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Was bereitet dir gerade keine Freude??? aka Was geht Dir auf den Sack?

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Was bereitet dir gerade keine Freude??? aka Was geht Dir auf den Sack?

BA-Supporter

  • Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!

AnkaPilot

Echo-Orakel
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Was wären in deinen Augen "faire Löhne"? Wenn jemand der die 8. Klasse Hauptschule abgebrochen hat und nun für Amazon Pakete durch die Gegend fährt deinen Stundenlohn erhält? Vielleicht funktioniert das ja, wenn du auf einen Teil deines Stundenlohns verzichtest?!?

Ich hätte auch gerne dass jeder sehr viel Geld verdient, allein um diese Diskussionen im Keim zu ersticken.
Ich würde aber auch gerne barbusige Meerjungfrauen in einem Fluss aus Milch und Honig fangen.
Wir reden hier ja nicht von irgendwelchen Wunschträumen. Aber zumindest sollte man sich von seinem Einkommen ein Dach über dem Kopf und andere Grundbedürnisse leisten können. Früher (man munkelt) konnte ein Verdiener eine ganze Familie ernähren und musste dazu nicht studiert haben oder eine leitende Position inne haben.
Einfach nur jedem viel Geld zu zahlen, wird den vielfältigen Problemen nicht gerecht.
 

Mescalero

Echo-Orakel
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Ich habe keine Ahnung, was die Amazon-Mitarbeiter tatsächlich verdienen und wie deren Bedingungen jenseits der „Stern-TV-Recherchen“ sind.

Aber letztens lernte ich einen Typen kennen, der seit vielen Jahren von Eisenach täglich n@ch Bad Hersfeld fährt und bei Jeff‘s arbeitet. Ich machte große Augen, als er das erzählte und er erwiderte sinngemäß: „Glaubst du wirklich, ich würde nach fast zwanzig Jahren noch immer dort arbeiten, wenn die Bedingungen so Scheiße wären?“

Wie auch immer, ich versuche, Amazon zu vermeiden. Nestlé erst Recht aber das ist ein anderes Thema...
 
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Wir reden hier ja nicht von irgendwelchen Wunschträumen. Aber zumindest sollte man sich von seinem Einkommen ein Dach über dem Kopf und andere Grundbedürnisse leisten können. Früher (man munkelt) konnte ein Verdiener eine ganze Familie ernähren und musste dazu nicht studiert haben oder eine leitende Position inne haben.
Einfach nur jedem viel Geld zu zahlen, wird den vielfältigen Problemen nicht gerecht.
Ich glaube in der heutigen, höher, schneller und weiter Gesellschaft sind die Ansprüche höher oder "anders".
Zumindest wird multimedial suggeriert, dass man zwingend ein Eigenheim besitzen muss, zwei Autos schon sein sollten, dass man zwei Kinder haben sollte (nur 1 Kind wäre egoistisch und 3 Kinder schon asozial) und in den Urlaub muss man auch mindestens 2x pro Jahr. Aber gut, anderes Thema...
 

AnkaPilot

Echo-Orakel
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Ich glaube in der heutigen, höher, schneller und weiter Gesellschaft sind die Ansprüche höher oder "anders".
Zumindest wird multimedial suggeriert, dass man zwingend ein Eigenheim besitzen muss, zwei Autos schon sein sollten, dass man zwei Kinder haben sollte (nur 1 Kind wäre egoistisch und 3 Kinder schon asozial) und in den Urlaub muss man auch mindestens 2x pro Jahr. Aber gut, anderes Thema...
Absolut! Leider reflektieren dazu viel zu wenige ihr eigenes Konsumverhalten ( es ist aber auch manchmal schwer). Aber theoretisch sollte es wenigstens möglich sein, ein Auskommen mit nur einem Gehalt zu haben. In der Praxis leider unmöglich. Auch bei wenig Konsum und weit weg von Eigenheim oder überhaupt einem Auto und davon kenn ich mittlerweile einige. Leider!
 

Fr33

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Ist ein böses Thema bei dem es viel für und wieder gibt. Aber wir überlegen auch ob wir dieses Jahr nicht doch den Sprung ins Eigenheim wagen...auch wenn jetzt nicht gerade das riesen EK vorhanden ist. Ist halt die Frage ob man seine eigene Bude, oder die des Vermieters abzahlen will? Wir zahlen knapp 11€ kalt für den m². zzgl Garage.... rechne das mal auf sagen wir 25-30 Jahre hoch..... und vererben kann ich davon nix......
 

Krüppelschuster

Barsch Vader
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Ich habe zum Ende 2019 mit Frau und Kindern den Sprung gewagt und wir sind momentan am sanieren. Ich kann mir jetzt schon nichts schöneres mehr vorstellen als tun und lassen zu können was ich will. Bei uns stand eh ein Umzug um und da wir Schule und Kita behalten wollten, ging es nicht wirklich anders. So ist das eben im Berliner Speckgürtel. Der letzte Satz von @Fr33 enthält auch einen unserer entscheidenden Faktoren. In unserer Region kann wohl fast kommen was will. Billiger wird es garantiert nicht.

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AnkaPilot

Echo-Orakel
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Ich habe zum Ende 2019 mit Frau und Kindern den Sprung gewagt und wir sind momentan am sanieren. Ich kann mir jetzt schon nichts schöneres mehr vorstellen als tun und lassen zu können was ich will. Bei uns stand eh ein Umzug um und da wir Schule und Kita behalten wollten, ging es nicht wirklich anders. So ist das eben im Berliner Speckgürtel. Der letzte Satz von @Fr33 enthält auch einen unserer entscheidenden Faktoren. In unserer Region kann wohl fast kommen was will. Billiger wird es garantiert nicht.

Anhang anzeigen 110677
Glückwunsch!
Unter anderem einer der Gründe warum wir nicht mehr in der Hauptstadt wohnen wollten, neben vielen anderen.
 

Fr33

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Rhein Main Gebiet ist halt teuer..... glaube wir kommen gleich hinter Raum München oder so. Problem ist, jeder von "außen" denkt wie haben wir riesen Gehälter.... die 3,50€ die du mehr verdienst, holt sich der Staat oder halt der Immo Makler oder Vermieter wieder... weil er es kann und es der Markt her gibt.

Hab mich das letzte halbe Jahr bisschen in WiWi und PoWi rein gelesen und denke auch, die nxt Jahre bleibt alles wie es ist und warten auf Besserung wird wenig Sinn machen. Wenn die Wirtschaft weiter schrumpft und die Inflation weiter voran schreitet - flüchten noch mehr in Immobilien oder Edelmetalle etc.
 

blankmaster

Finesse-Fux
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O.k. - Berlin oder andere Großstädte, was da mit den Mieten abgeht ist natürlich krank, asozial und indiskutabel.

Eigenheim kann was Feines sein. Momentan haben wir eine Niedrigzinsphase - auch wenn einige Banken das nicht an die Kunden durchreichen.

Die letzte Immobilienblase in den USA mit der daraus folgenden "Bankenkrise" in Deutschland gründete aber u.a. in den steigenden Zinsen der Eigenheimkredite in den USA. Mit den steigenden Zinsen konnten auf einem Mal Eigenheimkredite nicht mehr bedient werden - und Käufer für diese Eigenheime gab es auch nicht.

Bitte bedenken, wie die finanzielle Belastung des Kreditnehmers in 10 Jahren mit einer ganz anderen Kreditbelastung aufgrund der Zinsen (ja, ist lange hin, und auf einem Mal sind sie um...) aussieht.

Ansonsten: Viel Spaß im "eigenen Heim " ! :)
 

Fr33

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Ich weiss das gehört nicht hier her... aber gerade durch die Niedrigen Zinsen sind ja die Kaufpreise für Immobilien quasi explodiert. Muss mal halt mal durchrechnen was teurer kommt. Niedrige Kaufpreise von damals aber 6-8% Zinsen? Z.B. Maklercourtage... 6% auf sagen wir 450k sind was anderes als 6% auf 200k.

Ist das falsche Forum dafür.... ich lebe jetzt nicht an der Armutsgrenze oder so, aber seit dem unser Sohn da ist, bin ich nachdenklicher geworden...
 

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Barsch Vader
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Spannend wird es dann, wenn die Zinsen in den nächsten Jahren steigen sollten...
Richtig! Und da sollte man vorher durchrechnen und abwägen. Ich habe im Bekanntenkreis eins zwei Familien, die da dann arge Probleme bekommen werden. Für mich war wichtig das alles auch allein zahlen zu können und immer noch was über zu haben.
In meinen Augen hat das auch alles mit persönlicher Einstellung zur Sache etc zu tun. Da kommen wir nämlich auch wieder zum Thema!

Viele nehmen es einfach zu leicht und das nervt mich mindestens genauso wie die Handwerker. Die spielen mit einem wie nie zuvor. Mein Bruder baut momentan und da kam der Heizungsinstallateur einfach nicht. Spielt für die Hausbaufirma absolut keine Rolle weil der Termin noch weit weg ist. Termine sind für mich Termine und sie sind einzuhalten. Im allgemeinen scheinen "alte" Werte, wie Pünktlichkeit etc keinerlei Bedeutung mehr zu haben
 

Fr33

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Das mit den steigenden Zinsen halte ich aktuell für ein Wunschdenken. Aktuell ist Europa verschuldet wie sonst was. Allein durch billiges Geld existieren überhaupt so viele Unternehmen usw. Besonders die südlichen Euro Länder, aber auch eine ganze Stange an Ostländern der EU sind dermaßen verschuldet, dass die ihren Staatshaushalt nur über die niedrigen Zinsen über Wasser halten können. Sobald die Zinsen steigen, gelangen diese Länder in Schieflage. Das wird erst ein nationales Problem und wenn der Euro abgewertet wird, zu einem Problem in ganz Europa. Ziel der EZB ist es aktuell die Eurozone irgendwie zusammen zu halten und das alles zu verhindern. Also wird weiter Geld in den Markt bzw. die Länder gepumpt und die Zinsen immer weiter gesenkt oder bei null gehalten. Der kleine Sparer oder Häuslebauer bleibt da eben auf der Strecke....
 

AnkaPilot

Echo-Orakel
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Es ist halt wie immer im Leben. Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht.
 
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SlidyJerk

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Ist ein böses Thema bei dem es viel für und wieder gibt. Aber wir überlegen auch ob wir dieses Jahr nicht doch den Sprung ins Eigenheim wagen...auch wenn jetzt nicht gerade das riesen EK vorhanden ist. Ist halt die Frage ob man seine eigene Bude, oder die des Vermieters abzahlen will? Wir zahlen knapp 11€ kalt für den m². zzgl Garage.... rechne das mal auf sagen wir 25-30 Jahre hoch..... und vererben kann ich davon nix......
Mach es!!! Wir haben vor 8 Jahren die Reißleine gezogen und den Sprung gewagt.
Und es war richtig. Nach heftigen und zeitraubenden Umbaumaßnahmen ist aus der alten Hütte wieder ein kleines Schmuckstück geworden. Jetzt habe ich wieder Zeit zum Angeln.
Ich sag bloß: Schade um die vielen Jahre Miete.
 

Oderhavel

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Wir hatten Glück und haben vor kurzem eine einigermaßen bezahlbare 4 Raum Wohnung gefunden (Berlin).
Wir hätten auch ganz gerne etwas eigenes gehabt haben aber in 1,5 Jahren nichts realisierbares gefunden. Wenn man selbst nicht sehr handwerklich begabt ist, ist es schwer etwas für um die 270-290K All-in zu finden. Es sei denn man zieht ziemlich weit raus.
Aber wir haben beide auch keine guten Gehälter (sozial ist finanziell murks). Ich will mich nicht beschweren, da es uns wahrscheinlich besser geht als geschätzt 6 Milliarden anderen Menschen auf der Welt, aber für ein Eigenheim wird es wohl nicht reichen.
 

Mescalero

Echo-Orakel
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@Oderhavel
Vielleicht ist eine ETW eine Alternative. Wir sind ebenfalls „sozial“ und noch dazu Teilzeit, leben aber in der Savanne, da ist das Preisgefüge anders und ein Haus finanzierbar. Aber für die Stadt könnte ich mir eine Wohnung gut vorstellen.
 

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