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Nachhaltiger Köder

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Nachhaltiger Köder

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Wieviel Prozent wärt ihr bereit für solch einen Köder auszugeben?

  • 15 %

    Stimmen: 32 40,0%
  • 25 %

    Stimmen: 30 37,5%
  • maximal 35 %

    Stimmen: 18 22,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    80

Uzz

Twitch-Titan
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Vielleicht sollten wir nicht alle individuell massenhaft billige, winzige Köder kaufen, einsetzen und verlieren sondern auf aufwendiger hergestellte Modelle setzen. Die könnte man inklusive Support(Köderrettung bei Abriss, Pflege) mieten. Das Modell auf dem Foto macht sich sowieso nicht so gut im privaten Tackle-Schrank.
 

glanis

Gummipapst
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in erster linie sollte man sich bewusst machen, welche auswirkungen das eigene handeln generiert.!

. nehmen wir mal z.b die gummiköder. von allen seiten zig mal beworben, also auch lukativ !"
gesamtzahlen in tonnage bekommt man nicht

was im einzelne alles passieren muß um überhaupt den grundstoff in händen zu halten, entzieht sich meiner kenntnis und vorstellung .
ich kann mir vorstellen, das da in der produktion nebenbei viel ungesundes abfällt,
 

Sir Saturday

Barsch Vader
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Wir müssten, wenn wir etwas positives für die Umwelt bewirken wollten, komplett umdenken, Teile der Wirtschaft, der Produktion und unseres Konsums ändern...
Dem stimme ich vollkommen zu.

Wir
müssten ...

Ich beginne bei mir als Privatperson sowie als im Verband organisierter Angler mit meinem eigenen Konsumverhalten, z. B. indem ich giftige Köder vermeide und meine Mitanglerschaft um Unterstützung bitte.

Parallel fordere ich durch meine politische Beteiligung andere Akteure zum Umdenken auf, die mir den Ball nicht mit dem Argument zurückspielen und sich herausreden können, dass sie als Einzige tätig werden würden.
 

Streifenspinner

Master-Caster
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ich kann mir vorstellen, das da in der produktion nebenbei viel ungesundes abfällt,
Davon muss man ausgehen, ebenso was mangelhafte Arbeitsschutzmaßnahmen betrifft. Wie aber schon angedeutet, vernickelung/versilberung von Metallködern ist auch nicht ohne und selbst die Lackierung von Holzwobblern hat ihre eigene Problematik. Unbedenklicher sind unlackierte rostende Blinker und echte Köfis.

Dem stimme ich vollkommen zu.

Wir
müssten ...
Daran krankt, wenn du mich fragst, unsere Gesellschaft. Ich bin ein Kind der 80er, damals würde uns im Kindergarten/in der Grundschule (BRD) sehr genau beigebracht welche Folgen Umweltverschmutzung hat, wie böse Plastiktüten und Einwegbesteck/Geschirr sind, dass Autoabgase üble Folgen haben, dass Aluminium wertvoll ist, weil es aufwendig produziert wird. Inzwischen sind 30 Jahre ins Land gegangen, in Deutschland wird pro Kopf mehr Verpackungsmüll verursacht als in allen anderen EU Ländern, die Autos wurden immer größer und bekamen leistungsstärkere Motoren, Aluminium ist inzwischen ein Wegwerfartikel in Massenproduktion und trotz Stromsparmaßnahmen (LED Lampen etc.) ist der Stromverbrauch (seit den 90er Jahren) überhaupt nicht gesunken, sondern noch angestiegen...
Immerhin will die EU jetzt Einwegplastik teilweise verbieten, welch eine Leistung in 30 Jahren, noch mitten in der großen "Coffee to go"- Becher-Schwemme. In Zeiten, in denen es die Masse für völlig normal hält, dass man (Leitungs)wasser in Plastikflaschen kauft, die über hunderte Kilometer herumgekarrt wurden. All das nur weil ein Konzern in den USA auf diese idiotische Idee gekommen ist und bis heute mit wissenschaftlich nie belegtem "man müsse 2 Liter am Tag trinken" wirbt. Seitdem rennt fast jeder mit Plastikeinwegflaschen herum, weil man in unseren gemäßigten Klimazonen natürlich ständig von Verdurstung bedroht ist.

Ich beginne bei mir als Privatperson sowie als im Verband organisierter Angler mit meinem eigenen Konsumverhalten, z. B. indem ich giftige Köder vermeide und meine Mitanglerschaft um Unterstützung bitte.
Weißt du, ich habe zu 70% Metall, zu 25% Plastik/Holzwobbler und zu 5% Weichplastik als Kunstköder. Das Weichplastik habe ich eigentlich nie am Wasser dabei, weil ich es praktisch nicht mehr benutze. Mein wichtigsten Utensilien beim Spinnfischen sind mein Köderretter (der Bergungserfolg liegt damit bei 90-95%) und ein Müllbeutel, der nicht nur für meine Schnurreste da ist, sondern auch für die Hinterlassenschaften anderer Angler dient, die scheinbar nie einen dabei haben. ;)

Ich bin inzwischen wahrscheinlich schon zu alt und desillusioniert um zu glauben, dass die Politik ernsthaft etwas für die Umwelt tun will. Das klappt mit einem Wirtschaftssystem einfach nicht, das nur durch Wachstum funktioniert und am Leben gehalten wird.

Eigentlich müsste das Gegenteil ablaufen von dem, was für das (Wirtschafts-)Wachstum getan wird: Weniger Bäume fällen und global viel mehr aufforsten, Renaturierung anstatt Gewässer für Schiffe auszubaggern, weniger Produktion und dafür hochwertigere und langlebigere Produkte, weniger anstatt mehr Konsum für jeden von uns. Außerdem sollte man in Erwägung ziehen eine "Umweltsteuer" (für Umweltschutz/Renaturierungsprojekte) einzuführen, die auf einen ausschweifenden Konsumstil abzielt. Wer sich riesige Yachten, einen Privatjet und 20 Bäder-Villen leisten kann, der sollte ruhig sehr viel Geld für Umweltschutz abdrücken müssen, schließlich schadet er mit seinem Lebensstil der Natur deutlich mehr als ein Durchschnittsverdiener...
All das ist Utopie, schöner und gerechter wäre es trotzdem, wenn man endlich so handeln würde.
 

Heiner

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Gilt dann allerdings auch für Urlauber, die per Jet wo hinfliegen. Und ganz besonders gilt das für alle Waren, die per Schiff angeliefert werden, denn das sind die größten CO2-Schleudern. Aber dann würde es wohl einen mittelprächtigen Volksaufstand geben, denn das würde alle betreffen, und zwar nicht zu knapp. Politisch schlicht nicht durchsetzbar, deswegen versucht das auch keiner.
 
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Trawar

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Wieso kann man nur abstimmen das man bereit ist mehr zu Zahlen?
Man müsste auch die Leute abstimmen lassen, die nicht bereit sind mehr zu Zahlen.
 

Streifenspinner

Master-Caster
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Gilt dann allerdings auch für Urlauber, die per Jet wo hinfliegen. Und ganz besonders gilt das für alle Waren, die per Schiff angeliefert werden, denn das sind die größten CO2-Schleudern. Aber dann würde es wohl einen mittelprächtigen Volksaufstand geben, denn das würde alle betreffen, und zwar nicht zu knapp. Politisch schlicht nicht durchsetzbar, deswegen versucht das auch keiner.
Die Menschen müssten die Notwendigkeit einer so tiefgreifenden Änderung begreifen, sie erlernen, dann gäbe es auch keine Aufstände. Das Problem dabei ist, dass wir alle nicht so erzogen und geschult wurden. Wir sind dressiert auf den Glauben vom ewigen Wachstum, vom "immer mehr" und wissen Konsumwaren, zumindest in Industrieländern, inzwischen kaum mehr wirklich zu schätzen. Unsere hemmungslose Verschwendung von Ressourcen , von fossilen Energieträgern, die Verursachung von Müll, ist zu einer Selbstverständlichkeit verkommen, die, wenn man darüber nachdenkt, unfassbar dumm ist.
Es gibt kein Grundrecht auf Urlaubsflüge oder auf global produzierte Waren.

Apropos Aufstände, eine Umwelt, in der wir kaum noch leben können, wird die auch hervorrufen und auf die steuern wir mit unsem Wachstum und Dauerkonsum konsequent zu. Wer macht eigentlich so gerne Urlaub an vermüllten Stränden?
 

Heiner

BA Guru
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Ich verstehe durchaus, was du meinst. Aber derartige Änderungen werden sich politisch nicht durchsetzen lassen. Und daher ist klar, wie es weitergehen wird. Gelernt wird bei Angelegenheiten, die was kosten, grundsätzlich nur, wenn es für alle offensichtlich geworden ist, dass es noch teurer ist, so weiter zu machen, wie gewohnt. Das ist bedauerlich, aber leider so.
 
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Stahljigger

Echo-Orakel
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Eferding / Oberösterreich
Was haltet ihr von meinen Lösungsansätzen, die meiner Meinung nach beim Jigangeln zumindest in die richtige Richtung gehen?

1. Jigkopf aus ungiftigem Stahl statt Blei.


2. Lösbare (geklebte) Verbindung zwischen Jigkopf und -haken, die sich bei ca. 3-5kg Zug löst, um bei einem Kopfhänger eine Chance zu haben, den Köder und die Montage zu retten.


3. Ersatz des Jighakens durch einen Einzelhaken-Stinger mit definierter Sollbruchstelle (z.B. durch 5kg-Stahlvorfach), um auch bei einem Hakenhänger eine Chance zu haben, den Köder und die Montage zu retten.


Gedacht als ungiftige Alternative zum Blei und um generell die Umweltbelastung durch abgerissene Jigköder zu verringern. Voraussetzung ist natürlich, dass Vorfach und Hauptschnur mehr als 5kg aushalten. Ich fische mit diesen selbst gebauten Ködern jetzt schon 2 Saisonen erfolgreich auf Zander in der Donau.

Details und Bauanleitungen siehe meine kleine Website https://stahljigs.at

bzw. auch im Posting im Forumthema ‚Bleifreie Jigs selber bauen‘ https://www.barsch-alarm.de/community/threads/bleifreie-jigs-selber-bauen.29702/#post-571958

Update 10.03.2019:
Habe inzwischen ein eigenes Forumthema 'Stahljigs' angelegt. Siehe hier: https://www.barsch-alarm.de/community/threads/stahljigs.41741
 
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