Barsch-Wobbeln: Die Twitch-Saison geht los!

Barsch-Wobbeln: Die Twitch-Saison geht los!

Gefühlte Minusgrade. So langsam sinken die Wassertemperaturen auf Kanalbarsch-Niveau. Auf Gummi beißen sie bei uns hier oft nicht so gut wie auf Wobbler. Der Barsch braucht jetzt oft die Ruhephase, um sich an den Köder heranzuschieben und ihn zu attackieren. Bedeutet? Es müssen Vorbereitungen getroffen werden:

1. Einzelhaken mit Lockfransen/Federn versehen. Wichtigstes Element: Crystal Flash.

2. Enddrillinge gegen die neuen Lock-Einzelhaken austauschen.

3. Bauchdrillinge von den Widerhaken befreien.

4. Wobblerschachtel befüllen mit Twitchbaits für alle Wassertiefen.

Monofile Schnur auf die BC spulen. (Ich nehme 16er.)

Dann noch DuoLocks (Größe 1) in die Wobbeltasche. Eine Lösezange. Eine Plastiktüte. Ein Filetiermesser. (Ab dem ersten verangelten Barsch wird eine Mahlzeit zuammengefischt). Fertig! Die Wobbel-Saison kann kommen.

Noch nicht der ganze dicke Fang. Ist aber auch schon 2 Wochen her. So langsam müssten die Fische größer werden.

 

Nachtrag: Für alle, die in Gewässern mit Hechtaufkommen angeln, geht’s nicht ohne Titan-Spitze! Und um meiner Vorbildfunktion gerecht zu werden, habe ich gerade eine Spitze an meine Spree-Kombo geknotet. Auch wenn bei uns das Hechtaufkommen gering ist. Zumindest da, wo ich schwerpunktmäßig twitche. Ich werde da sicher der einzige sein, der mit Titan auf Barsche losgeht. Aber vielleicht macht ja noch jemand mit…

Kategorien: Barsch

Kommentare

  1. Zettijäger
    Zettijäger 22 November, 2018, 11:32

    Hallo, sehr interessanter Bericht.
    Vllt könntest du ja noch hinzufügen welche Köder du in welchen Größen verwendest. Ein bis zwei Modelle in unterschiedlichen Tauchtiefen würden reichen .
    Die zu verwendende Größe der Einzelhaken würde mich natürlich auch interessieren.

    Beste Grüße

  2. Steffen_Legacy
    Steffen_Legacy 22 November, 2018, 17:01

    Hi Johannes, genau so machen wir das. Danke fuers Wachmachen.
    @Zettijaeger…Meine Empfehlung: Auf der Nories Seite schmoeckern, die taugen so ziemlich alle was. Tauchtiefen von 1,20 bis 2m sind twitchtauglich fuer die kalte Saison. Wie eng Du stufst haengt von Deiner Geldboerse. Ich habe 1,20,1,50,1,80 und 2m. Aber auch immer mal nen Crank probieren und dann stehen/ steigen lassen, da kannst Du tiefer gehen. Guck mal genau in Deine Kiste, da ist bestimmt schon was verfuegbar 😉

  3. AFE
    AFE 22 November, 2018, 17:29

    Ich war kürzlich in deinen Gefilden unterwegs. Hatte mit Twitchbaits weniger Erfolg als mit Skirted Jigs, auf denen ich dann hängen geblieben bin.

  4. eggerm
    eggerm 22 November, 2018, 18:05

    So jetzt kommt der Moralapostel: eventuell no ein zwei stahlvorfächer dann ist der auch glücklich 😉

    Bei uns gehts mit dropshot irgendwie besser. Super langsam und ohne Boot auch gut dorthin zu bringen wo die Fische stehen….

    MfG Matthias

  5. Rubumark
    Rubumark 22 November, 2018, 20:22

    @eggern
    in der berliner (tschuldigung, köpenicker) Spree ist die Gefahr, einen Hecht an´s Band zu bekommen verschwindend gering, weshalb man den Einsatz von Stahl nicht wirklich vefolgen müsste. Ansonsten hast du natürlich völlig recht; bei Hechtgefahr würde ich keine Visimatenten machen und eine kleine Spitze aus Titan (beeinflusst den Lauf der kleinen Hübschen weniger) vorschalten

  6. MorrisL
    MorrisL 23 November, 2018, 10:30

    Das kommt auf die Gefilde der Spree an . Im Grunde ist seit ca. 7 Jahren folgende Faustregel zutreffend(an Fängen belegt) : Je näher man dem Müggelsee kommt , desto wahrscheinlicher sind Hechte anzutreffen. Das schließt auch Richtung Stadtmitte keineswegs Hechte aus . Ich würde da keine Kompromisse eingehen , es werden nicht selten Hechte 100+ dabei gefangen . Das ist an sich ja schon ein Highlight , wäre echt blöd man verliert den Köder und so einen Fisch , oder ?

  7. assassassin
    assassassin 23 November, 2018, 11:16

    @MorrisL: Der Köder fällt ja bei Johannes unter Werbungskosten und an der 16er Mono wird so ein Meterhecht schon eine arg kribbelige Angelegenheit.

    Ich hätte aber echt ein schlechtes Gewissen, wenn so ein Grünschnabel mit von mir zugenageltem Maul elend krepiert. Wir haben halt alle auch so ein bisschen Verantwortung – auch wenn das gern Mal im Tackle- und PB-Wahn untergeht.

  8. Johannes Dietel
    Johannes Dietel Autor 23 November, 2018, 13:30

    So. Also: Ich verangel auch nicht gern Hechte und halte mich für relativ vorbildlich. Aber in Köpenick hatte ich in 7 Jahren noch nicht einen Hechtkontakt. Auf dem Müggelsee wohl. Guter Hinweis dennoch. Ich denk drüber nach.

  9. eggerm
    eggerm 23 November, 2018, 16:22

    Du schreibst ja oben allgemein und nicht Twitchsaison in Köpenick. Einfach einen Satz ala „bei hechtbestand ein dünnes Titan/ stahlvorfach dran.“ hinzufügen und die Vorbildlichkeit bleibt bestehen 😉

    MfG Matthias

  10. MorrisL
    MorrisL 23 November, 2018, 21:34

    Genau an Mündung sowieso ,- Foto 2-(etwas durch die Brücke und in Fahrtrichtung links ) , da geschehen sehr oft Zeichen und Wunder. Auch meine ich , mal etwas über einen(!) Verlust eines Cranks in besagter Region gelesen zu haben , kann mich aber auch irren . Ich stand unter anderem bei meinen Vereinskollegen(mit Verlaub, wir haben die selben ) schon daneben , als es klingelte . Etwas mehr Pflanze , der Hecht bittet zum Tanze . In der Müggelspree ist das übrigens auch ,- je näher man dem Dämeritzsee kommt- , in erhöhtem Maße der Fall. Kollege David hat am Treptower Park n´ Meterfisch gefangen. Also eigentlich , ist das in der Spree schon lange keine gaaaaanz seltene Erscheinung mehr . Schade für die heile Welt des FC -Universe , aber so isses dann mittlerweile . Kann man ignorieren (was Du ja nicht machst,so schätze ich dich nicht ein ) , aber im Laufe der Jahre , wird Meister Esox wohl dem Zander den Rang abschwimmen(analog havel) … . Jedenfalls ist die Meldung von Meterhechten , der von Meterzandern ,-vom Kupfergraben bis zur Woltersdorfer Schleuse -, weit voraus . Man kann schwer alles richtig machen(das meine ich ehrlich , mache selbst genug Fehler ) , aber Hechte in der Spree ausschließen , kann man inzwischen nicht mehr , jedenfalls nicht objektiv. Das kann man gut oder eben nicht gut finden … . Was bleibt , ist , was man tut. Bei Hardbaits ist das immer so ne knifflige Kiste…. . Und manchmal , ist auch die Bissspitze im Barschgetümmel plötzlich nicht lang genug. Jeden Fall kann man nicht einplanen . Bisher fahren die meisten damit ja gut in der Spree, in 10 Jahren , wird der Tenor ein anderer sein , versprochen . Ein schönes Wochenende Euch allen … .

  11. lars1079
    lars1079 2 Dezember, 2018, 12:18

    Sage mal Johannes, welche Rute nutzt da? Die Hradbaitgröße liegt bei Dir um die 8 cm? Divings dabei! Wird ja keine L/ML Rute sein?

  12. Sir Saturday
    Sir Saturday 4 Dezember, 2018, 10:32

    Lars‘ Frage möchte ich mich anschließen: Welche Ruten(power) nutzt du für den beschriebenen Zweck, Johannes?

    Ich bin übrigens mit dabei, auch dort vermehrt dünne metallene Vorfächer zu fischen, wo nicht mit Hechten zu rechnen ist.

    Bezüglich des Softbaitangelns habe ich erst kürzlich den Vorteil für mich entdeckt, ein (im Vergleich zu FC) weniger auftreibendes, sich besser ins Wasser „schneidendes“ Vorfachmaterial zu verwenden.

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