Was bereitet dir gerade keine Freude??? aka Was geht Dir auf den Sack?

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Crügge

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Mein alter Herr knoddert seit Jahren vor sich hin, dass wir uns so nur in eine Lohn-/Preisspirale bewegen, die sich immer schneller dreht.

Wenn der Lokführer mehr Geld bekommt, steigt der Ticketpreis, so müssen andere Gruppen wieder mehr verdienen.
Würde das Gehalt/die Boni der obersten Managementebene dafür eingesetzt und der Preis würde gleich bleiben, wäre das was anderes.
So leidet die arbeitende Mittelschicht, die sich immer wieder organisieren muss, wie sie zur Arbeit kommt (egal ob ÖPNV oder KiTa oä).
Im Grunde spielen wir uns gegenseitig aus und keiner gönnt dem anderen etwas.

Und die, die es ändern könnten, sind nicht betroffen und daher interessiert sie es nicht.
Vom Dinger her ist es gut das die Leute immer mehr nach fairen Löhnen schreien.
Bei manchen Sachen verstehe ich es aber nicht, gerade Mindestlohn.
Man kann ne Reinigungskraft nicht wie nen Doktor bezahlen, dass sollte auch klar sein.
Iwo muss es immer "Geringverdiener" geben damit die Preise stabil bleiben, ansonsten gehts halt nur nach Oben.
Das ganze hat aber so ewig viele Zusammenhänge das man da eh nicht viel machen kann ohne Leute vor die Hunde zu schicken
 

newmie2205

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Dann hast du nicht den Kern meiner Aussage verstanden, tut mir leid für dich wenn du das nicht verstehst.
Sollte übrigens mal die Altenpflegekräfte oder das Personal in Krankenhäusern auch mal machen
Wüsste ich nicht, was man hier missverstehen kann.
Das "aber...", was im Zitat eigentlich folgt, rechtfertigt nicht deine Aussage, denn du "forderst" dazu auf, dass man es ja machen KÖNNTE...
Allein das reicht mir, um zu sehen, wie du gepolt bist.
 

FischeAngler

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Wüsste ich nicht, was man hier missverstehen kann.
Das "aber...", was im Zitat eigentlich folgt, rechtfertigt nicht deine Aussage, denn du "forderst" dazu auf, dass man es ja machen KÖNNTE...
Allein das reicht mir, um zu sehen, wie du gepolt bist.

Nicht KÖNNTE sondern SOLLTE! Und deine Reaktion zeigt eindrücklich warum das so gut funktioniert. Du reagierst nämlich nicht sachlich-argumentativ sondern rein emotional, von Angst um Betroffene getrieben.

Nicht das Pflegepersonal trägt die Verantwortung für Gesundheit und Leben der Patienten, sondern Krankenhäuser, Pflegedienstbetreiber, Kassen etc.

In genau dem Moment, in dem die Mitatbeiter die Arbeit niederlegen entsteht eine Notlage für die Leute, die Haften, nicht für die Pfleger.

Was du nicht zu verstehen scheinst ist, dass genau das für Betroffene vob Vorteil wäre. Bessere Bezahlung.für Pfleger, Entlastung, mehr Personal und damit eine bessere Versorgung.

Ich kenne auch Menschen die in dem Bereich arbeiten und auch Menschen die auf Hilfe angewiesen sind, die haben häufig einfach keine Zeit für eine Vernünftige Betreuung.
 
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Tief im Westen...
Wichtiges aber sehr schwieriges und vielleicht zu komplexes Thema für ein „Angel/Konsumforum“.

Ich bin auch kein Freund davon, Unbeteiligte in eine Art Geiselhaft zu nehmen, wie es unter anderem Verdi oft praktiziert. Das fällt mMn. nicht unter „guter Gewerkschaftsarbeit“. Alternativen die ebenso „ziehen“, habe ich aber auch nicht parat.

Was ich als extrem gefährlich erachte, bei steigenden Preisen und steigenden Löhnen, trifft es besonders die hart, die nicht organisiert sind und nicht an/von Lohnerhöhungen partizipieren.
Es fehlt dann schlichtweg die Kaufkraft dieser Gruppe. Ohne bzw. mit weniger Geld, wird weniger konsumiert, ergo muss auch (irgendwann) weniger produziert werden. Das trifft dann wiederum die Industrie, aber auch den Frisör, den Landwirt und viele mehr…

Ja, sehr schwierig und komplex, ähnlich wie mit dem Huhn und dem Ei…
 

Allrounder90

Gummipapst
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Als ob irgendwer heutzutage in grossen Unternehmen ausgebeutet werden würde. Abgesehen davon, wird afaik in D niemand zur Arbeit für Arbeitgeber XY gezwungen.
Boah wenn ich sowas immer lese... komm mal von deinem hohen Ross und frag mal in der Realität nach.

keiner wird ausgebeutet ^^, dann schau dir mal die Kneblverträge mancher Unternehmen an. Beste Beispiel ... Mutters die im Heim für die AWO arbeitet ... der Arbeitsvertrag (außertariflich) war die Frechheit schlechthin, jetzt tariflich ein Traum.

Aber sie wird ja nicht gezwungen, ne? Bullshit, als ob hier die Jobs vorallem in der näheren Umgebung und dünn besiedeltem Flächenland nur so auf den Bäumen wachsen.

Aber alles easy oder? Einfach die Unternehmen machen lassen. Der Mitarbeiter steht bei denen ja immer an erster Stelle... in welcher Welt lebst du eigenlich?
 

Angelfuchs

Gummipapst
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Ich möchte bei den Öffentlichen Nahverkehrsmitteln nur darauf hinweisen, das es bei den Beschäftigten zwei Klassen gibt: Gewerkschaftsmitgliedern und Nicht-Gewerkschaftsmjtgliedern.

Die einen bekommen ihr Geld für Streiktage aus der Streikkasse, für die anderen ist jeder Streiktag ein spürbarer Verlust, egal, ob die jetzt mehr Geld und / oder kürzere Arbeitszeiten wollen oder nicht.

Der Streik soll diesmal bis Sonntag gehen, trifft viele bestimmt hart. Mit der Deutschen Bahn zu fahren, bringt in den betroffenen Bundesländern auch nichts, da man von den Bahnhöfen mit den meisten Bus-,Straßen- und U-Bahn Linien nicht weiterkommt.

Jetzt machen sich wieder Elektro-Roller und Klappräder (z.B. von Brombton) bezahlt.....
 

Walstipper

Bigfish-Magnet
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Z.b in Japan wird es bei Streiks so gemacht das wenn im Öffentlichen Verkehr gestreikt wird, die Züge und Büsse normal fahren aber die Fahrgäste kostenlos mitgenommen werden. Finde ich besser, wie das was hier gemacht wird, hier leidet eigentlich nur der Fahrgast drunter und da es kaum alternativen zur deutschen Bahn gibt nimmt die Firma davon kaum einen Schaden wenn Züge und Büsse einfach nicht fahren
In dem von mir zitierten Beitrag über das Modell aus Japan steht es doch schon mit einer Möglichkeit beschrieben.
Da ist ne fantastische Idee. Vor allem weil Streiks in Deutschland immer angekündigt werden müssen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man Fahrgäste in Deutschland politisch korrekt anfassen kann/darf.

Profis%20aus%20Japan.jpg

 

Crügge

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Ich möchte bei den Öffentlichen Nahverkehrsmitteln nur darauf hinweisen, das es bei den Beschäftigten zwei Klassen gibt: Gewerkschaftsmitgliedern und Nicht-Gewerkschaftsmjtgliedern.

Die einen bekommen ihr Geld für Streiktage aus der Streikkasse, für die anderen ist jeder Streiktag ein spürbarer Verlust, egal, ob die jetzt mehr Geld und / oder kürzere Arbeitszeiten wollen oder nicht.

Der Streik soll diesmal bis Sonntag gehen, trifft viele bestimmt hart. Mit der Deutschen Bahn zu fahren, bringt in den betroffenen Bundesländern auch nichts, da man von den Bahnhöfen mit den meisten Bus-,Straßen- und U-Bahn Linien nicht weiterkommt.

Jetzt machen sich wieder Elektro-Roller und Klappräder (z.B. von Brombton) bezahlt.....
Gut, bei uns ist es die IG Metall aber mein Arbeitgeber zahlt freiwillig auch an Nicht-Mitglieder die selben tariflichen Boni um ein starkes rüberwandern zur Gewerkschaft zu vermeiden. Ich selbst zahle 1% vom Monatslohn als Gewerkschaftsbeitrag. Ist jetzt wirklich nicht die Welt und man kann den von der Steuer absetzen.
Würden mehr in die Gewerkschaft eintreten gebe es so etwas nicht.
Das der eine Streikgeld erhält und der andere nicht hat man ja im Prinzip selbst in der Hand. Ist jetzt nicht so der Riesen Betrag meiner Meinung nach ^^
 

newmie2205

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Nicht das Pflegepersonal trägt die Verantwortung für Gesundheit und Leben der Patienten, sondern Krankenhäuser, Pflegedienstbetreiber, Kassen etc.

Und genau diese Aussage ist so falsch.

Es gibt nämlich v. a. oder auch im Gesundheitswesen die sog. "persönliche Verantwortung" des Pflegepersonals. Also hörts auf so einen Mist in die Welt zu setzen! Und deshalb reagiere ich auch "leicht" allergisch bei solch total guten Tipps wie "das Pflegepersonal sollte auch mal streiken".
 

FischeAngler

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Und genau diese Aussage ist so falsch.

Es gibt nämlich v. a. oder auch im Gesundheitswesen die sog. "persönliche Verantwortung" des Pflegepersonals. Also hörts auf so einen Mist in die Welt zu setzen! Und deshalb reagiere ich auch "leicht" allergisch bei solch total guten Tipps wie "das Pflegepersonal sollte auch mal streiken".

Ist das so?

"Das ist eine spannende und rechtlich wie ethisch komplexe Frage. Die kurze Antwort lautet: Nein, die Teilnahme an einem rechtmäßigen Streik verletzt die persönliche Verantwortung der Pflegekraft in der Regel nicht, sofern bestimmte Vorkehrungen getroffen wurden.
Hier kommt es auf das Zusammenspiel zwischen dem Streikrecht (Grundgesetz Art. 9 Abs. 3) und der Garantenstellung (der rechtlichen Pflicht, Schaden von Patienten abzuwenden) an. [...]"
 

Pabstat

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Boah wenn ich sowas immer lese... komm mal von deinem hohen Ross und frag mal in der Realität nach.

keiner wird ausgebeutet ^^, dann schau dir mal die Kneblverträge mancher Unternehmen an. Beste Beispiel ... Mutters die im Heim für die AWO arbeitet ... der Arbeitsvertrag (außertariflich) war die Frechheit schlechthin, jetzt tariflich ein Traum.

Aber sie wird ja nicht gezwungen, ne? Bullshit, als ob hier die Jobs vorallem in der näheren Umgebung und dünn besiedeltem Flächenland nur so auf den Bäumen wachsen.

Aber alles easy oder? Einfach die Unternehmen machen lassen. Der Mitarbeiter steht bei denen ja immer an erster Stelle... in welcher Welt lebst du eigenlich?
Na , da hab ich ja nen Wunden Punkt getroffen, wie mir scheint. Und schön, dass du die AWO nennst....die kommt doch aus der gleichen Ecke wie die Gewerkschaften, wie kann es denn da eigentlich sein, dass die Arbeiter(!)Wohlfahrt sich derart ungut gegenüber ihren Mitarbeitern zeigt? Sehr mysteriös. Komischerweise fallen die Namen derartiger Organisationen nie, wenn mal wieder auf "der Wirtschaft und den Böesen Unternehmern" rumgehackt wird. Die im Übrigen den Laden hier am Laufen halten, von den NGOs, ÖD oder was sonst irgendwo am Tropf des Staates hängt, wird halt mal nichts erwirtschaftet. Da wird die Kohle aus dem Fenster geworfen, welche der arbeitende Teil der Bevölkerung als Steuern abdrücken muss.

Desweiteren: welches hohe Ross meinst du? Bitte präzisieren. Dazu: in welcher Realität soll ich bitte ankommen?

Wer qualifiziert ist, sich einsetzt und Leistung bringt , der wird entsprechend belohnt. Ganz einfach. Da braucht es nicht die Gewerkschaftsbrüder. Das ist die Realität. Und wenn man irgendwo wohnt, wo es keine Arbeit gibt, die einem angemessen erscheint: wir haben Freizügigkeit. Alternativ entsprechend qualifizieren, gibt es mittlerweile doch massig Angebot und das wird ja auch idR zumindest aus Steuergeld bezuschusst.
 

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Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Ist das so?

"Das ist eine spannende und rechtlich wie ethisch komplexe Frage. Die kurze Antwort lautet: Nein, die Teilnahme an einem rechtmäßigen Streik verletzt die persönliche Verantwortung der Pflegekraft in der Regel nicht, sofern bestimmte Vorkehrungen getroffen wurden.
Hier kommt es auf das Zusammenspiel zwischen dem Streikrecht (Grundgesetz Art. 9 Abs. 3) und der Garantenstellung (der rechtlichen Pflicht, Schaden von Patienten abzuwenden) an. [...]"
Ok ist mir zu blöd , du hast Recht.

Mal sehen was du sagst, wenn eine Pflegekraft oder Helfer von seinem ach so geilen Streikrecht Gebrauch macht und deswegen ein Angehöriger von dir verreckt.

Gibts nicht ? Gibts doch !

Deutschland verblödet immer mehr.
 

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