Kormoran, Wolf und Veränderungen der Naturlandschaft

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Mohrchen

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Bin BJ 94 (HH)
Kann nur berichten was mein Schwiegervater BJ 64 (Brandenburg) erzählt hat
OK, komme aus Sachsen-Anhalt, genauer gesagt Bezirk Halle. Bei mir waren Bitterfeld, Buna und Leuna nicht weit weg und Saale und Elbe haben gestunken "wie sau", vielleicht habe ich deswegen keine Kormorane gesehen.
 

nicki_sanchez

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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OK, komme aus Sachsen-Anhalt, genauer gesagt Bezirk Halle. Bei mir waren Bitterfeld, Buna und Leuna nicht weit weg und Saale und Elbe haben gestunken "wie sau" vielleicht habe ich deswegen keine Kormorane gesehen.

Ich kann da eh nicht mitreden
Weiß nur wie die Gegenwart aussieht
 

drehteufel

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Bis etwa Mitte, Ende der 90er kenne ich die auch nicht, es gab sie schlicht an den hiesigen Gewässern nicht, auch an den Seen nicht.
Die kleinen Salmonidenbäche hier und ihre Bewohner sind auf solche organisierten Räuber gar nicht eingestellt und dementsprechend verheerend ist es, wenn die Vögel dort, teils in Massen, einfallen.
 

Allround-Angler

Echo-Orakel
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"Kormoran Titholz wirksam" bei Google suchen, dann kommen mehrere Sachen, z. B. marcosander.de oder fischundfang.de
Wäre es so einfach mit dem Totholz, wäre das Problem mit dem Kormoran schon längst gelöst.
Meine ursprüngliche Quelle war ein Beitrag in einer bayrischen Verbabdszeitschrudt, da ging es um Bachforellen.
 
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Frank69

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Habe mich grad mit meinem Schwiegervater unterhalten
Er kommt ja aus der DDR
Ich sag mal so...die sind damals das Problem anders angegangen
Daher weiß er wohl auch das der Vogel gut schmeckt
Mehr muss und sollte man dazu nicht sagen
Ich auch, er weiß von was er spricht ;)
Es gab Kormorane in der DDR? Also Störche und Eis-Vögel habe ich damals ab und zu gesehen, aber nie einen Kormoran. Ich kannte ihn nur von den Logos auf den "Westhaken"-Packungen, die meine Verwandten, beim "Westbesuch" mitbrachten! :);)
Wenn ich mich recht erinnere, gab es den Komoran auch in der DDR. Es gab gibt Kolonien in Brandenburg, die wohl auch zu DDR-Zeiten geschützt waren.
Die Verbreitung ins " Landesinnere" erkläre ich mir mit den milden Wintern der letzten Jahrzehnte. Die Gewässer frieren eben nicht mehr komplett und über längere Zeit zu, sodass er in der Region ganzjährig Nahrung findet und demzufolge standorttreu bleibt.
Mein Hausgewässer, die Unstrut, war vor Jahren sehr fischreich. Döbel, Ücklei, Gründling und Rotaugen, sowie Barsch in großem Bestand trotz des jährlichen Fischsterbens, als die Kampagne der Zuckerfrabicken startete.
PS. @Mohrchen aus welcher Ecke kommst du, gern auch per PN? Ich stamme auch aus dem ehemaligen Bezirk Haale.
 

LenSch

Finesse-Fux
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Also Grundsätzlich ist das Problem mit dem Kormoran schon seit der Römer-Zeit bekannt.

In der DDR gab es eine kontrollierte Population die nach dem Mauerfall nicht mehr kontrolliert wurde... Es gibt ja Ausnahm Genehmigungen die man als Angelverein stellen kann, um den Kormoran bejagen zu dürfen. Dann kommen aber die nächsten Hürden.... Vogelschützer, Radwege, bebaute Gebiete, Innenstadt.... Alles Regionen wo die Bejagung dann wieder schwierig wird.

Bei uns helfen, Totholz, VIEL Bewegung am Wasser und stören sobald sie sich setzten wollen. Hilft nur bedingt aber besser als das sie sich wohl fühlen.

Wölfe, Biber, Nilgans, Waschbären .... Alles die gleichen Probleme.... Immer ist es der Mensch der zu sehr ins System eingegriffen hat und jetzt meint alles und jeden retten zu müssen... Der Wolf in Hamburg, der Waal in der Ostsee....
 

benwob

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Die Biber sind mittlerweile auch ein richtiges Problem. In jedem noch so kleinen Rinnsal sind die anzutreffen und fressen die ganze Ufervegetation kaputt. Vom Anstauen der Fließgewässer rede ich erst gar nicht.

Und unterhöhlen Böschungen, Wege und manchmal sogar Straßen.
Ist teilweise gar nicht so ungefährlich.
 

Hypocras

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Seit Saisonstart kaum Fischkontakte und wenn was geht, vereinzelt nur kleinere Fische. An offenen Abschnitten (Helme, Wipper) gar kein Fisch. Alles wie tot

Ich war heute auch mal los an der Selke mit der Nymphe. An Stellen, wo man in den letzten Jahren- auch zum Saisonstart- gar nicht Schneider bleiben konnte, hatte ich nicht einen Fischkontakt. Das Wasser war recht klar, beste Bedingungen und ich konnte in den Gumpen teilweise bis zum Grund schauen. Da erspähte man sonst auf jeden Fall einige Fische, heute aber nicht. Auch habe ich keinen Fisch flüchten sehen, was man sonst auch immer hat.

Der Kormoran ist zwar geschützt, es kann aber eine Abschuss Genehmigung erteilt werden. Am besten auf die zuständigen Behörden und den lokalen Jäger zugehen.

Effektiv ist wohl die Tödliche Vergrämung mittels Schrot. Wenn der Jäger gut getarnt ist und so ein Tier erlegt, wird der Platz (nicht der „unsichtbare“ Mensch) von den anderen Tieren als gefährlich angesehen und gemieden. Schrot hat auch einen kleineren Gefahrenbereich.
 

Pabstat

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In der Nähe gibt es eine Biberpopulation in einem Feuchtgebiet...da sieht's aus wie auf Bildern aus Verdun nach mehrstündigem Trommelfeuer....ein paar abgestorbene Bäume recken sich noch in den Himmel, ansonsten nur noch die ganzen Stümpfe der umgenagten Bäume....dystopische Szenerie irgendwie.
 

Pittkah

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Ist das aber nicht einfach nur natürlich? Gebiete werden geflutet, Bäume sterben ab und bieten wiederum Platz für andere Arten.
Ich frage mich ob Renaturierung in Bezug auf Konfliktarten nicht auch ein Ding wäre, um Nutzungskonflikte mit Biber, Komoran und co zu mindern, statt nur auf Regulierung zu pochen.
 

Allrounder90

Gummipapst
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In der Nähe gibt es eine Biberpopulation in einem Feuchtgebiet...da sieht's aus wie auf Bildern aus Verdun nach mehrstündigem Trommelfeuer....ein paar abgestorbene Bäume recken sich noch in den Himmel, ansonsten nur noch die ganzen Stümpfe der umgenagten Bäume....dystopische Szenerie irgendwie.
nennt man Natur ^^
 

Lorenz

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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In der Nähe gibt es eine Biberpopulation in einem Feuchtgebiet...da sieht's aus wie auf Bildern aus Verdun nach mehrstündigem Trommelfeuer....
Hahaha.

Die Biberstauten können ökologisch interessant sein. Aber andere Arten und Lebensraumtypen bleiben auf der Strecke und die Durchgängigkeit kann auch leiden.
 

Pabstat

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nennt man Natur ^^
Habe ich Gegenteiliges behauptet? Reine Feststellung der Gegebenheiten, die in diesem Fall halt nicht sonderlich erbauend anzusehen sind.

Gleichwohl: ich meine, dass ich die gleiche Antwort von Dir nicht gelesen habe, als es um den Kormoran ging und den Einfluss auf die Fischbestände hier im Thread. Oder hab ich das übersehen?
 

fragla

Barsch Vader
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Der Kormoran ist zwar geschützt, es kann aber eine Abschuss Genehmigung erteilt werden. Am besten auf die zuständigen Behörden und den lokalen Jäger zugehen.

Effektiv ist wohl die Tödliche Vergrämung mittels Schrot. Wenn der Jäger gut getarnt ist und so ein Tier erlegt, wird der Platz (nicht der „unsichtbare“ Mensch) von den anderen Tieren als gefährlich angesehen und gemieden. Schrot hat auch einen kleineren Gefahrenbereich.
Wenn man denn an eine Genehmigung gekommen ist, muss man auch einen willigen Jäger finden. Kormoran Jad kann ziemlich Zeit Intensiv sein. Hier hat jedenfalls keiner Bock drauf.
Denn in der heutigen Zeit ist man selbst mit einer Genehmigung noch nicht auf der sicheren Seite. Naturfreunde und deren Anhängerschaft können einem ziemlich viel Ärger machen und der Jäger hat bestimmt keinen Bock auf zerstochene Reifen oder ein geschlagene Scheiben.
Alles nicht so einfach.
 

BST_M

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Da der Thread "... Veränderungen der Naturlandschaft" und nicht "Problem" heißt möchte ich mal eine provokant Frage in den Raum werfen:

Ist nicht "der Mensch" das Problem?

Die Natur hält doch alles im Gleichgewicht oder sorgt dafür, dass gewisse Arten aussterben oder sich mächtig anpassen müssen.
Dass wir als Menschen dazu beitragen und daher auch dazu beitragen sollten, dass diese Arten dann geschützt werden, versteht sich von selbst.

Im letzten Jahrhundert galten Wölfe in Deutschland als ausgerottet.
Jetzt ist er zurück und macht Probleme.
Wirklich?
Ja, jeder Landwirt tut mir leid, der seine Nutztiere verliert.
Aber wenn man sich mit Jägern unterhält und auf die Wildschwein Population eingeht, erfährt man, dass es teilweise Rotten von 50+Tieren gibt, die sich gegen den Wolf verteidigen. Gesund für die Landwirtschaft und den Wald ist das nicht.

Dachse, die Bahndämme unterhöhlen sind zweifelsohne ein Problem.
Aber wo gehen die hin, wenn wir sie vergrämen? Oder erschießen wir die alle?
Ähnlich die Kormorane:
Logisch sind die teilweise ein großes Problem.
Aber passen sich die Fische an und wir Angler fangen weniger und meckern oder besteht tatsächlich Sorge um das aussterben in bestimmten Abschnitten?

Fragen über Fragen und ich habe keine Antwort :)
Einfach mal ein paar Gedanken
 

Machete

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Hölle (Saale)
nennt man Natur ^^
Natur wäre es auch den Verursacher bejagen und regulieren zu können. Stattdessen genießen die Biber verordnete Narrenfreiheit, ohne irgendein Regulativ. Ich möchte das Forellenbäche auch solche bleiben und nicht überall zu Teichen und Sumpflandschaften aufgestaut werden. Die Fische haben auch das Recht auf ihr Habitat. Ohne Regulierung ist das aber nicht zu bewerkstelligen. Der Biber hat ja kaum Fressfeinde.
 
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