:38

    also jetzt echt mal. ich hab doch die 12er auf der rolle. die ist alles, aber kein ankerseil. ich schreib hier doch keinen shit, der mir gleich um die ohren fliegen könnte. wenn ich von der schnur nicht überzeugt wäre, würde hier kein artikel auf der startseite stehen.

    10 windungen beim albright sind bei mir normal. die windungsanzahl macht das binden ja auch nicht komplizierter. ich muss irgendwann mal kontenbindevideos online stellen. ich hab da glaub echt ganz gute wege gefunden, die schnur zu halten, wenn ich knoten binde.

    ich hab zur kenntnis genommen, dass die schnur hier auf kritik stößt. wahrscheinlich hauptsächlich von leuten, die sie nicht gefischt haben. in kürze kommt schon allein über die gutscheinaktion in der fisch und fang nanofil kilometerweise nanofil auf "deutsche" rollen. dann wird man ja sehen, was der neutrale user sagt…

  14. No_Saint
    No_Saint 15 September, 2011, 21:07

    Mein Posting bitte nicht falsch verstehen! Schlecht machen will ich die Schnur mit Sicherheit nicht, sie macht nen echt guten Eindruck, nur eben die Steifheit und die reellen Durchmesser sind die Sache. An sich fische ich bis dato mit der Schnur gerne! Auch mit der Knotentragkraft hab ich keinerlei Probleme. Und es ist definitv mit die glatteste PE die ich in Händen hatte.

  15. No_Saint
    No_Saint 15 September, 2011, 21:12

    Noch ein kleiner Nachtrag wegen den Durchmessern, die Varivas Avani Seabass in 10lb hat den gleichen Durchmesser, bzw. ist wenn nicht sogar nen ticken dünner, als die 8lb Version der Nanofil. Klar die Varivas ist nicht so glatt wie die Nanofil, keine Frage, jedoch vergleiche ich PE Schnüre sehr gerne mit der Varivas, da es einfach bis dato das (für mich) beste Geflecht ist 😉

  16. Blackmax
    Blackmax 18 September, 2011, 07:43

    Der "neutrale User" wird höchst wahrscheinlich nicht den Durchmesser überprüfen können. Hast du die Angaben zum Produkt denn schon – neutral – überprüft? Wie wär´s mit Fakten, statt subjektiver Volksabstimmung zu einer Sache, für die man Messgeräte braucht?

  17. No_Saint
    No_Saint 18 September, 2011, 18:14

    Zur Info, bzw zum Vergleich, ein Menschliches Haar ist zwischen 0,05 bis 0,07 mm dick, reiß dir mal ein haar aus und vergleiche es mit der angeblichen 0,06er Nanofil 😆

  18. Blackmax
    Blackmax 18 September, 2011, 18:53

    Mir ist das bekannt. Hannes tut glaub ich so, als wüßte er das nicht… ❓ Die Fakten zu den Durchmessern der Nano werde ich noch liefern.

  19. No_Saint
    No_Saint 19 September, 2011, 09:24

    Freu mich schon auf die realen Durchmesser, bin gespannt was dabei raus kommt 🙂

  20. Blackmax
    Blackmax 19 September, 2011, 11:44

    …ich nicht 😉

  21. JoshuaTree
    JoshuaTree 20 September, 2011, 13:04

    Also vom Hocker haut mich die Schnur nicht!

    Sie ist zwar abriebsfest und dünn.

    Allerdings läuft sie nicht glatt von der Spule vielmehr wie ein Ringschwanz was sich gerade bei leichten Gewichten in reduzierter Wurfweite und mehr Schnurbogen bemerkbar macht.
    Im Test hatte ich 100m von der 0,08er, naja hatte mir nach der dem ganzen Hype um die Schnur wesentlich mehr erwartet 🙄

  22. enzonet
    enzonet 21 September, 2011, 09:00

    "…apropos "teuer": in der oktoberausgabe der fisch&fang gibts nen gutschein über 100 m nanofil in einer stärke eurer wahl. da nehmen wohl ca. 300 händler teil. die erste einheit nanofil gibts also fast umsonst…"

    also ich hab die oktoberausgabe der fisch&fang und keinen gutschein gefunden. nur ne doppelseite reklame mit so ner kleinen pappspule mit nem meter schnur zum angucken und anfassen…bin ich zu blöd oder gabs da nen rückzieher seitens berkley
    🙁

  23. Luebbener
    Luebbener 24 September, 2011, 04:02

    Hatte bisher nur die Probe aus der Raubfisch in der Hand, fühlt sich prima an 😀 und ich hoffe es ist die Lösung oder die Antwort auf eingefrorene Geflochtene an kalten Wintertagen auf dem Bodden 😉

  24. auslandangler
    auslandangler 24 September, 2011, 08:36

    finde den preis total fair! bei der F&F lag ja auch ein 1m stück oder so bei, gefällt mir gut die schnur, besonders das sie nicht verdrallen soll für spinner. nur werde ich abwarten was weitere test ergeben oder leute erzählen, denn man hört ja nicht nur positives.. 😉

  25. dietel
    dietel 26 September, 2011, 10:20

    wie leicht muss man angeln, damit man mit ner 8er nanofil weniger weit wirft als mit ner anderen 8er? ich fische im moment die 12er auf meiner schweren barschjigge. und die ist schon dünn. die 8er ist wirklich sehr dünn. meines erachtens kann der von dir beschriebene effekt ja nur im bereich bis maximal 3 gramm auftreten. ab da schießt die schnur durch die ringe. ich habe ja eher den eindruck, dass eine etwas steifere schnur für mehr wurfweite steht.

    ich würd ja gern mal nen test machen mit gleichdicken schnüren und einem wurfroboter, der immer wieder gleich wirft. ich hab aber leider weder ein gerät zur exakten bestimmung des durchmessers da, noch so ne maschine. interessieren würde es mich aber wirklich. mein subjektives empfinden ist, dass sich nanofil sehr gut werfen lässt.

  26. Brilliano
    Brilliano 26 September, 2011, 12:22

    Offensichtlich. Habe in meiner Ausgabe auch nichts gefunden….

  27. Bassking
    Bassking 26 September, 2011, 16:13

    Moin zusammen.

    Ich habe auf der mini – Probespule ja etwa einen Meter der neuen Berkley Schnur zur Ansicht gehabt ; für Jeden, der etwas von geflochtenen Schnüren versteht , wird sofort klar, dass es sich eben wieder NICHT um eine eng verwobene Geflechtschnur handelt –

    die Schnur sieht wieder einmal verschweißt aus, was einen Vergleich mit den hochwertigen Flechtschnüren nicht zulässt.

    Sorry- aber die Schnur ist platt wie eine Flunder – steht somit deutlich einer rundgeflochtenen Qualitätsschnur nach und die unterschiedlichen Lichtreflexe an der Oberfläche sind erstmal kein positiver Beleg für homogenes Material.

    Ich vermute einfach mal, dass die Schnur – entsprechend der üblichen Fireline "Qualität" schnell ausfransen wird … aber das wird der längerfristige Test zeigen.

    Ich hatte einen dünnen Durchmesser zur Ansicht , denke 008er oder 10er ; vielleicht stellen sich die dickeren Durchmesser positiver dar.

    Gruß, Bassking.

  28. thomka
    thomka 6 Oktober, 2011, 07:14

    Hallo Johannes,

    schöner Artikel, werde mir die Schnur bei Gelegenheit auch mal anschauen.

    Mal eine Off-Topic Frage:

    Welche Rollen nutzt ihr denn da? (Sorry, bin schon eine Weile raus – bin seit längerem nicht mehr auf dem akuellen Stand 🙂 )

    Viele Grüße

  29. dietel
    dietel 6 Oktober, 2011, 10:50

    die schnur kommt in anderen foren wesentlich besser weg. wir angeln ja inzwischen ne weile damit. die nanofil franst bis jetzt nicht aus, wirft sich ganz hervorragend und alle teamangler stellen von fireline auf nonofil um. wo wir doch so gern mit fireline gefischt haben. das würden wir nie machen, wenn wir die schnur nicht wirklich gut finden würden.

    zur rollen-frage: abu revo neos und mitchell mag pro.

  30. dietel
    dietel 11 Oktober, 2011, 07:35

    zitat: "ich vermute einfach mal, dass die schnur … schnell ausfransen wird"
    antwort: tut sie nicht.

    ich kann echt nicht verstehen, wie man ein produkt runterschreiben kann, das man nicht gefischt hat.

    fest steht, dass die schnur in mehreren voneinenader unabhängigen tests auf ihre wurfeigenschaften überprüft wurde und dass alle tests zu dem ergebnis kommen, dass nanofil den köder weiter fliegen lässt als andere schnüre. kann man demnächst alles in der fachpresse lesen.

  31. Bassking
    Bassking 15 Oktober, 2011, 09:01

    Hi.

    Für die Interessierten an einem offenen Feldversuch : im "Anglerboard" wurde die Schnur schon von Einigen getestet – einfach mal ein bischen suchen und schauen, was bemängelt oder gelobt wurde.

    Das die Schnur schlecht ist, habe ich nicht gesagt- sie kann allerdings gar nicht mit geflochtenen Schnüren in Punkto Abriebfestigkeit konkurrieren – sie ist nämlich nur verschweißt und die Abriebfestigkeit ergibt sich nunmal aus einer engen Verflechtung einzelner Dyneemastränge.

    Aber ich bin nur Laie – am Besten selber testen und das Ergebnis kommt ohnehin schnell ans Licht – ob gut, schlecht oder mittel.

    Bassking.

    P.S: Die Weitwurfeigenschaft ist super – werde den Casting – Trainer meines Vereins mal drauf aufmerksam machen !

  32. Eidgenosse
    Eidgenosse 21 Oktober, 2011, 14:53

    Konnte die Schnur seit Ihrer Vorstellung bei Pure-Fishing in Etten Leur intensiv testen und bin recht gut zufrieden damit. Ich wäre sogar sehr zufrieden mit der Nanofil hätte Sie nicht wie von JoshuaTree richtig bemerkt, die Neigung zum Ringel- oder Schweineschwänzchenverhalten. Die relativ engen Kringel stören die Finessfischerei, weil es verhindert das man ganz direkten Kontakt zum Köder bekommt, doch sonst bin ich echt zufrieden mit der Schnur, zumal diese Schnur von der Machart die erste einer eigentlich neuen Kategorie ist. Muss allerdings noch hinzufügen, ich fische die Schnur meist im Freiwasser mit Twitchbaits und mit T-Rig/C-Rig auf unproblematischen Gewässerboden und nicht an Problemstellen mit Muschelbänken, Steinpackungen und Totholz! 😐

  33. Eidgenosse
    Eidgenosse 21 Oktober, 2011, 14:54

    Konnte die Schnur seit Ihrer Vorstellung bei Pure-Fishing in Etten Leur intensiv testen und bin recht gut zufrieden damit. Ich wäre sogar sehr zufrieden mit der Nanofil hätte Sie nicht wie von JoshuaTree richtig bemerkt, die Neigung zum Ringel- oder Schweineschwänzchenverhalten. Die relativ engen Kringel stören die Finessfischerei, weil es verhindert das man ganz direkten Kontakt zum Köder bekommt, doch sonst bin ich echt zufrieden mit der Schnur, zumal diese Schnur von der Machart die erste einer eigentlich neuen Kategorie ist. Muss allerdings noch hinzufügen, ich fische die Schnur meist im Freiwasser mit Twitchbaits und mit T-Rig/C-Rig auf unproblematischen Gewässerboden und nicht an Problemstellen mit Muschelbänken, Steinpackungen und Totholz!

  34. aborigine_alemao
    aborigine_alemao 4 November, 2011, 15:20

    Servus Kollegen,
    jetzt habe ich einen kurzen eigenen Produktest durchgeführt.
    Aufgrund dieser super Schnuraktion von Berkley konnte ich am Wochenende die deutsche 0,08mm und 4,012kg Nanofil am Gewässer in Praxis testen. Natürlich habe ich einen Tag zuvor, die Knoten und die Schnur Zuhause ausgiebig erprobt. Die Kg Angaben haben sich wiedermal als falsch erwiesen. Im Zugtest mit Feederwaage und Wirbel/Einhänger kam eine maximale Tragkraft von ca 2,4kg heraus, aber das kenne ich ja mittlerweile von Berkley, das die Europäischen Angaben oftmals verdoppelt werden und LB mit Kg vertauscht werden, aber dazu später mehr. Die Schnur macht einen Semi-Transparenten und runden Eindruck, weiche Oberfläche, aber steifer wie Monofile Schnüre ( in der Praxis machte mir das gar nichts aus).
    Zur Praxis:
    Gerät: Shimano UL Catana 1-11g 2,10m Ryobi Zauber 1000

    In der Praxis zeichnet sich die Schnur durch Extreme Wurfweiten aus. Mit wenig Kraftaufwand erreicht man selbst mit geringen Wurfgewicht super Wurfweiten. Ich war sehr positiv überascht, auch die Köderführung war optimal, ob mit kleinen Jigs oder Slider, Blinker, Wurfwobbler(Spöket) hatte ich immer ein gutes Ködergefühl. Dank des geringen Durchmessers konnte ich die kleinen Jigs besser "fühlen". Die Dehnung der Schnur ist ziemlich gering. Auch gab es keine Perücken, wie bei anderen geflochtenen Schnüren in der selben Preisklasse. Die Schnur saust ziemlich leise und angenehm durch die Ringe. Dadurch das sie so leicht und fein ist, ist sie allerdings Wind anfällig, aber dieses Problem des Schnurbogens kann man ganz einfach lösen, flacher schmeissen oder die Schnur gefühlvoll bremsen, dann straft sich der Schnurbogen. Es kam mir vor, das ich ein besseres und genaueres Wurfgefühl hatte, die Würfe waren besser Platziert als mit anderen Schnüren.
    Jetzt zu den schlechten Seiten:
    Diese Schnur ist ziemlich schneidend und sehr schwierig zu Knoten, d.h wenn man z.B den falschen Knoten anbringt, zieht sich der Knoten einfach durch den Zug auf oder die Schnur schneidet sich selbst durch. Bei falschen Knoten, nützt man auch nicht die Tragkraft optimal aus.Wenn man die Schnur künstlich ausfranst, wird sie wie die Fireline Crystal flach und hat dann nicht mehr die Eigentschaften einer runden Schnur,nur so weit bin ich durch das Werfen am Wochenende nicht gekommen, aber nach einigen intensiven Wurftagen, werde ich bestimmt merken, was Sache ist.

    Als Fazit:
    Für Anfänger oder Angler mit wenig Fachwissen, kann diese Schnur ein absoluter Fehlkauf sein und das öffentliche Fluchen in den I-Net Foren über diese Schnur nimmt seinen Lauf. Für mich hingegen ist das eine gute Schnur, wenn z.B Distanz erforderlich ist(Seeforellen blinkern) und wenn ich ein gutes Ködergefühl für das feinere fischen benötige (Barsch jiggen), auch wird sie ihre Vorteile bei klaren Gewässern zeigen, wo die Fische sehr misstrauisch sind, gegenüber dicken geflochtenen Schnüren, vielleicht werde ich sie auch als Schleppschnur missbrauchen. Die Zeit wird zeigen wie gut diese Schnur wirklich ist.

    Jetzt zu einem wichtigen Thema und zwar die Tragkraft und die Durchmesser Angabe.
    Ich besitze folgende Durchmesser:
    0,08mm 4,012kg Deutsche Angaben
    (0,12mm 2,4kg zugtest)
    Berkley original: 0,04 in 4 lb

    0,15mm 7,659kg
    (0,18mm 4,5kg zugtest)
    Berkley original: 0,07 Inch 8lb

    0,17mm 9,723kg
    (0,20mm 5,9kg zugtest)
    Berkley original: 0,08inch 10lb

    Doch wie komme ich auf diese Angaben?
    Zu den Durchmessern:
    Ich bin auf die Original Seite von Berkley gegangen
    siehe link:http://www.berkley-fishing.com/produ…lament/nanofil
    und habe dann mit einer Umrechnungstabelle
    siehe link: http://www.metricmetal.com/pdfs/inch…allnumbers.pdf
    die Inches auf mm umgerechnet.
    Die Kg Angabe habe ich selbst getestet. Natürlich bin ich kein Wissenschaftler und habe nur amateurhafte Methoden, aber zumindestens denke ich mir, das diese Angaben realer sind, als die Angaben die Berkley in Deutschland angibt. Ich glaube auch,das die amerikanischen Angaben wesentlich näher an der Wahrheit liegen, deswegen müssten auch die Angaben der inches stimmen.

    Diese Angaben sind ohne Gewähr und rein Subjektiv.

    Petri Heil

  35. Finesse
    Finesse 7 November, 2011, 23:25

    Hallo zusammen,

    Voller Begierde bin auch ich nach Parsdorf zu meinem Fachhändler Fischermens Partner.
    Hab mir die 100m 0,20 er über das Rute und Rolle Abo geholt.

    Die Knotenfestigkeit ist für mich unter 0,20 egal mit welchem Knoten eine Katastrophe. Unter 0,12 wird's noch Schlechter. Also entweder die haben dort irgendwie Schrottware bekommen, oder mein Verständnis für Knotenfestigkeit ist ein Anderes. Ein normales, von geflochtenen wie der Daiwa Tournament, oder der guten alten Spiderwire. Sogar Monofile ist da noch Knotenfester.

    Hätte sie gerne als Ersatz für all meine geflochtenen Verwendet, aber bei den Illex Preisen von 16,00 Euro/ Stück und mehr…da kann ich gleich meinen Geldbeutel ins Wasser werfen.

    Soll mir mal ein Firmenvertreter erklären, ob mein Fachhändler dort Montagsware bekommen hat…oder ob die Schnur wirklich so schlecht ist.

    Würde mich über ein fachliches Feedback sehr freuen. Kann mir nicht vorstellen das Berkley so etwas absichtlich zu meinem Händler bringt.

  36. JoshuaTree
    JoshuaTree 11 November, 2011, 18:59

    Bei nächster Gelegenheit lasse ich mal ein Bild beim Wurf machen, damit man sieht was ich meine.
    Ich kann das was ich meine am besten mit memoryeffekt beschreiben. Die Schnur merkt sich den Durchmesser des Kerns

  37. General_Motaz
    General_Motaz 14 November, 2011, 19:13

    Ich sehe das exakt genau gleich. Die Steifheit törnt mich total ab! Wäre das nicht so, wär die Schnur erste Sahne !!

  38. zamolxe
    zamolxe 16 November, 2011, 20:06

    Hallo Finesse,

    habe mir gestern die Schnur … vorführen lassen, auch bei F&P in Parsdorf. Dachte mir erstmal das kann doch nicht wahr sein 😯 . Werde dennoch am Fr. die 0,17 bespülen lassen und danach ein bisschen ausprobieren falls das Wetter mittspielt.

  39. ruhrbarschjäger3
    ruhrbarschjäger3 30 November, 2011, 19:17

    sorry aber
    erstens: monofile is IMMER knotenfester als eine geflochtene…das sollte jeder angler wissen und zweitens wird ja ausdrücklich erwähnt dass die nanofil eben nich so knotenfest is… man muss sich eben entscheiden… knotenfest oder glatt
    nimm einfach no- knots dann gehts schon!

    viele grüße
    der ruhrbarschjäger

  40. Illusion
    Illusion 16 Dezember, 2011, 08:25

    Hallo,

    die Nanofil scheint zu überzeugen und ich kenne viele Sportfreunde, die zufrieden mit der Schnur sind. Es gibt aber ein Phänomen, das ich nicht erklären kann:
    Nimmt man z.B. eine 12er Nanofil, macht in ein ca. 50 cm langes Stück zwei normale Schlaufenknoten am jeweiligen Ende und ziehlt langsam, nicht ruckartig, daran, bricht die Schnur weit unter der angegebenen Tragkraft in der Mitte (!) -nicht in den Knoten- und ist völlig verkringelt.
    Das habe ich bei mehreren Angelshops ausprobiert und weder Händler oder Vertriebs-Vertreter konnten sich das erklären.
    Probiert das mal aus! Ist das nachvollziehbar? Woran kann es liegen?

    Für mich hat das dazu geführt, dass ich die Schnur gemieden hab. Jetzt ist die Schnur eine Weile auf dem Markt und ich lese viele positive Rückmeldungen, kenne aber auch Shops, die diese Schnur nicht mehr empfehlen.

  41. BubyBerliner
    BubyBerliner 16 Dezember, 2011, 10:10

    moin Illusion das gleiche habe ich auch und das selbe hatte ich auch bei der Berkley's FireLine Whiplash Crystal muste schon immer auf eine 20ger schnur zurückgreifen um eine halbwegs gleiche tragkraft zu meinen üblichen 10ner und 13ner geflochtene zu erreichen

    eiso ich kann mich damit nicht anfreunden

    Berkley's FireLine schwarz ist da schon besser

    http://www.google.de/products/catalog?q=Berkley%27s%20FireLine&hl=de&cid=8027071108333214474&ei=2RjrTuzrINeb-AaOr8TMAQ&ved=0CBcQrhI

  42. Illusion
    Illusion 20 Dezember, 2011, 18:44

    Ich nutze jetzt nur noch die Geflochtene von Stroft. Die ist zwar scheißteuer, aber jeden Cent wert. Die stecken das Geld in die Entwicklung und Zertifizierung, nicht in die Werbung. Bestelle ich immer Online bei http://www.aspo.de unschlagbar günstig.

  43. FrankThomasWeber
    FrankThomasWeber 13 Februar, 2012, 12:24

    Hallo Basking,

    das siehst du völlig richtig. Die Schnur ist flach schneidet in der Rolle beim aufspulen schnell ein, was sich beim Werfen in einem unregelmäßigem Abwickeln äußert. Da ich in Spanien lebe und hier die Küste sehr felsig ist brauch die Nano nur mit ein wenig Spannung einen Felsen berühren und schon reißt sie.

    Mein Fazit:
    Für mich eine völlig unbrauchbare Schnur und kommt an die PowerPro bei weitem nicht heran. Auch die Spiderwire Stealth die immer so hoch gelobt wird ist unbrauchbar, denn sie nimmt zu viel Wasser auf und wird nach der Zeit schlaff wie ein Waschlappen. Ich fische meine Nano Bestände jetzt noch auf und dann kommt wieder meine PowerPro auf die Rolle. Schade für die lange Forschungszeit der Nano. Was ich schon seit Jahren mit Freude von Berkley nutze ist die Vorfachschnur aus Fluorocarbon. Die Trilene.

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