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Häufig unterschätzt und dennoch sehr fängig, Blinker

Dieses Thema im Forum "Köder" wurde erstellt von Angelspass, 20. August 2016.

  1. Angelspass

    Angelspass Bigfish-Magnet

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    Hallo zusammen,

    ich möchte Euch hier ein wenig über meine liebsten Köder und die Führungstechniken berichten, Blinker in verschiedenen Ausführungen und Gewichten.

    Dabei wird es vorerst nur um die Zielfische Barsch und Forelle gehen, vielleicht schreibe ich später noch einen zweiten Teil über das gezielte Angeln auf Hecht mit diesen oftmals verkannten Blechködern.

    Ich persönlich unterscheide hier für mich drei grundsätzlich unterschiedliche Arten von Blinkern:

    - die aktiven und aggressiven
    Dazu gehören die stark S-förmig gebogenen wie zum Beispiel der Stitch von Crazy Fish.

    - die schlanken und ruhigen
    Ein gutes Beispiel sind hier alle Meerforellen- und Hornfischblinker, aber auch und ganz besonders der Toby von Abu Garcia

    - die flachen und die Klassiker
    Ich glaube den Effzett von DAM kennt hier eigentlich jeder, aber auch Sly und Sense von Crazy Fish oder den Siren Solo von Lurefans ordne ich hier ein

    Ganz klar ist das es hier auch etliche Mischformen gibt, aber ich glaube diese drei Kategorien beschreiben die Typen recht gut.

    Wann setze ich nun welchen ein und wie führe ich den Köder, wie halte ich die Rute, wo sind die grundsätzliche Vorteile eines Blinkers?

    Die meisten Blinker teilen sich eine herausragende Eigenschaft, sie lassen sich meist hervorragend werfen und fliegen gut. Darüber hinaus sind sie meist deutlich günstiger als andere Hardbaits wie Wobbler. Auch sind die Führungstechniken meist einfach zu erlernen und richtig angewendet bringen Blinker auch wirklich gute Fänge.

    In den letzten zwei Jahren habe ich immer häufiger feststellen müssen das ich mit Gummis und Wobblern immer weniger gefangen habe. Es wurde getwitscht, gejerkt und gercrankt, C/T-Rigs und Jigs in allen erdenklichen Arten durchs Wasser gezogen, häufig mit mäßigem Erfolg. Auch Spinner liefen nicht mehr so wie ich es aus den Jahren zuvor gewohnt war.
    Woran mag das liegen? Keine Ahnung, aber ich habe in den Tiefen meiner Tackleboxen gesucht und einfach mal wieder die Köder genommen welche mir auch vor 30 Jahren schon gute Fische gebracht haben.


    Die Ruten und das Setup:

    Als Ruten verwende ich L oder ML Spinnruten, meine Mollas 67L2F bzw 73 ML+2F oder L/ML Baitcaster wie die Noike Seiten 68L und 64M, wie oben schon geschrieben liegt der Fokus auf Barsch und Forelle. Als Schnur verwende ich immer geflochtene, 8Braid PE, z.B. Stroft GTP-S, Daiwa 8Braid EVO oder Sunline Super PE 8Braid, Tragkraft 6 Kg bei L und 8 kg bei den MLs, immer etwa 1,5 Meter Fluocarbon (Stroft FC1) mit ca 90% Tragkraft der Hauptschnur und bei der geringsten Hechtgefahr auf jeden Fall Stahl, meist Pike Wire von Drennan mit 90% Tragkraft des Fluos, am Ende einen Snap oder Wirbel mit Snap.


    Die aggressiven:

    Beginnen möchte mit den aggressiven wie dem Stitch von Crazy Fish. Der Stitch wiegt 6,5 Gr und ist dabei relativ klein, das Blech selber aber recht dick. Er ist S-förmig gebogen, eine Seite ist metallisch glänzend und die andere Seite farblich gestaltet. Mit dieser Art von Blinkern lässt sich prima ein panisch flüchtendes Fischchen imitieren.

    IMG_0986.jpg

    Mit einer L oder ML Rute, egal ob Spinn oder BC, lässt er sich richtig gut und weit werfen. Kurz bevor er auf dem Wasser aufklatscht bremse ich die Schnur leicht ab damit das gesamte System sich streckt, so minimiere ich den Schnurbogen und habe schon in der Absinkphase direkten Kontakt zum Köder, das kennt Ihr ja vom jiggen. Ich lasse ihn bis auf die gewünschte Tiefe absinken und beginne unmittelbar mit dem einholen. Dabei variiere ich die Enholgeschwindigkeit, meist beginne ich langsam, beim nächsten Wurf schnell, dann mittel.
    Je nachdem wo ich die Fische vermute versuche ich entweder 0,5 bis 1 Meter über Grund oder unter der Oberfläche zu bleiben. Es ist nur meine persönliche Meinung und Erfahrung, der Köder 1 Meter über dem Fisch führt zum Anbiss, der Köder 25 cm unter dem Fisch wird ignoriert. Das heißt im Ergebnis besser zu hoch als zu tief fischen, so minimiert man auch Hänger und den damit häufig einhergehenden Köderverlust.
    Zurück zum Stitch, abhängig von der Einholgeschwindigkeit schlägt er nach links und rechts, manchmal überschlägt bzw dreht er sich dabei. Wird er sehr schnell geführt dreht er sich wie ein Spinner, insgesamt läuft er halt recht aggressiv.
    Natürlich kann man die Einholtechnik auch variieren oder kombinieren, gerne lasse ich ihn absinken, jigge ihn dann richtig kräftig an, lasse ihn ein wenig absinken und mache dann drei/vier Kurbelumdrehungen.
    Die Rutenspitze zeigt dabei immer Richtung Wasser, die Rute und die Schnur bilden beim einholen immer einen Winkel von etwa 120 bis 150 Grad. Somit zieht der Blinker mir die Rute ein wenig auf Spannung was mir die Bisserkennung ungemein erleichtert. Ebenso merke ich sofort ob sich in der Nähe des Blinkers etwas tut, man spürt wirklich die Bugwellen der Fische wenn sie den Köder verfolgen.
    Die Bisse kommen meist unmittelbar und sehr heftig, durch den Winkel zwischen Schnur und Rute puffert die Rute das gut weg und mir bleibt genug Zeit zu reagieren und den Anhieb zu setzen.

    In flacherem Wasser funktioniert das nicht, da beginne ich sofort nach dem Aufklatschen mit dem einholen, die Rutenspitze zeigt dabei leicht nach oben, so etwa in 10:00 oder 11:0 Uhr Position, ich halte sie dabei recht locker in der Hand. Auch hier steht die Rute dann ganz leicht unter Spannung, einen Biss spüre ich sofort oder ich sehe ihn an der Schnur, den Anschlag mache ich dann aus dem Handgelenk.


    Die schlanken und ruhigen:

    Gerade beim Oberflächenangeln - top-watern - funktionieren lange schmale Blinker recht gut, solche wie man sie beim fischen auf Meerforellen oder Hornfische einsetzt. Der Klassiker hier und einer meiner absoluten Favoriten ist der Toby von Abu Garcia, ideal um ein schwaches oder leicht angeschlagenes Fischchen zu imitieren.

    IMG_0987.jpg


    Diese Blinker sind nicht ganz so stark gebogen, sie sind sehr schlank und relativ groß im Vergleich zum Stitch, dennoch lassen sie sich super werfen und fliegen weit.
    Wurftechnik und Rutenhaltung sind weitestgehend so wie oben beschrieben wobei ich bei Toby die Rute eher waagerecht halte und der Winkel zwischen Rute und Schnur etwa 150 Grad oder größer ist, d.h. die Rute und die Schnur bilden fast eine Gerade. Aber nur fast.
    Der Toby schlägt beim einholen ganz leicht seitlich aus und dreht sich auch gern mal um die Längsachse, er lässt sich sehr schnell führen. Besonderen Spaß macht das wenn Forellen in den Morgen- oder Abendstunden jagen, man kann den Toby quasi über die Wasseroberfläche hüpfen lassen und die Forellen stürmen hinterher. Auf Hornfische wird auch so geangelt, das macht richtig Bock.
    Nun sind die Fische nicht immer im Jagdmodus, doch hier hilft eine besondere Eigenschaft des Tobys, ich nenne es mal Rollen. Wenn man ihn auf Weite gebracht hat und mit beliebiger Geschwindigkeit einholt und dann stehen lässt beginnt er sich um seine Längsachse zu drehen während er absinkt. Dabei ist es wieder äußert wichtig direkten Kontakt zum Köder zu halten denn hier kommen die Bisse extrem aggressiv. Das Rollen funktioniert nur an komplett gestrecktem System, sobald der Wirbel am Kopfende vom Toby um mehr als etwa 45 Grad nach oben steht hört das Rollen auf und der Toby taumelt nur noch, dann muss halt wieder eingekurbelt werden. Mit dem Toby lässt sich ein sterbendes Fischchen an der Wasseroberfläche prima imitieren wenn man es einmal raus hat.


    Die flachen und die Klassiker:

    Bei vielen von uns ist er in der Tacklebox, er war auch einer meiner ersten Kunstköder, der Effzett von DAM. S-förmig gebogen, eher flach als schlank ist es der wohl am meisten kopierte Kunstköder überhaupt. Aber es gibt ja auch noch andere „flache“, z.B. Sly und Sense von Crazy Fish oder der Siren Solo von Lurefans. Die einen sind eher tropfenförmig, die anderen haben eher die Form einer Raute.

    IMG_0988.jpg


    Diese Blinker sind eher ruhige Vertreter, mit ihnen kann man prima ein kraftloses Fischchen kurz vor dem Ableben imitieren. Ihr Lauf ist meist ruhiger, sie lassen sich sehr langsam führen dafür schlagen sie stärker aus und erzeugen stärkere Druckwellen. Durch ihre eher große Fläche sind sie sehr gut sicht- und wahrnehmbar. Bedingt durch die im Vergleich zum Eigengewicht relativ große Fläche fliegen sie nicht ganz so weit.
    Im Gegensatz zu den vorher genannten lasse ich die flachen Klassiker gerne bis auf den Grund absinken, natürlich nur dort wo ich die Bodenbeschaffenheit kenne, ich will ja keine Hänger produzieren.
    Was die Köderführung angeht habe ich hier zwei Favoriten, das langsame einleiern und das jiggen bzw eine Kombination aus beidem. Da ich sie diese Blinker gerne tief und langsam führe zeigt die Rutenspitze immer nach unten, der Winkel zur Schnur beträgt dann rund 120 Grad. Die Bisse kommen meist brachial, d.h. der gesamte Blinker wird komplett inhaliert, wie ein wehrloses halbtotes Fischchen welches der Räuber nur noch aufsammeln muss. Ich brauche hier die Federkraft der Rute, würden Rute und Schnur eine Linie bilden bekäme ich den Biss sonst „über die Rolle“ mit, die Rute würde nichts puffern. Im schlechtesten Fale gibt es dann Schnurbruch oder der Fisch schlitzt aus, also besser die Rute arbeiten lassen.

    Insgesamt waren Blinker für mich die mit Abstand erfolgreichsten Köder in den letzten zwei Jahren, etwa 90 % aller Fische habe ich damit gefangen, egal ob Barsch, Forelle oder Hecht.

    Nun hoffe ich das Euch dieser Beitrag gefällt, das es für den einen oder anderen eine Inspiration oder Anregung ist mal wieder die Köder unserer Väter und Großväter auszuprobieren, ich bin sicher Ihr werdet erfolgreich sein und Spaß haben einem Stück Blech Leben einzuhauchen.

    Ein schönes und fischreiches Wochenende!

    André
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. August 2016
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  2. Chiemseebarsch

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    Ich finde den Beitrag sehr gut und informativ.
    Meiner Meinung nach ist der Blinker inzwischen häufig unterschätzt. Klar waren vor ein paar Jahren viele Gewässer "verblinkert", aber inzwischen ist durch durch den ganzen Wobbler-, Gummi und Finesseboom das ganze wieder besser geworden.
    Ich habe auch Blinker in meiner Box und verwende die auch mal gerne um das Gewässer etwas auszuloten. Bei einem Blinker ärgere ich mich bei Verlust nicht so sehr, die kosten meistens nur 2 - 3 Euro.

    Bin schon gespannt auf den zweiten Teil.

    Noch so als Frage: Wie funktioniert das mit der BC und den Blinkern? Haut das gut hin - auch mit den kleinen? Ich meine da so die 6gr. Effzett... Macht das mehr Spaß und kannst Du die Köder Deiner Meinung nach besser führen wie mit der Stationärrolle?

    Mfg
    Martin
     
  3. Angelspass

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    Hallo Martin,

    vielen Dank.

    Natürlich funktioniert das auch mit einer BC sehr gut, meiner Ansicht nach sogar noch einen Tick besser als mit einer Spinning. Warum? Bei einer Spinnrute hängt die Rolle ja unter der Rute und wirkt wie ein stabilisierendes Pendel, der "Drehpunkt" ist aber die Stelle an der ich die Rute halte. Also muss ich bei einer Spinning dieses Pendel (Rolle) irgendwie ausgleichen. Bei einer BC umfasse ich die Rolle, da habe ich kein Pendel, keine Masse die bremst, alles passiert direkt in der Hand, ich kann feinere Bewegungen machen weil ich weniger Masse bewegen muss, außerdem ist die Rückmeldung direkter.

    Der zweite Teil über Hechtfischen mit Blinkern wird später am nachmittag fertig sein, ich stelle ihn dann gerne ein. Sorry im Voraus, der ist etwas länger geworden.

    Gruß

    André
     
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  4. Chiemseebarsch

    Chiemseebarsch Master-Caster

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    Hallo André,

    danke für die Antwort.

    also würdest Du sagen, dass Du mit einer BC die Köder besser führen kannst? Habe ich das so richtig verstanden?
    Das ist bei mir auch so eine Sache, da ist noch nicht das Optimum rausgeholt. Ganz einfach deswegen, ich bin Linkshänder und fische wie ein Rechtshänder. Ich habe (noch) nicht so die Feinmotorik in der Rechten. Wenn die Führung mit der BC von Haus aus noch etwas leichter bzw. besser geht - vielleicht hilft mir das.
    Bis letztes Jahr habe ich nur mit Schwimmer auf Friedfisch geangelt, da war so was egal. Da war die stärkere Hand (links) mit Kurbeln eigentlich besser. Rutenführung war da nicht gefragt.

    Mfg
    Martni
     
  5. Angelspass

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    Ja, hast Du. Und ich empfehle Dir die Rute in der linken Hand zu halten, das wird es Dir leichter machen wenn Du Linkshänder bist. Statios kannste einfach umbauen, BCs einfach mit "right handle" kaufen.

    André
     
  6. Angelspass

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    Hallo,

    danke für die Blumen, die Kommentare und besonders für Euer Interesse.

    Im zweiten Teil möchte ich das gezielte Angeln auf den Hecht als Zielfisch und Blinkern als Köder eingehen und dabei auch die Führungstechniken sowie das Gerätesetup beschreiben.

    Es ist nur eine persönliche Meinung, basierend auf meinen Erfahrungen und ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit, aber der Hecht ist der am einfachsten zu beangelnde Raubfisch in unseren Gewässer, zumindest wenn er im Jagdmodus ist.

    Das heißt im Umkehrschluss aber nicht das es trivial ist einen Hecht zu fangen, ganz im Gegenteil!

    Zum einen müssen ja erstmal die Stand- bzw Jagdreviere der Hechte gefunden werden, zum anderen wollen wir ihn ja zum Anbiss verführen.

    Besonders „einfach“ ist das -mit Blick auf die Jahreszeiten und den Lebenszyklus- kurz vor und kurz nach der Laichzeit, also etwa Anfang Mai und ab Mitte/Ende September, die besten Tageszeiten sind die zwei Stunden nach dem Sonnenaufgang und die zwei Stunden vor dem Sonnenuntergang. Die Hechte haben Hunger, sie wollen fressen und dafür müssen sie aktiv jagen und sind in der Regel in Bewegung, sie schwimmen umher.

    Sind sie nicht im Jagdmodus wird es schwieriger, sie sind dann sehr „stellig“, schwimmen nicht umher sondern ruhen einzeln oder in kleinen Gruppen und halten Siesta. Wir können sie im Grunde nur über den Beißreflex überlisten, dafür müssen wir sie erst finden da sie ja nicht verteilt im Wasser unterwegs sind.

    Es ist auch nur eine Theorie, dennoch meine ich das es zwei Hauptgründe für Hechte außerhalb der Jagdzeiten gibt unseren Köder zu nehmen:
    - die kleine Zwischenmahlzeit zwischendurch, der Snack
    - reine Aggression, Zerstörungswut und Revierverteidigung

    Wie dem auch sein, egal ob aktive Jagd, Snacktime oder Aggression, mit Blinkern können wir das ganze Spektrum bedienen, aber warum?
    Blinker, besonders die meist größeren und schwereren Hechtblinker, fliegen gut und weit, sie machen ordentlich Druck und sind durch ihre Größe gut sichtbar. Aber es geht auch mit kleinen Blinkern, dazu komme ich weiter unten.


    Rute, Rolle und das Setup

    Abhängig vom Ködergewicht geht es hier nicht „klein aber fein“, die Größe, die Kraft und die Masse der Zielfische erfordern nunmal ein passendes Setup. Klar, ich habe auch schon mit einer L-Spinnrute 80er Hechte gefangen, das macht auch richtig Spaß, wenn es gezielt auf Hecht geht bevorzuge ich aber mindestens M, besser MH-Ruten und aufwärts, mit einer Ausnahme.

    Im BC-Bereich nehme ich je nach Ködergewicht eine Noike Seiten 610M mit einer 2013er Metanium oder eine Zenaq Spirado Blackart mit einer Abu Revo Beast, die geht bis 3Oz. Bei den Spinnruten nehme ich gern die Shore Gun 89EMH mit einer Abu Revo MGX Spin 30 oder - hier ist die o.g. Ausnahme und meine Favoritin bei Spinnruten - eine Spin System 3 mit einem Wurfgewicht von 5-45 Gramm, von der Power her ML mit Tendenz zur M, daran eine 2500er Stella FI. Als Schnur nehme ich nur PE 8Braid, entweder Stroft GTP-S oder Falcon Silk oder Daiwas 8Braid Evo, Tragkraft mindestens 10 Kg, ein 40-50 cm Stahlvorfach aus Drennans Pike Wire ist selbstverständlich.

    Die Ruten sind alle äußerst sensibel und haben eine phantastische Rückmeldung wobei die SS3 und die Seiten da in einer eigenen Liga spielen. Aber warum ist das wichtig? Sind die Hechte im Jagdmodus wird der Köder einfach attackiert, die Anbisse kommen knallhart und man braucht eigentlich nur kräftig genug anhauen.

    Sind sie nicht im Jagdmodus wird es bekanntlich deutlich schwieriger. In diesem Falle will ich dennoch wissen ob ein Hecht meinen Köder verfolgt oder nicht, das alles in 30 oder 40 Meter Entfernung.
    Geht nicht? Doch! Und gerade hier spielt ein Blinker als Köder die entscheidende Rolle und ist meiner Ansicht nach allen anderen Ködern überlegen.


    Die Hechtblinker

    Den Klassiker kennt im Grunde jeder, es ist der DAM Effzett, hier nehme ich Gewichte von 16 bis 65 Gramm. Meine Lieblingsfarben sind silber, gold und kupfer oder eine Kombination, z.B. die Außenseite silber, die Innenseite gold. Aber auch Abus Atom und Spoons, die Blinker von Profiblinker oder die Molix Lover Spoons laufen richtig gut.

    Bis zu Gewichten von etwa 30 Gramm nehme ich gern die Spinnruten, ab etwa 35 Gramm aufwärts lieber nur BCs weil sich die höheren Gewichte damit angenehmer werfen lassen.

    Die Effzetts oder auch Atoms sind bauartbedingt etwas kleiner und schwerer, sie fliegen gut und laufen schön tief und schlagen bei langsamer bis mittelschneller Führung schön aus, sie machen richtig Druck und blitzen schön.
    Die Spoons sind insgesamt leichter bzw haben eine größere Fläche was gerade bei flacherem Wasser und langsamer Köderführung ein enormer Vorteil sein kann. Auch die Spoons machen seitlich ausschlagende Bewegungen, erzeugen viel Druck und sind sehr gut sichtbar, aber sie lassen sich nicht schnell führen, dann überschlagen sie sich.

    In 2 Meter tiefem Wasser kann ich einen 30 Gramm Effzett kaum noch langsam führen der hängt ständig im Kraut, ein 30 Gramm Lover Spoon macht das locker, den kann ich auch in 1 Meter Tiefe oder knapp unter der Oberfläche langsam führen.

    Hier mal eine kleine Auswahl meiner erfolgreichsten Hechtblinker, links seht Ihr die Effzetts, in der Mitte ein paar Abus, rechts die Lover Spoons von Molix und unten ein paar von denen ich nicht weiß welche es sind, ich glaube Fladen oder Falkfisch.

    IMG_0989.jpg


    Die Führung

    Schön weit auswerfen und Strecke machen, das können alle Blinker gut. Egal ob mit Spinning oder BC, ich versuche den Schnurbogen möglichst zu vermeiden und wenn der Blinker aufklatscht sollte die Rolle schon zu sein.

    Das geht am besten wenn beim Auswerfen die Rute direkt in Richtung Blinker zeigt und man die Schnur kurz vor aufklatschen mit dem Finger abbremst und die Rolle sofort schließt wenn die Spannung in der Schnur nachlässt.
    (Bitte legt nicht einfach den Rollenbügel um solange der Köder noch Schnur nimmt, das würde über kurz oder lang eure Rolle zerstören oder es gibt Schnurbruch, muss ja nicht sein.)
    Die ganze Montage liegt dann im Idealfall gestreckt auf dem Wasser, ich lassen den Blinker auf die gewünschte Tiefe absinken, drehe drehe die Rute dann um rund 30 Grad zur Seite und beginne langsam einzuholen, einfach einleiern.
    Da ich so sehr große Flächen beangeln kann funktioniert das meist recht gut, vor allem wenn die Hechte im Jagdmodus sind. Die Bisse kommen knallhart und richtig giftig, den Anschlag setze ich bestimmt und kräftig, entweder zur Seite oder nach oben.
    Die Rollenbremse habe ich dabei recht weit geschlossen um den Anhieb auch auf große Distanzen gut durchzukriegen. Falls ich Platz habe und es keine Hindernisse wie Bäume usw im Wasser gibt öffne ich die Rollenbremse unmittelbar nach dem Anschlag ein wenig, nur zwei/drei Klicks, so habe ich weniger Aussteiger weil der Haken nicht ausschlitzt, die Hechte können sich austoben und werden über die Rute und Rollenbremse langsam und schonend ausgedrillt.

    Leider ist nicht immer Jagd- oder Fresszeit, dennoch möchten wir etwas fangen und das bedeutet wir müssen uns etwas ausdenken um den Beißreflex auszulösen. Einfach nur Fläche und Strecke machen kann funktionieren, klar, aber es ist dann schon von Vorteil wenn man das Gewässer kennt, wenn man weiß wo die Hechte stehen.

    Das wohl am besten gehütete Geheimnis der Hechtangler sind die Spots, egal ob im Fluß, im See oder auf dem Bodden. Diese Spots sind nicht immer gleich, Faktoren wie Strömung, Wind, Wasserstand, Sonneneinstrahlung oder die Standplätze der Futterfische ändern sich täglich und ein Spot der heute super ist kann morgen fischfrei sein.

    Ich weigere mich seit Jahren ein Echolot zu benutzen und verlasse mich hier einfach nur auf meine Erfahrung, meine Gewässerkenntnisse und meinen Instinkt, mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg. Und ich verlasse mich auf meine Blinker. Im Ergebnis heißt das ich muss die Fische suchen und vor allem finden, zu Fuß oder mit dem Boot.
    Wenn ich einen der mir bekannten Spots beangel lote ich vorher die Wassertiefe aus und taste mal die Bodenbeschaffenheit ab, ich möchte einfach wissen ob ich dort Steine oder Sand oder Bewuchs habe.

    Diese Spots werfe ich direkt an, manchmal bis zu 20 mal in Folge immer wieder die gleiche Stelle. Dabei lasse ich den Blinker richtig aufklatschen, es muss einfach laut sein und richtig Radau machen. Das geht meiner Ansicht nach am besten wenn man die Schnur etwas später abbremst und die Rolle erst schließt wenn der Blinker im Wasser ist, die Schnur liegt locker. Wenn ich die Schnur zu früh abbremse und sie sich strafft trifft der Blinker in spitzeren Winkel auf und hüpft über die Oberfläche, das will ich nicht.
    Aber spätestens kurz nach dem Auftreffen -wenn der Blinker beginnt zu sinken- muss die Rolle zu sein und ich muss Fühlung zum Köder haben. Warum? Der Hecht will nicht jagen oder fressen, aber dieses Ding was da ständig über ihm auf Wasser klatscht wird attackiert, weil es ihn nervt.

    Ich habe es schon mehrfach erlebt das die Hechte wie eine Rakete aus dem Wasser geschossen kamen und sich die Blinker direkt nach dem Auftreffen auf der Oberfläche geholt haben, für mich sind das die spektakulärsten Bisse überhaupt, der Puls geht richtig hoch und nachts träume ich noch davon, richtig richtig schöne Bilder die lange nicht mehr aus dem Kopf gehen.

    Wenn das alles nicht hilft, manchmal ist das ja so, dann überwerfe ich die Spots um etwa 5-10 Meter und lasse den Blinker bis fast zu Boden absinken, mache dann zwei/drei Kurbelumdrehungen und lasse ihn wieder absinken, dann lege ich ihn für ein paar Sekunden auf dem Boden ab um ihn in der Folge kräftig anzujiggen damit er 2-3 Meter vom Boden hochschießt, dann wieder ein wenig einleiern usw..
    Sicherlich bilde ich es mir nur ein, aber ein so geführter Blinker imitiert ein argloses Fischlein, eine leichte Beute, ein kleiner Snack für zwischendurch. Die Hechte brauchen ihn eigentlich nur einsaugen, die Bisse kommen hier aber meist sehr sehr vorsichtig, sie spielen auch gern einfach damit.


    Zurück zum Tackle

    Besonders außerhalb der Jadgzeiten sind Rolle und Rute zwei sehr wichtige Faktoren. Gerade wenn die Hechte nicht so richtig wollen, sie wollen nicht wirklich jagen und so richtig aggressiv sind sie auch nicht, manchmal sind sie ja einfach neugierig und wollen spielen.
    Wir haben es auf dem Bodden zigmal erlebt, Hechte kamen einfach hinter dem Blinker her, haben einen Haken geschlagen und den Blinker mal angestubst, mal seitlich, mal von hinten.
    Bei den extrem sensiblen Ruten wie der Spin System 3 oder der Seiten spürt man das selbst auf Distanzen von 30-40 Metern, man merkt wie sich der Druck des Köders ändert und ein Blank mit guter Rückmeldung leitet das direkt in den Arm weiter.

    Sollte ich mal mehrere Austeiger nacheinander haben wechsel ich die Rute, dann nehme ich gern die Shore Gun 89EMH, bei ihr ist die Rückmeldung nicht so deutlich wie bei einer SS3 oder Seiten, dafür federt sie besser, sie ist insgesamt weicher und ihre Aktion ist parabolischer. Einen kleinen Einsatzbericht habe ich hier geschrieben:
    http://www.barsch-alarm.de/showthre...re-Gun-89-EMH-auf-dem-Bodden&highlight=bodden

    Eine gute Rolle bei der man keine störenden Einflüsse vom Getriebe oder Schnurlaufröllchen hat hilft mir dabei meine gesamten sensorischen Fähigkeiten und die Konzentration aufs angeln zu fokussieren, die Laufruhe ist hier der ausschlaggebende Faktor.
    Angelspass und sein Gerät werden eine Einheit, das ist ein dann wie ein meditativer Zustand, ich weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll, aber vielleicht kennt ihr das und wisst was ich meine.


    Die sensiblen Blinker und die Spieler

    Ich habe das bei keinem Köder so intensiv wie bei Blinkern, diese geben ihre ausschlagenden und deutlichen Bewegungen ja direkt an den Blank weiter, jede Änderung des Köderdrucks ist extrem deutlich zu spüren.
    Vergleichbar ist das mit Spinnern, wenn sich das Blatt nicht mehr dreht nimmt der Druck schlagartig ab. Wenn der Fisch dann noch „mitkommt“ merke ich gar nicht was los ist, er nimmt das Spinnerblatt ins Maul, das fühlt sich dann manchmal an wie ein Hänger oder Kraut am Haken.
    Da ein Blinker normalerweise deutlich mehr Masse hat merke ich den Druckunterschied sofort, aber genauso wenn er wieder loslässt weil ihm das Teil einfach zu schwer ist, er spielt.

    Sobald ich das merke versuche ich ihn zu provozieren. Ich weiß er ist da, ich spüre es, aber er will nicht beißen, noch nicht. Vielleicht kennt ihr das ja vom schleppen am Forrellenteich, der Teiglöffel wird kurz angstubst und man gibt etwas Schnur damit die Forelle den Köder nehmen kann. Bei den Hechten mache ich es ähnlich, sobald ich spüre das sie spielen drehe ich die Rute aus dem Handgelenk um ein paar Grad zur Seite, drehe sie dann zurück so das Rute und Schnur eine Gerade bilden, dabei mache ich eine Kurbelumdrehung, allerhöchstens zwei, um wieder Fühlung aufzunehmen. Die Rute halte ich waagerecht, also auf 09:00 Uhr, und jigge einmal kurz an und lasse sie auf 10:00 Uhr stehen. Meistens kommen dann direkt die Bisse, eher verhalten als brachial, es gibt nur einen kleinen Ruck der sofort mit einem mit aller Kraft gesetztem Anhieb quittiert wird. Häufig hängt der Haken dann recht weit vorn im Hechtmaul, manchmal geht der Anhieb auch ins Leere, aber so ist angeln.
    Die Drills fallen bei den spielenden Hechten meist weniger spektakulär aus, ich glaube die kapieren gar nicht was da passiert ist und bekommen es erst mit wenn sie den Kescher sehen oder im Kescher liegen.

    Geht der Anhieb ins Leere dann heißt es noch nicht das ich aufgebe denn oftmals kommen sie bis zum Boot hinterher, bleiben dann einfach stehen und schauen sich den Blinker an. Nun heißt es für mich Ruhe bewahren, im Boot herrscht das Schweigegebot und keiner darf sich bewegen. Die Rute habe ich noch immer auf 10:00 bis 11:00 Uhr stehen und ziehe ganz langsam Schnur von der Rolle, dann senke ich die Rutenspitze ganz langsam ab und versuche den Blinker unter das Boot zu bekommen. Gerade bei ruhigem Wasser konnte ich oft beobachten wie die Nachläufer unter dem Boot Deckung suchen. Dann senke ich die Rutenspitze wieder auf 09:00 Uhr und mache ganz leichte Bewegungen, nur aus dem Handgelenk und behalte den Blinker dabei immer im Auge, mit etwas Glück schnappt er dann zu. Sehe ich ihn abtauchen werfe ich genau in diese Richtung hinterher, nur etwa 10-15 Meter, lasse kurz absinken und hole langsam ein, manchmal kann ich die Fische so doch noch überlisten.


    Größe und Gewicht

    Eigentlich ist das recht einfach zu beantworten. In tiefem Wasser will oder muss ich runter, das heißt im Verhältnis zur Größe schwere Blinker. Im Flachwasser muss ich oben bleiben, also große leichte Blinker. Es macht auch durchaus Sinn die Ködergröße an die am häufigsten vorkommenden Beutefische anzupassen.

    Nur mal als Beispiel, man kann das sicherlich auch auf Flüsse oder Seen im Binnenland übertragen, schaue ich auf Rügen gern mal beim Berufsfischer vorbei und schaue mir an was er so in den Netzen oder Reusen hat.

    Im Frühjahr ist dort Heringszeit, die Heringe ziehen in die Bodden um dort zu laichen. Ein Hering ist nicht wirklich klein, also nehme ich Effzetts von 45 Gramm, in tieferem Wasser auch gern mal 60er, in flachem Wasser Blinker ähnlicher Größe aber lieber ein paar Gramm leichter wie z.B. den Molix Lover Spoon.

    Im Herbst sind die Heringe weg, dafür hat man manchmal Brutfischschwärme im Wasser, kleine Heringe oder Weißfische, dann nehme ich 16/22/30er Effzetts.

    Fangen kleine Blinker kleine Hechte und gehts auf die großen nur mit großen Blinkern? Meiner Ansicht nach nicht, außer vielleicht im tiefsten Winter. Im Herbst 2015 und im Mai 2016 habe ich die meisten Hechte mit 22er und 30er Effzetts gefangen, mein größter hatte 97 cm, meine Gastanglerinnen auf dem Boot hatten 107 und 104 cm, alle mit 22er oder 30er Effzetts.

    Wenn Brutfisch im Wasser ist dann nehme ich kleine Blinker in entsprechender Größe, 16/22/30 Gramm, mit denen kommt man aber nicht richtig gut auf Tiefe. Was tun? Einfach zwei Blinker nehmen, Sprengringe entfernen, die Blinker übereinander legen, Sprengringe und Haken wieder dran, die Größe bleibt aber das Gewicht hat sich verdoppelt..


    Aufrüstung, Abrüstung

    Bei Blinkern angel ich nur und ausschließlich mit Drillingen wenn es gezielt auf Hecht geht, außerdem tausche ich die Werksdrillinge gegen etwas größere aus und drücke auch die Widerhaken an oder feile sie ab. Große Haken verringern die Fehlbissquote, die angedrückten oder abgefeilten Widerhaken erleichtern das schonende zurücksetzen.

    Klar das ein Hecht so einen Blinker auch mal abschüttelt, das finde ich aber vollkommen OK und mit entsprechend langen und flexiblen Ruten hält sich diese Aussteigerquote absolut in Grenzen solange im Drill genug Spannung auf der Schnur ist.

    Meist reicht es den Hecht zur Sicherheit über den Kescher zu führen, dann hebe ich den Kescherrand kurz aus dem Wasser und lasse die Schnur locker. Der Fisch schüttelt sich einmal, der Blinker hängt im Netz des Keschers, der Kescher wird umgedreht und der Fisch ist frei, ganz ohne ihn anzufassen, ganz ohne OP, ganz ohne Kontakt mit der Luft, so schonend wie es eben nur geht.

    Vielen Dank für Euer Interesse, ich hoffe auch dieser Beitrag hat Euch gefallen und inspiriert Euch auch vermeintlich alte Sachen einfach mal wieder auszuprobieren. Viel Erfolg!

    Gruß

    André
     
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  7. Chiemseebarsch

    Chiemseebarsch Master-Caster

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    Das geht leider gar nicht gut - ich habe das mal mit meiner Statio probiert. Das war absolut Sch... Ich glaube ich will mich auch gar nicht umgewöhnen, lieber verbessere ich die Führung mit der rechten Hand. Macht für mich mehr Sinn. Auch das Keschern ist mir mit links irgendwie lieber. Und ständig die Hand wechseln möchte ich nicht.

    Ich fische ja schon seit ein paar Jährchen so als "Rechtshänder"...
     
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  8. Streifenspinner

    Streifenspinner Echo-Orakel

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    Danke für die Beiträge zum Blinker. Ich angel seit über 20 Jahren erfolgreich mit denen und belächle immer die Ahnungslosigkeit der Gummifraktion, die den "Einkurbelköder für Anfänger" völlig unterschätzt.

    Meine Lieblingblinker sind Toby und Effzett, damit lässt sich vom Wels bis zum Barsch alles an Räubern fangen. Mit beiden kann man sogar gezielt Zander fangen, wenn man weiß wie man sie richtig führt.
     
  9. Angelspass

    Angelspass Bigfish-Magnet

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    Bitte, gern geschehen!

    Na dann wäre das doch hier der richtige Ort uns allen zu beschreiben wie das geht. Danke im Voraus!

    André
     
  10. Streifenspinner

    Streifenspinner Echo-Orakel

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    Beim Zandedangeln gilt es den Blinker direkt über dem Grund zu jiggen. Der Lauf dabei: Blinker taumelt blitzartig nach oben und sinkt dann langsam nach unten und rotiert dabei. Im Flachwasser kann man den 7g Toby auch, gerade jetzt im Spätsommer, heranzupfen. Richtig gut klappt beides mit den kleinsten Modellen.

    Beim Gerät bin ich altmodisch, wenn Wurfgewicht und Rutenlänge an Köder bzw. Uferbedingungen angepasst sind, kann man damit auch erfolgreich blinkern. Meine Bcs nehme ich dabei nicht für extreme Wurfweiten, weil ich keine Triggerspinne mit 2,7m besitze. Diese ist aber wichtig um den Blinker dann noch richtig zu führen.

    Bei Blinkern generell zählt Form, Metalldicke und Länge. Als alter Hase sieht man auf Anhieb wie man ein Modell angeln kann, wie agil es sich bewegt und auch ob man ihn in 40cm Tiefe ohne Bodenkrautkontakt fischen kann.
     
  11. phonky

    phonky Twitch-Titan

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    @streifenspinner : nimmst du als zanderblinker auch die tobys? Mit Einzelhaken oder Drilling?
     
  12. Fischhenrik

    Fischhenrik Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Wow - toller Bericht zu einem Thema, was mich definitiv nicht gereizt hat! Werde es in naher Zukunft 8 Tage intensiv testen. Gekauft wird ein 22er und ein 40er Effzett.
     
  13. Streifenspinner

    Streifenspinner Echo-Orakel

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    Tobys mit 7, 10 und 12g (7&12g sind die leichten und agileren Modelle) sind für Zander mit der Methode ideal. Der kleinste Effzett taugt dafür aber ebenso.

    Ich verwende dabei keine Einzelhaken, Hänger hat man selten und falls doch, biegt man eben den Drilling auf. Bzgl der Fische sehe ich da auch kein Problem, selbst die Kleinen haken sich so gut wie immer vorne im Maul.
     
  14. gerald5701

    gerald5701 Bibi Barschberg

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    Sehr informativ. Werde noch diese Woche meine Boxen durchsuchen


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  15. FFM

    FFM Twitch-Titan

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    Cooler Beitrag!
    Danke dafür!
     
  16. Angelspass

    Angelspass Bigfish-Magnet

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    Danke Euch für feedback und fürs lesen, es freut mich wenn es Euch gefällt!

    André
     
  17. Daweed

    Daweed Echo-Orakel

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    Top Beitrag, sehr angenehm geschrieben und ebenso informativ.
     
  18. Barschbernd

    Barschbernd Finesse-Fux Gesperrt

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    Top Beitrag, der meiner Meinung nach auf die Startseite gehört. Ich habe es immer mal wieder versucht, aber auch immer nur dann, wenn sowieso nichts gebissen hat. Ich werde die Teile nochmal rauskramen.
     
  19. captn-ahab

    captn-ahab Master-Caster

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    Ich habe einige Blinker, habe diese aber nicht mehr als 2 MInuten benutzt. Sollte ich vielleicht doch mal testen.
    Super Bericht, danke!!
     
  20. Machete

    Machete Gummipapst

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    Top! Danke für die Arbeit! Blech wird definitiv unterschätzt, auch von von mir selbst. Man muss sich nur mal dazu zwingen die Blinker konsequent durchzufischen. Dass sie oftmals richtig gut fangen, habe ich oft genug schon erlebtund gesehen.
     

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