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Wurfgewichtsklassen Spinnruten

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Wurfgewichtsklassen Spinnruten

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Revilo62

Echo-Orakel
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Moin,
ich brauch mal die geschätzte Hilfe.
Gibt es eine genaue Definition der Wurfgewichtsklassen von Spinnruten, mal unabhängig von der Aktion der Rute.
Man liest immer wieder UL geht bis 5 gr. Gesamtködergewicht inkl. Bleikopf o.ä.. Nun gibt es aber Hersteller/Importeure die
schreiben auch noch UL wenn das WG -9 gr. angegeben ist.
Schön wäre eine Art Auflistung der einzelnen WG-Klassen mit den min/max WG, ich blick da langsam nicht mehr durch.
Die Line-Rate sagt ja auch wenig drüber aus, es bleiben also nur ????????????
Vielen Dank!

Tight Lines aus Berlin
 

NorbertF

Master of Desaster
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Davon gibt es keine genaue Definition, keine Norm.
Ganz grob ist es meist so:
1-5 (manchmal auch 7): UL
bis 10 L
bis 14 ML
bis 17 M
bis 21 MH
bis 28 H

Ganz grob.


Eigentlich ist das auch sowieso Unsinn, da das UL, L , M usw. auf die Power der Rute bezogen ist (Drillpower) und nicht zwingend mit dem Wurfgewicht in Einklang steht.
 

- Boris -

BA Guru
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Nun gibt es aber Hersteller/Importeure die
schreiben auch noch UL wenn das WG -9 gr. angegeben ist.
Das sind dann sicherlich die Fälle, bei denen nicht Bass-Power gemeint ist, sondern die Power von Egging- oder Inshore-Ruten. In den Fällen unterscheidet sich häufig auch das Linerating.

Eigentlich kann man nur hoffen, dass das Lureweight-Rating (häufig auf bestimmte Ködertypen begrenzt) halbwegs passt.
 
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Auweia, dit gibt bestimmt wieder 'nen ellenlangen Thread.
Kiekste mal bei Wiki nach, dann findest Du folgende Definition, die aber auch vorsichtshalber nur in etwa angegeben ist.
Ick zitiere mal:
Zitat:
Im deutschen Sprachraum werden Spinnruten üblicherweise nach Wurfgewicht (WG) in etwa folgende Kategorien eingeteilt: ultraleichte Spinnruten mit einem WG von 1 bis 10 g, leichte Spinnruten mit einem WG von 5 bis 30 g, mittlere Spinnruten mit einem WG von 30 bis 60 g, schwere Spinnruten mit einem Wurfgewicht von 50 bis 120 g und ultraschwere Spinnruten mit einem WG von 100 bis 250 g, wobei die Übergänge fließend sind. Die Länge beträgt in der Regel 1,6 bis 3,3 Meter, wobei die deutliche Mehrzahl der in Deutschland verkauften Spinnruten zwischen 2,4 und 3,0 Meter lang sein dürfte.

Zitat Ende Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Spinnrute

Jetze wird gleich wieder der Aufschrei der U(U)L-Fetischisten erfolgen, das ihre WG-Klasse nur bis 5g geht.
"Beschissen" wird ja heutzutage bekanntlich überall und so ist es auch bei den Ruten. In der Regel werden die meißten Peitschen im Reich der Mitte hergestellt und die jeweiligen Anbieter pappen da ihre schönen bunten Aufkleber drauf. Es wird, je nach Preisklasse, dabei über-und untertrieben das die Heide wackelt. Ick persönlich verlasse mich nie auf die angepriesenen Werte und begrabbel die Peische lieber beim genervten Tackledealer. Hilfreich ist die Mitnahme von 'ner Rolle mit Strippe und den jeweiligen Lieblingsgewichten, einschließlich Ködern, die man mit dem Stock zu schleudern gedenkt. Allerdings sollte man dabei auch nicht den fiktiven Wasserwiderstand der später eingeleierten Köder vernachlässigen.
Weiterhin zu beachten ist die Aktion des ausgewählten Stockes und, Norbert F's Lieblingsthema ;), die Verjüngung, auch Taper genannt.
So, ick muß jetze weg, vielleicht hat's ja 'n bißchen jeholfen.;)

 

Revilo62

Echo-Orakel
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Vielen Dank erstmal für die schnellen Antworten, bringt schon ein wenig Licht ins Dunkel.
Bei den Fliegenruten ist so eine Definition ja auch gelungen, sicher zwar über die Schnurklassen, aber immerhin.
Bei denSpinnruten scheint es aber nicht möglich zu sein, ich fand damals bei der DAM den Ansatz über das WG und Aktion der Rute zu definieren sehr interessant, war auch relativ übersichtlich, hat sich aber wohl im Sande verlaufen.
Genauso problematisch finde ich die Taperdefinition, da sie ja eigentlich nix über die Aktion aussagt, aber überall findet man aussagen, ist ne Fast Taper, diese Aussage sagt aber eigentlich nix aus. Gerade bei den modernen Ruten mit eingesetzten Spitzen ( egal ob hohl oder Vollmaterial) ändert sich die Aktion schon schlagartig, bleibt aber im Aufbau dennoch vergleichbar mit einfacheren Modellen mit durchgehendem Rohling .

Tight Lines aus Berlin
 

Rubumark

Bigfish-Magnet
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Um die Verwirrung zu vertiefen bzw. Schlotti´s Aussage zu untermauern, die angepeilten Peitschen günstigerweise selbst zu begriffeln und sich somit ein genaueres Bild machen zu können, sollte man erwähnen, dass es nicht in allen Ländern bzw. bei allen Herstellern üblich ist, das maximale Wurfgewicht auf die Stöckchen zu pinseln, sondern unter Umständen das ideale Wurfgewicht.
Bei all diesen Angaben ist meines Erachtens die des WG am unwichtigsten. Aktion und Taper sind mir hier wichtiger, denn was nützt es mir, zu wissen, dass ich ein bestimmtes Gewicht werfen kann, aber null Anhaltspunkt habe, ob sich der bevorzugte Köder vernünftig animieren lässt.
 

BaRapHe

Twitch-Titan
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Hallo !

Es ist hier auch wieder einmal so, dass Wunschdenken und Profitstreben massiv die Fantasie der Hersteller und auch der Käufer beflügeln.
Wie "schlotterschätt" so treffend ausführte, hilft es wirklich nur, die Sachen selbst anzusehen, anzugrabbeln und auch auszuprobieren ! Nur so kann man zur Zufriedenheit mit seinem Angelgerät kommen.

VG aus Berlin
 

NorbertF

Master of Desaster
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In Deutschland ist eh alles anders. Was angeln betrifft.
Bei uns gibts nur "Wobbler" als Hardbaits. Die gibt es sonst nirgendwo.
Wir haben eigene Definitionen für die Kategorien der Spinnruten (siehe Schlotti).
Bei uns kauft man Schnur nach Durchmesser (der noch dazu nicht stimmt), statt nach Tragkraft.
Wenn man nach Tragkraft kuckt, kriegt man lineare Tragkraft vorgesetzt, statt Knotentragkraft wie sonst überall.
Baitcaster kurbelt man links. Ausschliesslich.
Als Taper gibts nur x-fast und als Schnur gibts nur PE :)
Und last but not least: nur ein toter Fisch ist ein guter Fisch.
Germany in a nutshell :razz:
 

Gilberto

Finesse-Fux
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Naja, bei dir muss ich gedanklich 2x umgreifen.
 

Gilberto

Finesse-Fux
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Norbert, das Hemispherenmodell gilt als antiquiert...
 
G

geomujo

Gast
Im deutschen Sprachraum werden Spinnruten üblicherweise nach Wurfgewicht (WG) in etwa folgende Kategorien eingeteilt: ultraleichte Spinnruten mit einem WG von 1 bis 10 g, leichte Spinnruten mit einem WG von 5 bis 30 g, mittlere Spinnruten mit einem WG von 30 bis 60 g, schwere Spinnruten mit einem Wurfgewicht von 50 bis 120 g und ultraschwere Spinnruten mit einem WG von 100 bis 250 g, wobei die Übergänge fließend sind.
Also damit gehe ich auch konform.
 

A von Hönningen

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Nach Wittgenstein hat jedes Ding seinen Namen. Das lasse ich mal so stehen, denn er war der Philosoph und ich bin nur der amateurhafte Praktiker.

Aber es wäre ja schon schön, wenn wenigstens die Daten, die man aufs Angelgerät schreibt, der Realität entsprächen und nicht nur vage Einschätzungen wären.
 

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