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Sir Saturday

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Stonfo ist ziemlich unbekannt? In fast allen Fliegenfischershops werden verschiedene Stonfos angeboten. Es ist für mich als Neuling in der Materie zusammen mit Regal die auffälligste Marke bei der Recherche.

Übrigens komme ich jetzt wohl zum ersten Bindestock wie die Jungfrau zum Kinde: Ein User ist auf diesen Thread aufmerksam geworden und schenkt mir einfach mal so seinen Bindestock, den er selbst inzwischen nicht mehr benötigt. Wie geil ist das denn bitte? :relaxed:

Zum Einstieg kann es doch besser nicht sein, als sich direkt mit der Praxis vertraut machen zu können und dadurch gleich zu merken, was man wirklich benötigt oder auch nicht und das ohne den Einsatz von Startkapital. Props geht raus an dich @Jogginghosenheini!
 

christophm

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Den habe ich auch. Die Backen sind nicht supertoll und ich würde mir manchmal etwas mehr Platz wünschen, aber ich komme gut damit klar und binde darauf sowohl Nymphen zum Felchenfischen als auch große Streamer.
Wichtig finde ich, dass man den eingespannten Haken um die eigene Achse drehen kann. Das haben die ganz billigen Lösungen in der Regel nicht.
 

Maggus

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Stonfo ist ziemlich unbekannt? In fast allen Fliegenfischershops werden verschiedene Stonfos angeboten. Es ist für mich als Neuling in der Materie zusammen mit Regal die auffälligste Marke bei der Recherche.

Dann nehme ich diesen Satz gerne zurück.

Die Markenfans die ich kenne stehen auf Regal (traditionell), Dynaking und zu der Zeit als ich geschaut hatte waren die Petitjean Stöcke gerade ein heisses Eisen.

Die Marke Stonfo mag in dem letzten Jahrzehnt aufgeholt haben, mea culpa.
 

Sir Saturday

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Nicht der Rede wert. Ich wollte dir nicht harsch widersprechen, sondern dich lediglich auf den aus meiner Perspektive aktuellen Stand bringen.

Die FliFi-Cracks in den Foren unseres Sprachraums sehen das vielleicht wieder gänzlich anders und kaufen womöglich auch bei völlig anderen Händlern ein. Ich bin nur ein ganz kleines Licht, dass einen ersten verstohlenen Blick in diese für mich völlig neue Welt wagt. Bis auf den Angelladenbesitzer meines Vertrauens kenne ich nichtmal einen einzigen Fliegenfischer persönlich (BAer von Forentreffen mal abgesehen).
 

drehteufel

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Kann das bisher Geschriebene bestätigen.
Für meine Binderei, also meist Trockenfliegen und Nymphen, darf es aber gern ein Modell sein, wo ich möglichst viel Platz um die Fliege herum habe und wo die Spannbacken möglichst fein sind. Daher nutze ich so etwas:
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Da ist aber schon viel Liebhaberei dabei, die sich die Hersteller sehr gut bezahlen lassen. Wobei die angebotene Qualität dann auch sehr gut ist.
 

Lauerput

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Hallo,

ich hoffe eine halbwegs allgemeine Antwort ist OK.

Ich binde seit 2004. Angefangen habe ich mit einem Regal-Nachbau für kleines Geld. Dieser hat seinen Zweck für die ersten Jahre vollkommen erfüllt, bei sehr grossen Streamern waren die Backen etwas schwach und bei wirklich kleinen Fliegen (Hakengröße 18 und kleinere Haken) waren sie auch nicht optimal. Streamer gingen noch und die Mini-Fliegen bindet man am Anfang eh' ungern.

Danach habe ich mir die professionellen Bindestöcke angeschaut. Mein Ideal war damals der Dynaking Barracuda der für mich nach wie vor einer der absolut besten Bindestöcke ist den es zu kaufen gibt. Der Preis war allerdings damals wie auch heute für mich als nich-professionellen Binder einfach too much.

Deshalb habe ich nach einem adequaten Ersatz gesucht der v.a. folgende Kritieren erfüllt:

- kleines Packmass (denn der Bindestock reist bei mir in der Regel mit)
- Standplatte die Solide und schwer genug ist um auch bei Streamern mit richtig Druck binden zu können ohne dass der Stock kippt
- austauschbare Backen für Midges und Mini-fliegen (braucht man aber erst bei Hakengrössen 20+)
- ein Rotationsbindestock
- ein Spannsystem das notfalls den Haken brechen lässt als los zu lassen
- max. 150 EUR Budget

Rausgekommen ist damals der Anvil Atlas, der lag damals bei 150 EUR - jetzt ist er aber bei 200 habe ich gesehen. Und was soll ich sagen, damit binde ich jetzt seit fast 14 Jahren, keine Abnutzungerscheinungen und ich möchte ihn nicht mehr tauschen.

Eine absolut preisgünstige und brauchbare Lösung für einsteiger ist der Danvise. Den gibt es für deutlich unter 100 EUR und er ist nicht für die Ewigkeit gebaut, aber wer sich in das Binden reinfinden will und mit einem voll-funktionsfähigen Stock für verschiedene Techniken starten will dem sei dieser wärmstens an Herz gelegt.

Wem das zu "Billig" ist dem würden ich empfehlen bei den Stonfo Bindestöcken zu suchen - z.B.:

Stonfo macht wirklich gute Produkte und ist ziemlich unbekannt. Der Stock im Link ist für derjenige der meinen Kriterien oben heute entsprechen würde und da ich einige Stonfo-Produkte habe würde ich wahrscheinlich heute dort zuschlagen.

Für beide Stöcke gibt es Ersatzteile - darauf würde ich achten, v.a. beim Danvise sollten da die Backen mal Scharten kriegen oder eins der Kompositteile am Stock brechen. Bei dem Anvil habe ich bis dato noch keine Abnutzungserscheinen (binde so ca. 150 Fliegen im Jahr, früher war das deutlich mehr, aber die Dosen sind gut gefüllt).

Ein Bindestock für 300+ EUR ist für Liebhaber und Profis sicherlich relevant, zum Fliegenbinden (auch zum professionellen Binden) aber m.M. nach nicht mehr nötig.

LG
Markus

Blöde Frage Markus, für was ist der Arm unten am Bindestock, hab mir den Danvise zum Binden von Skirted Jigs geholt und der hat einen ähnlich Arm, wüsste jetzt aber nicht, für was ich den verwenden soll?

Grüsse
 
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Maggus

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Blöde Frage Markus, für was ist der Arm unten am Bindestock, hab mir den Danvise zum Binden von Skirted Jigs geholt und der hat einen ähnlich Arm, wüsste jetzt aber nicht, für was ich den verwenden soll?

Grüsse

Ich vermute Du meinst den Arm der vom Stamm parallel zur Platte und dann im rechten Winkel hoch geht?

Das ist ein Arm mit ner kleinen Rolle in den Du den Faden/Bobbin einhängen kannst. Manchmal praktisch zum fummen dass der Faden nicht nach unten hängt sondern vom Öhr weg zeigt.

Es gibt noch einen Arm der oben über den Stock geht (nicht auf dem Bild), nennt sich "parachute Galgen", der ist für manchen Fliegen wie die Parachutemuster gedacht - quasi eine dritte hand.

Hoffe das trifft die Frage...

LG
MArkus
 

Maggus

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Nicht der Rede wert. Ich wollte dir nicht harsch widersprechen, sondern dich lediglich auf den aus meiner Perspektive aktuellen Stand bringen.

Die FliFi-Cracks in den Foren unseres Sprachraums sehen das vielleicht wieder gänzlich anders und kaufen womöglich auch bei völlig anderen Händlern ein. Ich bin nur ein ganz kleines Licht, dass einen ersten verstohlenen Blick in diese für mich völlig neue Welt wagt. Bis auf den Angelladenbesitzer meines Vertrauens kenne ich nichtmal einen einzigen Fliegenfischer persönlich (BAer von Forentreffen mal abgesehen).

Ois easy - in meinem Bekanntenkreis kennt und/oder schätzt kaum einer Stonfo und ich mag deren Sachen gern. So kam das Statement zu Stande.

Was ich sagen wollte ist dass ich den Stock nicht kenne, die Binde- und Flyfitools von Stonfo die ich habe sind alle wertig und gut. Der Preis hat auch immer gestimmt - wie bei dem Stock. Der sieht absolut tauglich aus.

Die Marke Anvil ist (ich hoffe jetzt kommt nicht der nächste Patzer) ebenso recht unbekannt in DE. Ich habe damals echt lange nach "meinem" Stock gesucht und meine, dass meine Frau den im Ausland bestellen musste. Sie hatte mir den Petitjean Reisestock (für das doppelte Geld) als Geburtstagsgeschenk gekauft und ich wollte tauschen und bin froh dass ich es gemacht habe. Der kostet aber jetzt mehr...

Nochmal: Wer kein Crack ist und noch nicht weiß wie viel er in Zukunft bindet dem empfehle ich sich den Danvise an zu schauen. Der ist ein Super Einstiegsmodell mit allem Schnick-Schnack zum probieren und wirklich günstig. Die Backen sind nicht mega-solide aber können getauscht werden und nach ein paar Jahren weiß man viel besser welcher Stock einem taugt.

LG und viel Spaß beim Binden!

Markus
 

dietmar

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Hi,

ein guter Nachbau kann einen guten Job machen. Ich habe unter anderem ein paar originale und auch Nachbauten des Regal. Meine Nachbauten sind gut und schon über 20 Jahre alt. Es gibt diesen Nachbau aber auch ohne die Nut in einer der Backen. Ohne Nut also Finger weg. Es gab damals zu meiner heissen Binderzeit einen Nachbau bei dem reihenweise die Backen brachen. Bei den guten Markenbindestöcken stimmt meistens die Qualität. Bei Nachbauten kann man nur hoffen.
 

Sir Saturday

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Kann man sich solch eine Nut eigentlich auch irgendwie selbst schaffen, wenn sie an einem günstigen Nachbau nicht vorhanden ist? Z. B. mit einem Dremel und ner kleinen Trennscheibe?
 

Dr.Hook

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Mega was Du hier an Infos raushaust @Maggus ,sehr geil ! + ebenfalls @dietmar
Heute hat mir noch zufällig jemand was von nem bobbin erzählt,und ich wusste nicht was das is.Und jetzt lese ich das hier alles :emoji_ok_hand::emoji_grimacing:
 

dietmar

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Kann man sich solch eine Nut eigentlich auch irgendwie selbst schaffen, wenn sie an einem günstigen Nachbau nicht vorhanden ist? Z. B. mit einem Dremel und ner kleinen Trennscheibe?

Man kann alles machen. Die Backen beim Regal sind gebogen und in den Kopf eingepresst. Daher sind die Backen "vorgespannt". Man muß die Backen aus dem Kopf nehmen, dann kannst du da eine gebogene Nut rein schleifen. Dann muß du die Backen wieder in den Kopf pressen. Ich habe keine Ahnung wie schwer das geht.

Wer sich nicht auskennt, ist halt auf das Wissen anderer oder des Shop-Betreibers angewiesen. Wenn ich mich recht erinnere, dann hatte Baker Flyfishing früher eine gute Auswahl an guten Bindestock-Nachbauten im Programm.

https://baker-flyfishing.de/am-bindestock/bindestoecke-und-zubehoer/bindestoecke/

Zu einer guten Anfänger-Bindeausrüstung gehört:

- ein guter Bindestock. Ein guter Nachbau tut es auch. Es gibt keinen Bindestock der kleinste und größte Haken gleich gut fest hält. Am besten in dieser Disiplin ist immer noch Dynaking.
- ein Bobbin Holder / Spulenhalter entweder mit keramischem Schnurführungsröhrchen oder keramischem Schnurführungsring. Mit verchromtem Blech sollte sich heute niemand mehr rumärgern
- ein spitze scharfe Schere. Sehr gut sind OP-Scheren mit Hartmetallschneiden oder auch ohne Hartmetall. Für feinste Arbeiten sind Augen-Op-Scheren top (früher mal ebay). Auch hier gilt, man schneidet mit einer feiner Schere keine groben Sachen oder gar Drähte.
- Eine Dubbingnadel. Eine spitz geschliffene Stahlachse 1-2 mm tut es auch
- Ein guter und billiger Knotenlack ist Zaponlack aus dem Baumarkt.
- eine gute Federklemme. Es gibt unglaublich viele schlechte Klemmen. Da muß man echt viel testen.
- Bindefäden gibt es reichlich. Man kann im Fachhandel kaufen. Für größere Fliegen und Streamer kann man aber auch gut zu nicht fuselnden Nähfäden greifen wie z.B. Ackermann Syntron, Gütermann Tera 20/30/40. Es eignen sich auch dünne polifile Angelschnüre aus Dyneema......
- und das wichtigste zum Schluß. Es geht nichts über eine gute blendfreie Arbeitsplatzbeleuchtung. Vergesst bitte alle billigen Lösungen mit Halogen oder von Ikea. Das strengt die Augen nur unheimlich an. Eine gute Arbeitsplatzleuchte leuchtet gleichmässig und blendfrei aus. Meine Arbeitsplatzlampen stammen noch aus der Vor-LED-Zeit. Ich war nie bereit 700 € für einen Bindestock auszugeben, ich habe aber Lampen mit Neupreisen von über 600 €. Die besten Lampen kamen damals von Waldmann. Sie besaßen entweder eine oder zwei Leuchtstoffröhren oder eine u-förmige Leuchtstoffröhre. Der wichtigste Punkt war aber das verspiegelte Gitter vor den Röhren. Das war damals das beste Licht, was für Geld zu bekommen war (abgesehen von noch teureren OP-Lampen). Solche Lampen konnte man immer mal wieder auf Flohmärkten oder bei ebay finden. Ich vermute mal, das es heute vielleicht günstigere Lösungen in LED-Technik gibt. Wichtig dürfte auch hier eine gute Abdeckung der LED's sein mit einem weissen lichtleitenden Kunststoff.
 
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eggerm

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hoffentlich am Wasser
Das mit dem keramikbobbin kann ich bestätigen.
Ich würde dann noch eine knotentool empfehlen. Und gute Federn. Da kann man sich mit schlechtem Material soo ärgern.
Sparen finde ich kann man beim Lack. Ich hab uv Lack vom Chinesen mit dem bin ich sehr zufrieden. Genauso bin ich bei den Haken bei einem Shop gelandet, der den teuren nichts nachsteht.
 

Maggus

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Hallo,

das mit dem Keramik-Bobbin ist sicherlich eine gute Empfehlung. Ich habe keinen und auch keinen Bobbin wo sich die Fadenspannung adjustieren lässt weil ich auch so gut klar komme und manchmal etwas old-school-mässig mich selbst kasteie und lieber die Technik auf die harte Schule lerne.

Fadenabrisse gehören am Anfang dazu. Bei synthetischen Fäden (z.B. Dynema) deutlich weniger da diese einfach stärker bei gleichem Durchmesser sind. Dort habe ich es aber auch schon hingekriegt.

Unabhängig vom Bobbin meine Empfehlung bei Abrissen:
- die meisten Abrisse sind wegen zu hohem Zug auf den Faden und ggfs. auch ein etwas krampfiges Festhalten des Bobbins. Gerade bei grossen buschigen Fliegen wie Streamern wo viel auf den Haken gepackt wird will man fest binden weil das soll ja halten und nicht rutschen. Dann passiert es eben dass der Faden mal reißt. Als Anhaltspunkt, wenn der Haken beim Binden hoch und runterwackelt und nicht gerade ein sehr dünndrähtiger Trockenfliegenhaken im Stock ist, dann reicht auch bissi weniger Zug
- noch wichtiger ist es m.M. nach beim Binden den Bobbin immer wieder mal hängen zu lassen und den Faden sich ausdrehen lassen. Durch die Wicklungen / das Binden verdrallt dieser und reisst dann umso schneller. Gerade bei feinen Fäden für kleinste Fliegen ist das Ausdrehen bei mir der Trick gewesen wie sich Abrisse vermeiden lassen.

Bei Nicht-Keramik-Bobbins ist ein Warnzeichen wenn sich am Rand des Fadenausgangs Flusen bilden, dann hat der im Zweifelsfall irgendwo eine Kante die schneidet. Kann mir vorstellen dass das auch mal bei einem Keramikbobbin passiert wenn ne Ecke abplatzt (Keramik ist hart aber spröde und bricht schneller) oder das ein Montagsmodell ist.

Bei den Federn ist mir die Qualität v.a. bei Trockenfliegen sehr wichtig. Hier zahlt es sich aus nach wirklich guten Federn Ausschau zu halten. Wenn man etwas Erfahung hat findet man auf Messen auch günstige und gute Bälge. Diese zeichnen sich aus dass sie halbwegs homogen breite Kiele haben, möglicht steife Hecheln (in der richtigen Größe) und ohne Flaum am Ansatz (zieht mehr Wasser). Einsteigern würde ich zu Marken wie Whiting raten, dort aber nicht zu den absoluten "Pro-Grade" Bälgen sondern entweder zu abgepackten Federn (Whiting hat z.B. so ne Art 10-er Pack mit sehr guten Hechelfliegen, die gehen wir sicher 50-100 Fliegen je nach Erfahrung) sonst ist man bei ein paar Farben schnell sehr viel Geld los. Ein "Silver" Balg unterscheidet sich in der Regel nicht bei der Qualität der Hecheln selbst sondern v.a. bei der Anzahl der Federn die man für Mini-Fliegen noch nutzen kann. Diese sind nämlich seltener. Bei einem "Bronze" Grade z.B. hat man deutlich weniger Federn für eine 14-er Fliege und wenn man eben mehr von diesen als z.B. Streamer binden will, dan lohnt sich Silber.

Bei Streamern bin ich etwas schmerzfreier was die Qualität betrifft da ich eh' weiche Hecheln brauche in der Kiel zwar auftragen mag aber die Fliege ist eh' größer.

Vorrangig wichtig für die Federqualität ist der Zustand des Balges/der Federn. Haben die Federn kleine Löcher oder weiße Pünktchen drauf würde ich raten die Finger weg zu lassen. Milben und Speckkäfer (oder ähnliche Viecher) fühlen sich im Bindematerial sehr wohl und greifen dann um sich. Klar kann man versuchen durch z.B. Einfrieren diese zu retten. Wenn Ihr aber nach einem Jahr mal wieder binden wollt und feststellt dass alles zerfressen ist, ist es zu spät.

@Dr.Hook Freut mich sehr vielen Dank. Ich bin hier weil ich nach knapp 20 Jahren wieder die Spinnrute in die Hand genommen habe und Ihr alle hier helft mir prima. Fliegenfischen ist und war meine Leidenschaft und ich freue mich sehr wenn ich mich so ein wenig bei Euch revangieren kann. Dass ich jetzt so lange Texte schreibe ist jetzt Deine Schuld :cool:

Hinzu kommt dass ich schon ein paar richtig nette Menschen hier kennen lernen und sogar treffen durfte. Auch dafür einen Dank in die Runde!

Fliegenfischen und Fliegenbinden bedarf etwas Übung ist aber kein Hexenwerk. Wer sich hier mit UL-BC Fischerei beschäftigt steht meiner Meinung nach vor einer ähnlichen Herausforderung. Traut Euch - ich habe es definitiv nicht bereut! - aber seid gewarnt, der Flyfi-Virus ist das Omikron unter den Angelarten und extremst ansteckend. Leider ist es zudem auch recht teuer... Also vorher überlegen, bewusst dafür entscheiden und dann geniessen! ;)

LG
Markus
 

dietmar

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Mit hochwertigen Federn von z.B. Metz oder Hoffman lässt es sich leichter Binden. Wer sein Handwerk aber beherrscht und den einen oder anderen Trick kennt wie z.B. Doppeln der Hechel", erzielt auch mit guten günstigen chinesischen oder indischen Bälgen gute Ergebnisse.
 

eggerm

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hoffentlich am Wasser
Mit hochwertigen Federn von z.B. Metz oder Hoffman lässt es sich leichter Binden. Wer sein Handwerk aber beherrscht und den einen oder anderen Trick kennt wie z.B. Doppeln der Hechel", erzielt auch mit guten günstigen chinesischen oder indischen Bälgen gute Ergebnisse.


Eben, deshalb hilfts dem Anfänger am Anfang mit besseren Federn zu starten…

Mfg Matthias
 

Texasroach

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Moin,
ich hatte einen Danvise und habe den nach dem zweiten Paar Backen verschenkt. Jetzt binde ich auf einem Dynaking und musste das eben nachsehen, weil ich schon vergessen hatte, wie der heißt. Wenn der Punkt erreicht ist, dass man nicht mehr über die Werkzeuge grübelt bzw. "nach Höherem strebt", ist das für mich gut investiertes Geld.
Keramikbobbins empfinde ich als Muss, eine einstellbare Fadenspannung nicht, denn dafür habe ich meine Hand.
Ein guter Rat wäre, sich klar zu machen bzw. zu entscheiden, dass man Binden WILL als Hobby im Hobby. Andernfalls ist es viel billiger, sich fertige Fliegen zu kaufen.
Wenn man binden WILL, würde ich mich auf wenige Materialien in hoher Qualität beschränken und vor allem nicht in die Farbfalle oder Größenfalle zu tappen.
Es gibt hier sicher im Anschluss an diesen Post bestimmt zig Gegenbeispiele, aber nach meiner Erfahrung ist es wurscht, ob 16er oder 18er Haken etc.. Daher lasse ich immer die Zwischengrößen weg. Außerdem verlässt keine Fliege den Stock, die nicht 100% gefällt. Die werden nämlich ohnehin nie mehr gefischt.
Ein Nachmittag mit einem Küchensieb im Bach bzw. Fluss spart auch viel Geld, weil Du dann weißt, welche Muster Du wirklich benötigst.
 

christophm

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Außerdem verlässt keine Fliege den Stock, die nicht 100% gefällt. Die werden nämlich ohnehin nie mehr gefischt.
Gute Tipps generell, aber den finde ich tatsächlich sehr wichtig. Ich binde zwar (noch) nur Felchennymphen und Streamer. Aber es ist tatsächlich so. Die, die einem nicht gefallen, kann man direkt wegwerfen (vielleicht den Haken recyclen). Sie brauchen nur Platz
 

Logge

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So wie ich das lese, wäre der danvise zum Binden von skirts oder Spinnerbaits geeignet oder?
 

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