• Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!

Simon19

Twitch-Titan
Registriert
29. Juni 2020
Beiträge
66
Punkte Reaktionen
64
Ort
NRW
Hallo zusammen,

bei mir schwirrt schon seit einiger Zeit der Gedanke im Kopf herum, mal ein neues Gummifisch-Modell in die Köderbox aufzunehmen. Als ich letztens meine Boxen mal durchgeschaut habe, ist mir dabei aufgefallen, dass sich meine Zanderangelei über die Jahre doch ganz schön verändert hat.
Als ich angefangen habe, hieß es eigentlich immer: lang und schlank. Das klassische Stint-Profil eben. Und ehrlich gesagt dominiert das auch heute noch meine Box als Easy Shiner, Slick Shad oder andere schlanke Stint-Modelle.
Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich nicht nur mein Blick auf Köder verändert, sondern auch der Trend in der Industrie. Immer häufiger sieht man bulligere Gummifische wie den Zander Pro, Fat Swing Impact oder auch den Nays Predator, Sexy Swimmer oder Quappie. Gerade mit Blick auf die inzwischen fast überall vorkommende Grundel frage ich mich, ob diese kompakteren Köder mittlerweile nicht sogar die bessere Wahl sind?
Zum Teil wegen Restbeständen, aber auch meinen schlechten Fängen am deutschen Rhein, kann ich keine Aussage treffen ob es der bessere Köder ist, aber es gibt ja u. A. von Johannes einige Videos zu dem Thema, die mich zum Grübeln bringen. Daher meine Frage an euch geht ihr mehr in Richtung Grundel-Imitate? Also eher bullige Köder wie den Fat Swing Impact in bräunlichen, natürlichen Farben? Oder seid Ihr mehr: "never change a winnig team"?

Interessant finde ich auch das Thema Farben. Bei den schlanken Gummifischen vertraue ich inzwischen deutlich mehr auf Kontrastfarben und auf klassische Naturdekore statt Chartreuse pur. Green Pumpkin hat bei mir ein großes Vertrauen wenn UV im Spiel sein soll. Ansonsten setze ich auf Kontraste wie Schwarz-Weiß, S&P, nur mit den bräunlichen Dekoren werde ich bei schlanken Gummifischen nicht warm. Genauso die Ködergröße. Bei mir sind 12,5 cm eigentlich der Standard. Mit kleineren Ködern um die 10 cm tue ich mich irgendwie schwer, wenn der Köder nicht sehr aktiv läuft wie der Zander Pro, ansonsten greife ich fast automatisch zu den größeren Modellen gerne auch mal in 16cm. Vor allem um den Fisch auf den Köder aufmerksam zu machen.

Mich würde deshalb mal interessieren:
Hat sich eure Köderwahl in den letzten Jahren auch verändert? Setzt ihr inzwischen eher auf bullige Grundel-Imitate oder bleibt ihr den klassischen schlanken Stint-Formen treu? Und wie sieht es bei euch mit den Farben und Ködergrößen aus? Habt ihr da im Laufe der Zeit eure Vorlieben geändert oder fischt ihr heute im Grunde noch das Gleiche wie vor ein paar Jahren?
 

fragla

Barsch Vader
Registriert
14. Januar 2021
Beiträge
2.443
Punkte Reaktionen
6.103
Alter
56
Ort
Thüringen
Ich glaube in der Angelindustrie wird nirgends mehr Zeug vermarktet als wenn Zander drauf steht. Um Köder und Ruten wird permanent ein riesen Tam Tam gemacht. Der Zander wiederum möchte ja eigentlich nur Fressen und das mit so wenig Aufwand wie möglich.
Es ist wichtiger zu wissen wo die Biester sich auf halten und zu welchen Zeiten sie fressen. Da bin ich mittlerweile überzeugt von.

Ich sehe aber auch die andere Seite, das man auch mal neue Köder oder Angelgerät kaufen möchte, völlig menschlich und geht mir auch so. Fange ich dadurch besser oder mehr? Nein aber der Affe ist ruhig wenn der Schrank voll ist und man vor jedem Angeln überlegt, welche Rute man mit ans Wasser nimmt.
 

Le Toque

Dr. Jerkl & Mr. Bait
Registriert
15. Februar 2024
Beiträge
429
Punkte Reaktionen
410
Ort
Hamburg
Das klassische Stint Profil war mir schon lange suspekt, weil es wirklich nur einem Stint ähnelt und diese zumindest hier in der Elbe immer weniger werden.
Ansonsten orientiere man sich bei der Ködergrösse an den aktuellen jahreszeitlichen Gegebenheiten. Im Sommer bis Frühherbst also kleinere bis Miniköder,
um die massenhaft vorkommende Brut zu imitieren. War schon oft der Gamechanger bei mir.
 

Walstipper

Bigfish-Magnet
Registriert
4. August 2007
Beiträge
1.811
Punkte Reaktionen
2.754
@Le Toque Interessant dass du als Hamburger so über Köderpräferenzen schreibst, während ich beim Vorposter "es ist wichtiger zu wissen wo die Biester sich auf halten und zu welchen Zeiten sie fressen" lese.
Meine HH-Erfahrung war nämlich genau das: Welcher Spot liefert bei welcher Tide (Strömung), Mustererkennung bezüglich Köder (auch Größe) wirklich schwer.

@Simon19 Ich dachte laut Wissenschaft sind die drei Grundelarten am Niederrhein seit einigen Jahren wieder auf dem Rückzug. Gleichzeitig fällt der deutschen "hoch innovativen" Angelindustrie nach zehn Jahren auf, dass sich Gummigrundeln gut verkaufen? Bzw. dass der Chinese immer günstigere schönere Gundel-Muster anbietet...
 

Todi

Belly Burner
Registriert
12. Oktober 2024
Beiträge
40
Punkte Reaktionen
98
Ort
NRW
Suspekt ist mir die Stintform nicht.
Erst gestern konnten wir (Kumpel und Ich) darauf gute Zander fangen.
Ich habe vorher mit dem Gobius von Z-Man geangelt. Keine Reaktion, dann auf einen EasyShiner gewechselt, also Stintform, selbe Stelle angeworfen, beim ersten Absinken kam der Biss.. die Stelle habe ich vorher mind. 4 mal mitm Gobius ausgeangelt, näher an na echten Grundel gehts ja kaum, trotzdem wollten Sie die Stintform lieber als das Grundelimitat.
Bin mir sicher, dass man auch auf bauchigere Köder Zander fängt, aber alleine um die Fehlbiss zu minimieren, setze ich auf die leicht zu faltende Stintform.
Ebenso kann man die Stintform bei gleicher länge mit geringeren Bleigewicht fischen, was die Hängergefahr minimiert.
Gerade am Rhein wo wir viel Strömung haben, schneidet ein schmaler stintartiger Köder die Strömung einfach besser wie ein bauchiger Köder, der mehr Angriffsfläche für die Strömung liefert.
Stintform hat für mich auf Zander in strömungsreichen Gewässen nur Vorteile.
 

Oben