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Können Ruten durch belastung weicher werden ??!

  • Ja

    Stimmen: 62 76,5%
  • Nein

    Stimmen: 20 24,7%

  • Umfrageteilnehmer
    81

Angler9999

Finesse-Fux
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Weisst Du wie ein Blank hergestellt wird?

Das ist meine Einschätzung.

Danke für deine Einschätzung. Gut erklärt/begründet und ich habe wieder etwas gelernt. Daumen hoch:)
Leider gibt es Beiträge, die mit ihrer Aussage nicht weiterhelfen, da keine Erklärung dazu gepostet wurde. Der Preis reicht da nicht als Begründung.
Zusammengefasst würde ich sagen:
Ja die Rute verändert sich
je nach Rute und Angelart ist das zu merken oder stört nicht.

Kann man daraus ableiten, das man eine zB. 2 Jahre Rute gebraucht kaufen kann ohne deutliche Einbußen zu haben?
A: aus dem Laden (ungefischt)
B: eine normal gefischte Rute ohne deutliche Kratzer oder Mängel?

Ich würde sagen ja geht beides. Nicht nur der geringere Preis ist da maßgeblich oder?
 

tölkie

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Hi Angler 9999

Danke. Ich habe mich trotzdem in der Zwischenzeit mal umgehört im Kreis der erfahrenen Rutenbauer. Teils wird dort die Meinung vertreten, dass die Blanks eher nicht müde werden. Auch Blankhersteller vertreten die Meinung.

Das steht aber im Gegensatz zu manchen Aussagen hier und auch zu meiner. Allerdings muss ich sagen, ich selbst konnte das bei meinen Ruten noch nie feststellen. Einschränkend muss ich sagen, ich überlaste nie, ich habe nur begrenzte Angelzeit und habe zu dem etliche Ruten, die immer mal wieder zum Einsatz kommen. Da ist keine dabei, die jede Woche massiv und dauerhaft belastet wird. Ich drille ( leider ) wenig ein Meter Hechte an leichten Ruten, meine Tennisrackets dagegen wurden jede Woche regelmäßig massiv belastet. Und wenn man sich das mal unter Slow Motion Kameraeinstellung ansieht, dann ist die Verformung schon sehr extrem und die Kraft der Belastung sehr viel höher als wenn ich mit einer Angel werfe.
 

Fr33

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Ich habe meine 2-3 Hauptruten und entsprechend sind diese immer dabei und werden auch eig immer gefischt. Selbst wenn ich die Ruten am Fluss nicht überlaste - indirekt ja schon. Mal nen Hänger aus der Packung schütteln (macht jeder mal). Mal nen Anhieb setzen der in nem schönen Hänger verpuft.

Man kann zwar sagen dass man im Laufe der Zeit mit der Rute eh ein besseres Gespühr hat - aber wenn man z.B. ne ganze Gewichtsklasse runter gehen kann und dennoch super Feedback hat - muss das am Blank liegen. Anfangs konnte ich meine SS3 60Gr mit leicht eingekürzer Spitze super am Main/Rhein mit Jigs um die 14-18Gr super einsetzen. Nach 2-3 Jahren als Hauptrute konnte man damit 10gr Jigs am See führen.... Bei 18Gr + Köder wollte ich die später nicht mehr wirklich gerne einsetzen. Die ist massiv weicher geworden. Und das war kein 0815 Blank....
 

Heiner

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An alle, die hier fleißig ihre Erfahrungen posten: Könnt ihr noch ergänzen, was euch an der weicher gewordenen Rute merklich stört?

Dass das optimale (nicht das aufgedruckte) maximale WG merklich nach unten geht. Schließlich habe ich meine Ruten so zusammengestellt, dass die sich nahtlos ergänzen. Wenn dann eine oder zwei der meistgebrauchten Ruten nach unten gehen mit ihrem brauchbaren WG, fehlt was für mein Bait-Spektrum. Und alle paar Jahre neu kaufen, möchte ich nicht, denn ich fische meine Ruten (und Rollen) gern lange.

Wie gesagt einer der Gründe (nicht der einzige), warum ich grundsätzlich ein Stück unter dem maximalen WG des Herstellers bleibe, bei meinen St.Croix-Ruten zumindest 1oz und oberhalb von 8oz (12oz, 16oz, 20oz) noch ein gutes Stück mehr.

Mit meiner schwersten Rute mit 20oz spezifizierten Maximal-WG werfe ich ausschließlich Pounder Alpha Dawgs (~16oz) , mehr mute ich dieser Rute nicht zu und mir selbst auch nicht. Und das auch nur selten, wenn's zu gewissen Saisonzeiten an den Großen Plöner geht, wo bestimmte Strukturen samt exzellenter Bestände einen effektiven Einsatz erlauben. (Im Freiwasser fische ich damit nicht, weil zu schwer, um einige Stunden im Stück durchzuhalten, von den miserablen Wurfeigenschaften ganz zu schweigen. Das ist nur was fürs gezielte Wurfangeln auf relativ kurze Distanzen, zum Strecke machen jedoch kaum geeignet.)

Aber auch bei meinen leichteren Hechtruten mit 2oz und 3oz spezifiziertem maximalen WG bleibe ich deutlich darunter, die 2oz-Rute ist de facto eine 1,5oz-Rute und die 3oz-Rute eine knappe 2,5oz-Rute.
 
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benwob

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Heute grabe ich mal einen Thread aus und frage ob es dazu neue Erkenntnisse und Erfahrungen gibt.

Habe heute eine von mir recht oft genutzte Rute nach längerer Zeit mal wieder nach oben ausgereizt und hatte dabei das Gefühl, dass sich das "früher" besser angefühlt hatte.
Habe die Rute jetzt etwa 4,5 Jahre und gerade in den ersten 2 Jahren kam die öfter im oberen Bereich des WG zum Einsatz. Auch habe ich damit recht oft im Sommer aggressiv getwitcht.
Die letzten 2 Jahre kam die dann eher moderat zum Einsatz, bis ich dann eben heute mal wieder Köder im oberen WG-Bereich damit gefischt habe. Irgendwie hatte ich heute dabei das Gefühl, dass die Rute einfach etwas weicher geworden ist. Nicht extrem aber eben dass sie einfach nicht mehr ganz so straff, schnell und knackig ist wie früher ist.
 
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Allround-Angler

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In einem Video auf YouTube hat Vincenso Natale (ehemals bei Mosella) auf einer Messe vom "Krieg der Harze" auf dem Rutenmarkt gesprochen.
Die Fasern von Angelrutenblanks scheinen also ausgereizt?
Das Hauptproblem beim weicher Werden ist die Menge und die Qualität des Harzes.
Quelle: eine große deutsche Angelzeitschrift vor einigen Jahren.
Die Alterung kommt mit den Jahren, falscher Aufbewahrung, Behandlung etc.
Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand so intensiv angelt, dass es eine große Rolle spielt.
 

tölkie

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Hochwertige Blanks werden heute mit wenig Harz hergestellt, teils mit der Nanotechnologie.

Materialermüdung bei Carbon ist ganz normal. Auch messtechnisch nachweisbar. Beispiel konkret, habe früher mal ganz gut Tennis gezockt …. die Schlägerrahmen haben mit jedem Bespannungsvorgang an Steifigkeit verloren. Profis wechseln deshalb relativ schnell ihre Rahmen. Deshalb, für mich ganz klar, Ruten verlieren über die Dauer ihre Steifigkeit …

Liebe Grüsse Bernd
 

gabo

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Ich zweifele nicht an, dass bei Tennisschlägern Materialermüdungen auftreten, allerdings will ich anmerken, dass im Rennradsport immer gesagt wird, dass carbon nicht unter klassischer Materialermüdungen leidet. Dort ist aber auch sicherlich das Belastungsprofil ein ganz anderes.
 

benwob

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Also ich war mit der Rute am Wochende noch mal am Wasser und die Gewichte, die ich vor 3-4 Jahren noch locker damit gejiggt habe fühlen sich jetzt def. nicht mehr gut an. Gerade die Spitze ist für mich jetzt deutlich weicher und knickt mehr ein wie am Anfang.
Bin am überlegen die Rute neu zu ordern um mal den direkten Vergleich zu haben.
Sollte ich mich tatsächlich dazu entschliessen, berichte ich hier anschliessend.
 
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tölkie

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Ich zweifele nicht an, dass bei Tennisschlägern Materialermüdungen auftreten, allerdings will ich anmerken, dass im Rennradsport immer gesagt wird, dass carbon nicht unter klassischer Materialermüdungen leidet. Dort ist aber auch sicherlich das Belastungsprofil ein ganz anderes.
Habe noch mal recherchiert…
Carbon ermüdet weniger als ich dachte, das Harz ist wohl eher der Übeltäter.

Liebe Grüsse Bernd
 

PhilippPDM

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Also ich war mit der Rute am Wochende noch mal am Wasser und die Gewichte, die ich vor 3-4 Jahren noch locker damit gejiggt habe fühlen sich jetzt def. nicht mehr gut an. Gerade die Spitze ist für mich jetzt deutlich weicher und knickt mehr ein wie am Anfang.
Bin am überlegen die Rute neu zu ordern um mal den direkten Vergleich zu haben.
Sollte ich mich tatsächlich dazu entschliessen, Berichte hier anschliessend.
Vlt. Fühlt sich s auch einfach nur so an weil du in der Zwischenzeit so viele andere Ruten gefischt hast?
 

benwob

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Vlt. Fühlt sich s auch einfach nur so an weil du in der Zwischenzeit so viele andere Ruten gefischt hast?

Das liegt natürlich im Bereich des Möglichen.
Allerdings fühlt sich das Gewicht, dass ich früher damit problemlos gefischt habe jetzt so falsch an, dass ich mir das irgendwie schlecht vorstellen kann.
Ohne direkten Vergleich wird sich das aber vermutlich nicht klären lassen.
 

moissac

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Ohne direkten Vergleich wird sich das aber vermutlich nicht klären lassen.
Das ist so. Könnte mir aber auch vorstellen, dass du über die Jahre mit weiter zunehmender Erfahrung (also von sehr erfahren bis außerordentlich erfahren :) ) sensibler für die Unterschiede geworden bist.
 

benwob

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Das ist so. Könnte mir aber auch vorstellen, dass du über die Jahre mit weiter zunehmender Erfahrung (also von sehr erfahren bis außerordentlich erfahren :) ) sensibler für die Unterschiede geworden bist.

Alles möglich.

Habe gerade die Rute neu geordert, da es sonst ja alles nur Spekulation bleibt.
Bin selbst auf den direkten Vergleich gespannt.
 

timmi

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Ich selbst hab einige Ruten die mehrere Jahre alt sind. Einige selbstgebaute die bestimmt schon 10-15J alt sind. Ich persönlich konnte bisher nicht feststellen das die Ruten "weicher" werden oder ermüden. Will das aber auch nicht komplett ausschließen. Sowohl Carbon als auch das Harz kann natürlich ermüden, in wie weit das spürbar ist?
Bin auf Jedenfalls gespannt, was bei dem Vergleich alt gegen neu herauskommt.
 

ATRiot01

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Alles möglich.

Habe gerade die Rute neu geordert, da es sonst ja alles nur Spekulation bleibt.
Bin selbst auf den direkten Vergleich gespannt.
Da wäre ich auch sehr interessiert an deiner Einschätzung.
Grade bei leichten Ruten würde ich aktuell eine gewisse „Blankermüdung“ aber schon als gegeben sehen. Allein durch Microrisse im Harz. Auch ist das Epoxy schuld daran das sich eine Rute bei -5 grad anders anfühlt wie eine die grade bei 35 Grad Außentemperatur ( im Auto also eher 50+) gefischt wird.
Ich muss ehrlicherweise gestehen das ich offensichtlich ein Gefühlstauber Amateur bin da ich für mich da kein Theater drum mache. Ich nutze einfach eine der Ruten die mich Situationbedingt zufriedenstellt.
 

Pittkah

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Würde auch sagen, dass eine Rute über Jahre etwas lahm werden kann. Das sehe ich aber eher bei Stecken mit günstigeren Kohlefasermatten und höheren Harzanteilen.
Hatte bis vor kurzem eine Rute im Gebrauch, deren Spitze nicht nur weicher, sondern sogar etwas krumm wurde. Vermutlich weil das Rig beim lagern immer unter Spannung war.
 

kds

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kann leider nur wenig dazu beitragen, da ich meist verschiedene Ruten fische. allerdings hatte ich als Ausnahme die alte Silverado (die violette) 742ML während 5 Jahren praktisch im Dauereinsatz. Das war schlicht meine Rute fürs C-Rig. die Rute wurde während der ganzen Saison mehrmals wöchentlich gefischt und das über Jahre. mit der Zeit hätte ich auch gesagt, das die Rute ein kleines Bisschen weicher wurde. wenn ich es quantifizieren müsste, würde ich sagen, vielleicht maximal 10%. wenn sie zu Beginn mit guten 10 Gramm im sweet spot lief, waren es am Ende der Nutzung vielleicht knappe 10 Gramm.
 

Dieter Brown

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Meine ersten handgefertigten Karpfenruten sind zirka 30 Jahre alt und haben sicherlich 1000 Angelstunden und Hunderte Fische gesehen. Ich bin mir sicher, dass sie mit den Jahren weicher geworden sind. Ob das wirklich ein Nachteil ist, würde ich nicht sagen. Sicherlich war es schwerer, auf die gewünschte Wurfweite zu kommen, aber dafür waren und sind sie im Drill ein Traum. Mit diesen Ruten habe ich weniger Fische verloren als mit allen anderen.
 

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